Autor Thema: Modul für Steuerung einer Go-ECharger Wallbox [= go-e oder go-echarger]  (Gelesen 30008 mal)

Offline LR66

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Ich habe das Modul geringfügig geändert und nun über github verfügbar gemacht (s. Start des Thread).
Zum Lastmanagement bin ich auch gespannt, ich dachte das vom go-E über Cloud geht?
Ich betreibe in Zukunft auch 2 an einer max. 16A Zuleitung: Wenn das go-e Lastmgmt. nicht geht würde ich zunächst 2 notify (oder ein DOIF) anlegen:
Wenn event Box1 allow_charging=1 dann setze Box2 allow_charging=0 und das ganze umgekehrt nochmal. Auch wichtig: das Intervall ggf. runter setzen. Dann könnte man im weiteren versuchen,  über DOIF stattdessen ein Lastmanagement hinzubekommen...
« Letzte Änderung: 03 März 2021, 12:03:25 von LR66 »
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Offline sigma415

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Habe heute auf Nachfrage von goE die Info bekommen, dass das Cloud-Lastmanagement (eigentlich) wieder funktionieren sollte.
Nachdem ich jetzt auch die zweite Box 3-phasig angeschlossen habe, werde ich's in den nächsten Tagen wieder ausprobieren.
FHEM auf ubuntu-Server, CUNO via LAN, 3x HMLAN, 2x goE

HM-SEC-RHS, LC-Sw1PBU-FM, Dis-WM55, MOD-Em-8, LC-DIM1L-CV, MOD-Re-8, LC-SW1-PL2, LC-SW4-DR, Sen-DB-PCB, ES-PMSw1-Pl, Sen-MDIR-O-2, LC-Bl1PBU-FM, CC-RT-DN, PB-2-WM55, LC-SW1-FM, LC-SW2-FM, PBI-4-FM, LC-Dim1TPBU-FM, LC-Sw1-DR, SEC-SD
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Offline thobo

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Hallo zusammen,

ich überlege mir derzeit eine Wallbox zu kaufen und schaue, welche für meine Bedürfnisse am besten passt.
Meine Grundkonfiguration:
- fhem nutze ich seit mehr als 6 Jahren sehr intensiv
- PV mit Ost / West und 23 kWp
- Wechselrichter und Energy Meter sind in fhem eingebunden, habe also aktuelle Werte
- Skoda Citigo e mit maximaler Ladung von 7,2 kW/h (über 2 Phasen).

Da ich dank der Größe der PV-Anlage selbst im Winter immer wieder eine Überschussladung hin bekommen sollte, suche ich nun eine Wallbox, die ich entsprechend steuern kann.

Deshalb mal ein paar Fragen zum Modul :
Im Winter wäre es wichtig, die Ladeleistung so gering wie möglich zu halten. Das geringste, was das Auto zulässt, wären 220/230V mit 6 A und zwar einphasig. Ich habe gelesen, dass man den Strom beliebig zwischen 6 und 32A (16A bei dem kleinen Go-ECharger) vorgeben kann und das dann für alle Phasen gilt. Aber kann ich auch die Anzahl der Phasen vorgeben? Kann ich im laufenden Ladevorgang über fhem den Strom anpassen (z.B. weil mehr oder weniger Sonne und somit mehr Überschuss da ist?) Bekommt man in diesem Modul eigentlich den Ladezustand des Autos mitgeteilt? (ich meine hier gelesen zu haben, dass nein, bin mir aber etwas unsicher)

Viele Grüße und schonmal DANKE
Thomas

Offline Eckat

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Hallo Thomas,

leider kann der go-eCharger nicht die Anzahl der Phasen steuern.
Habe das mit denen schon diskutiert und sie haben es "für eine mögliche nächste Generation aufgenommen".

Da ich eine 10 kWp Anlage habe, sind die Überschüsse bei mir natürlich geringer.
Daher habe ich es aktuell so gelöst, dass ich ein 1-phasiges Typ2 Kabel nutze.

In Planung mit einem Kollegen ist eine zusätzliche Steuerung über LAN / WLAN, vermutlich mit einem Arduino o.ä., der zum einen den Zustand des go-eChargers prüft (Ladung ja/nein, aktuelle Ladeleistung ...), zusätzliche Sensoren auswertet und dann bei Anforderung von außen (fhem) eine Umschaltung von 1- und 3-phasigem Betrieb vornimmt.
Denn der go-eCharger kann nur mit L1 oder 3-phasig arbeiten. Allerdings muss ZWINGEND sichergestellt werden, dass die Ladung erst gestoppt wird und wenn dann wirklich keine Leistung mehr anliegt, die Umschaltung erfolgt. Danach dann die Ladung wieder starten.
Der Arduino würde dann ein Lastrelais steuern.

Aber das ist noch in Planung.

Offline LR66

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Wie Eckat schrieb: Der go-E kann nur ein- oder 3-phasig betrieben werden und dies kann man nur über externe Schaltung erreichen (manueller Schalter oder Schütz an Fhem über z.b. Homematic o.ä.). Man sollte nur ohne laufenden Ladevorgang umschalten und möglichst nicht nur Phasen weg/zu, sondern aus und mit neuer Phasenzahl einschalten. Und dann kannst Du dem go-E natürlich beliebig ändernd den gewünschten Ladestrom zw. 6...32A vorgeben - je nach z.B. Auswertung PV oder Leistungsflüsse an Zählern in Fhem.

Den Ladezustand eines Fahrzeugsakkus kann keine Wallbox nur über das Typ2-Ladekabel erfahren. Für manche BEV gibt es API's, sodass ggf. über Software auf Fahrzeuginfo's zugegriffen werden kann.

Eine alternative: OpenWB kann ggf bestimmte PV, Fahrzeuge und Phasenumschaltung - aber mit hohem Preis.

Offline Eckat

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@LR66

Wo du das gerade mit dem Ladezustand des Autos schreibst.
Das habe ich auch bei go-e nachgefragt, aber sie sagen, das geht aktuell und in Zukunft nicht.
Daher stimmt das mit deiner Aussage überein.

Was mich wundert ist, woher bekommen bei den Schnellladesäulen die Infos? Die zeigen doch auch, zumindest manche, den SoC des Autos an.
Meiner Meinung nach müsste das doch auch über die beiden Daten-Pins im Typ-2 Stecker laufen.  :)

Offline Mitch

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Das Problem ist der ESP, der schon zu "voll" ist.
Weswegen sie für neue Funktionen eigentlich den ESP ändern müssten.
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Offline LR66

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Nein.
Bei CCS (DC-Ladung) ist ein anderes Protokoll als bei Typ2 (AC-Ladung) definiert. Ist halt normiert, wie was wann kommuniziert wird und darf -> Wikipedia, Google
« Letzte Änderung: 16 März 2021, 10:40:21 von LR66 »

Offline Mitch

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Auch bei AC kann man bei fast allen Autos den SOC auslesen.
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https://ts.la/markus34522

Offline LR66

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https://de.m.wikipedia.org/wiki/IEC_62196_Typ_2

Da wird lt. Wiki erst dran gearbeitet und das muss dann im BEV (!) und Wallbox (!) implementiert sein:

Zitat
Die nach IEC 61851-1 spezifizierte, im Adressumfang sehr bescheidene, analoge Signalisierung wird zurzeit im Hinblick auf die geplante Smart Grid Integration der Elektro- und Hybrid-Fahrzeug-Ladeinfrastruktur ergänzt um einen auf IPv6 basierenden bidirektionalen Kommunikationskanal. Die Kommunikation und zugehörige Test- und Konformitätsanforderungen werden im Standard ISO 15118 beschrieben. Die Datenübertragung kann leitungsgebunden mit Hilfe von Powerline Communications (PLC) oder (ab ISO 15118 Edition 2) nicht-leitungsgebunden erfolgen

Edit: Ich kenne keine für den Hausgebrauch gedachte Wallbox, die das heutzutage allein über das Typ2-Kabel kann.
Führt hier aber auch zu weit weg vom Thema Fhem Modul für den go-ECharger nach aktueller API über WLAN...
« Letzte Änderung: 16 März 2021, 11:17:57 von LR66 »
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Offline gadget

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War bei deinem Auto ein Ladeziegel dabei ? Der muss ja so ausgelegt sein, dass man den Schuko-Stecker jederzeit abziehen kann, da der ja nicht verriegelt ist.
Dann würde ich mir einfach zusätzlich eine legrand Steckdose ( 60 Eur) mit einem ausreichend dimensionierten Schaltaktor (20 Eur) davor installieren und den dann von fhem aus einschalten wenn Du PV Überschuss hast. Da stöpselst Du dann dein Auto an, wenn Du es mit dem Laden nicht eilig hast, und der Wetterbericht auf ordentlichen Solarertrag hoffen lässt.
Und wenn es schnell gehen soll oder du über Nacht aufladen musst nimmst Du stattdessen die Wallbox. Die würde ich auf jeden Fall installieren schon wegen der KfW Förderung und künftig hast Du ja vielleicht mal ein Auto das auch dreiphasig lädt.






Offline Eckat

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Thomas schreibt aber, er hat eine große PV-Anlage und möchte auch 3-phasig laden können  ;)

Offline thobo

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War bei deinem Auto ein Ladeziegel dabei ? Der muss ja so ausgelegt sein, dass man den Schuko-Stecker jederzeit abziehen kann, da der ja nicht verriegelt ist.
Dann würde ich mir einfach zusätzlich eine legrand Steckdose ( 60 Eur) mit einem ausreichend dimensionierten Schaltaktor (20 Eur) davor installieren und den dann von fhem aus einschalten wenn Du PV Überschuss hast. Da stöpselst Du dann dein Auto an, wenn Du es mit dem Laden nicht eilig hast, und der Wetterbericht auf ordentlichen Solarertrag hoffen lässt.
Und wenn es schnell gehen soll oder du über Nacht aufladen musst nimmst Du stattdessen die Wallbox. Die würde ich auf jeden Fall installieren schon wegen der KfW Förderung und künftig hast Du ja vielleicht mal ein Auto das auch dreiphasig lädt.

Genau das ist meine jetzige "Wallbox". So wie du es beschrieben hast, habe ich das Ganze umgesetzt. Somit lade ich mit 2.2 kWh. Da mein Kleiner leider nur mit 2 Phasen laden kann, wären das bei 6A Einstellung ca 2,7 kWh an der Go e. So groß ist der Unterschied dann auch nicht mehr zum Ladeziegel (schönes Wort!!), denke dann würde ich eher mal durchrechnen, ob sich nicht ein 1 phasiges Typ 2 Kabel für den Winter lohnt.
Deshalb jedenfalls fast das doppelte, für eine andere Wallbox, in die Hand zu nehmen, erscheint mir ein wenig wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Das werde ich mir aber mal ausrechnen.

Thomas schreibt aber, er hat eine große PV-Anlage und möchte auch 3-phasig laden können  ;)

Ja, ich hab eine etwas größere PV Anlage, aber ich glaube nicht, dass ich in nächster Zeit noch ein weiteres Auto kaufen werde. Somit würden mir 2 Phasen schon reichen. Hauptsache etwas schneller, als die jetzigen 2,2 kWh!! Da dauert eine komplette Ladung schonmal 17 Stunden.

Schonmal vielen Dank für euren Input!! Ich denke diese Wallbox kommt auf jeden Fall in die nähere Auswahl!!!

Viele Grüße
Thomas

Offline LR66

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Als Idee einer GoE-Phasenumschaltung über FHEM (wäre m.E. finanziell überschaubar):
- Wandverteiler ca. 20€
- Installationsschütz 400V~ 4p >=20A ca. 20€ (4p weil üblich und billig, aber nur L1..3 schalten, meist sind die günstigen normally open)
- Installationsschütz/Relais 230V~ 1p >=20A ca. 20€ (möglichst normally closed oder Wechsler falls Versuch Ansteuerung mit nur 1 Aktor)

Wenn Du schon Homematic hast , dann dazu
- 1x Homematic Hutschienaktor 1p für ca 65€ (da muss aber Schaltlücke für goE reichen) oder
- 2x Homematic Hutschienaktor 1p (ein Aktor für Schütz 3phasig ein/aus, der andere für einphasig ein/aus um goE auch komplett stromlos zu schalten)
Eine Phase würde ich nicht direkt damit schalten, da gerade so für 16A ausgelegt...

Wenn keine Homematic vorhanden: 1-2 beliebige FHEM-kompatible Aktoren die die 400/230V-Schütze anschalten/umschalten.

Also mit 120-200€ Material sollte das m.E. machbar sein...
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Offline gadget

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(...) ob sich nicht ein 1 phasiges Typ 2 Kabel für den Winter lohnt.

Was beim Go-E recht einfach zu machen ist: Der förderfähige 11kW go-E fix hat ein flexibles Kabel zur Festinstallation dran. Am Ende sind bereits Adernendhülsen. Da kann also durch ganz einfach auch wieder ein CEE rot 16 A angeschlossen werden (6 EUR). Als Gegenstück dann zwei CEE Dosen ( 2x 8 EUR) montieren, die erste voll verdrahtet mit PE,N,L1,L2,L3 und die zweite nur mit PE,N,L1. Dann im Winter einfach auf die einphasige umstecken. Ist zwar nicht "smart", aber trivial umzusetzen und du brauchst kein 1-poliges Kabel extra.