Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 294912 mal)

Offline willybauss

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... schließe mich den Ausführungen meines Vorredners -fast - vollumfänglich an ...  :)

Fast, weil (Auszug ais dem Installationsmanual der 303):
Zitat
Befindet sich der Speicherfühler in der oberen Position, werden
immer ca. 100 l Wasser auf der gewünschten Warmwassertemperatur
gehalten. der restliche Speicherinhalt wird als Heizungspuffer
genutzt und hat eine der Heizungsvorlauftemperatur entsprechende
Temperatur. Befindet sich der Speicherfühler in der
unteren Position, wird der gesamte Behälter auf der gewünschten
Warmwassertemperatur gehalten. das Temperaturniveau für die
Heizung wird durch zyklisches Einschalten der Warmwasserladepumpe
erreicht. diese Betriebweise bietet zwar den höchsten
Warmwasserkomfort, ist aber für den Pufferbetrieb am wenigsten
effizient, weil die vorlauftemperatur zu hoch ist.

Insofern ist für möglichst großes Brauchwasservolumen die untere Position richtig, nicht die obere.

Das mit dem schnellen Temperaturabfall ist evtl. dadurch zu erklären. Du hattest doch sicher sowieso grade vor, die Anlage zu öffnen (linke Vorderwand) und zu schauen, wo der Fühler steckt? Details sh. Installationsmanual.
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Offline willybauss

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Doch noch was... danach hast Du zwar nicht gefragt, aber warum hast Du so unterschiedliche Ist-Werte für Zu- und Abluft???
Hast Du so unterschiedliche Luftmengen? Du "bläst" das Haus ja regelrecht auf.
Bei meiner LWZ404 sind 30Hz ca. 175m³. Das wäre bei Dir Abluft. 40Hz sind ca. 275m³, Deine Zuluft läuft aber auf 50Hz, das ist vermutlich Max!

Ja, das sieht komisch aus. Oder der Zuluftfilter ist komplett dicht. Filter prüfen, ggf. erneuern - ALLE, auch den Eingangsfilter der Zuluft, nicht nur die beiden neben dem Wärmetauscher.

Wenn das nichts bringt das Einmessprotokoll vom Installateur anfordern und erwarten, dass er keins hat ...
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Offline TheTrumpeter

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... schließe mich den Ausführungen meines Vorredners -fast - vollumfänglich an ...  :)

Fast, weil (Auszug ais dem Installationsmanual der 303):
Insofern ist für möglichst großes Brauchwasservolumen die untere Position richtig, nicht die obere.
Das ist in der Anleitung zur x04 nicht so umfangreich und insbesondere anders beschrieben:
Zitat
1 Fühlerrohr für den Speicherfühler (Energiesparender Betrieb)
2 Fühlerrohr für den Speicherfühler (Standard, hoher Komfort)
Auf dem Bild daneben ist mit "1" die obere und mit "2" die untere Position gekennzeichnet.
Mehr gibt die Anleitung nicht her.


Nochmal zurück zu meinem "Problemraum"...
Ich bin mittlerweile auf 100% Pumpenleistung, was in ca. 14,5-15l/min Durchfluss resultiert. Die geforderten 700l/h habe ich damit jedenfalls überschritten. An den Heizkreisverteilern habe ich noch nichts geändert.
Das hat auch Auswirkung auf die Spreizung, sodass ich mittlerweile bei ca. 7°K angelangt bin.
Trotzdem wird es in dem einen Raum einfach nicht wärmer. Ich schaffe weiterhin gerade die 22°C. Im übrigen Haus ist es schon fast unangenehm warm. Habe gestern Abend dann den Raumeinfluss auf 0 gesetzt, um den "kalten" Raum dadurch nicht zu benachteiligen. Allerdings habe ich dann auch die Heizkurve deutlich abgesenkt, um keine große Verschiebung zu erhalten.

Was jetzt?
Wenn ich weitere Kreise stärker aufdrehe, kommt ja in dem einen Raum noch weniger an, oder?
Oder hilft es im OG alle Kreise voll aufzudrehen, damit in der Steigleitung schon deutlich mehr Durchfluss herrscht?
(Die Leitung ins OG läuft in einem Technikschacht gemeinsam mit den Lüftungsrohren für's EG und OG.)
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Offline awex102

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Guten Morgen,

ich habe glaube ich noch  nicht die optimale Arbeitsweise beim Heizen.

Ich habe irgendwo gelesen, dass der Integralwert auch dafür da ist, die Heizungsstufen zu steuern. Erreicht das Integral -100 ohne  dass die Soll Temp überschritten ist, wird die nächste Heizstufe eingeschaltet und der Integralwert resetet. Jetzt beginnt das ganze von vorne.
Stimmt das so in etwa?

Wenn dem so ist, sieht man in meinem Diagram, dass ich zwei mal diesen Zyklus hatte heute Nacht. Dann knallt dummerweise die WW Aufgbereitung rein und ich glaube immer noch, dass die den Heizvorgang irgendwie abbricht.

Mein Problem: Erstens glaube ich, dass es bei mir viel zu lange dauert bis der Soll Wert erreicht ist. Dazu habe ich mir überlegt: Ich habe ja die hydraulische Weiche und habe an der internen Pumpe rumgedreht (von 7 auf 3). Dadurch habe zwar an der internen Pumpe 4 Grad Spreizung aber eben auch den Effekt, dass die HK Soll Temp offensichtlich nur schleppend erreicht wird. Somit habe ich den Effekt, dass ja nie dauerhaft zwecks "Pufferfunktion" über dem HK Soll geheizt wird sondern die Anlage krampfhaft versucht, die Heizustufen zu erhöhen, was nicht erlaubt nicht. Alternativ : Erhöhung des Integralwerts damit mehr Zeit ist, die HK Soll zu erreichen ?

Ich würde jetzt die Pumpenleistung der internen Pumpe wieder erhöhen? Dann habe ich doch die Chance, dass der Integralwert ins positive dreht und mal ordentlich durchheizt ? Weiterhin bin ich am Überlegen die Hyst 1 von 4 auf 3 zu setzen, damit die Anlage früher anfängt zu heizen?

Siehe Diagramme. Sorry, dass ich immer noch so viele Fragen stelle :-)

Der Messfühler sitzt, wenn ich es richtig sehe, oben mitten auf dem Speicher (zwei Drähte, sieht nach einem Fühler aus der von oben reingesteckt ist). Das mit der Pufferfnktion verstehe ich insbesondere im Hinblick auf den o.g. Sachverhalt heute nacht überhaupt nicht. Gefühlt wird da gar nix "gepuffert" oder verwendet aus dem Speicher.
« Letzte Änderung: 10 Januar 2017, 07:40:54 von awex102 »

Offline willybauss

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Nochmal zurück zu meinem "Problemraum"...

Gelingt es nicht, die zu warmen Räume noch weiter im Durchfluss abzusenken? Schlimmstenfalls bleibt nichts anderes übrig als im Problemraum die Heizfläche zu erhöhen, oder in den anderen Räumen mit Raumthermostaten die Temperatur zu begrenzen. Heizfläche erhöhen wäre dann z.B. eine nachgerüstete Wandheizung, oder ganz profan ein zusätzlicher elektrischer Heizkörper  ???.

Kann es sein, dass der Problemraum thermisch benachteiligt ist? große Außenwandflächen, großer + schlechter gedämmter Dachanteil an der Außenfläche, große Fenster, ungünstiger Bodenbelag (dickes unverklebtes Holz statt Fliesen, Teppich darauf, viel Bodenfläche "zugebaut" mit Möbeln, ...). Im DG ist auch bei mir diesebezüglich nicht alles toll. Grade dernAnteil des Daches an der Außenfläche hatte ich unterschätzt. Wie ist denn die Fläche und der U-Wert des Daches im Verhältnis zu den Wänden?

Hast Du schon mal Durchflussmenge sowie Vor- und Rücklauftemperaturen dieses Raumes ermittelt und mit den anderen Räumen verglichen? Oder mit einem Infrarotthermometer oder Wärmebildkamera nach kalten Stellen gesucht? Evtl. hat ja die Wärmedämmung ein Leck. Das würde langfristig sogar zu Bauschäden (Kondenswasser) führen.
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Offline TheTrumpeter

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Gelingt es nicht, die zu warmen Räume noch weiter im Durchfluss abzusenken?
Habe ich noch nicht probiert, weil ich ja den Durchfluss zwecks Reduzierung der Spreizung generell erhöhen wollte. Das ist prinzipiell auch gelungen, aber die Auswirkung auf die Raumtemperaturen ist nicht wie erwartet.

Da kann ich dann gleich die Pumpenleistung wieder auf die 70% zurückdrehen, mit den 10°K Spreizung leben und an den Verteilern nichts ändern.  :(

Schlimmstenfalls bleibt nichts anderes übrig als im Problemraum die Heizfläche zu erhöhen, oder in den anderen Räumen mit Raumthermostaten die Temperatur zu begrenzen. Heizfläche erhöhen wäre dann z.B. eine nachgerüstete Wandheizung, oder ganz profan ein zusätzlicher elektrischer Heizkörper  ???.
Wie gesagt, die Zieltemperatur erreiche ich, aber eben nicht mehr.
Was ich nicht verstehe, ist, dass alle Räume durch die erhöhte Pumpenleistung wärmer geworden sind nur der eine nicht.
Wirkt fast so als ob der gesamte zusätzliche Durchfluss auf die anderen Kreise geht...

Kann es sein, dass der Problemraum thermisch benachteiligt ist? große Außenwandflächen, großer + schlechter gedämmter Dachanteil an der Außenfläche, große Fenster, ungünstiger Bodenbelag (dickes unverklebtes Holz statt Fliesen, Teppich darauf, viel Bodenfläche "zugebaut" mit Möbeln, ...). Im DG ist auch bei mir diesebezüglich nicht alles toll. Grade dernAnteil des Daches an der Außenfläche hatte ich unterschätzt. Wie ist denn die Fläche und der U-Wert des Daches im Verhältnis zu den Wänden?
Ja, durch den grössten Anteil an Fensterflächen.

Ich habe einen Neubau von 2011/12; ein Jahr später oder so habe ich mal aus Interesse bei einer Aktion ein Wärmebild machen lassen, wo 1 der beiden Aussenwände dieses Raumes sowie das Dach drauf ist, ohne Auffälligkeit.
Bodenbelag ist wie in allen Nicht-Nassräumen vom OG, d.h. auch nicht schlechter als das 2. Kinderzimmer, Schlafzimmer oder Schrankraum. Dach (8° Pult) ist überall gleich stark mit eingeblasener Zellulose gedämmt und war am Wärmebild auch nicht auffällig.

Ich habe gerade den Energieausweis nicht bei der Hand, aber soweit ich im Kopf habe müsste das Dach den gleichen U-Wert haben wie die Wände.

Hast Du schon mal Durchflussmenge sowie Vor- und Rücklauftemperaturen dieses Raumes ermittelt und mit den anderen Räumen verglichen? Oder mit einem Infrarotthermometer oder Wärmebildkamera nach kalten Stellen gesucht? Evtl. hat ja die Wärmedämmung ein Leck. Das würde langfristig sogar zu Bauschäden (Kondenswasser) führen.
Durchflussmenge ist mit Abstand am Höchsten von allen Räumen im Haus, nur das Bad im OG ist noch ansatzweise in der Höhe.
Infrarot-Thermometer habe ich leider keines, weshalb ich die Vor-/Rücklauftemperaturen noch nicht ermittelt habe. Fürchte aber, dass ich da wohl nicht drum herumkommen werde.
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Offline fernsehjens

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Hallo an alle!

Vor einigen Tagen habe ich endlich meine Wärmepumpe in FHEM integriert und frage mich nun warum ich das nicht schon längst gemacht habe, zumal bereits seit über 1 Jahr FHEM mit ein bisschen Homematic auf dem Raspi läuft.
Mit Hilfe von Immi habe ich meine sehr alte Anlage erfolgreich anschließen können, ich habe Willy versprochen ein paar Anlagedaten zu nennen, dass will ich nun tun.

Beim Hausbau im Jahr 2001 war die Entscheidung für die damals rechte "neue" Technik schnell gefallen: Die Hausbaufirma macht mit, Gasanschluss wird nicht benötigt, Strom kann ich ein bisschen und ein guter Freund ist Kälteanlagen-Meister!

Die Installation, Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur erfolgte bisher kpl. in Eigenregie: die Anlage hat noch keinen SE-Techniker gesehen!
Unser Haus hat ca. 140m² auf 2 Etagen, Wärmebedarf habe ich nicht mehr parat. Der jährlich Strombedarf betrug immer ca. 3000-3800kWh. Wir heizen ohne Thermostate kpl. Fußbodenheizung mit Fliesen im EG und Kork im OG.
Die Anlage ist eine SE LWZ303i mit Firmware 2.03 -die Firmware ist nicht auslesbar, "unknon Message", aber es gibt den Aufkleber auf dem Eprom. Ich mache 2x jährlich eine Wartung mit Filterwechsel, Lüfterreinigung, Verdampfer und Wanne-Reinigung.

Probleme gab es natürlich im Lauf der Jahre auch:
Gleich am Anfang gab es Probleme mit der Anpassung des AußentempFühlers: der Wert war über 4K zu hoch. Ein Austausch des Fühlers brachte nichts, den Parameter zum Anpassen hat die Anlage noch nicht! Ich habe dann den KTY81-210 gegen einenKTY 81-221 getauscht und zusätzlich nochmal 82k? paralell geschaltet. Jetzt passen die Werte zumindest im Bereich von -10°C bis 10°C gut.
Der Innenfühler hat die gleiche Problematik, konnte ich aber jetzt erst festellen, weil das Dsipaly dem Istwert nicht hergibt und ich den Wert erst mit Mythz sehe!

Der größte Schwachpunkt ist m.E. der Kondensatablauf der sich immer wieder zusetzt und die Anlage dann solange "flutet" bis das Wasser duch den Raum läuft. Das habe ich ein paarmal zu spät gemerkt!

Irgendwann hab ich bei einem der Lüfter mal das Lager getauscht, klappte eigentlich ganz gut.

Im Februar 2015 verabschidete sich das Expansionsventil mit einem lauten Knall! Die untere Kante des Ventils war durch das Kondenswasser etwas korrodiert und hatte jetzt nachgegeben. Nun kam mein Kälteanlagen-Meister ins Spiel: Neues Ventil besorgt und eingebaut, Kältemittel aufgefüllt und schon hatte er die Heizung wieder flott.
Die Woche bis alles wieder lief war teuer!

Mit dem FHEM Mythz-Modul kann ich nun fast alle Werte auslesen, lediglich die Boosterstufen passen nicht; es sind bei der Anlage auch noch 7Stufen! Ich habe aber mit P31 auf 1 Stufe begrenzt.
Durch die schönen Plots (Danke!) konnte ich die Anlage schon ein wenig optimieren: P55 auf 144 gesenkt und Integralanteil P30 auf 150 erhöht: die Laufzeiten sind jetzt länger!
Bedarf besteht neben dem Innenraumfühler denke ich noch bei der Spreizung, will ich demnächst dran.

Vielen Dank an alle die hier so super mitarbeiten!

Jens

Offline fernsehjens

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Ach ja! die Plots!

Offline fernsehjens

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Infrarot-Thermometer habe ich leider keines, weshalb ich die Vor-/Rücklauftemperaturen noch nicht ermittelt habe. Fürchte aber, dass ich da wohl nicht drum herumkommen werde.
Ich habe auch noch keins, aber ab Donnertag bei Lidl für 17,99! ;)
Ich seh mich schon ständig mit Thermometer und Liste zu den Heizkreisverteilern kriechen um die aktuellen Werte aufzunehmen.
Viel smarter find ich doch da eine Lösung mit ein paar 1Wire Temperaturfühlern im FHEM! :)
Es gibt also noch zu tun.

Offline willybauss

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Ich habe irgendwo gelesen, dass der Integralwert auch dafür da ist, die Heizungsstufen zu steuern. Erreicht das Integral -100 ohne  dass die Soll Temp überschritten ist, wird die nächste Heizstufe eingeschaltet und der Integralwert resetet. Jetzt beginnt das ganze von vorne.
Stimmt das so in etwa?
Ja, so ungefähr. Details bitte selbst im Installationsmanual nachlesen. Wenn es da nicht anständig beschrieben ist nimm das Manual der 303. Das gibts bei Tecalor auf der Homepage. Ein Link könnte im 1. Beitrag zu finden sein (?).

Wenn dem so ist, sieht man in meinem Diagram, dass ich zwei mal diesen Zyklus hatte heute Nacht. Dann knallt dummerweise die WW Aufbereitung rein und ich glaube immer noch, dass die den Heizvorgang irgendwie abbricht.
Das wird immer so sein => Bestandteil des Plans. Wie gesagt: solange es dadurch nicht zu kalt wird im Haus ...
Der Integralwert war in beiden Fällen am unteren Anschlag. Weil es aber wärmer war als der eingestellte Bivalenzpunkt erfolgte kein Einsatz der Zusatzheizung.
Beim Beginn der WW-Bereitung war die grüne Kurve im Plus - also war es warm genug. Vermutlich wurde aus diesem Grund am Ende der WW-Bereitung nicht gleich wieder geheizt.

Mein Problem: Erstens glaube ich, dass es bei mir viel zu lange dauert bis der Soll Wert erreicht ist. Dazu habe ich mir überlegt: Ich habe ja die hydraulische Weiche und habe an der internen Pumpe rumgedreht (von 7 auf 3). Dadurch habe zwar an der internen Pumpe 4 Grad Spreizung aber eben auch den Effekt, dass die HK Soll Temp offensichtlich nur schleppend erreicht wird. Somit habe ich den Effekt, dass ja nie dauerhaft zwecks "Pufferfunktion" über dem HK Soll geheizt wird sondern die Anlage krampfhaft versucht, die Heizustufen zu erhöhen, was nicht erlaubt nicht.
Nö, dauert nicht zu lange. Bedenke, wie gering die Wärmeleistung einer solchen WP ist, im Vergleich zu den 25 - 30 kW eines Ölbrenners in herkömmlichen Häusern. Die läuft eher mit geringer Leistung lange durch, statt mal schnell Hitze zu produzieren und dann wieder faul rum zu liegen.
Hast Du denn inzwischen (z.B. aus dem genannten Forum ...) professionelle Auskünfte über die richtige Einstellung der beiden Spreizungen in deinem Fall? Ohne eine qualifizierte Basis kannst Du zwar rum experimentieren, aber Du musst dann halt selbst die Schlüsse daraus ziehen und die entsprechenden Konsequenzen ziehen.

Alternativ : Erhöhung des Integralwerts damit mehr Zeit ist, die HK Soll zu erreichen ?
Ich schreibe ja immer wieder (wie oft denn noch) dass bei der von mir beschriebenen Methode über den Integralwert das Ende des Heizzyklus bestimmt wird. Ergo hat eine Erhöhung des Integralwerts eine Verlängerung der Heizphase zur Folge. Und nochmal: ich arbeite mit Integralwert = 200 seit Jahren erfolgreich.
Es ist kein "Gesetz", dass das Heizen bis zur Erreichung der HK Soll dauern muss. Das Alles sind Werte, die zu einem gut beheizten Haus bei geringstmöglichem Energieeinsatz und größtmöglicher Schonung der Anlage führen, mehr nicht. Oder sagst Du zum Schluss "jetzt erreiche ich zwar die HK Soll, aber der Integralwert kommt nur noch auf 187 statt auf 200 - was muss ich jetzt tun?". Das Ganze wird sich im Jahresverlauf ohnehin ein bisschen verschieben, so what.

Ich würde jetzt die Pumpenleistung der internen Pumpe wieder erhöhen? Dann habe ich doch die Chance, dass der Integralwert ins positive dreht und mal ordentlich durchheizt ? Weiterhin bin ich am Überlegen die Hyst 1 von 4 auf 3 zu setzen, damit die Anlage früher anfängt zu heizen?
"ordentlich durchheizt"?? Wird es in Deinem Haus nicht warm? Das höre ich zum ersten mal. Dafür ist die Heizkurve zuständig (Fußpunkt + Steigung).
Wenn Du mein Wiki wirklich gelesen (bzw. verstanden) hast, dann weißt Du, dass "die Anlage früher anfängt zu heizen" gleichbedeutend ist mit kürzeren Laufzeiten. Das ist für geringstmöglichen Energieeinsatz und größtmöglicher Schonung der Anlage nicht sinnvoll. Weiter oben hast Du geschrieben, dass sie nicht auf die HK Soll kommt, obwohl sie lange läuft. Jetzt willst Du die Laufzeit verkürzen ...

Der Messfühler sitzt, wenn ich es richtig sehe, oben mitten auf dem Speicher (zwei Drähte, sieht nach einem Fühler aus der von oben reingesteckt ist). Das mit der Pufferfnktion verstehe ich insbesondere im Hinblick auf den o.g. Sachverhalt heute nacht überhaupt nicht. Gefühlt wird da gar nix "gepuffert" oder verwendet aus dem Speicher.
Ja, der Fühler wird von oben in ein Röhrchen gesteckt. Es gibt ein Röhrchen unten und eins in der Mitte des Speichers. Du solltest Dich entscheiden, ob Dir die Einbrüche der WW-Temperatur bei Wassserentnahme missfallen, oder ob Du die Heizung puffern willst. Beides zugleich geht nicht. Bedenke, dass es nur so um die 200 Liter Wasser sind für beides zusammen. Da geht nicht viel.
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Offline willybauss

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Ich seh mich schon ständig mit Thermometer und Liste zu den Heizkreisverteilern kriechen um die aktuellen Werte aufzunehmen.
Viel smarter find ich doch da eine Lösung mit ein paar 1Wire Temperaturfühlern im FHEM! :)
Es gibt also noch zu tun.
Schon richtig, aber das macht man ja nur 1 mal pro HAus. Ob es sich dafür lohnt? Das Thermometer ist universell verwendbar. Muss Jeder selbst für sich entscheiden.
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Offline willybauss

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Habe ich noch nicht probiert, weil ich ja den Durchfluss zwecks Reduzierung der Spreizung generell erhöhen wollte. Das ist prinzipiell auch gelungen, aber die Auswirkung auf die Raumtemperaturen ist nicht wie erwartet.

Da kann ich dann gleich die Pumpenleistung wieder auf die 70% zurückdrehen, mit den 10°K Spreizung leben und an den Verteilern nichts ändern.  :(

Wie gesagt, die Zieltemperatur erreiche ich, aber eben nicht mehr.
Was ich nicht verstehe, ist, dass alle Räume durch die erhöhte Pumpenleistung wärmer geworden sind nur der eine nicht.
Wirkt fast so als ob der gesamte zusätzliche Durchfluss auf die anderen Kreise geht...
Ohne die Differenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur dieses Raums zu kennen wissen wir nicht, ob es dort noch Reserven gibt.
Die Heizleistung bestimmt sich über Bodenfläche und Bodentemperatur. Die Bodentemperatur ist so ganz grob das Mittel zwischen Vor- und Rücklauf dieses einen Heizkreises. Wenn Du in den anderen Räumen den Durchfluss reduzierst, dann wird dort die Rücklauftemperatur sinken, so dass es dort nicht mehr so warm sein wird. Dazu muss man aber evtl. richtig heftig drosseln, damit sich das auswirkt. Und die Auswirkung kann durchaus mal 1 - 2 Tage dauern.
Nach der Drosselung kannst Du sicher auch die Pumpe drosseln (weil ja nun ein geringerer Gesamtdurchfluss benötigt wird), aber nur so weit, dass im Problemraum die Rücklauftemperatur nicht leidet.

Ja, durch den grössten Anteil an Fensterflächen.
Wie gut sind die Fenster? U-Wert über alles (Glas + Rahmen)?
Und wie ist es mit Außenwänden? Eckräume sind benachteiligt, andere Räume werden beidseitig durch Nachbarräume mit gewärmt.Eckräume nicht.

Ich habe einen Neubau von 2011/12; ein Jahr später oder so habe ich mal aus Interesse bei einer Aktion ein Wärmebild machen lassen, wo 1 der beiden Aussenwände dieses Raumes sowie das Dach drauf ist, ohne Auffälligkeit.
Innenaufnahmen gibt es nicht? Da wären Unterschiede in den Temperaturen der Außenwände evtl. sichtbar. Außen allein ist nur die halbe Wahrheit.

Bodenbelag ist wie in allen Nicht-Nassräumen vom OG, d.h. auch nicht schlechter als das 2. Kinderzimmer, Schlafzimmer oder Schrankraum. Dach (8° Pult) ist überall gleich stark mit eingeblasener Zellulose gedämmt und war am Wärmebild auch nicht auffällig.

Ich habe gerade den Energieausweis nicht bei der Hand, aber soweit ich im Kopf habe müsste das Dach den gleichen U-Wert haben wie die Wände.
Bliebe höchstens noch die Himmelsrichtung. Nord- oder Windseite?
War der Blower Door Test ok? Oder ist in diesem Raum vielleicht ein Fenster undicht?
Lüftung auch in allen Räumen vergleichbar?

Durchflussmenge ist mit Abstand am Höchsten von allen Räumen im Haus, nur das Bad im OG ist noch ansatzweise in der Höhe.
Infrarot-Thermometer habe ich leider keines, weshalb ich die Vor-/Rücklauftemperaturen noch nicht ermittelt habe. Fürchte aber, dass ich da wohl nicht drum herumkommen werde.
Also am Donnerstag zu Lidl.
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Offline peter456

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Hallo fernsehjens,

ich habe auch eine LWZ303i aus dem Jahr 2007. Wenn ich mir deine Plots ansehe, dann fehlt auf dass deine LWZ ca. 3 Mal in 4 Stunden abtaut (Abfall der Vorlauftemperatur). Meine LWZ macht das meistens nur 1 Mal in 4 Stunden. Hat jemand dazu eine Erklärung?

Offline TheTrumpeter

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Nach der Drosselung kannst Du sicher auch die Pumpe drosseln (weil ja nun ein geringerer Gesamtdurchfluss benötigt wird), aber nur so weit, dass im Problemraum die Rücklauftemperatur nicht leidet.
Damit unterschreite ich aber die geforderten 700l/h sicher...
Wie gut sind die Fenster? U-Wert über alles (Glas + Rahmen)?
Und wie ist es mit Außenwänden? Eckräume sind benachteiligt, andere Räume werden beidseitig durch Nachbarräume mit gewärmt.Eckräume nicht.
Wände haben 0,10, Dachschräge hat 0,11.
Das große Fenster (gut 5m²) hat 0,68, das kleine (gut 2m²) hat 0,72.
Praktisch alle meine Räume sind Eckräume (mit Ausnahme Abstellraum im EG & Schrankraum im DG). Das Kinderzimmer neben dem "Problemzimmer" hat wegen größerer Raumhöhe noch größere Aussenwände, das große Fenster ist identisch zum "Problemzimmer", nur das kleinere Fenster fehlt.
Innenaufnahmen gibt es nicht? Da wären Unterschiede in den Temperaturen der Außenwände evtl. sichtbar.
Nein habe ich nicht.
Bliebe höchstens noch die Himmelsrichtung. Nord- oder Windseite?
Südwest, keine Windseite.
War der Blower Door Test ok? Oder ist in diesem Raum vielleicht ein Fenster undicht?
Lüftung auch in allen Räumen vergleichbar?
Blowerdoor hatte insgesamt 0,20; keine Auffälligkeiten im "Problemraum". Fenster wurden im Herbst alle vom Fachmann neu eingestellt, mit der Hand kann ich keinen "Zug" erfühlen.
Also am Donnerstag zu Lidl.
Gerade bei Amazon bestellt: https://www.amazon.de/gp/product/B01F4Q7BOW/
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Offline willybauss

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Hi Jens,

besten Dank für den tollen Bericht. Für eine non-fhem-Installation scheint die Anlage ja recht gut eingestellt zu sein. Die Diagramme sind ganz ordentlich!
Du könntest die Pumpenzyklen noch reduzieren, diese schwarzen Nadeln sehen in ihrer Vielzahl ja dramatisch aus. Allerdings hat das natürlich Einfluss aufs Integral, an dem Du dann evtl. ebenfalls schrauben müsstest. Und die Brauchwasserbereitung könnte bei ca. 0° Außentemperatur sicher ohne Heizstab klappen, wenn Du ihr etwas mehr Zeit gibst. Das könnte der größte Brocken sein.

Bei über 3000kWh im Jahr hat die Anlage ja sicher schon weit über 20.000 Betriebsstunden. Dafür halten ich die Probleme ja in Grenzen. Ich hatte mit mehr gerechnet. Das lässt ja hoffen. Die >3000kWh/a sind sicher dem Baujahr 2001 und der frühen Anlagengeneration geschuldet. Ich brauche mit der 303 SOL (aber ohne Solarunterstützung) bei vergleichbarer Hausgröße ca. 2300.

Die Lösung für den Temperaturfühker gefällt mir. Sie beweist den Sieg der angewandten Praxis über die Theoretiker  ;D. Für den Kondensatablauf habe ich mir sicherheitshalber einen Wasserwarner drunter gelegt, der bei Wasserkontakt wie ein Rauchmelder fiept.

Willy
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