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Hourcounter für hydraulischen Abgleich FBH

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Gisbert:
Hallo zusammen,

ich habe eine Fußbodenheizung, bei der nie ein hydraulischer Abgleich vorgenommen wurde. Die Wärmebedarfsrechnung für jeden Raum würde ich wohl noch finden oder selbst errechnen können, um die Durchlaufmenge festzulegen.
Leider gibt es zudem keine vernünftige Einstell- und Ablesemöglichkeit der Durchflussmenge, nur ein Art fetter Madenschraube, die man rein- bzw. rausdrehen kann.

Da ich sowohl die Raumtemperaturen als auch die Ansteuerungen der elektrischen Stellmotoren über Fhem  mache, dachte ich mir, dass ich die Zeiten der Öffnung und Schließung der Stellmotoren mit dem Hourcounter registriere. Habe ich diese Zeiten, kann ich versuchen die Durchlüsse so runterzuregeln (bei Heizkreisen, die weniger lange offen sind als andere), bis alle in etwa die gleichen Öffnungszeiten haben.

Das ganze funktioniert jetzt (d.h. Mitte Oktober 2021) mit milden Außentemperaturen nicht, da muss ich abwarten bis es unter Null Grad ist.

Zum ersten, kann diese Vorgehensweise funktionieren, und zweitens benötige ich für jeden Stellmotor (in Fhem physisch ein GPIO eines MQTT-Devices) einen seperaten Hourcounter? D.h. bei 12 Stellmotoren 12 Hourcounter oder geht das evtl. sparsamer alles in einem Hourcounter?

Gerne bin ich auf für andere Anregungen dankbar.
Viele​ Grüße​
Gisbert​

Beta-User:
Spontaner Gedanke (= kann auch falsch sein):
Die Durchflussmenge in Teilkreise hängt doch auch vom Widerstand/der Widerstandsverteilung des Gesamtsystems ab? Dann ist die Frage, ob eine reine Zeitbetrachtung wirklich aussagekräftig ist.

Würde eher erst mal alle 12 Ventile in einen "an/aus"-Plot packen, dazu die An-Aus-Werte der Heizung an sich und (zentrale Vor- und Rücklauftemperatur). Da sieht man eventuell eher die Verteilung "über alles".

PS: Was hat das mit MAX zu tun?

Gisbert:
Hallo Beta-User,


--- Zitat ---PS: Was hat das mit MAX zu tun?
--- Ende Zitat ---
Hourcounter wird hier (anscheinend) behandelt.

Den Gasbrenner habe ich unter guter Kontrolle, d.h. er läuft auf der kleinst möglichen Stufe, ohne Taktung und die Wärme wird so zur Verfügung gestellt, dass die Anforderung bzgl. Komfort erfüllt wird. Da die FBH sehr träge ist, wird vzgw. nachts bis morgens geheizt. Wenn es wirklich kalt wird, natürlich auch vormittags und tagsüber.

Das sich Durchflüsse auch gegenseitig beeinflussen können, kann ich mir vorstellen. Deshalb ist mein Ansinnen auf kalte Tage zu warten, und dann solange die Durchflüsse zu regeln, bis alle Stellmotoren in etwa die gleiche Öffnungszeit haben.

Wenn alle Heizkreise gut eingestellt sind, habe ich mein Ziel erreicht. Die im Prinzip zu hohe Heizleistung des Gasbrenners kann ich nur dann ändern, wenn die Anlage ausgetauscht werden muss, derzeit ist sie 21 Jahre alt.

Viele​ Grüße​ Gisbert​

Beta-User:

--- Zitat von: Gisbert am 20 Oktober 2021, 16:08:26 ---Hourcounter wird hier (anscheinend) behandelt.

--- Ende Zitat ---
:o stimmt... wäre ich im Leben nicht von alleine drauf gekommen...


--- Zitat ---Die im Prinzip zu hohe Heizleistung des Gasbrenners kann ich nur dann ändern, wenn die Anlage ausgetauscht werden muss, derzeit ist sie 21 Jahre alt.

--- Ende Zitat ---
Gasgeräte sollten eigentlich "ewig" halten, aber wenn du das Ding so einstellen konntest, dass es nur so vor sich hin moduliert, ist ja eigentlich alles gut. Mir hat mal einer, der es wissen muss erklärt, dass die teils für Heizzwecke völlig überzogene Maximalleistung erforderlich ist wegen des Warmwassers, von daher: who cares...


--- Zitat ---Das sich Durchflüsse auch gegenseitig beeinflussen können, kann ich mir vorstellen. Deshalb ist mein Ansinnen auf kalte Tage zu warten, und dann solange die Durchflüsse zu regeln, bis alle Stellmotoren in etwa die gleiche Öffnungszeit haben.

--- Ende Zitat ---
Ich habe sowas ähnliches mit klassischen Heizkörperventilen gemacht, und da war vor allem eigentlich die Übergangszeit spannend (nachdem der eine oder andere "hydraulische Kurzschluss" beseitigt war). Dazu habe ich aber je einen Plot von jedem Ventil erstellt samt (in etwa) zugehöriger Vor- und Rücklauftemperatur (es gibt ein paar Abzweigungen, an denen man die Zuordnung einigermaßen ablesen kann, so dass ich mir 10-12 Sensoren (DS18B20 an MySensors) ausgekommen bin) und die dann alle in einen eigenen room zusammengepackt. Das war ziemlich aufschlussreich, weil man auf einen Blick auch die zeitlichen Zusammenhänge erkennen kann, und vermutlich kann man das auch recht gut auf die etwas trägeren FB-Heizungskreise übertragen. Wichtig ist halt am Ende, dass es weiter gleichmäßig läuft und dann noch die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf möglichst groß ist, denn wenn auch das letztere der Fall ist, ist der Wirkungsgrad bei den Brennwertgeräten afaik am größten.

Viel Erfolg jedenfalls bei diesem Projektchen :) .

Jewe:
Hey,
Ich würde die Vorlauftemperaturen und die Rücklauftemperaturen alle messen und dann mit den Einstellschrauben der FB Kreise so einstellen, dass alle Rücklaiftemperaturen gleich sind. Dann sind die Heizkreise optimal eingestellt.
Der zweite Schritt wäre dann, wenn es wirklich nötig.ist, die einzelnen Heitkreise Ein/Aus schalten zu können. Eine Regelung mit Stellmotoren halte ich für unnötig.

Bei mir habe ich das mit 1-Wire Temperatursensoren realisiert.

Jens

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