Autor Thema: THZ Tecalor (LWZ Stiebel Eltron) Wärmepumpe -Optimierung und Erfahrungsaustausch  (Gelesen 211446 mal)

Offline willybauss

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Habe meine Aussenwand gerade berechnet, da komme ich auf 15h Phasenverschiebung. Damit sollte ich die Dämpfung wohl auf 15h stellen?
Ja

Meinst Du ein Kaltstart mit anschliessender kurzen Laufzeit ist schlechter als ein Kaltstart mit anschliessender langer Laufzeit?
Besser selten und lang, als oft und kurz. Deswegen auch die hohen Werte für Integral und Hysterese.
Lässt sich halt im Frühjahr/Herbst nur unbefriedigend realisieren.
Direkt nach dem Anlauf ist die Effizienz wohl nicht so toll, und im Kaltzustand natürlich der Verschleiß höher; im Prinzip wie beim Auto.

Damit wäre jede Warmwasserbereitung schlecht, weil da der Verdichter keine Stunde läuft.
Ja, lässt sich aber nicht ändern; lediglich durch möglichst große Hysterese.

Beschrieben ist das nirgends.
So wie es beschrieben ist, ist "Kühlen" eine Art von "Heizen", nur eben mit umgekehrtem Kreislauf. Es wird ja beispielsweise auch die "Heizkreistemperatur" berechnet, anhand derer der Kühlbedarf ermittelt wird.
Dann kannst Du nur statt DHW/Automatik-Umschaltung die Grenzwerte fürs heizen so beeinflussen, dass in kühlen Sommernächten versehentliches heizen vermieden wird. Ist halt blöd, wenn fhem in einem ungünstigen Moment versagt und im Herbst die Werte nicht zurück stellt. Aber das ist bei mir dasselbe, wenn die Rückkehr zum Automatik-Modus nicht erfolgt.
Du könntest z.B. das problematische Kinderzimmer als Kriterium nehmen. Es kann ja ein beliebiger Temperatursensor sein (bei mir im Bad LaCrosse/JeeLink), nicht zwangsweise ein THZ-Display.

Zum Umschalten:
Du schaltest also auf WW-Modus, wenn es drinnen 0,7° über Solltemperatur hat und draussen wärmer als 3°C ist?
Und Du schaltest zurück, wenn es drinnen 0,5° unter Solltemperatur hat?
Exakt. Die 0,5° unter Solltemperatur könnte man aus Komfortgründen weiter runter drehen. Ich wollte bewusst auch noch das "alte" Gefühl einbauen, dass man im Herbst so allmählich die Kälte spürt und ggf. nen Pulli anzieht, bevor man draußen vom Frost überrascht wird.
Die 0,7° müssen halt wieder zum Auskühlverhalten deines Hauses und zur Uhrzeit der Codeausführung passen, so dass nach dieser Entscheidung die Wohnung bis zum nächsten Morgen nicht zu weit auskühlt.

Hast Du einen Zähler wie oft das wechselt?
Und warum schaltest Du nicht um 4 oder 5 Uhr, wenn es normalerweise am Kältesten ist?
ok, 5 Uhr wäre sicher besser. Werde ich umstellen. Das passiert im Frühjahr 1 - 3 mal, im Herbst eher nur 1 mal. Je enger die Grenzwerte, desto öfter. Ich muss mich halt nicht mehr drum kümmern. Grade im Herbst erspart das ne kühle Überraschung.
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Offline TheTrumpeter

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Ja, lässt sich aber nicht ändern; lediglich durch möglichst große Hysterese.
Hier greife ich mittlerweile mit FHEM ein. Die Hysterese alleine ist meiner Meinung nach unbefriedigend.

Ich verwende nun deutlich unterschiedliche Temperaturen für "Tag" und "Nacht". Damit heize ich das Wasser 1x täglich am Nachmittag auf, da wir normalerweise abends duschen. Je nachdem wie lange und intensiv meine Frau duscht, würde danach manchmal auf die niedrige "Nacht"-Temperatur "geheizt" werden müssen. Damit das nicht passiert, setze ich im Bedarfsfall mittels FHEM die Tag- auf die Nacht-Temperatur, sodass wieder ordentlich aufgeheizt wird. Dafür wird am nächsten Tag dann meist gar kein Wasser aufgeheizt.
Das funktioniert natürlich nur bei halbwegs gleich bleibenden Gewohnheiten und Wasserbedarfen.
Als Benefit wird im Schnitt nur noch 1x pro Tag WW geheizt, bei längerer Kompressorlaufzeit und höherer Effizienz, da auch bei niedriger Vorlauf-Temperatur bereits ein Wärmeübertrag stattfinden kann.

Habe die Funktion erst seit 2 oder 3 Wochen in Betrieb; jetzt geht's daran die "Nacht"-Temperatur langsam abzusenken, ohne Komforteinbußen zu haben.

Dann kannst Du nur statt DHW/Automatik-Umschaltung die Grenzwerte fürs heizen so beeinflussen, dass in kühlen Sommernächten versehentliches heizen vermieden wird. Ist halt blöd, wenn fhem in einem ungünstigen Moment versagt und im Herbst die Werte nicht zurück stellt. Aber das ist bei mir dasselbe, wenn die Rückkehr zum Automatik-Modus nicht erfolgt.
Bei 15 Stunden Filterung halte ich es für ausgeschlossen, dass die gefilterte Temperatur im Sommer unter 8°C fällt.

Trotzdem will ich erstmal Deinen Code übernehmen, eventuell möchte ich die eine oder andere Temperatur noch ein bisschen filtern und die Schwellen natürlich ändern.
Wenn der Sommer heiss wird und wir kühlen wollen, sehe ich dann ja was passiert. Sollte im WW-Betrieb keine aktive Kühlung möglich sein, könnte ich beispielsweise in den Sommermonaten (ev. abhängig von der Innentemperatur) wieder auf "Automatik" gehen.

Wie gesagt halte ich bei 15 Stunden Dämpfung die Umschaltung in den Wintermodus für ausgeschlossen. Und selbst wenn, würde sicher nicht über Hysterese geheizt werden, da es viel zu warm drinnen ist. Dann könnte höchstens das Integral zuschlagen, aber da wird wohl auch vorher schon wieder "Sommer" sein.
In den 5 Sommern bisher hatte ich 24h Filterung, dafür nur 100kmin beim Integral. Die Heizung ist da nie angesprungen. (Hätte ich am monatlich abgelesenen Stromverbrauch bzw. Wärmemengenzähler gesehen.)
Wie lange hat es in einer kühlen Sommernacht unter 8°C? 3, vielleicht 4 Stunden? Bei 15h Filterung geht das also höchstens zu 1/4 mit ein, da fällt der gefilterte Wert sicher nie unter 8°C.
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Heute hat meine Wärmepumpe in den Sommermodus geschaltet. Dabei ist gleich ein weiterer Firmware-Bug ans Tageslicht gekommen...

p49 lässt sich in halben Grad einstellen, wobei 10°C der niedrigste mögliche Wert ist.
p50 lässt sich in Zehntel Grad einstellen. Daher ist es mir rätselhaft, wie man "11,1 > (10,0+2,0)" berechnet.
Offenbar wird bei meiner FW-Version nur die halbe Hysterese verwendet... heute hat bei 8,9°C nämlich wieder der Winterbetrieb begonnen.

In der Installationsanleitung steht aber ganz deutlich
"Sollwerttemperatur + Hysterese ==> Umschaltung auf Sommerbetrieb
Sollwerttemperatur - Hysterese ==> Umschaltung auf Winterbetrieb"

Wieder ein Rätsel gelöst, da werde ich dann wohl die doppelte Hysterese bedaten müssen.
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Offline willybauss

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Hast Du auch an die Asymmetrie der Hysterese (P29) gedacht?
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Hast Du auch an die Asymmetrie der Hysterese (P29) gedacht?
Verstehe nicht, wie die da eingehen sollte?
Das eine ist die Hysterese für die positive Soll-Ist-Abweichung im Heizbetrieb, die von der Aysmmetrie beeinflusst wird.

Ich spreche aber von der Umschaltung zwischen Sommer- und Winterbetrieb, die eine eigene Hysterese hat. Dabei wird die Asymmetrie der Heizhysterese nicht berücksichtigt.

Und selbst wenn, die Asymmetrie ist bei mir mittlerweile auch 1, d.h. ich würde erwarten, dass der Winterbetrieb beim Unterschreiten von p49-p50 und der Sommerbetrieb beim Überschreiten von p49+p50 startet.
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ah sorry, da hatte ich nicht genügend nachgedacht.
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Es sollte schon einen Modus geben, in dem kühlen erlaubt, aber heizen verboten ist. Die Idee ist ja, dass z.B. in einer kühlen Sommernacht endlich mal das Haus abkühlen kann, ohne dass es versehentlich von der anspringenden Heizung gleich wieder aufgeheizt wird.
Mein Verdacht, dass das NICHT so ist, erhärtet sich...
Beispielsweise ist die HC1-Solltemperatur im Sommermodus und "Automatik" heute Früh bei gut 30°C gewesen. Nach Umschaltung auf "WW-Betrieb" steht die HC1-Solltemperatur auf 8°C.
Zwar wird die Ein-/Ausschaltbedingung für die aktive Kühlung von der Raumtemperatur am Bedienteil und nicht von der Heizkreistemperatur beeinflusst, aber die Sollwertermittlung für den Verdichterlauf muss in irgendeiner Weise ja wieder aus der Heizkreistemperatur erfolgen. Wenn die Solltemperatur "im Wald steht", kann das nicht funktionieren.
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Offline willybauss

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Meine Anlage hatte in letzter Zeit immer häufiger "vergessen", am Ende der WW-Bereitung die überschüssige Wärme durch kurzes einschalten der Heizkreispumpe abzutransportieren. Statt dessen lief die WW-Pumpe weiter, wodurch das WW schnell auskühlte und wieder nachgeheizt werden musste, sh. Bild.

Ich habe heute mal die Anlage für 1 Minute stromlos gemacht. Dadurch hat sie sich offensichtlich erholt.

Gab es nicht schon mal Jemanden mit diesem Problem? Kann mich nicht mehr genau erinnern.
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Offline friesenjung

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Hallo Willy,

meintest Du zufällig das?
(siehe Screenshot)
https://forum.fhem.de/index.php/topic,33452.msg467574.html#msg467574

VG...
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Mal ein Sommerthema:
Passivkühlung vs. Sommerkassette

Welche Einstellung von p75 habt ihr?

Ich habe in den letzten Tagen bei zunehmend sommerlichen Temperaturen mal mit den einzelnen Werten gespielt bzw. versucht die Auswirkung auf die (Zuluft-) Temperaturen herauszufinden.

Mit der Einstellung 4 (Sommerkassette, die sich natürlich auch bei eingebautem Wärmetauscher wählen lässt) schaltet sich die Lüftung ab, sobald die Aussentemperatur über die Innentemperatur steigt. Eingeschaltet wird abhängig von der Aussentemperatur entweder gleich wieder beim Unterschreiten der Innentemperatur oder erst, wenn die Aussentemperatur mehr als 3K unterhalb der Innentemperatur liegt.
Gestern war damit beispielsweise von 08:45 bis 20:15 die Lüftung aus.
Nach dem Einschalten am Abend bleibt die Zulufttemperatur ("LBE-Eintritt" in meinen Plots = LWZ-Austritt) bei verbautem Wärmetauscher praktisch konstant auf dem Niveau der Innentemperatur. Eine Abkühlung ist so also nicht zu erreichen, was aber auch keine Überraschung ist.

Mit der Einstellung 2 (Zulüften, d.h. Abluft wird abgeschaltet, Zuluft erhöht) sinkt die Zulufttemperatur bereits nach 5min praktisch auf Aussentemperatur, weil durch den fehlenden Abluftstrom der Wärmetauscher nicht mehr arbeitet.
Ob und wann die kühle Luft auch bei den Auslassventilen ankommt, habe ich noch nicht untersucht. Meine Vermutung ist, dass der Aufwärmeffekt durch grossteils in den Betondecken verlegte Lüftungsrohre nicht zu vernachlässigen ist, d.h. es lange dauert, bis die kühle Luft in den Räumen ankommt.

Bei Einstellung 0 (d.h. keine temperaturabhängige Änderung der Lüftungseinstellung) steigt die Zulufttemperatur bei verbautem Wärmetauscher trotz hoher Aussentemperaturen aber auch nicht über die Innentemperatur, weil der Wärmetauscher dann natürlich als Kühler funktioniert.

Damit ergeben sich für mich mehrere Konsequenzen/Erkenntnisse:
Mit Sommerkassette hätte ich im Sommer erst abends Frischluft; an wirklich warmen Tagen nie, weil die Aussentemperatur dann 3K unter Innentemperatur sein muss, bevor die Lüftung eingeschaltet wird.
Die Lüftung stellt bei eingebautem Wärmetauscher keine Aufheizquelle dar, da durch den Wärmetauscher die Zuluft auf Innentemperatur abgekühlt wird.
Sommerkassette ist also nur dann hilfreich, wenn man keine Fenster aufmachen kann/möchte, um kühle Aussenluft zu bekommen.

Unschlüssig bin ich, ob zur "Passivkühlung mit geöffneten Fenstern" die Stellung 1 oder 2 zu bevorzugen ist.
Stellung 1 hat den Vorteil, dass die kühle Luft durch die Fenster der Zulufträume eingesaugt wird und auch zu den Ablufträumen transportiert wird. Allerdings bekommen Zulufträume ohne (geöffnete) Fenster gar keine Frischluft mehr.
Stellung 2 hat den Vorteil, dass auch geschlossene Räume mit kühler Frischluft versorgt werden. Nachteilig ist umgekehrt, dass die Ablufträume keinen Luftwechsel mehr erfahren.

Ich selbst schlafe ausschliesslich bei geschlossenem Fenster, weil ich recht geräuschempfindlich bin.
Auch meine kleine Tochter, die den Raum hat, der im Sommer am Ehesten überhitzt, möchte ich nicht bei offenem Fenster schlafen lassen, weil man sagt kleine Kinder sind sehr Zugluft-empfindlich.
Dauerhaft Stellung 1 ist daher keine Option, aber ein Wechseln im Laufe des Abends oder der Nacht wäre bei entsprechender Automatisierung natürlich denkbar.


Ich bin ja bestimmt nicht der Erste, der sich darüber Gedanken macht. Wie geht ihr mit der Situation um?


PS: Bei der Gelegenheit ist mir der nächste Bug (bzw. zumindest Code/Doku-Mismatch) in der Steuerungs-Software aufgefallen:
Lt. Installationsanleitung wird die Leistung des Zuluft- (bzw. Abluft-) Lüfters bei Stellung 1 oder 2 um 20% erhöht, der jeweils andere Lüfter abgeschaltet. Bei meinen Versuchen wurde die Sollluftmenge dagegen von 120m³ auf 200m³ erhöht. Ein Zusammenhang zu den Lüftungsstufen besteht nicht, weil diese sind bei mir auf 120, 180 und 240m³ bedatet.
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Offline friesenjung

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Hi, also das mit der Passivkühlung ist bei mir auch ein Thema.

Im ersten Sommer habe ich den Wärmetauscher gegen die Sommerkassette getauscht und versucht mit der Einstellung 4 zurechtzukommen. Leider kann das bei mir nur bedingt gut klappen, da ich kein Bedienteil, ergo auch keine Innentemperaturmessung über die THZ habe. Das hatte zur Folge, dass die Lüftung sich oft zu spät ein oder ausschaltete. Aber auch als die Lüftung dann nachts mal ansprang, habe ich so gut wie keine Abkühlung gespürt, da die kühle Luft ja auch über die Zuluftleitungen kommt und sich dabei wohl wieder im Boden aufheizt. Aus meiner Sicht bringt der Einbau der Sommerkassette nichts bzw. ist unnötiger Aufwandt.

Mit Einstellung 2 (Zulüften) habe ich dann auch kaum experimentiert, da es ähnliche Effekte hat wie Einstellung 4 (Zuluft erwärmt sich im Boden).

Was ich bis jetzt am wirkungsvollsten fand ist Einstellung 1 (Ablüften). Hier wurden die Schlafräume mit kühler Außenluft durchströmt, was man auch am nächsten Morgen merken konnte.

Aber auch hier ist es ohne Bedienteil (Innentemperaturmessung) recht schwierig die Passivkühlung dann einzuschalten, wenn ich Sie brauche. Da bin ich mir noch unklar, wie ich das automatisieren kann. Vielleicht habt Ihr da ja noch Ideen...

Mein Fazit bis jetzt:
- Einbau Sommerkassette lohnt nicht
- dann lieber die Lüftung tagsüber durch Fhem ausschalten und abends die Fenster öffnen und die Passivkühlung (2 - Ablüften) einschalten. (Nur bekomme ich es momentan kaum hin das Passivkühlen dann zu aktivieren, wenn ich es möchte)
- die Freigabe für die Passivkühlung könnte ich mir auch mittels Fensterkontakte und Fhem vorstellen

VG...
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Offline willybauss

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Hallo Willy,

meintest Du zufällig das?
(siehe Screenshot)
https://forum.fhem.de/index.php/topic,33452.msg467574.html#msg467574

VG...
Nein, ist definitiv was anderes. Bei mir ist es am Ende der WW-Bereitung (davon sehe ich in deinem Bild nichts), und der kurze Impuls der HK-Pumpe am Ende der WW-Bereitung fehlt  (davon sehe ich bei Dir ebenfalls nichts).
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Offline willybauss

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betr. Sommerlüftung:

im Prinzip habt ihr alles gesagt, war auch alles richtig.

Die Sommerkassette habe ich ebenfalls nicht, weil dann tagsüber lüften tabu wäre.

Normalerweise habe ich Version 1, da dann die Außenluft direkt, nicht vorgeheizt, in die Räume gelangt. Die Räume, in denen das Fenster zu ist, kann ich ertragen. Ich schlafe normal bei offenem Fenster, d.h. ich muss mir einen Automatismus bauen, der automatisch auf Version 2 wechselt, sobald ich (wegen Lärm draußen) das Fenster schließe. Sonst bekäme ich gar keine Luft mehr rein. Die Fenster habe ich bereits im Rohbau mit unsichtbar eingebauten Reedkontakten ausgestattet, die ich über die GPIOs des Raspi abfragen will.

Egal ob Version 1 oder 2 (4 gibts bei meiner Anlage nicht): die Katzenklappe ist gut belüftet, wenn man versehentlich alle Fenster zu hat  ;D.

Wenn das Display im Wohnzimmer fehlt, dann wirds eher schwierig, da die Anlage nur ihr eigenes Display zur Auswertung und Entscheidung des Betriebszustandes nimmt. Man kann natürlich andere Funkthermometer nehmen und die Passivkühlung nachimplementieren, indem man direkt die Zu- und Ablüfterdrehzahlen ansteuert - was aber eigentlich nicht im Sinne des Erfinders ist.

Das mit den 20% muss kein Bug sein. Ich habe mich da auch schon gewundert. Inzwischen glaube ich, dass die 20% nur mißverständlich formuliert sind. Wenn die Lüfter initial mit 25% laufen, dann geht der eine auf 0, der andere auf 45%. Das sind 20% mehr als vorher - wenn man die %-Rechnung "alternativ" interpretiert.
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Offline TheTrumpeter

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Wenn das Display im Wohnzimmer fehlt, dann wirds eher schwierig, da die Anlage nur ihr eigenes Display zur Auswertung und Entscheidung des Betriebszustandes nimmt. Man kann natürlich andere Funkthermometer nehmen und die Passivkühlung nachimplementieren, indem man direkt die Zu- und Ablüfterdrehzahlen ansteuert - was aber eigentlich nicht im Sinne des Erfinders ist.
Da muss ich widersprechen.

In der Installationsanleitung steht, dass für die Auswertung der Temperaturen die Soll-HK1-Temperatur verwendet und nur bei Vorhandensein eines Raumbedienteils die Temperatur vom Raumbedienteil genommen wird.
Man könnte also nur mit der Solltemperatur arbeiten oder diese mit einer (gefilterten) Innentemperatur eines "Fremd-Sensors" mittels FHEM nachführen, wenn die Abweichung zu gross wird.

Wie meinst Du die Drehzahlen "direkt nachführen"? Mit den Einstellmöglichkeiten im Fachmann-Menü?
Rein über die Lüftungs-Parameter ist es nämlich nicht möglich. Da kann man keine Luftwechselraten < 80m³/h einstellen. Man könnte also nur Zuluft auf 80m³ und Abluft auf z.B. 200m³ stellen.
Das habe ich übrigens letzten Sommer ausprobiert. Diese Parameter habe ich als Lüftungsstufe 3 programmiert und händisch auf ebendiese gestellt, wenn es draussen kühl war. So habe ich (warme) Frischluft in die geschlossenen Räume und kühle Frischluft in die übrigen Räume bekommen.

Das mit den 20% muss kein Bug sein. Ich habe mich da auch schon gewundert. Inzwischen glaube ich, dass die 20% nur mißverständlich formuliert sind. Wenn die Lüfter initial mit 25% laufen, dann geht der eine auf 0, der andere auf 45%. Das sind 20% mehr als vorher - wenn man die %-Rechnung "alternativ" interpretiert.
Da wäre ich nie drauf gekommen, aber es stimmt tatsächlich.
Meine 120m³/h sind 30% (outputVentilatorPower: 30 inputVentilatorPower: 30). Nach Aktivierung von p75=2 sind es dann 50% (outputVentilatorPower: 0 inputVentilatorPower: 50).

Das hatte zur Folge, dass die Lüftung sich oft zu spät ein oder ausschaltete.
Siehe mein Vorschlag oben mit dem "Nachführen" der Solltemperatur. Das müsste klappen.

Aber auch als die Lüftung dann nachts mal ansprang, habe ich so gut wie keine Abkühlung gespürt, da die kühle Luft ja auch über die Zuluftleitungen kommt und sich dabei wohl wieder im Boden aufheizt.
Hast Du die Austrittstemperatur an einem Ventil mal gemessen oder ist das eine rein subjektive Beobachtung?
Wenn Du gemessen hast, spar' ich mir das; ansonsten werde ich in den nächsten Tagen mal einen Datenlogger in eines der Zuluftventile hängen und schauen, wie sich die Austrittstemperatur verändert.

Aus meiner Sicht bringt der Einbau der Sommerkassette nichts bzw. ist unnötiger Aufwandt.
Vor allem wäre es mir auf Dauer zu gefährlich, weil die Führungsschlitze im Styropor der LWZ nicht zum regelmässigen Aus- und Einbauen des Wärmetauschers geeignet scheinen. Darum nehme ich den beim Reinigen des Filters dahinter auch nicht mehr ganz raus, sondern ziehe ihn nur so weit wie nötig hervor.

Was ich bis jetzt am wirkungsvollsten fand ist Einstellung 1 (Ablüften). Hier wurden die Schlafräume mit kühler Außenluft durchströmt, was man auch am nächsten Morgen merken konnte.

Aber auch hier ist es ohne Bedienteil (Innentemperaturmessung) recht schwierig die Passivkühlung dann einzuschalten, wenn ich Sie brauche. Da bin ich mir noch unklar, wie ich das automatisieren kann. Vielleicht habt Ihr da ja noch Ideen...
Siehe oben ;-)

- dann lieber die Lüftung tagsüber durch Fhem ausschalten
Ist lt. meiner Aufzeichnung nicht nötig, zumindest nicht, soweit ich anhand der geringen Datenlage sehen kann.

(Nur bekomme ich es momentan kaum hin das Passivkühlen dann zu aktivieren, wenn ich es möchte)
Wenn ich so drüber nachdenke, ist für ein Aktivieren der Passivkühlung "wenn ich es gerade möchte" sogar von Vorteil, wenn kein Raumbedienteil vorhanden ist. Dann kannst Du nämlich die Solltemperatur so hoch drehen wie nötig, um die Freigabe zu erhalten. Nachteil sind natürlich die EEPROM-Schreibzyklen dadurch. Aber mit Raumbedienteil hat man gar keine Chance manuell einzugreifen.


Was mir übrigens auch aufgefallen ist:
Wenn Warmwasser bereitet wird, steigt die Zulufttemperatur recht stark an, siehe beispielsweise Plot von heute Nachmittag.  (Die WW-Bereitung startet um 15:30.) Offenbar besteht da ein direkter Zusammenhang zur Vorlauftemperatur, denn im Heizbetrieb ist die Auswirkung bei Weitem nicht so stark.



NACHTRAG: Vermutlich gibt's auch ein Bit in einem der Readings, das anzeigt wenn die Passivkühlung freigegeben ist. Hat das schon jemand gefunden?
Für etwaige Automatisierung (oder Hinweise zum Öffnen der Fenster) wäre das hilfreich.
« Letzte Änderung: 18 Mai 2017, 21:39:42 von TheTrumpeter »
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Offline immi

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Ich verwende nicht  Sommerkassette und sehr selten Passivkühlung.
Ich verwende immer weniger Passivkühlung, denn Ich habe den Eindruck, dass mit Passivkühlung (1) die Luftfeuchtigkeit  stark steigt. Und in Sommer stört mich mehr hohe Luftfeuchtigkeit als hohe Temperature.

Optimal (wenn ich den ganze sommer zu hause sein sollte) wäre zu installieren ein mini Klimaanlage für 500€ in der Treppe in Verbindung mit dem THZ-umluft.
Die Klimaanlage müsste bei mir maximal 30min/tag laufen.
aber immerhin finde in urlaub fahren besser   :)

z.b
https://www.real.de/product/317076981/?kwd=&source=pla&id_unit=381852528184&gclid=CjwKEAjwjPXIBRDhwICRg-DbgHISJADP6QXp8Cgo5tk-s6QTErv0-7dQ5CDeTe6RYiLncStX31ew1RoC0onw_wcB

Zitat
NACHTRAG: Vermutlich gibt's auch ein Bit in einem der Readings, das anzeigt wenn die Passivkühlung freigegeben ist.
It is very plausible that you find it in one register, and that you can set it via fhem. You just have to find the register
immi