Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 407458 mal)

Offline NaCkHaYeD

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@willybaus
Ja, bei mir läuft alles mit Heizung über den Heizstrom, sprich am Samstag der Badheizkörper für eine Stunde, die Zirkulationspumpe, Be-/Entlüftung, etc. 
Angesichts dessen, dass ich €35 für Warmwasser bereits im Sommer brauche, im Winter aufgrund der Effizienz natürlich mehr, dann bleibt für die Heizung im Schnitt €35 über, ohne Grundgebühr etc. daher eher 25€ - 30€. Rechnet man das zurück käme ich auf in etwa 1500-1800kWh. Somit sind die 2000kWh vom Energieberater gar nicht mal schlecht.

Wie gesagt unser primär Ziel war ein Haus nach unseren Wünschen, nicht nach der Energiefraktion. Somit haben wir (nur) einen 18er Ständer mit Isofloc, innen 6cm Mineralwolle als Installations Ebene, draußen 6cm Pavatex. Die Dachstuhl ist 24cm inkl. Isofloc + 3,5 Pavatex. Parkett gibt es bei uns im ganzen EG/OG bis auf die Feuchträume. Der Keller ist ausschliesslich in Fliesen. Grosse Glasflächen auf der Süd-/West Seite, sowie halt den Sternengucker.

Zeitschaltuhr von der Zirku ist mein Raspi mit dem PiFace. Früher c++/DB Programm, heute FHEM gesteuert. Siehe zwei, drei Beträge höher. In der Hauptzeit alle 45min für 1,5min, in der Nebenzeit je Stunde für 1,5min. Ob ich durch abschalten mehr raushole, jein. Zunächst würde der Speicher in der Nacht natürlich warm bleiben. In der Früh müsste ich aber nicht 1m in der Leitung zirkulieren lassen, sondern die komplette Leitung, das würde mir wahrscheinlich auch wieder den Puffer abkühlen. Käme auf einen Versuch drauf an.

mfg
NaCkHaYeD

Offline micomat

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Hi NaCkHaYeD,

ich hatte auch mal das Thema, das meine Zirku mir das WW viel zu schnell gekuehlt hat. Deswegen wuerde ich die Zirku z.B. zw. 01:00 und 05:30 gar nicht mehr nutzen. Das spart locker 1-2 WW-Heizzyklen in der Nacht.

Gruß
Markus
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Offline willybauss

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Ja, bei mir läuft alles mit Heizung über den Heizstrom, sprich am Samstag der Badheizkörper für eine Stunde, die Zirkulationspumpe, Be-/Entlüftung, etc. 
Angesichts dessen, dass ich €35 für Warmwasser bereits im Sommer brauche, im Winter aufgrund der Effizienz natürlich mehr, dann bleibt für die Heizung im Schnitt €35 über, ohne Grundgebühr etc. daher eher 25€ - 30€. Rechnet man das zurück käme ich auf in etwa 1500-1800kWh. Somit sind die 2000kWh vom Energieberater gar nicht mal schlecht.
Die Frage war, ob auch die Steuerung der THZ über den Heizstromzähler läuft. Das wären dann insgesamt 8 Sicherungsautomaten:
  • 2 x Steuerung
  • 3x Kompressor
  • 3x Heizstab
Manchmal wird die Steuerung an den Haushaltszähler geklemmt, damit bei Abschaltungen durch den Netzbetreiber die Steuerung nicht mit aus geht.
Das mit dem Herausrechnen des Warmwasserverbrauchs stimmt so nicht. Das "verlorene" warme Wasser heizt ja das Haus mit. Du wirst einen Teil der eingesparten Warmwasserkosten in zusätzliche Heizkosten investieren müssen. Heizung ist aber effizienter als WW wegen der niedrigeren Temperaturen.

Es wäre mal einen Versuch wert, auszuprobieren was passiert, wenn du für 24 Stunden die Zirku komplett aus lässt. Dann weisst du, ob Du wirklich nur ein Zirku-Problem hast, oder ob z.B. eine Rückschlagklappe hängt. Auf den Diagrammen siehts nicht so aus, aber Wissen ist immer besser als vermuten.
« Letzte Änderung: 10 Dezember 2015, 10:14:43 von willybauss »
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Offline NaCkHaYeD

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Das mit dem Heizstrom ist so eine Sache.

Nach langem diskutieren mit dem Netzbetreiben und hin und her telefonieren, habe ich nach zig Wochen einen Schaltplan erhalten, welcher mir erlaubt, die Steuerung der Heizung mit einem ByPass zum Trennrelais zu installieren. Es geht nämlich doch, nur wollen die nicht, ist ja Geld. Lüftung läuft ebenso bypassed, da durch Wärmerückgewinnung eine Reduktion der Wärmelast erfolgt. Badheizkörper ist ja sowieso eine Heizung und Zirkulation gehört auch hinzu.

Selbst mein Elektriker war felsenfest der Meinung ich darf nicht. Im Anhang der Schaltplan.

ByTheWay: Die Sicherungen brauchst du doch sowieso! Kosten ja auch nicht die Welt. Aber ein FI kommt hinzu, zumindestens bei mir, da diese Elektrik in der Einspeisung ist, und nicht in der Unterverteilung

Ich bilde mir ein errechnet zu haben, dass ich genau die 3m Leitung Wasser tauschen muss, die in der Außenwand (Küche) verbaut sind, denn ich habe so eine Ökopumpe wo so gut wie nichts läuft. Das bestätigt auch, dass im Winter die Leitung schneller auskühlt als im Sommer, aber kann man mal prüfen.

Ohne Zirku hält der Speicher locker einen halben Tag.

mfg
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« Letzte Änderung: 10 Dezember 2015, 12:40:51 von NaCkHaYeD »

Offline micomat

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Ohne Zirku hält der Speicher locker einen halben Tag.

Na dann wuerde ich sie zumindest tief in der Nacht aus lassen ;)
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Offline immi

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Na dann wuerde ich sie zumindest tief in der Nacht aus lassen ;)
Fur alle die Zirkulationspumpe haben, ist zu enpfelen eine kontrolle der rücklaufventil in (oder neben) der Zirku.
Meine war sehr schnell undicht. Ich habe 6 monate gebraucht um das zu verstehen. Es ist ein schleichende prozess.
Wenn mann weiss aber leicht zu testen.
immi

Offline willybauss

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Du hast wohl ein Problem mit Deinem Warmwasserspeicher. Wenn er im August nach 1/2 Tag nachgeheizt werden muss (ohne Wasserentnahme), dann kann ich mir nicht vorstellen, dass das normal ist - zumal Du ja zusätzlich gedämmt hast, wenn ich mich richtig erinnere. In meinem Bild fängt er bei 48° an und hat 15 Stunden später noch 43,7°. Er wird also nochmal ca. 10 Stunden brauchen, um das Nachheizlimit von 41° zu erreichen.

Die Auskühlung erfolgt bei dir auch nicht linear, wie es bei Wärmeabstrahlung über die Dämmung zu erwarten wäre.  Das war falsch, hatte die falsche Kurve angeschaut.

Aber dennoch: vergleiche mal die blaue Kurve (Vorlauf) mit meiner Vorlaufkurve (pink). Prüfe mal die Rückschlagklappen.
« Letzte Änderung: 11 Dezember 2015, 15:37:54 von willybauss »
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Offline NaCkHaYeD

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@Willibaus

Dumme Frage: Welche Rückschlagklappen? Ich sehe jetzt im Geräteaufbau erst mal keine, wenn doch, wie sollte ich diese testen. Ansonsten habe ich glaube ich nur noch eine an der Zirkulationspumpe.
Okay hab diese gefunden, nur keine Ahnung wie man die testen sollte.

Nichts desto trotz sieht mein Rücklauf/Vorlauf nun auch so aus, wie er sein sollte. Warum der im Sommer anders ausgesehen hat, k.A. eventuell weil das Geräte auf 100/1 20/19 Zirkulationsanläufe, oder Warmwasserbetrieb stand.

mfg
NaCkHaYeD
« Letzte Änderung: 12 Dezember 2015, 00:28:47 von NaCkHaYeD »

Offline willybauss

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OK, jetzt sieht auch der Abfall der WW-Temperatur gut aus. Die Rückschlagklappen müssen lt. Manual  auf "Zu" Stellung stehen - Schlitz quer zur Flussrichtung. Wenn eine nicht richtig schließt müsste man - vor und hinter der Klappe gemessen - ungewöhnliche Temperaturen messen. Beim Verstellen der Klappen soll man angeblich ein leises Klicken hören, hab ich aber selbst noch nie getestet. Anhand der Kurve sollte aber bei Dir (zumindest momentan) alles ok sein.
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Offline micomat

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NaCkHaYeD hast du Solar?
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Offline NaCkHaYeD

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Nein,

kein Solar, lohnt sich meiner Ansicht nach nicht.
Ich bereue es aber keinen wassergeführten Ofen genommen zu haben um diesen dann in den Solaranschluss einzuschleussen.
Das ist das Einzige meiner Meinung nach was Sinn macht, denn wann braucht man einen Ofen, im Winter. Im Sommer ist die WP sowie effizient.

mfg
NaCkHaYeD

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Dann waere das Ausheizen in den Kollektor noch eine Moegliche Fehlerquelle gewesen.
Lohnen tut es sich IMHO schon. Bei uns laeuft in schoenen Monaten die Heizung oft wochenlang nicht ein einziges Mal. Der Kollektor heizt das Wasser auf max. 60°C auf, was problemlos 1-2 Tage haelt.
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Offline willybauss

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Ich kann das Dach nur 1 mal nutzen. Ich habe mich für PV entschieden, das war rechnerisch effizienter. Da kann ich problemlos in guten Zeiten (Sommer) Energie gewinnen und  bis zum Winter zwischenspeichern (auf dem Bankkonto  :) ). Solare Wärme gibts halt immer dann in Massen, wenn ich sie nicht brauche (Sommer). Die langfristige Speichermöglichkeit für solare Wärme ist begrenzt bzw. SEHR aufwendig.

Da ich noch 34 ct/kWh bekomme lohnt sich die PV durchaus. Nach 11 Jahren ist die Anlage über den Stromgewinn bezahlt, und dann bekomme ich noch weitere 9 Jahre lang die 34 ct/kWh als Reingewinn.

Der Nachteil von "normalen" Holzöfen ist, dass sie für Energiesparhäuser hoffnungslos überdimensioniert sind. Da hat das ganze Haus eine Heizlast von 3kW, und der Ofen bläst alleine ins Wohnzimmer mal schnell 6 - 10kW ab. Das geht nicht länger als 1 Stunde gut. Da ist die Lösung mit dem Anschluss ans Heizwasser die einzig richtige Lösung. Ich dachte mal, man könne die überschüssige Wärme mit der Lüftungsanlage im Haus verteilen. Wie ich inzwischen weiß würde das nicht klappen, weil der Energieinhalt von Luft zu gering ist. Mit dem Heizwasser würde es perfekt funktionieren. Wenn noch keine Solarthermie angeschlossen ist, sind ja die Solaranschlüsse der THZ (SOL-Modell) noch frei, um dort den Ofen einzuspeisen.
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Offline NaCkHaYeD

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Das Problem mit dem Ofen kenne ich zu genüge. Ständig wird wegen zwei Scheite der Ofen angemacht :-).
Wobei so Standöfelchen auch nur 40% in das Wasser bringen.

mfg
NaCkHaYeD

Offline willybauss

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Aber wenn 40% ins Wasser gehen und der Rest über schwere Schamottsteine über viele Stunden seine Hitze abgibt, dann könnte das wieder passen. Letztlich wird das dann aber so teuer, dass es sich nur wegen der Gemütlichkeit rechnet, finanziell eher nicht.
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