Autor Thema: Max Thermostaten + Therme die ihre Vorlauftemperatur ändert...bitte um Hilfe  (Gelesen 4417 mal)

Thomas Busek

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gilt diese Aussage für dein Büro ?

John

hallo John,

ja!!!

Offline John

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Hallo Tom,

welche Räume existieren und viewiele Thermostate sind in jedem Raum verbaut ?

Betrachten wir die Verrohrung im Studio:

Es gibt einen Strang für Vorlauf und einen für Rücklauf. Die Heizkörper zweigen via T-Stück ihren Anschluss ab.

Das bedeutet, daß der Heizkörper, der die geringste Distanz zur Umwälzpumpe hat, den höchsten Druck aufweist.
Je weiter weg, die Heizkörper sind, umso gringer wird der Druck.

Ausserdem hängt der Druck an einem Heizkörper auch davon ab, welchen Öffnungsgrad der Vorgängerheizkörper hat.

Damit hängt also die Durchflussmenge nicht nur von der Ventilöffnung ab, sondern direkt auch von der Entfernung zur Pumpe und
dem hydraulischen Widerstand der vorangehenden Verbraucher.

Du hast zwar eine druckgeregelte Pumpe, die dafür sorgt, daß der Druck an deren Abgang konstant bleibt.
Sie kann jedoch nicht den Druckabfall über die Leitungslänge ausgleichen.

Herkömmliche Thermostate kommen vermutlich mit diesen Bedingungen einigermaßen klar.

Max-Thermostate sind anspruchsvoller, haben einen adaptiven (selbstlernenden) Algorithmus gehen aber
von Rahmenbedingungen aus, die hier vermutlich nicht gegeben sind.

Ich rate dir, zunächst nur herkömmliche Thermostate-Köpfe zu verwenden.

Wenn du ohnehin wenig Zeit hast, solltest du nicht mit FHEM beginnen, da brauchst du jede Menge davon.


John






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Thomas Busek

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Hallo John,

ich habe schon eine Menge gelesen. Vorallem hier im Forum und mir ist diese selbstlernende Algorithmus der Max Thermostate bekannt.
Ich habe auch von ein paar möglichkeiten gelesen, diesen selbstlernenden Algorithmus über FHEM auszutricksen in dem man oft die Temperatur abfragt und dementsprechend die Ventilstellung nachbessert. Ich glaube es war hier im Forum, da müsste ich nochmal suchen. Diese Möglichkeit gibt es doch oder? Hat glaube ich nur den nachteil, dass man die Batterien entweder 1 mal im MOnat wechseln muss, oder alle Max Thermostaten an Dauerstrom anstecken muss, da die Ventilstellung dauern angepasst wird) Das wäre es mir allerdings wert!
Die Max (oder andere Funk) Lösung wäre für mich optimal, da man (wie mit normalen Thermostaten) dann nicht vom Heizkörper zum Heizkörper laufen muss und alles verstellen muss.
Am Abend im Winter soll z.B. das ganze Studio auf 17 Grad runter und nur das Büro auf 22 Grad bleiben, da ich oft spät abends im büro bleibe. Das ist bei 300qm viel laufen. Und vorprogrammieren kann man da natürlich auch nichts. Wenn kunden kommen, muss ja schon eingeheizt sein.
Die herkömmliche Thermostatköpfe müsste ich natürlich auch zuerst mal kaufen, hatte ja nie welche da ich ja direkt Max verwendet habe.

Danke für deine Hilfe!!!!

Offline John

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Zitat
welche Räume existieren und viewiele Thermostate sind in jedem Raum verbaut ?

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Thomas Busek

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hallo,

sorry, dafür habe ich nun bisschen länger gebraucht. Es gibt noch einen Heizkörper im Keller und im Bad. Die sind aber neu und noch nicht angeschlossen.
Im Büro befindet sich auf noch ein CUBE und eine CCU2
danke für die Bemühungen!
http://www.photom.at/tempf/studio-heizungen.jpg
(http://www.photom.at/tempf/studio-heizungen.jpg)

Offline John

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Hi Tom,

FHEM ist gut dafür, Daten aufzuzeichnen, die für die Analyse des Ist-Zustandes extrem hilfreich sind.
(Ventilstellung, Istwert, Sollwert, der Thermostate)

Das wäre für die weitere Vorgehensweise äußerst nützlich.

Deinen Plan, in FHEM den Regelalgorithmus einzubinden, halte ich für nicht realisierbar, da du zu viele Thermostate hast
und die 1%-Regel (gesetzliche Begrenzung des Funkverkehrs) dagegen spricht.
Ausserdem hängt die Raumheizung dann dirket von einem funktionierendem FHEM ab.

Eine stark schwankende Vorlauftemperatur innerhalb eines kurzen Zeitbereichs ist tatsächlich ein Problem für die Max-Thermostate.

Ein möglicher Plan:
  • Stabilisierung der Vorlauftemperatur (Temperaturaufzeichnung wäre super)
  • Regelung der Temperatur in allen Räumen (inkl. Studio)  durch die Max-Thermostate
  • Aufzeichnung des Temperaturverhaltens in allen Räumen mit FHEM (oder einer alternativen Software)
  • ggf. Begrenzung des max. Ventilhubs spezifisch für jeden Heizkörper (maxValveSetting unter FHEM),
    quasi als grober hydralischer Abgleich
John






« Letzte Änderung: 05 Oktober 2015, 22:29:37 von John »
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Offline Thorsten Pferdekaemper

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Hi,
ich lese hier schon eine Weile interessiert mit, da bei mir zurzeit die Vorlauftemperatur auch relativ stark schwankt. (Das hat etwas mit meiner eigenen Regelung zu tun.) Im Unterschied zu Tom habe ich aber FHEM am Laufen und sehe die ganzen Verlaeufe. Meine Vorlauftemperatur nimmt Werte zwischen 30 und fast 80 Grad an. (Unten im Keller, ganz so viel kommt ggf. bei den Heizkoerpern nicht an.) Speziell wenn die Vorlauftemperatur ganz oben ist, sind meistens auch die Ventile zu 100% offen. Dann schiesst die Raumtemperatur auch mal etwas ueber. Allerdings ist das typischerweise weniger als 1 Grad. Ich habe allerdings auch Homematic RTs mit externem Thermostat. Moeglicherweise macht das auch einen grossen Unterschied.
Wenn die Temperatur tatsaechlich um mehrere Grad ueberschiesst, dann wuerde ich vermuten, dass die Heizleistung stark ueberdimensioniert ist. Vielleicht einfach bei der Haelfte der Heizkoerper die Solltemperatur niedriger setzen. Dann helfen diese bei niedriger Ausgangstemperatur den Raum aufzuheizen, schalten sich aber schneller ab. Die anderen machen dann den Rest.
Mit Hilfe gescheiter Temperaturaufzeichnungen kann man auch feststellen, ob das Absenken in der Nacht ueberhaupt etwas bringt. Moeglicherweise stellt man dann fest, dass dem nicht so ist und man die Temperatur einigermassen konstant halten kann. Dann ist starkes Ueberschiessen auch unwahrscheinlich.
Gruss,
   Thorsten
RasPi
Heizkessel-Steuerung per Arduino und HTTPMOD
und einen Haufen Homematic (Wired)