Autor Thema: Verständnisfragen zu Frontends  (Gelesen 756 mal)

Offline Bubbleman

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Verständnisfragen zu Frontends
« am: 21 Dezember 2020, 17:44:25 »
Hallo zusammen

Vorweg: Ich bin ganz frisch bei fhem und versuche mich in die "Denke" von fhem einzuarbeiten. An manchen Stellen fällt es mir noch schwer zu begreifen wie das System tickt bzw. was es von mir erwartet. Entsprechend drücke ich mich wahrscheinlich noch häufig falsch/unverständlich aus.

Wo ich stehe:
Ich habe fhem auf einem Raspberry PI3 eingerichtet.
Ich habe 8 Gosund SP112 mit tasmota 8.5.1 geflasht und die Werte für die Energiemessung kalibriert.
Ich habe die devices in fhem mit den Templates eingerichtet und kann auf der fhem Oberfläche mittels der Icons die Steckdosen schalten und erhalte die Readings (Strom, Spannung usw.) angezeigt.

Da ich fhem gerne über Tablett, Smartphone und PC "schöne" bedienen können will, gucke ich mich nach einem Frontend um. Dazu habe ich erstmal eine generelle Frage.
Mein Gefühl sagt mir, dass ich alle möglichen "Beziehungen" (notify usw.) zwischen irgendwelchen Geräten in fhem "vorhalten" möchte, also auf dem Server, an EINER Stelle. Ich habe bislang fhemnativ ausprobiert und finde es eigentlich ganz nett. So wie ich das bislang verstanden habe werden, zumindest bei diesem Frontend, etwaige "Funktionen" zwischen oder von Geräten (ich kann es nicht besser ausdrücken) nicht auf dem fhem Server gespeichert/definiert, sondern in der lokalen App/PC-Installation. Oder täusche ich mich?
Es gibt ja wohl auch Frontends, bei denen der Server eine html Seite generiert, da wäre dann wohl alles zentral gelagert.

Andererseits will ich über ein Frontend aber auch möglichst viel konfigurieren können. Wenn Schalter A dann Lampe B und C, außer am Wochenende, da dann bitte Lüfter A für eine Stunde (sinnfreies Beispiel). Die Bedienung Konfiguration über die fhem Oberfläche mit Befehlen wie notify und allem was dazugehört ist gruselig. Ich beschäftige mich zum Kennenlernen damit. Dann soll es aber bitte komfortabler werden :)

Konkret frage ich mich, ob es einen Königsweg gibt. Falls es so ist, dass unterschiedliche Frontends "ihre Daten" an unterschiedlichen Orten (Server vs. lokal) vorhalten, welches ist die sinnvollere Variante? Ich möchte später nicht darüber nachdenken müssen, wo ich nun was konfigurieren muss. Oder ist das sowieso egal, oder ohnehin alles ganz anders.
Mir fehlen Informationen um nicht aufs falsche Pferd zu setzen. Möchte ungern später feststellen, dass ich mich in das falsche Frontend eingearbeitet habe.

Beste Grüße
Thomas


Offline Beta-User

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Antw:Verständnisfragen zu Frontends
« Antwort #1 am: 21 Dezember 2020, 18:01:19 »
Andererseits will ich über ein Frontend aber auch möglichst viel konfigurieren können. Wenn Schalter A dann Lampe B und C, außer am Wochenende, da dann bitte Lüfter A für eine Stunde (sinnfreies Beispiel). Die Bedienung Konfiguration über die fhem Oberfläche mit Befehlen wie notify und allem was dazugehört ist gruselig. Ich beschäftige mich zum Kennenlernen damit. Dann soll es aber bitte komfortabler werden :)
Vermutlich solltest du dich nach einen anderen System umschauen. FHEM ist eher was für Leute, die in weiten Teilen ohne Frontend auskommen wollen und die volle Kontrolle über das System haben. Das geht nur, wenn man Befehle "exakt" absetzen kann bzw. "Ereignisse" (mehr oder weniger) exakt beschreiben kann.

Da du sowieso mit MQTT unterwegs bist, ist vermutlich ein MQTT-basiertes System eher was für dich (kenne ich nur vom Hörensagen; OpenHAB oder nodered?).

CU,

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Server: HP-T620@Debian 10, aktuelles FHEM + ConfigDB | CUL_HM (VCCU) | MQTT2: MiLight@ESP-GW, BT@OpenMQTTGw | MySensors: seriell, v.a. 2.3.1@RS485 | ZWave | ZigBee@deCONZ | SIGNALduino | MapleCUN | RHASSPY
svn:MySensors, Weekday-&RandomTimer, Twilight,  AttrTemplate {u.a. mqtt2, mysensors, zwave}

Offline Syrex-o

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Antw:Verständnisfragen zu Frontends
« Antwort #2 am: 21 Dezember 2020, 22:02:55 »
Vermutlich solltest du dich nach einen anderen System umschauen. FHEM ist eher was für Leute, die in weiten Teilen ohne Frontend auskommen wollen und die volle Kontrolle über das System haben. Das geht nur, wenn man Befehle "exakt" absetzen kann bzw. "Ereignisse" (mehr oder weniger) exakt beschreiben kann.

Da du sowieso mit MQTT unterwegs bist, ist vermutlich ein MQTT-basiertes System eher was für dich (kenne ich nur vom Hörensagen; OpenHAB oder nodered?).

CU,

Beta-User

Ich würde das nicht unbedingt unterschrieben.
Der Ansatz so weit ist ja vollkommen verständlich. FHEM kümmert sich um das große Ganze, die Geräte, die Logiken zwischen ihnen und die stabile und zuverlässige Umsetzung von definierten Aktionen.
Auf der anderen Seite sollte das Frontend dieses "Aufgaben-Monster" vereinfacht darstellen und den Bedürfnissen des Nutzers entsprechen.
Aus meiner Sicht macht es keinen Sinn immer einen Button für etwas zu sehen, dass ich nur sehr selten brauche. Daher brauche ich ihn in meinem Frontend auch nicht.
Ebenso automatisierte Aufgaben. Dafür brauche ich allenfalls einen Kontrollmechanismus.

Zitat
Konkret frage ich mich, ob es einen Königsweg gibt. Falls es so ist, dass unterschiedliche Frontends "ihre Daten" an unterschiedlichen Orten (Server vs. lokal) vorhalten, welches ist die sinnvollere Variante? Ich möchte später nicht darüber nachdenken müssen, wo ich nun was konfigurieren muss. Oder ist das sowieso egal, oder ohnehin alles ganz anders.
Mir fehlen Informationen um nicht aufs falsche Pferd zu setzen. Möchte ungern später feststellen, dass ich mich in das falsche Frontend eingearbeitet habe.
Ich glaube das kannst du nicht so einfach in Schubladen packen.
Grundsätzlich verlangt FHEM viel Eigeninitiative und den Willen zu lernen wie Dinge funktionieren (Wunderbar um etwas wirklich zu verstehen).

Deine Frage nach lokal oder Server muss man etwas differenzieren. Das Frontend ist ja am Ende nur ein Mittel zum Zweck. Jedes hat sein für und wieder. Somit bist du nie sicher, "auf das richtige Pferd gesetzt zu haben".
Viele der Frontends geben dir einen riesigen Spielplatz um alles genau auf dich zuzuschneiden und einige nehmen dich mehr am die Hand, für Leute die eventuell auch einfach nicht programmieren wollen, können oder keine Zeit haben.

Zitat
Andererseits will ich über ein Frontend aber auch möglichst viel konfigurieren können. Wenn Schalter A dann Lampe B und C, außer am Wochenende, da dann bitte Lüfter A für eine Stunde (sinnfreies Beispiel). Die Bedienung Konfiguration über die fhem Oberfläche mit Befehlen wie notify und allem was dazugehört ist gruselig.
Dafür ist ein Frontend der falsche Ort. Dein "Gehirn" sollte nicht vom Frontend abhängig sein. Somit wirst du nicht um Notify und DOIF rumkommen. Das ist aber auch nicht schlimm. Das wird sehr schnell sehr intuitiv.

Ich hoffe das hilft dir schon etwas weiter.

Mfg