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Verteilung von Funktionen und Device bei mehreren Raspi?

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bmwfan:
Hallo,
habe eine Frage, bei der mir die Forumsuche nicht weitergeholfen hat da sich die Fragestellung nur schwer in Suchbegriffe fassen läßt.

Nach der Aufteilung meiner Hausautomatisierung auf einen weiteren Raspi beobachte ich Verzögerungen bei z.B. Licht an nach Bewegung. Mich interessieren Meinungen, was der beste Kompromiss zwischen Performance und Belastung der Raspis ist - eure Erfahrungen.

Meine Struktur sieht so aus:
RPI04 (3B+ im Wohnzimmer) auf dem das Haupt-FHEM läuft. IO-Gerät nur HM485 und ein FTUI.
RPI03 (3B im Schaltschrank EG) auf dem kein FHEM läuft und an dem ein CUL (Homematic), ein Jeelink, ein Conbee II (zigbee2mqtt) sowie ein HMCCU (HmIP über eine piVCCU) angeschlossen sind. Die Kommunikation zwischen RPI04 und den am RPI03 angeschlossenen IO-Device erfolgt über ser2net.
RPI02 (3B im Schaltschrank Technikraum) auf dem ein kleines FHEM mit einem HMUART an GPIO-Ports, 1-wire Busadapter, Ansteuerung Zirkulationspumpe etc. läuft und der über MQTT2 für die Daten und ser2net für den HMUART an den RPI04 angebunden ist.

Grund für die Aufteilung war, dass der RPI04, als noch alles darauf lief, überlastet war und wegen Speichermangels sporadisch abgestürzt ist. Seit der Aufteilung erfolgt das nicht mehr.

Das oben beschriebene Verhalten (Verzögerungen) kann ich mir durch die vielen Komponenten bei der Datenübertragung zwischen RPI04 und RPI03 erklären.
Bewegungsmelder (HM-SEN-MDIR-WM55) löst aus - RPI03 empfängt - RPI03 sendet an RPI04 - RPI04 verarbeitet DOIF - RPI04 sendet an RPI03 Einschaltbefehl - RPI03 gibt Befehl über HMCCU aus. Da kommen sicher einige Latenzen zusammen was ich daran bemerke, das das Licht später angeht als vor dem Umbau.

Was empfiehlt sich jetzt als Maßnahme zur Verbesserung?
1) Einen Teil der Logik, z.b DOIF zum Einschalten des Lichtes, in den RPI03 verlagern? Dann muss ich die Device (Bewegungsmelder, Lichtschalter) aber auch im RPI03 anlegen. Gibt das Probleme, wenn die Device in beiden pi's angelegt sind oder müssen dann die im RPI03 angelegten Device im RPI04 gelöscht werden? Nachteil: Es wird im Laufe der Zeit ziemlich unübersichtlich, welcher pi was macht und ich werde einige zusätzliche Daten über MQTT2 übertragen müssen.
2) Einfach einen Raspberry 4 anschaffen, der performanter ist, und wieder alles darauf laufen lassen?
3 Weitere Möglichkeit?

Ich bin ja sicher nicht der Einzige, der im Laufe der Zeit mit seiner Hausautomatisierung an die Grenzen eines pi gekomen ist. Wie habt ihr das gelöst? Bin für Anregungen dankbar.

Grüße Jürgen

MadMax-FHEM:
War das mit Speichermangel nicht ein PI3 mit nur 1GB?

Den PI4 gibt es doch mit bis zu 8GB, das sollte ja wohl reichen/gereicht haben...

Also ich halte es so:

Dinge die mir wichtig sind: alle SELBES System und DIREKT verbunden (Sensor sendet das Signal DIREKT an den jeweiligen Aktor [und an fhem])

Dinge die nett sind laufen (nur) über fhem (oder fhem regelt nach ;)  ).

Ich habe folgendes:

PI3B+ mit: HMUSB-CFG2 (gibt es nicht mehr / vglbar HMOD-PCB per USB), EnoCean-PI (Steckmodul) und einen ZWave USB-Stick, dort läuft mein EINZIGES fhem (und kommt sehr gut klar)
(einen anderen PI3B ohne Plus mit in etwas selben Setup aber etwas weniger zusätzliche Dinge wie Wetter, Traffic, ... habe ich bei meiner Freundin in der Wohnung laufen)

Heizung und alle wichtigen Lichter laufen entweder per Draht aber mit entsprechenden Aktoren, die "beides" können, oder direkt verbunden mit Sensoren oder eben Schaltern (z.B. EnOcean autarke Schalter/Taster).

Abgesetzt ist: HUEBridge ala deCONZ auf einem separaten PI (aber das macht "nur" Stimmungslicht -> "unwichtig")

Ich würde (immer noch) meinen, dass: die genannten IO inkl. Module/Devices und eine piVCCU auf einem PI4 mit 4GB (oder 8GB) auf alle Fälle laufen (sollten)...

Homematic ist halt "empfindich" bzgl. "Timing", da würde ich nur im Notfall ser2net (gut, wenn über Kabel ok) machen...
...aber ich habe ja auch "nur" eine Wohnung ;)

Gruß, Joachim

bmwfan:
Hallo Joachim,
RPI02, RPI03 und RPI04 sind die Namen der Raspis. Hardware ist 3B+ (RPI04) sonst 3B.

Die Raspis sind über LAN verbunden.

Direkte Verbindung von Sensor und Aktor: Hatte ich auch überlegt, aber damit schränke ich mich deutlich in den Funktionen ein. Beispiele:

* Licht wird abhängig von Tageszeit unterschiedlich hell im Bad. Ich möchte nach dem Aufstehen oder in der Nacht keine Klatsche vom Badezimmerlicht bekommen, wenn ich hineingehe (Bewegungsmelder).
Deswegen regele ich die Helligkeit tageszeitabhängig.
* Wenn  niemand Zuhause ist, werden immer wieder verschiedene Lichter angeschalten als Anwesenheitssimulation.
* Öffnet die Garage (Hörmann-Antrieb), geht das Garagenlicht für eine festgelegte Zeit an.
* Sind Minustemperaturen und die Garage ist zu lange offen, geht sie zu.
* Die Jalousien gehen abhängig von Sonnenuntergang und je nach Ausrichtung mit Verzögerung hoch / runter.
Das sind nur einige Beispiele. Da laufen noch viel mehr Comfortfunktionen. Ich habe viele Logikfunktionen mit hineingepackt und die kann ich mit direkter Kopplung von Sensor und Aktor nicht realisieren.

Deine Lösung wäre also, in einen Raspy Modell 4 mit mehr RAM zu investieren und die IO-Device wieder an das Hauptsystem zu nehmen.

Grüße Jürgen

CoolTux:
Kann ich mir schwer vorstellen mit den Latenzen. Ich denke das ist etwas was man vernachlässigen kann.
Mein FHEM läuft in einem Proxmox LX Container in einem Rechenzentrum in Holland. Mein Raspi hier zu Hause mit der Hardware dran ist mittels VPN mit FHEM verbunden. Bei mir geht alles fix. Habe Conbee und HUEBridge oder HMUART und CUL_HM. Muss aber gestehen das ich das ganze mittels socat angebunden habe und nicht wie Du ser2net.

Beta-User:
Was rauscht denn so durch den Event-Monitor? Sind Eventhandler optimiert? PRESENCE via ping?

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