Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 620556 mal)

Offline timtom2000

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Hallo,

ich habe mal ein interessantes anderes Phänomen, dem ich gerade versuche auf die Spur zu kommen...

Unsere LWZ 304 (BJ Nov. 17) macht direkt nach Abschluss der Heiz- oder auch Warmwasser-Phase öfters ein sehr lautes, fast "schlagendes" Geräusch (Beispielaufnahmen s. Anhang). Vereinzelt tritt es auch beim Start eines normalen zyklischen Pumpenanlaufs auf.
Heute z.B. um 10:52 Uhr (Pumpenanlauf) und 16:51 Uhr (Ende WW-Phase), s. Screenshot.

Ich bin mir nicht sicher ob das Geräusch normal ist, ich meine aber, das Geräusch erst seit einiger Zeit zu hören (viell. auch wg. Homeoffice...). Es dringt auch durch die Wand in den Wohnraum (die WP steht im EG in einem angrenzenden Technikraum).

Einen Fehler zeigt das Gerät nicht an. Heizen und WW funktionieren bisher auch. Ich möchte aber vermeiden, dass sich viell. ein (ernsterer) Folgefehler einstellt.

Es wäre super hilfreich, wenn ihr mir eine Einschätzung geben könntet, wie ihr das Geräusch einschätzt, bzw. viell. hat jemand ja auch einen direkten Vergleich von seinem eigenen Gerät?!
LWZ 304 (BJ 2017; FW 7.09); DHH o. Keller; 100m² Wohnfläche
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Offline maximalz

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Hallo mal wieder,
hat jemand schonmal bei der 403 die Rückschlagklappen getauscht? Geht das mit Vereiser oder muss man Wasser ablassen und nachfüllen?
Grüße
Frank
THZ (403 SOL), OBIS (2x EDL21), SolarEdge (SE10k)

Offline maximalz

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Hallo timtom2000,
in deinen Audiofiles fällt mir zu dem benannten Schlag noch auf, dass beim Abschalten zyklische Schleifgeräusche zu hören sind. Wären die schon immer da?

Kannst Du den Schlag verorten? Eher von der Speicherseite oder von der rechten Seite? Ggf. mal die Verkleidung abnehmen, um besser zu hören.
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Offline timtom2000

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Hallo maximalz,
erstmal Danke für die Antwort!
Also, bei den Schleifgeräuschen bin ich überfragt...meinst du die zyklischen Geräusche NACH dem lauten Schlag? Da hatte ich bisher gar nicht drauf geachtet...ist das ungewöhnlich?
Ich habe mal die Verkleidung abgenommen, wie empfohlen. Der laute Schlag kommt eher aus dem unteren linken Teil, so ca. auf der Grenze zum Speicher. Hilft das weiter, bzw. auf was deutet das ggf. hin?
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Offline maximalz

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Hallo timtom2000,

ich besitze selbst zwar eine 403, aber deiner Beschreibung nach würde ich auf die Multifunktionsgruppe als Quelle des Schlag tippen. Hier sind aber eigentlich auch einige 304-Besitzer unterwegs, die deine Angaben überprüfen können.

Dieses Schleifgeräusch nach dem Abschalten des Kompressors ist mir gänzlich unbekannt und zumindest in Hinsicht auf die Lüfter und den Kompressor sollten die Pumpen recht ähnlich sein.
Auch hier die Frage in Richtung 304-Besitzer.
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Offline willybauss

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Bei schleifenden Geräuschen würde ich mal probeweise den großen Lüfter auf der rechten Seite der Anlage von Hand durchdrehen, ob dort was schleift; ggf. die Lüfterschaufeln etwas zurechtbiegen. Ich kann mich aber gerade nicht mehr genau erinnern, was man dazu abbauen muss, um ranzukommen. Er sollte aber im "oberen Teil der unteren Hälfte" hinter dem großen Blechdeckel zum Vorschein kommen, meine ich. Da muss man zur Reinigung des großen Wärmetauschers ohnehin gelegentlich ran.

Wenn ein konkreter Verdacht auf die Geräuschursache (hier MFG) besteht kannst Du gezielt zum richtigen Zeitpunkt mit einem Stethoskop dort horchen, um den Verdacht zu bestätigen/verwerfen. Alternativ genügt auch ein Holzstab, einseitig an die MFG, andere Seite ans Ohr gedrückt.
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Offline timtom2000

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Ich meine schon mal darüber gestolpert zu sein wie man an den Lüfter kommt (rechte Seitenverkleidung abnehmen usw.). Das kann ich nochmal checken.

Die MFG horche ich gerne mal ab. Bilder wie sie ausschaut habe ich gefunden. Aber wo sitzt das Ding genau und welchen Teil der Anlage muss man dafür öffnen?

Wenn ich euch richtig verstehe, ist dieser Schlag aber in jedem Fall (und unabh. von der Ursache) alles andere als normal, oder?
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Offline willybauss

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Da ich keine Anlage mit MFG habe, kann ich zur Normalität nichts sagen. Die MFG dürfte in der linken Hälfte der Anlage irgendwo vorne sitzen.
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Offline maximalz

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Kurzer Erfahrungsbericht zum Tauch der Rückschlagklappen in der 403: Ich habe beide Klappen getauscht, dauerte etwa 2 Stunden.


Elektrischen Anschluss der Pumpe lösen.

Jeweils über der Klappe und unter der Pumpe verweisen und Pumpe mit Klappe ausbauen. Die Klappe könnte ich in beiden Fällen nur nach dem Ausbau von der Pumpe lösen, weil da eine Gummidichtung verbaut ist.

Neue Klappe wieder rein, Dichtung nicht vergessen  8).

Beim Ausbau und Einbau der WW-Klappe löst sich evtl. die Verschraubung an der Heizpatrone etwas, dann steht auf dem unteren Rand der Heizpatrone etwas Wasser, einfach beide Überwurfmuttern etwas nachziehen.

Die alten Klappen werden mittels werden mittels Ultraschallbad und feiner Messingbürste dann wieder fast wie neu.

Wenn man nicht vereisen kann oder will, kann man auch das Wasser aus den Steigern ablassen, ist weniger, als man vermutet.
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Offline airfish

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Guten Abend,
ich versuche hier mal Hilfe zu finden. Wir besitzen eine LWZ 504, die vor ca. 4 Jahren in Betrieb genommen wurde. Bis dato lief sie auch ganz gut. Ich hatte jetzt das Problem, dass mittags plötzlich der Fehler 02 angezeigt wurde, der Betrieb des Heizstabes angezeigt und die Fußbodenheizung in zwei Räumen extrem heiß war. ...
...


Ich hab zwar nur eine 404 Eco, aber es ist wieder das MFG defekt. Das MFG wurde im Oktober 2020 schon auf Garantie getauscht, und jetzt klemmt das Umschaltventil wieder ein wenig, so dass bei Warmwasserzubereitung die Fußbodenheizung auch noch mit beschickt wird.
Wird dann echt kuschelig warm am Fußboden, darum überwache ich seit Oktober jeden Heizkreisverteiler in jeden Stockwerk mittels Shelly und angeschlossenem Vorlauf-und Rücklauf-Temperaturfühlern die auftetenden Wassertemperaturen, und wenn es zu warm wird, gibt es Alarm per Email oder Pusch Nachricht und ich nehme automatischer der 404 Eco den Strom dann für 5 min weg. (Hardreset sozusagen).
Ein Techniker kommt jetzt aber frühestens ende August bei mir vorbei um das MFG erneut zu tauschen..

 

Offline TheTrumpeter

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darum überwache ich seit Oktober jeden Heizkreisverteiler in jeden Stockwerk mittels Shelly und angeschlossenem Vorlauf-und Rücklauf-Temperaturfühlern
"Mit Kanonen auf Spatzen schiessen" fällt mir dazu ein... es würde doch ausreichen den Vorlauf ein Stück ausserhalb der LWZ zu überwachen.

ich nehme automatischer der 404 Eco den Strom dann für 5 min weg. (Hardreset sozusagen).
Was das bringen soll ist mir nicht ganz klar. Ja, nach einem Reset werden vermutlich alle Steller/Ventile kurz angesteuert, um sie in eine definierte Position zu bringen. Ein klemmendes bzw. nicht ganz in Endlage befindliches Umschaltventil wird dadurch aber mit geringer Wahrscheinlichkeit "repariert".
Warum nicht so vorgehen wie es in der Bedienungsanleitung beim Fehler eines klemmenden Umschaltventils beschrieben wird, also das Ventil mehrfach von der einen in die andere Endlage bewegen (lassen)?
Den Code dafür (zugegeben unschön, aber funktional) habe ich hier vor langer Zeit mal veröffentlicht.
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Offline zimb0

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Hi zusammen,
in den nächsten Wochen geht unsere PV-Anlage in Betrieb und ich stelle mir die Frage, wie ich unsere THZ in dieser Hinsicht noch optimieren kann.
Aktuell habe ich den WW-Vorgang schon auf den späten Vormittag verschoben, das klappt seit Monaten bereits sehr gut.
Nun habe ich folgende Idee:
1h vor Sonnenuntergang wird geprüft, ob die Sonne gerade scheint bzw. die PV gerade einspeist.
Falls ja wird - falls die WW-Temperatur unter 45 grad liegt - die WW-Temp-Tag deutlich erhöht, um einen WW-Vorgang zu erzwingen. Ist das WW zubereitet wird die WW-Temp-Tag wieder zurückgesetzt.

Spricht etwas dagegen?
Eine Art "WW-Party-Funktion", die sofort den WW-Vorgang auslöst gibt es ja nicht oder? Oder vllt. zweckentfremden des legionellen Programms?
Hat jemand noch zusätzlich Ideen, wie man den Eiegenverbrauch gezielt erhöhen kann?

Edit: Habe gerade (.. der Thread ist mittlerweile ewig lang ;) ) den Ansatz mit p11DHWsetManualTemp gelesen. Würde das ganze somit erstmal mit dem Ändern der popMode umsetzen.
Was meint ihr, schadet es denn in irgendeiner Art der Elektronik, wenn die THZ in den Wintermonaten 2x am Tag auf Manual gestellt wird? Hab da was mit den Schreibvorgängen in den Speicher im Hinterkopf... Sonst könnte man ja einfach nach Sonnenaufgang checken, ob die Sonne scheint, WW zubereiten - das gleiche nochmal abends bevor die Sonne untergeht.
« Letzte Änderung: 27 September 2021, 14:52:54 von zimb0 »
THZ504

Offline TheTrumpeter

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1h vor Sonnenuntergang
"Kann" die Sonne da noch so viel? Kommt mir, insbesondere in der bevorstehenden dünkleren Jahreszeit, etwas spät vor.
Warum nicht beim höchsten Sonnenstand?

Edit: Habe gerade (.. der Thread ist mittlerweile ewig lang ;) ) den Ansatz mit p11DHWsetManualTemp gelesen. Würde das ganze somit erstmal mit dem Ändern der popMode umsetzen.
Was meint ihr, schadet es denn in irgendeiner Art der Elektronik, wenn die THZ in den Wintermonaten 2x am Tag auf Manual gestellt wird? Hab da was mit den Schreibvorgängen in den Speicher im Hinterkopf... Sonst könnte man ja einfach nach Sonnenaufgang checken, ob die Sonne scheint, WW zubereiten - das gleiche nochmal abends bevor die Sonne untergeht.
"Überlebt" der opMode einen Reset, dann wird er in der EEPROM-Emulation abgelegt. Somit verursacht jede Änderung einen Schreibzyklus.
Soweit ich mich erinnere, gingen die Hochrechnungen damals von zumindest 14 Änderungen pro Tag aus, um auf eine Lebensdauer von 15 Jahren zu kommen. Um das seriös zu bewerten, sind meiner Meinung nach aber viel zu viele Faktoren unbekannt (z.B. verfügbarer Speicher vs. genutzter Speicher, Organsation der Emulation bzw. Funktionsweise des Speichertreibers usw.)
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Offline willybauss

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"Kann" die Sonne da noch so viel? Kommt mir, insbesondere in der bevorstehenden dünkleren Jahreszeit, etwas spät vor.
Sehe ich auch so. Insbesondere nützt ein einmaliger Check nichts. An bewölkten Tagen wechselt die eingespeiste Leistung im Minutentakt zwischen "alles" und "fast nichts". Einfach mal ein paar Monate Erfahrungen sammeln und die PV im Minutentakt loggen, dann wirst Du das selbst sehen.
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Offline zimb0

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Sehe ich auch so. Insbesondere nützt ein einmaliger Check nichts. An bewölkten Tagen wechselt die eingespeiste Leistung im Minutentakt zwischen "alles" und "fast nichts". Einfach mal ein paar Monate Erfahrungen sammeln und die PV im Minutentakt loggen, dann wirst Du das selbst sehen.

klar - mir ging es im ersten Step nur, wie ich den WW-Vorgang forcieren kann und ob es ggfs. noch weitere Ideen gibt, die in Richtung "Eigenverbrauch erhöhen" gehen
Wie und wann dieser WW-Vorgang ausgelöst wird steht auf einem anderen Blatt - hier muss ich erstmal Erfahrung mit der PV sammeln.
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