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MiniPC Umstellung von Windows auf Linux - Fragen bezüglich Backup

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swsmily:
Hallo,

Ich habe einen Mini PC (Asus VivoPC / Mini-PC VC60-B013M). Auf diesem läuft momentan Windows 10.
Ich nutze ihn aktuell fast nur noch als Datenspeicher, früher für Kodi (aber unterdessen extrem selten).
Da Windows immer wieder automatisch neustartet durch Updates usw, es einfach sehr langsam ist, hab ich die Überlegung statt Windows zukünftig Debian darauf laufen zu lassen.

Was läuft momentan drauf?
Ich habe aktuell eine externe HDD dran, auf die unsere Handys in der Nacht Bilder/Videos sichern (via FolderSync-App).
In Windows läuft SyncBackFree, was einmal wöchentlich die Sicherungen der Handys auf unser NAS synchronisiert (NAS wird per WOL gestartet, nach Sicherung per Skript wieder runtergefahren).
Zusätzlich läuft Acronis, welches an einem anderen Tag einmal wöchentlich ein inkrementelles Backup der internen Festplatte auf das NAS sichert (ebenso mit WOL und Skript zum runterfahren).

Mein Ziel:
Statt Windows möchte ich Debian laufen lassen.
Ich bin aber nicht fündig geworden, ob es sowas wie SyncBackFree auch für Linux gibt, damit regelmäßig die Bilder/Videos aufs NAS gesichert werden. Was ich dazu gefunden habe, es soll wohl über RSYNC funktionieren. Ich vermute, ich müsste ein Script schreiben, welches das NAS startet, wenn es erreichbar ist, dann mit RSYNC die Dateien sychronisiert (aber nicht überschreibt), danach NAS runterfährt. Ist das so mit RSYNC möglich, dass nur neue Dateien hochgeladen werden, vorhandene aber nicht gelöscht (selbst wenn auf Quelle gelöscht), und nicht überschrieben werden?

Gibt es sowas wie Acronis für Debian, also so dass inkrementelle Backups erstellt werden, für den Fall, dass die interne Festplatte mal kaputt geht? Und wenn ja - wie stellt man es auf einer neuen Festplatte wieder her?

Zusammenfassung:

Externe HDD - Foto/Video Sicherung der Handys - neue Dateien kommen aufs NAS, vorhandene werden nicht überschrieben.
Interne HDD - System, soll inkrementell auf NAS gesichert werden; im Fall des Falles schnell auf eine neue HDD wiederherstellbar sein

Wie setzt man sowas mit Linux/Debian um?

isy:
Moin,
also mit rsync kannst du dein Backup umsetzen. Ich würde die Zeitsteuerung (crontab) zu dem Zeitpunkt einrichten, wenn deinen Nas Online ist.

Zugriff auf deine Nas mit FTP oder Windows CIFS sollte beides gehen.

Für den Backup der Handys fällt mir im Moment nur ein Script ein, welches prüft, ob Handys per USB angeschlossen sind und dann die Kopie der Dateien per rsync startet.

Ein Image Tool wie Acronis kenne ich nicht, der Terminal Befehl "dd" erzeugt ein Image, wie mit Acronis, aber der Datenträger darf nicht gemountet sein. Also kein Online Backup, wie mit Acronis.

Viel Spaß,
Helmut

kadettilac89:
Nur für fhem ist die Hardware schon etwas oversized. Wenn du etwas Zeit und Lust am Basteln mitbringst, kann du dir auch Proxmox ansehen. Auf den Pc installieren, Fhem und was ggf. noch dazu kommt in einen Docker Container werfen.

Mein Setup:
Proxmox mit Container für Fhem, Owncloud, ...
Stündliche Snapshot auf eine zweite Backupplatte. Wochenende Per Script auf NAS.

Ist zwar etwas mehr Zeit beim Aufsetzen. Aber wenn es läuft musst du es nicht mehr anfassen.

Ich weiß, dass die Anforderung etwas anders war. Aber manchmal hat man zu Beginn ggf. gute Lösungen nicht auf dem Schirm weil man es einfach nicht weiß.

Wenn du Interesse hast, kannst du dir Proxmox auch auf einem Rechner in einer VM, z. B. VMWare Player installieren und mal ansehen ohne dass du das bestehende Setup anfasst. Mit VM kannst du auch dein ursprünglich angedachtes Setup testen und durchspielen.

Das Sichern deiner Handy will ich nicht schlecht reden, aber hast du so wichtige Daten drauf dass die täglich gesichert werden müssen? Ich nutze auch Foldersync aber gehe direkt einmal in der Woche auf mein NAS. Würde Komplexität raus nehmen.

swsmily:
Vielen Dank für eure Antworten.

Erstmal was die Handys betrifft. Foldersync sichert da nur die Fotos und Videos. Immer dann, wenn das Handy in unserem WLAN ist und geladen wird. Das habe ich vor paar Jahren eingerichtet, nachdem in einem alten Handy eine SD Karte kaputt gegangen war und zum Glück seit dem letzten manuellen sichern damals nur ca 3 Fotos verloren gingen.
Das Risiko wollte ich nicht mehr eingehen, daher die regelmäßige automatische Sicherung. Das wird aktuell bereits auf eine externe HDD an dem Mini-PC gemacht, der noch mit Windows läuft. Foldersync nutzt dazu einfach eine SMB-Freigabe. Das wäre auf Debian ja ebenso möglich einzurichten.

Mein Ziel ist nur, Windows von dem Mini-PC zu entfernen und Linux zu verwenden, da Windows auf dem PC einfach nur extrem langsam ist. Aber natürlich weiterhin mit automatischer Sicherung der Daten (Fotos, Dokumente usw.) aufs NAS, aber auch das System selbst sollte am besten regelmäßig automatisiert gesichert werden. Aktuell übernimmt das Sichern vom Betriebssytem und dessen Daten Acronis, was im laufenden Betrieb inkrementelle Backups erstellt.

Mit Rsync scheint es möglich zu sein, dass nur neue Dateien, die auf der "Foto"-Festplatte liegen gesichert werden.
DD nutze ich beim Raspi um das System zu sichern, auch im laufenden Betrieb, Restore hat bereits einmal erfolgreich funktioniert. Jedoch erstellt das eben immer ein komplettes Backup, was unnötig viel Speicher verbraucht. Inkrementell würden ja nur die Änderungen am System gesichert.


FHEM hat mit dem Mini-PC nichts weiter zu tun, das läuft bereits auf einem Raspi.

Danke für den Hinweis mit Proxmox. Das schaue ich mir mal an. Hatte in einer VM mal Docker probiert, bin komplett dran gescheitert  ;D
Aktuell teste ich in einer VM auf meinem Laptop Debian mit Nextcloud. Das soll dann auch auf den Mini-PC drauf.
Die Snapshots werden dann von den einzelnen Container gemacht? Werden die durch Proxmox erstellt, oder wie erstellst du diese?


--- Zitat von: isy am 24 September 2022, 09:43:54 ---Ich würde die Zeitsteuerung (crontab) zu dem Zeitpunkt einrichten, wenn deinen Nas Online ist.

--- Ende Zitat ---
Über crontab würde ich auch ein Skript starten, was erstmal ein WOL-Paket ans NAS sendet, 5 Minuten warten, bis es hochgefahren ist, danach das Backup durchführt und am Ende per Telnet aufs NAS verbindet und den shutdown-Befehl sendet.



--- Zitat von: kadettilac89 am 24 September 2022, 18:40:12 ---Nur für fhem ist die Hardware schon etwas oversized.

--- Ende Zitat ---
Klar, der Mini-PC ist für diese wenigen Aufgaben definitiv too much. Ursprünglich wollte ich ihn auch mal durch einen Raspi ersetzen. Aber die sind momentan einfach so extrem teuer geworden, da nutze ich lieber vorhandene Hardware, auch wenn die sich viel langweilen wird.



Werde weiterhin erstmal alles nur in einer VM Testen, bis ich eine Lösung so gefunden habe, die mir wirklich gefällt. Erst dann werde ich irgendwann Windows von dem Mini-PC werfen. Bin aber dennoch für jeden Hinweis dankbar.

TOLLES FORUM!

kadettilac89:

--- Zitat von: swsmily am 24 September 2022, 21:21:45 ---Die Snapshots werden dann von den einzelnen Container gemacht? Werden die durch Proxmox erstellt, oder wie erstellst du diese?

--- Ende Zitat ---

Proxmox ist die Virtualisierungsplattform -> Darauf läuft ein LXC-Container (Debian) -> Da drin läuft Docker mit den Containern
In Proxmox sind NAS-Verzeichnisse mit als BAckup-Destination eingehängt

Backup-Solution / Failover
PC mit Windows -> VM-Workstation mit VM in der Proxmox läuft -> In Proxmox LXC-Container (identisch zu oben) ...

Snapshot ist eigentlich falsche Bezeichnung. Es wird ein stündliches Backup des LXC auf die zweite Platte gemacht. Da das ganze in einem LXC läuft ist das BAckup nur ca. 1 GB groß. Da sind alle Container mit Daten und das Betriebssystem drin. Docker Images, Logs, ... alles ausgenommen da unwichtig. Da brauch ich mich nicht um einzelne Docker-Container kümmern. Historisch bedingt, vom Raspberry, habe ich auch noch BAckupscripte für Fhem, MySQL, Influx ... und andere Container. Aber eigentlich unnötig.

DAs ganze Backup der VM/LXC ist in Proxmox als Funktion enthalten. Du kannst auch NAS mounten. Ich habe mein NAS unter der Woche aus, da ich unterwegs bin. NAS startet sobald ich heim komme. Wochenende macht Proxmox "großes" BAckup auf NAS, mit allen Containern und VM, und der eigenen Proxmox-Konfiguration.

Ich nutze Docker weil ich mehrere Funktionen einfach implementieren will. Du könntest Fhem auch in LXC installieren ohne Docker. Backup in Proxmox weiß nichts von "innen" liegenden Docker.


--- Zitat von: swsmily am 24 September 2022, 21:21:45 ---Danke für den Hinweis mit Proxmox. Das schaue ich mir mal an. Hatte in einer VM mal Docker probiert, bin komplett dran gescheitert  ;D

--- Ende Zitat ---
Proxmox hat sehr gutes, deutschsprachiges Forum, hier ist auch Threads zu Proxmox. Wenn du konkrete Fehlermeldungen oder Fragen hast auch hier.

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