Autor Thema: Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm  (Gelesen 704 mal)

Offline andies

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Ich benötige mal die Hilfe aus dem Forum, da ist doch sicher ein Fachmann dabei. Ich habe einen Telekomanschluss, der 50MBit verspricht. Ich messe nur 25MBit und der Techniker, der heute da war, vermutet eine feuchte Erdmuffe. Das wird also repariert.

In diesem Zusammenhang hat er sich meine Konstruktion angeschaut und mir gesagt, im Haus (Installation aus den 60ern) gebe es ein Problem. Die Telekomzuleitung, bleiummantelt, habe 150 Ohm, im Haus sei ein 50 Ohm-Kabel (ich denke das ist J-Y(St)Y) bis zum Router verwendet. Jetzt frage ich mich, ob es sich lohnt, an der Stelle irgendetwas wie einen Impendanzwandler einzusetzen, um die Verluste zu senken. Ich finde solche Wandler für Antennen, weiß aber gar nicht, ob die Frequenzen passen und ob sich dieser Aufwand überhaupt lohnt. Kann mir da jemand mal einen Tipp geben?
« Letzte Änderung: 24 November 2021, 09:13:12 von andies »
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Offline Otto123

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #1 am: 24 November 2021, 10:55:00 »
Hi,

es geht um Impedanz ...  :D

Ich würde da keine weiteren Gedanken wegen der Impedanz des Kabels machen, jedes weitere Bauteil verschlimmbessert.

Bei meinem Nachbar gestern (gleiches Bild wie bei Dir) lag es an den drei Virenscannern auf dem PC welche das Messergebnis verfälschten.  :o ;D

Was sagen denn die DSL Informationen im Router (welcher Router?) packt der denn erstmal die 50 Mbit? Oder kommt es schon am Router nicht an?
Notfalls (zur Prüfung) -> klemm den Router mit zwei kurzen Strippen direkt an die Postbox.

Wie hast Du gemessen?

Gruß Otto
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Offline Papa Romeo

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #2 am: 24 November 2021, 10:56:19 »
Hallo andies,

wenn ich das mal im Vergleich zum Antennenbau sehe, würde ich das mal so sagen. Früher beim Analogfernsehen (amplituden- und frequenzmoduliertes FBAS-Signal), hat eine Fehlanpassung wohl zu unerwünschten Verlusten (Dämpfungen) geführt und das Signal wurde entsprechend abgeschwächt. Aber wenn es dann auch grieselig war, war es aber dennoch da.
Mit der Einführung des Digitalfernsehen hat sich das geändert. Wenn das Signal zu stark gedämpft wurde und unter einen bestimmten Pegel fiel, war dann einfach "tote Hose".
Wurde diese Schaltschwelle überschritten, war es egal, ob die Signalstärke nun bei z.B. 50, 60, 70 oder 95% lag. Das Bild war dann immer von gleicher Qualität, also gleich gut.
Was wiederum hieß, dass die Dämpfung eigentlich nur wenig Einfluss auf die Übertragungsgeschwindigkeit hatte.

LG
Papa Romeo
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Offline andies

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #3 am: 24 November 2021, 11:12:41 »
Wie hast Du gemessen?
Ich hatte am Router gemessen, und da kamen nur 25 von 50 an. Heute war nun der Telekomtechniker da, mit beeindruckender Messtechnik und er hat direkt an der Postdose gemessen, die ja der Telekom gehört (meines ist, wie beim Wasser, alles nach dem Stecker). Und an der Postdose sind 45 mit extrem viel Störungen, also da ist wohl eine Erdmuffe defekt. Das reparieren die. Er sagte aber eben auch, dass die Verluste im Haus sehr groß sein können und er schon Leute hatte, bei denen gehen 50 rein und am Router sind es dann klägliche 20. Da dachte ich mir: Wenn ich Antennen kann, dann sollte es nicht allzu schwer sein, von der Postdose zum Router störungsfrei zu kommen.

Also dieses DSL ist eine Welt für sich. Ich meine: Ich schirme alles wie ein blöder ab und besorge mir hochwertige Unifi-Geräte, und dann schaut Euch doch mal diesen Kabelsalat da an. Das kann doch nicht wahr sein?! Aber anscheinend geht es trotzdem, also fasse ich da nix mehr an.
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Offline Wernieman

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #4 am: 24 November 2021, 11:40:02 »
Wie meinst Du, sieht das Kabel von Dir bis zur "Box-der Telekom" aus?

In allen mir bekannten Fällen (Gebe zu, es sind nur ~10), wird vom Techniker immer die Haus/Wohnungsverkabelung angekreidet, auch wenn es ein Telekom-Problem war. Und wenn ich denke, wie lang deren Leitungen sind im Verhältnis zur eigenen Verkabelung .... und deren Kabel sind nicht für DSL, sondern für Analoges Telefon spezifiziert.

Ist so wie bei (Windows)-Betriebsystem die Standardfrage: Haben sie schon rebootet?
Hier also: Haben sie schon die Hausverkabelung verbessert?

Nur BTW, was hast DU den Intern für Kabel verlegt?
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Offline andies

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #5 am: 24 November 2021, 11:57:14 »
Tja, das passt schon, was Du sagst: 846 Meter Telekom (60er?, bleiummantelt) und im Hause Telefonkabel (achtadrig, jeweils zwei verdrillt und geschirmt) bestenfalls 10 Meter. Im Haus hat das damals der Elektriker gemacht, als er die Elektrik im Haus neu geschaffen hat.

Alles Xmal rebootet und (O-Ton Telekom) "Ports neu gestartet", aber er sagte "bei der Fehlerquote haben Sie keine Chance, das haut nicht hin". Da wurde vor zehn Jahren mal eine Erdmuffe vor dem Haus wegen eines Kabelbruchs gelegt, eventuell ist da wieder Wasser eingedrungen? Sie messen jedenfalls nach und er sagte, da wird sicher gegraben werden.

Stimmt schon: Es ist immer der Kunde Schuld 8)
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Offline juergen012

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #6 am: 24 November 2021, 12:13:38 »
Hallo,
aus meiner aktiven Zeit bei der Telekom, weiß ich auch von solchen Problemen. Wenn am Übergabepunkt die Daten schon schlecht sind, kann man im Haus nix mehr machen. Da muss der Tiefbau ran. Kann dauern...

Gruß
Jürgen K.
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Offline Papa Romeo

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #7 am: 24 November 2021, 12:55:12 »
Ich hatte am Router gemessen, und da kamen nur 25 von 50 an.... Und an der Postdose sind 45 mit extrem viel Störungen ....

...dann liegt´s doch wohl an deiner Hausverkabelung, von den Störungen mal abgesehen, wenn 20 auf dem Weg zum Router "verschitt" gehen .... :( :-[

LG
Papa Romeo

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« Antwort #8 am: 24 November 2021, 13:15:21 »
Der Telekommann sagte, dass die 45 mit so vielen Störungen belastet sind, dass automatisch auf störungsfreie 25 heruntergeregelt würde. Das liegt also an den Störungen, weniger an der Hausverkabelung.
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Offline fhem-hm-knecht

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Antw:Zuleitung Telefonkabel des Netzanbieters: 50 versus 150 Ohm
« Antwort #9 am: 24 November 2021, 13:16:24 »
Die Telekom Leitung vom Haus zum Vdsl Outdoorslam ist bei mir 810m lang!
deswegen Router direkt am APL (Hausanschluß) angeschlossen, von dort dann per Lan weiter.
Telekom hatte mich damals begrenzt auf 25/7,5 Mbits
inzwischen 39.99 | 9.865, stabil, hatte auch schon 44,9 im Download.
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Hary


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Offline andies

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« Antwort #10 am: 24 November 2021, 14:07:05 »
Ja, das überlege ich auch das so zu machen. Router an die Dose und fertig.
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« Antwort #11 am: 24 November 2021, 14:35:11 »
Ist bei mir dann auch so, weil ich man dann die Möglichkeit hat, selber nachzubessern .... geht aber nur, wenn Du Strom an der "Dose" hast (Oder eben ein Haus, wo man "schnell mal" Strom legen kann).

Ein Untermieter meiner Eltern hatte mal das Problem, das ein TELEKOM-Techniker ein CAT5e-Kabel als "zu schlecht" für ISDN gesehen hat (War vor 20 Jahren). Es sollten unbedingt ein neues Kabel verlegt werden ... (Das Netzwerkkabel hatte ich mal reinverlegt)
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« Antwort #12 am: 24 November 2021, 14:42:19 »
Wenn die kommenden Leitung amtlich vermessen - Mist ist - dann muss repariert werden.
Wenn dann immer noch ein Unterschied zwischen Postbox und deinen internen 10 metern sein sollte, hilft es auch nach Störquellen zu suchen. Sowas hatte ich auch schon: alter Router als Wlan Accesspoint angeschlossen, der hat das DSL Signal so gestört, da ging quasi nix. Von dem das LAN Kabel abgezogen und alles war wieder hübsch. Interressant und fast nicht nachvollziehbar war bei dem die Kette:

Alles läuft bis zum Zeitpunkt X
Telekom ermittelt nachweislich defekte Muffe gräbt und repariert.
Es geht nach der Reperatur immer noch nicht.
LAN Kabel vom offenbar Störergerät raus (was es schon immer gab) und alle ist wieder hübsch.

So "blöd" kann man gar nicht denken ;)

Viel Erfolg!

Otto
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Offline fhem-hm-knecht

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« Antwort #13 am: 24 November 2021, 15:00:41 »
Zitat
das ein TELEKOM-Techniker ein CAT5e-Kabel als "zu schlecht" für ISDN gesehen hat (War vor 20 Jahren)

Technisch gesehen hat er auch Recht. Netzwerktechniker denken eben bis max hundert Meterim Kupfer Bereich VDE

beim Telekom ler, da sind es auch mal mehrere kilo Kilometer.

Otto,
ich hab hier ein Schaltnetzteil , das stört so dermasen, das bei mir die DSL leitung down geht, wenn es auf dem gleichen Stromkreis wie der Router ist. Ich hebe mir das für einen guten Freund auf-dem ich das irgendwann schenke :D :D :D
Hary


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Offline Papa Romeo

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« Antwort #14 am: 24 November 2021, 21:28:02 »
Der Telekommann sagte, dass die 45 mit so vielen Störungen belastet sind, dass automatisch auf störungsfreie 25 heruntergeregelt würde. Das liegt also an den Störungen, weniger an der Hausverkabelung.

... das ist natürlich was anderes ... dann hast ja eigentlich schon an Postbox keine nutzbare 45 ...

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