Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 710759 mal)

Offline willybauss

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Ich habe den Wärmetauscher gegen den https://filter-caps.de/LWZ-303-403-304-404-Enthalpiewaermetauscher ausgetauscht. Bringt bei uns im Winter gut 10% mehr Luftfeuchtigkeit. Ist allerdings eine Investition.
Habe ich auch. Ich sehe da eher 5 - 10% Verbesserung, aber das ist auch schon was. Allerdings beklagt sich meine Frau seither, dass Essensgerüche sich im ganzen Haus verteilen. Eine Feuchte-durchlässige Membran lässt mit der Feuchtigkeit halt auch einen Teil der Gerüche durch.

Lösungsansatz: Ich habe eine Homematic-basierte Leistungsmessung der Dunsthaube, damit beim Kochen die Lüftungsanlage eine Stufe höher schaltet. Die werde ich wohl noch etwas pimpen, damit nach Ende der Kochorgie für eine Stunde die Lüftung in den Orkanmodus geht. Besser wäre es natürlich, wenn man während des Kochens die Zuluft in den anderen Räumen blockieren könnte. Aber das hätte ungute Einflüsse auf das Zu-/Abluftverhältnis. Mir ist auch nicht bekannt, dass es sowas gibt. Evtl. selbst bauen mit ein paar Servomotoren aus dem Modellbau. Noch besser wäre ein Roboter im Heizraum, der bei Kochbeginn den Wärmetauscher in der Anlage wechselt ...  8)
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Offline TheTrumpeter

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Ja, stimmt. Wenn ich die Lüftung durchlaufen lasse, habe ich im Winter nur 20-30% Luftfeuchtigkeit.
Und wenn Du taktest ist es höchstens verzögert, ausser Du schaltest immer nur dann ein, wenn es draussen warm und feucht ist. Ansonsten ist es physikalisch bedingt unmöglich, das "Austrocknen" ohne Zusatzmaßnahmen zu vermeiden.

Der Enthalpietauscher wurde ja schon diskutiert, den habe ich mittlerweile auch.
Davor habe ich bereits eine Nachbefeuchtung in der Zuluft eingebaut. Damit kann ich die Feuchte im Haus problemlos auf ca. 50% bei 22°C halten/heben.
In Kombination mit dem Enthalpietauscher, den ich später nachgerüstet habe, läuft das ganze auch noch mit äusserst geringem Stromverbrauch, weil die nötige Zusatzbefeuchtung recht gering ist und somit ein Vorheizen der Luft entfällt. Durch den geringeren Stromverbrauch hat sich der neue Wärmetauscher lt. meiner damaligen Rechnung nach ca. 7 Jahren amortisiert, bei den gerade steigenden Strompreisen wohl deutlich früher.
Ergänzend fällt im Wärmetauscher auch nicht mehr soviel Kondesat an, was mit dem Original-Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher literweise aus allen Öffnungen ausgetreten ist.

All das kostet natürlich was, im Gegenzug erhält man den ganzen Winter über ein "behagliches" Raumklima trotz permanenter Frischluft.

Dafür hatte ich mal einen Automatismus mit Luftgütesensoren, der ggf. zeitweise eine höhere Lüftungsstufe wählte. Leider haben alle Sensoren inzwischen die Grätsche gemacht. Der Wechsel zu anderen Sensoren scheitert gerade an der alten Linuxversion meines fhem-Servers.
Soweit ich mich erinnere hattest Du diese Sensoren in den Aufenthaltsräumen bzw. zumindest Schlafräumen?
Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen. Zur Überwachung der Befeuchtung sowie des Wärmetauschers habe ich im Abluftstrang vor dem Eintritt in die LWZ einen Kombisensor, der Temperatur, Feuchte sowie CO2-Gehalt misst. Es ist wirklich erstaunlich wie sensibel der CO2-Gehalt auf Aktivitätsänderung reagiert. Daran erkenne ich sogar, wenn ein Hausbewohner in der Nacht aufs Klo geht.
Natürlich ist die Regelung über die gemischte Abluft nicht so genau als ob man die einzelnen Räume überwachen würde, aber mit der Unschärfe kann ich leben. Und natürlich ist der Sensorwert nur dann aussagekräftig, wenn die Lüftung läuft.
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Offline willybauss

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Soweit ich mich erinnere hattest Du diese Sensoren in den Aufenthaltsräumen bzw. zumindest Schlafräumen?
Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen. Zur Überwachung der Befeuchtung sowie des Wärmetauschers habe ich im Abluftstrang vor dem Eintritt in die LWZ einen Kombisensor, der Temperatur, Feuchte sowie CO2-Gehalt misst. Es ist wirklich erstaunlich wie sensibel der CO2-Gehalt auf Aktivitätsänderung reagiert. Daran erkenne ich sogar, wenn ein Hausbewohner in der Nacht aufs Klo geht.
Natürlich ist die Regelung über die gemischte Abluft nicht so genau als ob man die einzelnen Räume überwachen würde, aber mit der Unschärfe kann ich leben. Und natürlich ist der Sensorwert nur dann aussagekräftig, wenn die Lüftung läuft.
Ja genau. Ich überlege ebenfalls, nur noch in der Abluft zu messen. Aber ist CO2 ausreichend? Manchmal gibt es einfach schlechte, muffige Gerüche ohne CO2.
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Aber ist CO2 ausreichend? Manchmal gibt es einfach schlechte, muffige Gerüche ohne CO2.
Ich hab' den hier: https://www.sensorshop24.de/kanalfuehler-zur-messung-von-co2-temperatur-und-feuchte-0-10v-4-20ma
Mittlerweile gibt es auch einen "Mischgassensor", https://www.sensorshop24.de/kanalfuehler-zur-messung-von-mischgas-temperatur-und-feuchte-0-10v-4-20ma
Zu dem kann ich aber nix sagen, weil ich ihn nicht kenne/habe. Möglicherweise würd' der den Zweck auch erfüllen bzw. Deinen Wunsch sogar besser erfüllen.
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Offline willybauss

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Danke. Das schaue ich mir an. Falls mein alter Server das noch erlaubt, könnte ich es ja ggf. implementieren.
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Offline timtom2000

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Nochmal zurück zu meiner Ursprungsfrage ;) hat viell. jemand Vergleichswerte zu den COPs?
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Offline willybauss

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Ich liege so bei
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lt. angehängter Exceltabelle. Diese Tabelle ist "irgendwie etwas komplexer" ermittelt. Kann mich nicht mehr so 100%ig erinnern, wie ich das damals gemacht hatte. Aber Reverse Engineering von Excel-Code sollte für THZ-Benutzer ja eine Kleinigkeit sein. Jedenfalls sind es immer Mittelwerte der letzten 12 Monate. Wer die tatsächlichen Monatswerte sehen will, setzt links in der Tabelle andere "x". Zahlenwerte sh. Sheet "Werte". Es sind aber immer nur die Werte sichtbar, die per "x" ausgewählt wurden.

Ach ja: in den Sicherheitseinstellungen Macros zulassen :)
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Offline willybauss

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Ich hab' den hier: https://www.sensorshop24.de/kanalfuehler-zur-messung-von-co2-temperatur-und-feuchte-0-10v-4-20ma
Mittlerweile gibt es auch einen "Mischgassensor", https://www.sensorshop24.de/kanalfuehler-zur-messung-von-mischgas-temperatur-und-feuchte-0-10v-4-20ma
Zu dem kann ich aber nix sagen, weil ich ihn nicht kenne/habe. Möglicherweise würd' der den Zweck auch erfüllen bzw. Deinen Wunsch sogar besser erfüllen.
Habe mal grade schnell die Daten überflogen. "Zugluft ... sollte vermieden werden" klingt ja interessant für einen Kanalsensor  ;D ... da war wohl kalte Zugluft gemeint.
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Habe mal grade schnell die Daten überflogen. "Zugluft ... sollte vermieden werden" klingt ja interessant für einen Kanalsensor  ;D ... da war wohl kalte Zugluft gemeint.
Ja habe ich gestern auch gelesen... da hat wohl jemand beim Kopieren der Inhalte nicht ganz aufgepasst.

Wenn ich mich richtig erinnere steht in der Einbauanleitung sogar in welcher Richtung die Anströmung passiere soll, d.h. der Sensor ist schon für genau das vorgesehen wofür ich ihn verwende.
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Offline timtom2000

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Ich liege so bei
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Vielen Dank, das hilft schon mal! Ich vermute, deine Werte sind auch ohne den Anteil der Steuerung?
Dann wären meine Heizwerte ja einigermaßen ok, beim WW bin ich aber noch ne Ecke weg. Hast du da einen Tipp? Ich heize WW ohnehin nur auf 41°C auf + Hysterese 3°, d.h. 38-44°. Zudem auch nur zweimal am Tag (5:45 u. 15:00), das reicht. Der Rest ist Nebenzeit. Führt dazu, dass man kurz vorm Aufheizen tw. unter 38° liegt, aber dann läuft der Verdichter eben länger, was ja grundsätzlich gut ist.
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Offline willybauss

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Die Werte sind Wärmemenge lt. WM-Zähler der Anlage geteilt durch Stromverbrauch lt. Stromzähler, also ohne Steuerung.
Wenn der WW-COP-Wert bei Dir schlecht ist (finde grade deine Zahl nicht), dann könnte eine Rückschlagklappe undicht sein => ein Teil der Wärme entweicht in den Heizkreislauf. Ggf. mal die Klappen ein paarmal von Hand betätigen, falls sie festsitzen. Oder im WW-Betrieb die Heizkreisleitung in der Anlage messen/fühlen, ob sie warm wird.
Die Pumpenleistung könnte man auch anpassen. Eine geringere Spreizung könnte die Wärme schneller in den WW-Behälter befördern (?).
« Letzte Änderung: 18 Januar 2022, 21:30:13 von willybauss »
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Wenn der WW-COP-Wert bei Dir schlecht ist (finde grade deine Zahl nicht), dann könnte eine Rückschlagklappe undicht sein => ein Teil der Wärme entweicht in den Heizkreislauf. Ggf. mal die Klappen ein paarmal von Hand betätigen, falls sie festsitzen
Ich glaube er hat eine x04, da ist nix mit Klappen oder händischer Betätigung.
Da hilft nur ein Griff aufs Rohr wie Du auch vorgeschlagen hast.
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Offline willybauss

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Ach ja, ich erinnere mich. Da hat man die fehleranfälligen Rückschlagklappen durch eine genauso fehleranfällige Multifunktionsgruppe ersetzt.
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Offline timtom2000

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Ok, Danke euch. Ich schau mal ob die Rohre ungewöhnlich warm werden bei der WW-Phase.
Wobei die MFG kürzlich erst getauscht wurde (die Anlage macht sehr laute Schlaggeräusche nach der Verdichterphase. Tausch der MFG hat aber nix gebracht ::))
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Offline hellijo

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Ok, Danke euch. Ich schau mal ob die Rohre ungewöhnlich warm werden bei der WW-Phase.
Wobei die MFG kürzlich erst getauscht wurde (die Anlage macht sehr laute Schlaggeräusche nach der Verdichterphase. Tausch der MFG hat aber nix gebracht ::))

Sind die schlaggeräusche Metallisch oder eher gedämpft.
Hast du an den Rohrleitungen nach der Kompressorphase mal mit einem Schraubendreher „gelauscht“?
Damit könntest du feststellen ob es aus dem Wasserkreis kommt.
Mir „Schwerkraftventilen“ „raschelt“ es immer etwas metallisch in der Rohrleitung, wenn die Klappen durch die Strömung aufgedrückt werden.

 

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