Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 389967 mal)

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Ich habe ebefalls einen Enthalpie-WT von Core nachgerüstet. Was mich etwas wundert ist, dass der WT keine Führungschiene wie das Original hat. Diese Führungschiene soll unter anderem die Kammern besser voneinander trennen und so mögliche "Kurzschlüsse" verhindern. Natürlich könnte man den Spalt oben und unten abkleben, aber das müsste man nach jeder Reinigung immer wieder tun. Schön ist anders...
Ist das Gehäuse bei euch identisch mit dem Original?

Wie schnell hat sich bei euch die Wirkung gezeigt? Ich habe drei verschiedene Luftfeuchte-Sensoren. Die gemessenen Werte haben sich in den ersten 24h nicht wirklich verändert. Die trocknende Wäsche hat kurzfristig für eine übliche Spitze gesorgt, aber jetzt ist die Luftfeuchtigkeit wieder da, wo sie vor der Installation war - bei ca. 30%. Ist es bekannt, wo der Luftfeuchtesensor der THZ404 sitzt (vor/hinter dem WT)?
THZ404SOL (FW 5.39, SW ID 7278, 14.03.2014)

Offline willybauss

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Führungsschiene hat meiner auch nicht, aber damit kann ich leben. Die Wirkung kann durchaus 1 - 2 Wochen auf sich warten lassen. Nach 3 Wochen war's bei mir dann ganz gut.  Sämtliche Wände sind ja durchgetrocknet; da braucht's schon etwas Zeit. Und es braucht Feuchtigkeit im Haus. Wo nichts ist kann auch nichts zurück gewonnen werden. Am Anfang hat sich bei mir auch nichts getan, aber jetzt steigt z.B. im Wohnzimmer die Luftfeuchtigkeit um 2 - 3%, wenn ich im Bad geduscht habe. Die Türen sind zu und es ist ein Stockwerk dazwischen; außerdem ist das Wohnzimmer ein Zuluftraum, das Bad ein Abluftraum. Demnach kann der Anstieg im Wohnzimmer nur durch die Feuchterückgewinnung erfolgt sein.
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Offline TheTrumpeter

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Ich habe ebefalls einen Enthalpie-WT von Core nachgerüstet. Was mich etwas wundert ist, dass der WT keine Führungschiene wie das Original hat.
Haben schon mehrere hier berichtet, meiner hat auch keine. Ist wohl deutlich einfacher herzustellen so... wäre interessant, ob er welche hat, wenn man ihn als Originalteil bei StiebelEltron kauft. Vermutlich aber nicht.

Wie schnell hat sich bei euch die Wirkung gezeigt?
Ich habe direkt nach dem Einbau einen Plot hier hochgeladen, geh' mal ein paar Seiten zurück, das muss Anfang Dezember 2019 gewesen sein. Da siehst Du, dass die absolute Feuchte nach dem Wärmetauscher mit dem neuen WT deutlich höher ist. Ich sehe weiters, dass die Zuluftfeuchte nach dem WT bei Feuchte-Spitzen der Abluft ebenfalls steigt.
Aber wie willybauss schon geschrieben hat, kann der WT alleine ohne zusätzlichen Feuchteeintrag natürlich keine Wunder wirken. Du könntest aber mal einen Deiner Sensoren in die LWZ legen oder direkt zu einem Auslassventil hängen.
Ich kalibriere so meine Kanalfühler regelmässig. Da lege ich einfach einen (sehr genauen) Datenlogger in die LWZ hinein und vergleiche die Aufzeichnung dann mit den FHEM-Logs.

Ist es bekannt, wo der Luftfeuchtesensor der THZ404 sitzt (vor/hinter dem WT)?
Bei meiner LWZ404SOL ist er in der Abluft vor dem Wärmetauscher. Da ist ein kleines Loch im Styropor in der rechten Seitenwand, durch den der Sensor, der direkt auf der Hauptplatine sitzt, mit Luft "versorgt" wird. Die Werte kannst Du aber vergessen, zumindest bei mir zeigt der Sensor viel zu niedrige Werte an. Abgesehen davon fehlt die zugehörige Temperatur, um den Wert sinnvoll mit anderen Werten vergleichen zu können.
(Ich habe einen Temperatur- und Feuchtesensor in der Abluft kurz vor der LWZ installiert, daher weiss ich, dass der Wert nicht zu gebrauchen ist.)

In Kombination mit meiner Luftbefeuchtungseinheit in der Zuluft arbeitet der Core-WT für mich perfekt. Mit dem alten WT habe ich ohne elektrische Vorerwärmung der Zuluft gerade so 40%rF (bei 22°C) erreicht, seit dem Einbau des Core-WT sind es mühelos 50%rF (bei 22°C), wobei da nach oben noch ein bisschen Luft wäre, 2-3% wären sicher noch möglich.
Und wenn die nächsten Winter nicht genauso wenig vorhanden sind wie der aktuelle "Winter", hat sich der neue WT durch Einsparen der elektrischen Vorerwärmung an sehr kalten Tagen nach 7-8 Jahren amortisiert.

Ich wollte noch eine "Effizienzüberwachung" der Feuchterückgewinnung umsetzen. Da ich aber keinen Feuchtesensor in der Zuluft vor dem WT habe, könnte ich dafür nur Werte von Proplanta heranziehen oder ggf. eine "Mindestrückgewinnungsrate" auf Baiss der Außentemperatur unter Annahme von gesättigter Luft berechnen. Zu keiner der beiden Varianten hatte ich bisher große Lust.
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Offline BigNose82

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Im Styropor sollte noch eine Metallschiene stecken, in der die Nase des Originaltauschers gleitet. Die liegt bei mir ganz oben drauf. Soll wohl dicht genug sein...

Genau, "aufladen" ist das Stichwort. Jeder Kubikzentimeter speicherfähige Innenraummasse ist jetzt gerade noch furztrocken. Darin müssen erstmal literweise Wasser verschwinden. Ich hab den Tauscher kurz vor Weihnachten 2017 eingebaut. Wir haben zwar beim Betreten des Hauses irgendwie gemerkt, dass etwas anders ist, aber der riiiiesige Aha Effekt ist ausgeblieben.
Dann haben wir Tage später im strömenden Regen den Weihnachtsbaum rein geholt, der schon tagelang im Regen stand - und dann ging es ab. Wir hatten drei Tage lang an die 60 %rH. Da lief die Lüftung noch 24 h/Tag konstant mit 150 m³/h...

Mittlerweile wird die Lüftung durch die Hausautomatisierung anwesenheitsgerecht hoch und runter gefahren (80-150 m³/h). Wir liegen überwiegend zwischen 40-50 %rH. Wenn es doch mal zu trocken wird (<40 %) dann köchelt ein Topf mit Wasser vor sich hin. 1 Liter hebt die rH um knappe 10 % an, analog zu Willys Verhalten mit dem Badezimmer, sogar bis ins Schlafzimmer, das bei uns (natürlich) auch ein Zuluftraum ist.
Also: Koch Wasser :)
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Danke für die Infos.

Die Luftfeuchte ist mittlerweile gestiegen, aber ich bin mir nicht sicher, ob das durch äußere odere innere Einflüsse zustande kam. Das Wetter ist nicht mehr so kalt und trocken...

Die Metallschienen oberhalb und unterhalb des WT liegen bei mir nicht wirklich an, so dass es definitiv Querströme gibt.
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Offline kjmEjfu

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Mittlerweile wird die Lüftung durch die Hausautomatisierung anwesenheitsgerecht hoch und runter gefahren (80-150 m³/h).

Machst du das platinenneutral?

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Machst du das platinenneutral?
Wenn Du damit meinst ob es EEPROM-Schreibzyklen verursacht, tippe ich auf "ja". BigNose82 nimmt keine Rücksicht auf die Schreibzyklen, er ist der Meinung das ist Panikmache  ;)

Man kann es auch über die Lüftungsstufen machen, das verursacht keine Schreibzyklen, sofern man an den zugehörigen Zeiten nichts ändert.
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Offline BigNose82

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@kjmEjfu
Trumpeter hat Recht - es ist nicht "platinenneutral".

"Panikmache" hört sich so abwertend dem Problem gegenüber an  ;D
Die derzeitige Berichterstattung um die Folgen einer Corona-Infektion halte ich für Panikmache  ::). Beim EEPROM ist da ja tatsächlich was... Gehen wir mal von den 90 k Zyklen aus, die man mit reinem Gewissen als Mindestgröße annehmen kann. Wenn ich pro Tag 9 Änderungen schreiben lasse, dann sind das 10000 Tage, also mindestens 27 Jahre.

Aktuell suche ich einen Abnehmer für meine topstens gepflegte, 4 Jahre alte 304. Dank dem neuen MAP möchte ich schnellstmöglich auf die 5S wechseln. Ein Mainboardfehler würde mir also zumindest für die Diskussion um das Budget der Haushaltskasse in die Karten spielen :P
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Aktuell suche ich einen Abnehmer für meine topstens gepflegte, 4 Jahre alte 304. Dank dem neuen MAP möchte ich schnellstmöglich auf die 5S wechseln.
Was kann die besser als eine x04?
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Bei der Heizlast unseres Hauses über den dicken Daumen ab 5 °C durchlaufen.
Der Wechselwunsch ist Utopie, das weiß ich. Niemand kauft eine gebrauchte Heizung - so wie einen gebrauchten Thermomix...
Vielleicht kommt die nächste Generation der LWZ Reihe ja noch weiter runter. Vielleicht läuft das MAP ja noch einige Jahre. Trotzdem bin etwas angefixt durch die 35 %, die gerade winken ;)
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Ich verstehe immer noch zu wenig.
OK, bedarfsgerechte Leistungsabgabe mit vermutlich gutem COP bei gleichbleibenden Temperatur. Und gleiche dann im Sommer zum Kühlen, sodass man die Vorlauftemperatur permanent am Taupunkt halten kann?

Aber was ist MAP und von welchen 35% sprichst Du?
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Die Kühlerei interessiert mich nicht. MAP = Marktanreizprogramm. Seit 1.1.2020 gibts 35 % Zuschuss für alle Kosten die mit einer Heizung zusammenhängen (an den bekannten Kriterien zur Förderfähigkeit hat sich sonst nichts Grundlegendes geändert). Du kommst aus Österreich oder? Daher kennst du die aktuellen Zuschüsse des BAfA nicht?!
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MAP = Marktanreizprogramm. Seit 1.1.2020 gibts 35 % Zuschuss für alle Kosten die mit einer Heizung zusammenhängen (an den bekannten Kriterien zur Förderfähigkeit hat sich sonst nichts Grundlegendes geändert). Du kommst aus Österreich oder? Daher kennst du die aktuellen Zuschüsse des BAfA nicht?!
Die werden aber nicht wirklich den Austausch einer 5 Jahre alten Wärmepumpe gegen ein geringfügig weiterentwickeltes Modell fördern, oder?
Beim Überblättern der Installationsanleitung der 5CS hat es zumindest so ausgesehen, als ob da praktisch nur das alte Gerät gegen das neue Gerät getauscht werden müsste, die Dimensionen und Anschlüsse scheinen gleich geblieben zu sein.

Bei uns wird höchstens der Tausch alter Ölheizungen gegen was Neues gefördert. Genauer erkundigt habe ich mich da aber nie, weil's ohnehin nicht in Frage kommt.

Viel spannender wäre für mich wie aufwendig ein Umbau einer bestehenden LWZ404SOL auf eine LWZ304SOL wäre. Ist da nur der Verdichter zu tauschen oder Bedarf es mehr?

Wenn ich die alte Anlage aus dem Haus kriegen will, muss ich ziemlich sicher danach den Stiegenabgang in den Keller neu verputzen und malen, das kommt erst in Frage, wenn sich eine Reparatur meiner Anlage nicht mehr lohnt oder es was gibt, was meine Anlage so richtig "in den Schatten stellt".
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...Aber nochmal was zur Korrektur der Geräuschkulisse. Neben der Anlage im Technikraum tatsächlich leiser, dafür aber im Betrieb in den Räumen etwas mehr wahrnehmbar als die ursprünglichen Chinalüfter.
Hatten die also doch mehr Vorteile als die EBM Pabst, bis auf den intermittierenden Betrieb bei Werten unter 140m³/h....
Hatte ja auch seit etwa einem Jahr diese Chinalüfter bei meiner 304 Trend drinnen.
Einer davon wurde jetzt wieder getauscht wegen einem Lagerschaden. Das Ding wurde immer lauter. Wenn das so weiter geht...
Wenigstens läuft sie jetzt wieder ruhig, denke aber nicht dass sie so lange halten wie die EBM Lüfter, die 3x so teuer sind.

Offline BigNose82

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@Trumpeter
Ich wüsste nicht warum nicht... Im Antragsverfahren wird - umgangssprachlich ausgedrückt - nur nach vorne geschaut. Vor Vorhabensbeginn muss der Antrag auf Grundlage eines KV für die zu errichtende Anlage gestellt werden. Da wir jetzt nichtmal mehr als Neubau gelten, braucht die Kiste auch nicht die JAZ von 4,5 zu erreichen. Diese schafft die 5S komischerweise trotzdem seit Mitte Januar. Die Auslegungstemperaturen im JAZ Rechner wurden offenbar angepasst.
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