Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 56816 mal)

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Wie verhält es sich mit der Wärmemenge?

Rechne doch mal die Arbeitszahl aus, dann siehst Du, ob diese schlechter wird oder einfach mehr Wärme bei halbwegs gleichbleibender Arbeitszahl benötigt wird.
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Offline willybauss

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Da hat ja nochmal einer so eine schicke Exceltabelle  :).

Ich habe bei mir mal die Monatswerte und den Heizstab ("NE") dazu genommen. Da sieht man, dass der letzte Winter (2015/16) praktisch ausgefallen ist, also viel zu warm war. Deshalb verschlechtern sich seit dem kalten Januar 2017 die Durchschnittswerte. Die Verbrauchswerte des Heizstabs sind im Januar zum ersten mal seit Jahren wirklich vorhanden.

Im 2. Bild sieht man, dass der Wirkungsgrad der Anlage deshalb in diesem Winter einknickt.

Alles vor ca. 2012 darf man in meiner Grafik nicht so ernst nehmen. Da hatte ich noch nicht konsequent abgelesen (jetzt nimmt fhm mir das ab) und die Estrichtrocknung schlug auch ganz schön rein.
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Offline willybauss

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So sieht übrigens mein Tabellchen aus.

Kreuzchen im grünen Feld setzen => alles wird angezeigt
grünes Kreuzchen weg und beliebige Kreuzchen im blauen Bereich setzen => nur das Angekreuzte wird angezeigt

18 Werte pro Monat, tonnenweise Formeln und ein bisschen VBA machen's möglich.
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Wie verhält es sich mit der Wärmemenge?
Rechne doch mal die Arbeitszahl aus, dann siehst Du, ob diese schlechter wird oder einfach mehr Wärme bei halbwegs gleichbleibender Arbeitszahl benötigt wird.
Die WP-Anzeige der Wärmemengen ist ja nur eine Hochrechunung aus den ungenauen Messungen von VL/RL-Temperaturen sowie Volumenstrom. Die angezeigten Werte liegen bei mir mindestens 25% über den spezifizierten. Die gemessene Aussentemperatur muss um 4,5°K korrigiert werden. Für die VL/RL-Temperaturen gibt es diese Möglichkeit nicht.
Und ich habe es leider noch nicht geschafft, kalibrietre Wärmemengenzähler zu installieren.

Es sieht also aus, dass der Anstieg des Verbrauchs berechtigt ist.

Irgendwelche Kommentare zu den lauten Geräuschen?
THZ404SOL (FW 5.39, SW ID 7278, 14.03.2014)

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Die WP-Anzeige der Wärmemengen ist ja nur eine Hochrechunung aus den ungenauen Messungen von VL/RL-Temperaturen sowie Volumenstrom. Die angezeigten Werte liegen bei mir mindestens 25% über den spezifizierten. Die gemessene Aussentemperatur muss um 4,5°K korrigiert werden. Für die VL/RL-Temperaturen gibt es diese Möglichkeit nicht.
Und ich habe es leider noch nicht geschafft, kalibrietre Wärmemengenzähler zu installieren.

Es sieht also aus, dass der Anstieg des Verbrauchs berechtigt ist.
Ich verstehe noch nicht, was Du damit sagen willst.

Wenn man davon ausgeht, dass die von Dir angenommene Fehler in den VL/RL-Temperaturen sowie des Volumenstroms, die zu einer fehlerhaften Wärmemengenberechnung führen, über die Anlagenlaufzeit konstant bleiben, sind die Fehler vernachlässigbar, solange Du daraus nur eine Tendenz ableiten willst.
Oder anders gesagt, solange die (auf Basis der fehlerhafter Wärmemengen) berechnete Arbeitszahl konstant bleibt, ist der Stromverbrauchsanstieg berechtigt.

Bei meiner LWZ404SOL war schonmal (als Folge eines defekten Expansionsventils) der Verdichter kaputt. Er hat aber noch funktioniert, nur nicht mehr die volle Leistung gebracht. Gemerkt habe ich das daran, dass die Anlage verdächtig lange gelaufen ist UND die berechnete Arbeitszahl in den Keller ging.
(Traurig daran war auch, dass ich SE erst anhand einer über viele Tage geführte Excel-Tabelle mit den Strom- und Wärmemengenzählern davon überzeugen musste, dass "etwas nicht stimmt", bevor die Herren persönlich vorstellig wurden und den Fehler dann auch tatsächlich gefunden und behoben haben...
Als kleine "Wiedergutmachung" für meinen Aufwand und die Scherereien konnte ich einen Mehrjahresvorrat Luftfilter für die Anlage herausschlagen.)

Was ich damit sagen will: Bleibt die Arbeitszahl konstant, würde ich erstmal von einem berechtigten Verbrauchsanstieg ausgehen. Wo der herkommt, ist natürlich eine andere Frage.

"Laute Geräusche" sind immer schwierig einzuordnen.
Ich weiss ja nicht wie es Dir geht, aber ich glaube immer irgend etwas verdächtiges zu hören. Egal ob der Kühlschrank Geräusche macht oder ich neben der LWZ stehe, irgendwas kommt mir daran immer "komisch" und "irgendwie neu" vor.
Derzeit wundere ich mich immer über die Geräusche des Geschirrspülers und frage mich, ob die immer schon so waren... oder die Motoren der Raffstoren und Rolläden... die Liste lässt sich noch lange fortsetzen...
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Offline willybauss

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Ich höre bei mir seit JAhren ein "fauchendes" Geräusch am Ende mancher HEizzyklen. In Haustechnikdialog Forum gabs mal eine Erklärung dafür, kann mich aber nicht mehr erinnern.

Beim Trend der Arbeitszahl musst Du natürlich berücksichtigen, dass ggf. auch die elektrische Energie des Heizstabes in die Rechnung eingeht, der wegen des 1:1 Wirkungsgrades die Gesamtbilanz verschlechtert. Das war bei mir grade im Januar der Fall.

Das angehängte Bild zeigt den Vergleich zwischen Wärmemengenzählern und echten Stromzähler-Werten.
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Das angehängte Bild zeigt den Vergleich zwischen Wärmemengenzählern und echten Stromzähler-Werten.
Wenn ich das Bild richtig interpretiere, stimmt der Stromzähler mit dem Zähler in der Wärmepumpe praktisch überein (untere blaue und untere rote Linie)?

Das deckt sich auch mit meiner Vermutung.
Ich habe zwar keinen separaten Zähler für die Wärmepumpe, aber mein Stromverbrauch abzüglich der LWZ-internen Zähler für Wasser und Heizung ist über's Jahr hinweg in jedem Monat praktisch gleich. Würden die internen Zähler falsche Werte liefern, müsste mein "Restverbrauch" in der Heizperiode anders sein als ausserhalb der Heizperiode.
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OK, ich werde mal die aufgezeichneten Daten auswerten.

Bzgl Geräusche:
In meinem Fall handelt es sich nicht um irgendein Geräusch, sondern einen Knall. Man hört ihn im ganzen Haus. Es hört sich so an, als ob jemand einen Tennisball gegen die Wand schmeißen würde. Der Knall kommt meistens am Ende der WW-Bereitung.
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Knall. Man hört ihn im ganzen Haus. Es hört sich so an, als ob jemand einen Tennisball gegen die Wand schmeißen würde. Der Knall kommt meistens am Ende der WW-Bereitung.
Als ich meine "Umschaltventil-klemmt"-Funktion getestet habe, bin ich auch neben der LWZ gestanden, als die Funktion mehrmals die WW-Bereitung gestartet und beendet hat. Dem Beenden folgt immer ein Heizkreispumpenlauf in den Heizkreis, d.h. mit Umschaltventil-Stellung "Heizung". In der WW-Bereitung läuft die Pumpe auch, aber eben mit anderer Umschaltventil-Position.
Bei mir war es immer genau umgekehrt: Wenn während des Heizkreispumpenlaufs die WW-Bereitung gestartet wurde, habe ich ein Geräusch gehört, was, wäre es x-mal lauter, als "Knall" bezeichnet werden könnte. Bei mir ist es aber eben kein "Knall", sondern viel leiser.
Möglicherweise erzeigt das Umschaltventil bei Dir im umgekehrten Fall, d.h. beim Umschalten von WW-Betrieb auf Heizkreis, den Knall?

Welche FW-Version hast Du?
Mir wurde gesagt, dass neuere Versionen (ich weiss nur nicht ab welcher) mit dem Umschaltventil "vorsichtiger" umgehen als ältere Versionen.

(Der Knall kann natürlich auch andere Ursachen haben; nur ist das von mir beschriebene Verhalten das einzige, was ich entfernt mit einem "Knall" assoziieren würde.)

Du kannst ja mal prüfen, ob das Geräusch auch im umgekehrten Fall, d.h. Heizzyklus wird zur WW-Bereitung unterbrochen, auftritt. Dazu brauchst Du beim nächsten Heizzyklus ja nur die WW-Solltemperatur höherdrehen, damit die WW-Anforderung kommt.
Bzw., wenn Du beispielsweise den Verdichter als Ursache ausschliessen willst, kannst Du eine laufende WW-Bereitung durch runtersetzen der WW-Solltemperatur abbrechen und während des darauffolgenden HK-Pumpenlaufs die WW-Solltemperatur wieder hochsetzen. Durch die Verdichter-Sperrzeit wird zwar die WW-Bereitung gestartet (inkl. Umschaltventil-Position), aber der Verdichter wird nicht zugeschaltet. Anschliessend brichst Du wieder mittels WW-Solltemperatur ab, dann geht das Umschaltventil wieder in die andere Position.
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Offline willybauss

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Es wäre hilfreich, wenn Jeder in seiner Signatur den Typ seiner WP angeben würde. Grade das Umschaltventil-statt-zwei-separate-Pumpen-Thema ist ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, das möglicherweise Antworten in eine völlig falsche Richtung interpretieren lässt, wenn der Leser eine andere Anlage hat. Ich hab das mal in meiner Signatur so eingebaut.
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Habe ich nun auch gemacht...

toggle schreibt ein Stück weiter oben übrigens, dass er die THZ404SOL hat. Die muss wohl der LWZ404SOL, die ich habe, entsprechen, d.h. meine Antwort war schon gezielt auf seine Frage mit Berücksichtigung der 1/2-Pumpen-Thematik gerichtet.
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Offline willybauss

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ja, sollte passen.

LWZ = Stiebel Eltron
THZ = Tecalor

Anlagen sind identisch, lediglich umgelabelt.

Ich bin sehr vergesslich und kann mir "wurde weiter oben geschrieben ..." selten merken.
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willybauss, mal was anderes, zurück zu Deiner Vermutung bzgl. Abtauung durch Warmwasser, was ich bisher bei meiner Anlage immer ausgeschlossen habe...

Ich sehe manchmal recht deutliche Änderung der HC1-Ist-Temperatur sowie Anstieg der WP-internen Vorlauftemperatur.
(Der Temperaturfühler ausserhalb der LWZ kriegt davon nichts mit und nach dem nächsten zyklischen Pumpenlauf sind auch die internen Temperaturen wieder "wie erwartet".
Mit ein bisschen Phantasie sehe ich auch eine leichte Abnahme der Warmwassertemperatur zu genau diesem Zeitpunkt.
Da dies ausserhalb der HK-Zyklen sowie ausserhalb eines Verdichterlaufs passiert, kann das nur ein Abtauen des Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauschers sein, oder?
(Siehe Plot von heute um ziemlich genau 10:00 Uhr.)
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Offline willybauss

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Irgendwie passt es zeitlich perfekt zusammen - vorausgesetzt, da hat niemand warmes Wasser gezapft, oder die Spülmaschine angestellt, oder oder ...

Aber: Abtauen des Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauschers  bei +8°C ? Kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen.

Ach ja - Spülmaschine: Hatte ich bislang nicht erwähnt. Die wird bei mir mit Warmwasser aus der THZ versorgt. Das treibt zwar die Warmwasserkosten der THZ hoch, spart aber beim Hausstrom deutlich mehr ein. Die Rohrwege sind bei mir so kurz, dass schon kurz nach dem Beginn der Wasserentnahme warm kommt; andernfalls wäre es eher sinnlos.
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Aber: Abtauen des Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauschers  bei +8°C ? Kann ich mir jetzt nicht so recht vorstellen.
Das Abtauen wird ja auf Basis der Drehzahlauswertung gemacht... meine Filter müssten schon ziemlich zu sein, weshalb möglicherweise auch öfter ein Abtauvorgang angestoßen wird?
Wobei, nach Studium der Installationsanleitung sollten die Schwellen für Filter und Abtauung unabhängig sein, da die Drehzahl nach der Abtauung als Referenz für die nächste Berechnung verwendet wird.
Leider gibt es bei der SOL-Variante die unterschiedlichen Abtau-Betriebsarten P85 nicht. Dann hätte ich mal eine andere Strategie ausprobieren können.
Ich könnte höchstens die Drehzahlschwelle hochsetzen...

Ach ja - Spülmaschine: Hatte ich bislang nicht erwähnt. Die wird bei mir mit Warmwasser aus der THZ versorgt. Das treibt zwar die Warmwasserkosten der THZ hoch, spart aber beim Hausstrom deutlich mehr ein. Die Rohrwege sind bei mir so kurz, dass schon kurz nach dem Beginn der Wasserentnahme warm kommt; andernfalls wäre es eher sinnlos.
Bei der geringen Wassermenge, die eine Spülmaschine braucht, halte ich das fast für sinnlos. Eher bei der Waschmaschine, die pro Waschgang 5-10x soviel Wasser wie eine Spülmaschine benötigt, könnte ich es mir vorstellen.
Wobei, eine Spülmaschine läuft wiederum öfter als eine Waschmaschine, sogesehen gleicht sich das vielleicht aus.

Meine Wasserleitung in die Küche ist die längste Leitung im Haus, da zahlt es sich vermutlich nicht aus. Man müsste mal herausfinden, wie oft die Spülmaschine wie viel Wasser nimmt. Dann könnte man die Wassermengen testweise entnehmen und den Temperaturunterschied ermitteln. Ich glaube, dass es sich in der Praxis nicht rechnet, weil ja "kaltes Wasser" auch nicht "kalt" aus der Leitung kommt, sondern im besten Fall mit annähernd Raumtemperatur.
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