Autor Thema: Raspberry PI und autom. backup (Image)  (Gelesen 8029 mal)

Offline ritchie

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Raspberry PI und autom. backup (Image)
« am: 27 August 2013, 22:55:05 »
Hallo Zusammen,

hat sich jemand von Euch mal mit dieser Art von Backup beschäftigt.

http://raspberrypi.stackexchange.com/questions/5427/can-a-raspberry-pi-be-used-to-create-a-backup-of-itself

Hierbei erstellt der RPi ein Image von sich selber. Erfahrungen wären schön.

Gruss R.
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Offline betateilchen

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #1 am: 27 August 2013, 23:25:31 »
Was ist jetzt genau Dein Problem? Das sind doch uralte Linux Grundsatzfragen. Jedes Linux-System kann ein Backup von sich selbst machen, wenn man die einschlägigen während Laufzeit generierten Verzeichnisse ausläßt und diese einfach leer in das image packt.

gibts übrigens auch auf Deutsch: http://www.linux-tips-and-tricks.de/index.php/Raspberry-Pi/Automatisches-Erstellen-von-Backups-der-Raspberry-Pi.html


Machen würde ich das so aber trotzdem nicht, aber das ist ein anderes Thema.
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Offline Dirk

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #2 am: 28 August 2013, 09:05:21 »
Hallo ritchie,

noch eine andere Idee:

Wenn du ein PI hast, welcher bei dir als "Produktivsystem" arbeitet, wirst du diesen vermutlich einmal aufsetzen und dann nicht weiter verändern.
Daher würde als Backup dann ein Image der SD-Karte reichen zuzüglich eines z.B. täglichen Backups der FHEM-Configuration und ggf. noch der Logfiles.
So ein Backup dauert dann auch nur wenige Sekunden bis Minuten und belegt entsprechend wenig Platz.
Wenn dann doch mal Updates oder Konfigurationsänderungen (System und FHEM) gemacht werden, dann kann man das Image kurz neu erstellen.

Wenn nötig, kannst du dann das Image der SD-Karte dann wieder Zurück spielen, oder vielleicht hast du dann ja bereits eine Backup-SD-Karte angelegt und bereit liegen. Zusätzlich muss man dann nur noch die FHEM Konfiguration zurück spielen. So sollte ein Restore dann auch nur wenige Minuten dauern.

Der große Vorteil der Lösung mit der zweiten SD-Karte: Das Austauschern der Karte kann dann im Fall der Fälle dann auch jemand erledigen der technisch nicht so versiert ist. Das System läuft dann erstmal mit der letzten Konfiguration.
Denn nach Murpys Gesetzt wird das System sehr warscheinlich ausfallen wenn du gerade nicht da bist :)

Gruß
Dirk


Offline betateilchen

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #3 am: 28 August 2013, 09:11:11 »
Zitat von: Dirk schrieb am Mi, 28 August 2013 09:05
zuzüglich eines z.B. täglichen Backups der FHEM-Configuration und ggf. noch der Logfiles.
So ein Backup dauert dann auch nur wenige Sekunden bis Minuten und belegt entsprechend wenig Platz.


Genau diese Art der Sicherung habe ich mir per Cronjob stündlich eingerichtet. Alles andere verändert sich ja in der Regel gar nicht. Selbst auf das einmalige Backup des Images habe ich verzichtet, da dies bereits einen Tag später veraltet ist.

Eine Wiederherstellung erfolgt also im Bedarfsfall mit ganz wenigen Schritten:

1. wheezy auf SD Karte bringen
2. FHEM installieren
3. FHEM update machen
4. ursprüngliche Konfiguration in die Neuinstallation kopieren

Und schon läuft das System wieder. Dauert maximal eine halbe Stunde, wobei das Schreiben des Linux-Images auf die SD Karte die meiste Zeit in Anspruch nimmt.

Bei mir liegt übrigens das gesamte /opt (inkl. fhem und allem fhem-Zubehör) auf einem separaten USB Stick, nicht auf der SD-Karte.


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Offline Dirk

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #4 am: 28 August 2013, 09:24:53 »
Zitat
Selbst auf das einmalige Backup des Images habe ich verzichtet.
Das hat eher den Grund, da im Fall der Fälle dann auch jemand anders die SD-Karte tauschen können soll.
Ich betreue eine FHEM-Installation bei der ich nur 2-3 mal im Jahr vor Ort bin.
Der Backup-Fall ist dort zwar noch nie eingetreten, aber wenn, dann wird die Karte getauscht und ich kann die restlichen Sachen von hier aus, remote erledigen, ohne dass dort erst z.B. OpenVPN installiert und konfiguriert werden muss.

Gruß
Dirk

Offline ritchie

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #5 am: 28 August 2013, 12:41:20 »
Hallo Dirk,

Zitat

Der große Vorteil der Lösung mit der zweiten SD-Karte: Das Austauschern der Karte kann dann im Fall der Fälle dann auch jemand erledigen der technisch nicht so versiert ist. Das System läuft dann erstmal mit der letzten Konfiguration.
Denn nach Murpys Gesetzt wird das System sehr warscheinlich ausfallen wenn du gerade nicht da bist :)


Genau das ist der Punkt. Zwar liegt mein zweiter Raspberry in der Hauptunterverteilung in einem Hutschienengehäuse,
aber ein Verwander ist Elektriker und hat keine Angst die Abdeckung abzumachen, falls ich mal wieder beruflich auf Tour bin.
Nur mit der EDV und im speziellen mit Linux haben ca. 98%-99% der deutschen Bevölkerung ein Problem.

Ich will halt nur für diesen Fall vorbereitet sein, da dies auch zu einem "Produktivsystem" gehört, sich eine Backup/Restore Strategie für seine Bedürfnisse anzulegen und nicht plötzlich morgens "Ups" sagen müssen.

Generell scheint ein automatisches Image wohl eher daher auszufallen, da das System für diesen Zeitraum nicht verfügbar ist und die Sicherung zu lange braucht. Auch ist hierbei der Austausch und das Rücksichern noch nicht mit vorgesehen. Hierdurch würden Ausfallzeiten entstehen.

Daher werde ich wohl die Sache mit der Backup SD Karte so angehen.

Logfiles werden bei mir jetzt schon auf USB Stick geschrieben, um die Lebensdauer der SD Karte zu erhöhen.
Auch hier plane ich, falls notwendig, die Sicherung auf einen centrales NAS Laufwerk (RAID), nur weiss ich
wirklich nicht, ob ich mir die Temperaturkurven vom letzten Monat noch anschauen will.

Vielleicht wäre ich ein automatische Löschen in Betracht zu ziehen?

Gruss R.
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Offline Dirk

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #6 am: 28 August 2013, 13:43:21 »
Zitat
Zwar liegt mein zweiter Raspberry in der Hauptunterverteilung in einem Hutschienengehäuse, ...
Interessant. Was für ein Gehäuse hast du da verbaut?

Zitat
Logfiles werden bei mir jetzt schon auf USB Stick geschrieben, um die Lebensdauer der SD Karte zu erhöhen.
Wobei auch das aus meiner Sicht übertrieben ist.
Jede Speicherzelle der SD-Karte hält einige Zehntausend wenn nicht sogar mehr Schreibzyklen aus. Und Logfiles wachsen ja eher an. Somit sollte das sehr lange funktionieren.

Zitat
nur weiss ich wirklich nicht, ob ich mir die Temperaturkurven vom letzten Monat noch anschauen will.
Das kann schon interessant sein. Z.B. Verglich der Temperaturen aus dem Vorjahr.

Gruß
Dirk

Offline PeMue

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #7 am: 28 August 2013, 19:39:34 »
Zitat von: betateilchen schrieb am Mi, 28 August 2013 09:11
Alles andere verändert sich ja in der Regel gar nicht.

Wenn ich sehe, was ich für das Display bzw. den BMP180 noch alles nachinstallieren musste, kann ich dem nicht ganz zustimmen. Ok, es ist nicht wirklich viel und ich habe mir in meinem 0_RPI_install.txt die Dinge aufgeschrieben, aber es dauert trotzdem eine ganze Ecke.
Aber im Prinzip gebe ich Dir mit Deiner Backup Strategie recht.

Zitat von: betateilchen schrieb am Mi, 28 August 2013 09:11
Bei mir liegt übrigens das gesamte /opt (inkl. fhem und allem fhem-Zubehör) auf einem separaten USB Stick, nicht auf der SD-Karte.

Hast Du denn USB Stick dann in das Verzeichnis /opt gemountet? Was ist dann der Vorteil gegenüber der SD Karte? Die max. Anzahl der Schreibzyklen von SD Karte bzw. USB Stick sollten doch ähnlich sein, oder?

Gruß PeMue
1x FB7170 (29.04.88) 5.7 1xCUNO2 1.67 2xEM1000WZ 2xUniroll 1xASH2200 3xHMS100T(F)
1x RPi BV2LCDCSM 1.63 5.7 2xMAX HKT, 1xMAX RT, V200KW1
1xFB 7490 (113.06.05) 5.7 1xCUL V3 1.63 1xHM-CC-RT-DN 1.4 1xHM-TC-IT-WM 1.1 1xHB-UW-Sen-THPL-O 0.15 1x-I 0.14OTAU 1xRFXtrx 90 1xWT440H 1xCM160 3xTFA30.3150 5xFA21

Offline ritchie

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« Antwort #8 am: 28 August 2013, 21:23:40 »
Hallo Dirk,

Zitat

Interessant. Was für ein Gehäuse hast du da verbaut?

Schau mal hier :http://forum.fhem.de/index.php?t=msg&th=13345&start=0&rid=1236
Links im Bild ist er.

Eine kleine Platine innen sorgt für die Anschlüsse für die Spannung und der ROT.
Ist eigentlich ganz gut. Die Entlüftung erfolgt durch die Schraublöcher für oben.
Das Gehäuse kann man bei Reichelt kaufen.


Zitat

Jede Speicherzelle der SD-Karte hält einige Zehntausend wenn nicht sogar mehr Schreibzyklen aus. Und Logfiles wachsen ja eher an. Somit sollte das sehr lange funktionieren.

Stimmt eigentlich. Nur bei Ausfall des USB Stick sollte FHEM (linux noch weiter arbeiten und ich weiss dann warum es so ist.

Gruss R.

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Offline framp

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« Antwort #9 am: 28 August 2013, 22:33:50 »
Zitat von: betateilchen schrieb am Di, 27 August 2013 23:25
...Machen würde ich das so aber trotzdem nicht, aber das ist ein anderes Thema.

Warum würdest Du es nicht so machen?

Offline Dirk

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« Antwort #10 am: 29 August 2013, 00:30:00 »
Zitat von: ritchie schrieb am Mi, 28 August 2013 21:23
Schau mal hier :http://forum.fhem.de/index.php?t=msg&th=13345&start=0&rid=1236
Links im Bild ist er.
Alles Klar, danke. Das Gehäuse kenne ich.
Dachte es gibt hier was spezielles für de PI.

Sowas ähnliches will ich auch noch bauen. Allerdings hätte ich die SD-Karte gerne nach außen gelegt. Auch falls der Backup-Fall eintreten sollte.
Wie hast du die Stromversorgung vom PI realisiert? Ich stelle mir das so vor, dass da ein Schaltregler 24V->5V in das Gehäuse mit kommt. Dann kan der PI von der Busspannung versorgt werden.

Gruß
Dirk

Offline ritchie

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Aw: Raspberry PI und autom. backup (Image)
« Antwort #11 am: 29 August 2013, 09:06:52 »
Hallo Dirk,

Zitat

Allerdings hätte ich die SD-Karte gerne nach außen gelegt. Auch falls der Backup-Fall eintreten sollte.

Ich habe seitlich einen Ausschnitt in das Hutschienengehäuse gefeilt, damit ich auch Zugang zur SD Karte habe,
oder das Gehäuse zu zerlegen.
Zitat

Wie hast du die Stromversorgung vom PI realisiert?

Ich verwende zwei Hutschienen Netzteile (auch von Reichelt), welche 5V und 12V auf den 1-Wire Bus geben und
gleichzeitig den Raspberry versorgen. Du kannst Sie im mittleren Bereich des Bildes erkennen.

Bei Verwendung von mehreren 5V Netzteilen können Ausgleichström zwischen den einzelnen Spannungsreglern entstehen,
das will ich auf diese Art verhindern.

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« Antwort #12 am: 29 August 2013, 10:01:22 »
Zitat von: Dirk schrieb am Mi, 28 August 2013 13:43
Zitat
Logfiles werden bei mir jetzt schon auf USB Stick geschrieben, um die Lebensdauer der SD Karte zu erhöhen.
Wobei auch das aus meiner Sicht übertrieben ist.


Nein, ist es nicht. Selbst Markenkarten von Transcend hat ein Raspberry bei mir schon innerhalb weniger Wochen kaputtgeschrieben. Seit ich auf dem USB Stick arbeite, hatte ich diesbezüglich nie wieder Kummer.
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