Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 216417 mal)

Offline Sinclair

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Ich habe gleich 2 Fragen auf einmal:

Frage 1:
Wenn ich das nach der allgemeinen Anleitung gebastelte RS232-Kabel (hochwertig, aber 7-8m lang) zwischen meine LWZ 304 Trend und PC (oder USB/Seriell an RPI) stecke, dann bekomme ich nach ein paar Sekunden keine Außentemperatur am Bedienpanel mehr angezeigt. Also nur noch "--- °C".
Das passiert aber auch schon wenn ich das Kabel am ausgeschalteten PC anstecke. Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? 3 Adern anzuschließen ist ja nicht wirklich das Problem und erstaunlicherweise geht sogar die Abfrage der Anlagenwerte, nur dass dort auch -50 als Außentemperatur angezeigt wird:  fhem> get Mythz sGlobal
outsideTemp: -50 flowTemp: 56.9 returnTemp: 23.9 hotGasTemp: 43.2 dhwTemp: 39.5 flowTempHC2: -60 evaporatorTemp: 15.8 condenserTemp: 60 mixerOpen: 0 .......
Vielleicht irgendeine Masseschleife?

Frage 2:
Hat jemand die Raum-Zuluft über einen Rohrsystem im Erdreich angeschlossen und damit Erfahrungen? Noch war hier am Neubau der "Landschaftsgärtner" nicht am Werk. Also überlege ich ob Sinn man vorher noch in Eigenleistung etwas (so 20-40m) Rohr im Garten zu vergraben und an den extra Luft-Einlass der Anlage anzuschließen. Insbesondere um die Luft im Sommer durch das Erdreich etwas abzukühlen. Ich hätte auch den Vorteil, dass ich zur Anlage hin (und darüber hinaus) ein stetes Gefälle hätte und somit auch das Kondenswasser sauber an der Anlage vorbei abgeleitet werden könnte. Auch ein Reinigen mittels Wasserschlauch und/oder Hochdruckreiniger wäre vorstellbar wenn ich vorher die Anlage abtrenne. Aber lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt? Welche Kombination mit Wärmetauscher/Sommerkassette oder so macht da überhaupt Sinn?
Stiebel Eltron LWZ 304 trend

Offline TheTrumpeter

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Aber lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt? Welche Kombination mit Wärmetauscher/Sommerkassette oder so macht da überhaupt Sinn?
Ich habe im Sommer letzten Jahres dazu Messungen durchgeführt, blätter' mal zurück.
Aus meiner Sicht lohnt das zumindest im Sommer ganz sicher nicht.
Ev. kannst Du damit im Winter die Zulufttemperatur an extrem kalten Tagen ein bisschen anheben und so die Temperatur nach Wärmetauscher auch um 1-2K höher bringen. Auch hier ist aber fraglich, ob das wirklich was bringt.
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Offline TheTrumpeter

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Kürzlich hatten erst findige "Fach"-Installateure den Arbeitslufteinlass an einer Anlage mit einem Fliegengitter versehen. Der Leistungsverlust gefolgt von der ersten Hochdruckabschaltung ließ nicht lange auf sich warten.
Die Luftzufuhr meiner Anlage findet durch einen Keller-Lichtschacht (80x40 oder 100x40) statt. Nach dem ersten oder zweiten Jahr habe ich das Lichtschachtgitter mit einem Edelstahl-Insektenschutzgitter abgedeckt, um nicht soviel Dreck in den Lichtschacht zu bekommen.
Das funktioniert problemlos; auch bei der Abluft habe ich das so gelöst.
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Offline BigNose82

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Jo, das ist auch kein Problem weils mindestens die doppelte Fläche des Einlassstutzens ist. Der Wind pustet ja hier und da auch mal was weg. Aber am Einlass, hinter den schrägen Lamellen bleibt fast alles dauerhaft hängen (und gerät schnell in Vergessenheit :) )
LWZ 304 Trend - Hausautomatisierung über z-wave mit dem Fibaro HC2

Offline willybauss

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Frage 1:
Keine Ahnung, ist mir noch nie untergekommen.

Frage 2:
Wenn schon, dann eher ein Sole-Wärmetauscher. Schau mal z.B. unter sole-ewt.de. Das ist garantiert ohne Pfützen in den Rohrleitungen und hat den Vorteil, dass sich die Kühlfunktion je nach Jahreszeit abschalten lässt, indem man die Pumpe ausschaltet.
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Offline Sinclair

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Danke an TheTrumpeter und willybauss!

Zu 1. hab ich noch weitere Infos: Am GND-Pin des RS232 Anschlusses der LWZ habe ich ca 2,5V gemessen. Am RX auch ca 2,5V und am TX etwas über 10V. (alles ohne angeschlossenes Kabel und gegen das Metallgehäuse der LWZ). Die 2,5V am GND-Pin schließe ich vermutlich genau dann kurz wenn ich das Kabel am PC (geerdet über Schutzleiter) oder am RPI (geerdet über LAN-Kabel-Schirm zum Switch) anschließe. Ohne Netzwerkkabel am RPI tritt das Problem nicht mehr auf. Also werd ich mal nach einer galvanischen Trennung für die RS232 suchen.

Zu 2. Schade. Dachte ich hätte mal irgendwo was von 30°C->20°C im Sommer gelesen wenn man so um die 30m Rohr vergräbt. Ich muss nochmal nach deinem Post suchen. Dachte es geht da nur um den Nutzen der Sommerkassette aber nicht um die vergrabenen Luftrohre. Vielleicht zu schnell überflogen...
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Offline willybauss

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zu 1.: Ich gehe über einen RS232-USB-Adapter in den RPi. Da dürfte die galvanische Trennung bereits gegeben sein.
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Offline TheTrumpeter

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Zu 2. Schade. Dachte ich hätte mal irgendwo was von 30°C->20°C im Sommer gelesen wenn man so um die 30m Rohr vergräbt. Ich muss nochmal nach deinem Post suchen. Dachte es geht da nur um den Nutzen der Sommerkassette aber nicht um die vergrabenen Luftrohre. Vielleicht zu schnell überflogen...
Grundsätzlich hast Du schon Recht.
Die Zuluft vor dem Wärmetauscher wirst Du damit schon von 30°C auf 20°C bringen. Bei einer Frischlufttemperatur von 20°C-30°C bringt der Wärmetauscher die Zuluft aber immer auf die Temperatur der Abluft, d.h. egal ob Du vor dem Wärmetauscher 20°C oder 30°C hast, hast Du danach wieder die Innenraumtemperatur.

Selbst wenn Du es schaffen würdest, die Temperatur nach dem Wärmetauscher zu senken, kommt danach das Ergebnis meiner Untersuchung zum Tragen. Das besagt, dass sich die Luft am Weg zu den Auslassventilen wieder deutlich erwärmt. Aufgrund der geringen Wärmekapazität von Luft wirst Du bei einer geringen Temperaturdifferenz keine Kühlung erreichen können.

Das sind natürlich alles nur Überlegungen zu Zusammenhängen, die sich aus einzelnen Fakten ergeben müssten. Vielleicht fällt es in der Realität anders (=günstiger) aus. Die Frage ist aber, ob sich das ausserhalb eines kontrollierten Laborbetriebs jemals objektiv beurteilen liesse.
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Offline airfish

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Servus.

Bei der Luftmenge der Lüftungsanlage die maximal ausgetauscht wird, macht aus meiner Sicht ein Erdwärmetauscher keinen Sinn, da im Haus die dann kühlerer Luft durch die Rohrleitungen und den Boden und die Wände wieder aufgewärmt wird, bevor sie am Auslass ankommt.
Zusätzlich ist ja die maximale Luftmenge bezogen auf den Rauminhalt des Hauses zu klein. Da macht meine Dunstabzugshaube schon doppelt so viel Volumenstrom wie z.B. meine THZ 404 eco.



Matthias

Danke an TheTrumpeter und willybauss!


Zu 2. Schade. Dachte ich hätte mal irgendwo was von 30°C->20°C im Sommer gelesen wenn man so um die 30m Rohr vergräbt. Ich muss nochmal nach deinem Post suchen. Dachte es geht da nur um den Nutzen der Sommerkassette aber nicht um die vergrabenen Luftrohre. Vielleicht zu schnell überflogen...

Offline immi

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Zu 1. hab ich noch weitere Infos: Am GND-Pin des RS232 Anschlusses der LWZ habe ich ca 2,5V gemessen. Am RX auch ca 2,5V und am TX etwas über 10V. (alles ohne angeschlossenes Kabel und gegen das Metallgehäuse der LWZ). Die 2,5V am GND-Pin schließe ich vermutlich genau dann kurz wenn ich das Kabel am PC (geerdet über Schutzleiter) oder am RPI (geerdet über LAN-Kabel-Schirm zum Switch) anschließe. Ohne Netzwerkkabel am RPI tritt das Problem nicht mehr auf. Also werd ich mal nach einer galvanischen Trennung für die RS232 suchen.
Komisch solltest Du nicht -10V messen (eigentlich -8V zu GND-Pin)??

Offline Sinclair

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Zitat
Ich gehe über einen RS232-USB-Adapter in den RPi. Da dürfte die galvanische Trennung bereits gegeben sein.
Bei meinem Adapter ist das nicht gegeben. Ich denke auch bei den meisten billigen Adaptern ist die Masse auch verbunden, denn es gibt extra welche mit galvanischer Trennung zu kaufen. Leider um ein vielfaches teurer.

Zitat
Komisch solltest Du nicht -10V messen (eigentlich -8V zu GND-Pin)??
Kann sein, dass ich das Vorzeichen nicht beachtet habe. Bin leider grade unterwegs und kanns deswegen im Moment nicht ausmessen.
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Offline Sinclair

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Hab noch ein RS232<->LWL<->RS232 "rumliegen" gehabt  :)

Jetzt funktioniert auch die Abfrage der THZ Werte und die Anlage fängt auch nicht mehr an zu spinnen. Lag also wirklich an dem Potentialunterschied zwischen RS232-Signal-Masse der LWZ und Gehäuse bzw. Signalmasse vom PC.
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Offline TheTrumpeter

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Heute habe ich endlich mal versucht den täglichen automatischen Reset der LWZ um 10:00 durch "Überspringen von 10:00" zu umgehen.
Dazu habe ich um 09:58 (ev. war es beim Setzen schon 09:59) die Uhrzeit am Display auf 10:01 geändert. (Zuerst die Minuten, dann die Stunde.)

Der Reset wurde trotzdem teilweise durchgeführt:
Passivkühlung wurde zurückgenommen
Aktivkühlung wurde zurückgenommen
Die Umwälzpumpe ist aber NICHT angelaufen
Status des Umschaltventils WW/HC unbekannt, d.h. ob das betätigt wurde, weiss ich nicht

Was sich sonst getan oder nicht getan hat, kann ich nicht sagen. Die 3 oben genannten Dinge sind die einzigen Themen, die mir bekannt sind.

Ich bin mir soweit sicher, dass das Zurücksetzen NICHT 24h nach dem letzten Reset passiert, sondern tatsächlich mit der Uhrzeit 10:00 zusammenhängt.
(Kürzlich habe ich das Rücksetzen mittels FHEM versucht. Weil bei meiner Anlage aber das Setzen von pClockHour offenbar nicht funktioniert, wurde die Zeit der LWZ um 09:59 auf 09:01 zurückgestellt. Der Reset kam dann um 10:00 "neuer LWZ-Zeit", also um 10:58 "echter Zeit" bzw. 24:58h nach dem letzten Reset.)
Ob es vielleicht ein "Zeitfenster" gibt, in dem der Reset durchgeführt wird, habe ich noch nicht ausprobiert. Eventuell versuche ich beim nächsten Mal den Sprung von 09:59 auf 10:06.
Da heute mangels hoher Aussentemperaturen aber weder die Aktiv- noch die Passivkühlung freigegeben werden, kann ich es morgen nicht versuchen und solange pClockHour nicht funktioniert, ist Anwesenheit zwingend erforderlich.
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Offline kjmEjfu

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Hi ihrs,

hat zufällig zwischenzeitlich jemand eine Lüftungssteuerung für den Sommer gebastelt?
Die THZ-eigene ist ja irgendwie alles andere als ideal, insbesondere die wenig vorhersehbare Passivkühlung.

Hab zwar die "allgemeine" Lüftungssteuerung abhängig vom CO2-Wert gefunden (https://forum.fhem.de/index.php/topic,33452.msg458926.html#msg458926), aber die berücksichtigt noch nichts für den Sommer.

Wäre cool, wenn da jemand schon was hat, was man als Grundlage nehmen kann und nicht from Scratch anfangen muss.

VG, kjmEjfu

Offline TheTrumpeter

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insbesondere die wenig vorhersehbare Passivkühlung.
Was ist daran denn "wenig vorhersehbar"?
Die Beschreibung in der Anleitung ist falsch, aber wie sie tatsächlich funktioniert habe ich letzten Sommer ja schon mal hier aufgeschrieben:

Nach 10:00 (täglicher Reset) muss die Aussentemperatur 2h durchgängig um 3K über der WINTER-Raumsolltemperatur liegen, dann ist die Passivkühlung "vorbereitet". Sobald die Aussentemperatur danach 3K unter die WINTER-Raumsolltemperatur fällt, beginnt die Passivkühlung (sofern p75 entsprechend gesetzt ist).
Die Passivkühlung wird beendet, wenn die Aussentemperatur erneut 3K über der WINTER-Raumsolltemperatur ist oder spätestens um 10:00 beim Reset.
Weiters: alles andere als Wert 1 bei p75 ist sinnlos, Sommerkassette ist ebenfalls sinnlos.

Ich werde von FHEM benachrichtigt, wenn die Passivkühlung "vorbereitet" ist sowie wenn sie "freigegeben" wurde.
Ausserdem schaltet FHEM die Lüftungsstufe auf 2, wenn die Passivkühlung läuft.
Zu guter Letzt bricht FHEM die Passivkühlung ab, falls bei aktiver Passivkühlung 10min kein Fenster offen ist (per Lüfterdrehzahlauswertung, weil ich keine Fenstersensoren habe).

Man könnte das ganze natürlich noch an die Wetterprognose knüpfen, um zu wissen ob die Temperatur in der Nacht überhaupt unter die Schwelle fallen wird. Dann braucht man vorm Schlafengehen gar nicht erst ein Fenster zu öffnen.
Oder man kann sich benachrichtigen lassen, kurz bevor die Kühlung freigegeben wird, beispielsweise, wenn die Aussentemperatur 2,5K unterhalb der WINTER-Solltemperatur ist.
Oder man kann die Passivkühlung am Morgen schon früher abbrechen, wenn die Aussentemperatur steigt. (Brauche ich aber nicht, weil der Aussenfühler an der ONO-Seite ist, ich die Fenster aber an der WSW-Seite öffne, wo es lange genug kühl ist.)
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