Autor Thema: Energieberater  (Gelesen 2366 mal)

Offline KölnSolar

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Antw:Energieberater
« Antwort #30 am: 25 Januar 2020, 17:26:33 »
Komisch, dass wir uns hier in Summe so einig sind. Ob das an dem überdurchschnittlichen Bildungsgrad(den ich unterstelle) liegt ?
Und sind "wir" eine so kleine Gruppe, dass sich Politiker einen Teufel um unsere Ansichten scheren ? :-X
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Offline Frank_Huber

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Antw:Energieberater
« Antwort #31 am: 25 Januar 2020, 19:10:32 »


Na, nun mal langsam.

Für eine vollständige Ökobilanz müsste auch bei Gas und Öl anders gerechnet werden - ich denke nicht, dass das in den oben genannten Faktoren mit drin ist.

Allerdings ist die Auswirkung um mindestens eine Größenordnung (einen Faktor 10) kleiner als der reine Verbrennungsvorgang. Das kann man sehr schön an dem hier sehen:
https://www.ww-holzpellets.de/co2-footprint gibt 10,7 kgCO2 pro TONNE Pellets an.

Danke Peter!

Das war jetzt weniger wegen der Öko Billanz, eher Neugierde / Interesse da hier das Thema ja gerade besprochen wird und ich ( wohl wegen falscher suchbegriffe) nichts gefunden hab.

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Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Energieberater
« Antwort #32 am: 25 Januar 2020, 20:28:41 »
Na, dann machen wir es doch vollständig. Wie man hier sieht:

https://www.heizungsfinder.de/pelletheizung/einordnung/umweltbilanz

Es gilt für Pellets 23 g CO2/kWh. Bei einem Brennwert von ca. 4,8 kWh/kg macht das also 110,4 g CO2/kg. Die 10,7 kg/t für die Produktion machen also, wie oben behauptet, ziemlich genau 10% zusätzlich aus, können also im Groben vernachlässigt werden.

Es gilt für Scheitholz 26 g CO2/kg, Bei einem Brennwert von ca. 4 kWh/kg sind das ca. 104 g CO2/kg - und wenn man das selbst hackt, kommen hier keine 10% hinzu. Bis auf den Feinstaub ist also Scheitholz sogar günstiger als Pellets.

Betreffend den Feinstaub: Wir sind als Spezies seit ca. 1 Million Jahren sehr eng an das Feuer als Licht- und Wärmequelle gebunden. Das hat dazu geführt, dass wir gegen die Stäube der Holzverbrennung sehr effiziente Schutzmechanismen haben - über die beispielsweise Laborratten nicht verfügen. Ich glaube daher ehrlich gesagt irgendwelchen Warnungen vor dem Feinstaub aus Kaminöfen kein Wort.

Hier ist auch zu bemerken, dass auf Grund der aktuellen Feuerstättenverordnung ältere Kaminöfen entweder nachgerüstet oder bis 2024 stillgelegt werden müssen. Betrifft auch meinen Kaminofen - der ist nicht nachrüstbar und wird in den nächsten drei Monaten durch ein moderneres Modell mit höherem Wirkungsgrad und Feinstaubunterdrückung ersetzt.

Falls jemand den alten geschenkt haben will: Modell Hark 12, noch bis Ende 2024 ohne Auflagen betreibbar.

LG

pah

Edit: Das mit dem geschenkten Hark 12 ist ernst gemeint. Der Ofenbauer holt den sonst nur ab und verkauft ihn als Schrott - 280 kg bringen ihm ganz schön was ein.
« Letzte Änderung: 25 Januar 2020, 20:32:44 von Prof. Dr. Peter Henning »

Offline FHEM-User22

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Antw:Energieberater
« Antwort #33 am: 26 Januar 2020, 10:04:33 »
Hallo pah,
schade das wir so weit auseinanderliegen, obwohl wir hier eine Weingartener Straße haben und Partnerstädte sind.
Sonst hätte ich Verwendung für den Hark.

Grüße
FHEM auf Raspberry Pi und Proxmox und... und.... und....

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Energieberater
« Antwort #34 am: 26 Januar 2020, 10:15:31 »
Das ist das andere Weingarten bei Ravensburg. Es gibt sogar noch ein Drittes, in der Pfalz.

LG

pah

Offline andies

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Antw:Energieberater
« Antwort #35 am: 23 Februar 2020, 09:09:20 »
Hier ist auch zu bemerken, dass auf Grund der aktuellen Feuerstättenverordnung ältere Kaminöfen entweder nachgerüstet oder bis 2024 stillgelegt werden müssen.
Komisch, dass mir mein Schornsteinfeger bisher davon nichts erzählt hat. Aber die sind hier in Berlin weniger Amtsmann als eher Kommste-heute-nicht-dann-kommste-morgen.
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Offline ch.eick

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Antw:Energieberater
« Antwort #36 am: 23 Februar 2020, 11:36:06 »
Da ist jeder Betreiber selbst in der Verantwortung. Es reicht wenn der Schornsteinfeger um den Stichtag kommt und den Ofen stilllegt :-(

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