Autor Thema: HM-Rollladenaktor direkt an 24V (für z.B. VELUX-Rollläden)  (Gelesen 5659 mal)

Offline Tobias

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Antw:HM-Rollladenaktor direkt an 24V (für z.B. VELUX-Rollläden)
« Antwort #15 am: 13 April 2016, 12:44:56 »
Hi,
mein Projekt wird jetzt konkreter, suche noch nach Möglichkeiten am Homematic Rolladenaktor nichts löten  zu müssen.

Gibt es ein Relais das 3 Eingänge hat? COM1 - NULL - COM2
Verhalten sollte so sein?
Liegt Strom an COM1 an, so wird Ausgang 1-2 verbunden, liegt Strom an COM2 an, so wird Ausgang 1-3 verbunden. Liegt weder an COM1 noch an COM2 Strom an, so Wird Ausgang 1 mit keinem witeren Ausgang verbunden.

Damit wäre möglich, das COM1/COM2 mit 230V zu speisen, an den Ausgang 1 aber 24VDC anzulegen
FHEM auf ASRock J3455-ITX im 19" Rack mit Homematic, MAX, PCA301, Panstamp-Sensoren, RPi mit 2x 1wire, RPi mit Text2Speech.
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Offline misux

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Antw:HM-Rollladenaktor direkt an 24V (für z.B. VELUX-Rollläden)
« Antwort #16 am: 15 Mai 2018, 21:25:32 »
Hi!

Kann man das auch auf 12V umbauen oder geht das nur mit 24V?
Mein Rollo braucht 12V deshalb frage ich...

Falls ja, benötige ich bestimmt nur 12V relais und vielleicht einen anderen Widerstand?

Vielen Dank!


Dazu braucht es lediglich einen zusätzlichen Widerstand von 300R, 1/2W (bzw. 2x150R, 1/4W) im Aktor (HM-LC-Bl1PBU-FM), wie in den Bildern zu sehen. Dazu dann noch ein 2x Um-Relais für die Polwendung bei Gleichstrommotor. Das Ganze passt dann bei mir, wie zu sehen, in eine tiefe (60er) Up-Dose, allerdings ohne Netzteil. Hat dann allerdings ca. 1W Standby-Leistungsaufnahme (statt 0.5W an 230V).

Nachtrag:
Achtung: Das Ganze darf dann nur noch am 24V-Netzteil betrieben werden, nicht mehr an 230V!!!
Zusätzlich bei neueren Velux-Motoren nicht mehrere an einem Netzteil bereiben und nie an der orginalen Steuerung von Velux (d.h. nur jungfräuliche Motoren). Die Dinger stellen sich sonst eventuell auf Bussteuerung um und fahren dann nicht mehr einfach bei Spannungswendung, was wohl auch nicht rückzusetzen ist.

Offline Pfriemler

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Antw:HM-Rollladenaktor direkt an 24V (für z.B. VELUX-Rollläden)
« Antwort #17 am: 15 Mai 2018, 23:15:35 »
Das sollte auch mit 12 V gehen.
Hier würde ich R20 ganz entfernen und statt des vorgeschlagenen 300-Ohm-Widerstandes einen deutlich kleineren nehmen, 10 vielleicht, als Sicherheit für die Zenerdiode D24.

In der oben vorgeschlagenen Skizze wird ein Relais verwendet, das in der anderen Fahrtrichtung die Polarität wechselt. Der 12-V-Motor darf nicht mehr als 60 Watt Leistung haben, weil sonst Sicherung und Relais des HM-Aktors überlastet werden. Besser wäre dann vielleicht doch eine Schaltung mit zwei Relais mit 1xUM in H-Schaltung. Die 12-V-Motore müssen aber dann Kurzschluss vertragen (als Bremse). Meist kein Problem.
Die Ausgänge schalten dann jeweils ein Relais direkt ein. Die beiden "Enden" eines Relais-Umschaltes kommen jeweils an + und -, zwischen die Mittelkontakte wird dann der Motor gesetzt. Da jeweils das eine oder das andere Relais anzieht, wird der Motor dann unterschiedlich durchflossen.
« Letzte Änderung: 15 Mai 2018, 23:18:13 von Pfriemler »
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Offline misux

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« Antwort #18 am: 16 Mai 2018, 11:30:35 »
Das sollte auch mit 12 V gehen.
Hier würde ich R20 ganz entfernen und statt des vorgeschlagenen 300-Ohm-Widerstandes einen deutlich kleineren nehmen, 10 vielleicht, als Sicherheit für die Zenerdiode D24.

Aber ich brauch natürlich 12V Relais, richtig? Der Motor braucht keine 20Watt... das sollte passsen.

Vielen Dank!

Offline habichthugo

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« Antwort #19 am: 16 Mai 2018, 12:08:33 »
Das sollte auch mit 12 V gehen.
Hier würde ich R20 ganz entfernen und statt des vorgeschlagenen 300-Ohm-Widerstandes einen deutlich kleineren nehmen, 10 vielleicht, als Sicherheit für die Zenerdiode D24.
Ja, 10R (als Einschaltstrombegrenzung ~ 1,2A) sollte passen. D24 würde ich entfernen (zur Stabilisierung nicht mehr nötig, zieht aber eventuell unnütz Strom bis zum abrauchen). R20, D23 und L21 gehören eigentlich auch raus, dann ist das Schaltnetzteil komplett totgelegt. Keine Ahnung, was das sonst treibt.
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Offline Pfriemler

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« Antwort #20 am: 16 Mai 2018, 16:59:53 »
D24 würde ich entfernen (zur Stabilisierung nicht mehr nötig, zieht aber eventuell unnütz Strom bis zum abrauchen).
R20, D23 und L21 gehören eigentlich auch raus, dann ist das Schaltnetzteil komplett totgelegt. Keine Ahnung, was das sonst treibt.

D24 würde ich eben gerade nicht entfernen, stattdessen die Brücke aus dem 10R und einer oder zwei Dioden in Reihe bauen und sicherstellen, dass das Netzteil nicht zuviel Spannung liefert. Sonst grillt es tatsächlich die D24, die als "Vorstabilisierung" aber vielleicht ganz nützlich sein könnte, zumal wenn außerhalb Motoren geschaltet werden, die gerne auch mal ein paar Spikes generieren. Diese Filterfunktion hat sonst das Schaltnetzteil. Das mäandert im übrigen ein bisschen sinnlos vor sich hin und verbraucht unsignifikant sinnlos Strom. R20 sollte in jedem Fall aber raus.
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« Antwort #21 am: 01 Juni 2018, 16:51:31 »
Danke schon mal! Heute beginnt der Umbau...

Eine Frage noch.... wie lege ich denn die obere und untere Endposition fest? Irgend finde ich nirgends eine info darüber ... oder wird das nur über die Fahrzeit geregelt?

Gruß

Offline habichthugo

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« Antwort #22 am: 01 Juni 2018, 17:30:23 »
Eine Frage noch.... wie lege ich denn die obere und untere Endposition fest? Irgend finde ich nirgends eine info darüber ... oder wird das nur über die Fahrzeit geregelt?
Den HM-Aktoren sind die Endpunkte des Motors schnurz. Die Fahrzeiten sollten knapp, aber etwas länger als tatsächlich nötig eingestellt werden, damit z.B. das Anfahren von 50% halbwegs stimmt und der Rolladen auch sicher ganz öffnet oder schliesst.
Bei meinem Velux-Motor konnte ich gar keine Endpunkte einstellen. Der hört automatisch auf, wenn er zu viel Kraft/Moment braucht und läuft dann noch mal kurz in die Gegenrichtung, um den Behang zu entspannen. Das Anlaufen braucht bei mir nach anlegen der Spannung auch erst mal 2..3 Sekunden. Ich nehme an, er wartet da erst mal, ober er nicht ein Signal vom eventuell vorhandenen, digitalen Steuergerät bekommt. Jedenfalls muss ich die Fahrzeiten am HM einige Sekunden länger als die tatsächliche Fahrzeit einstellen. Bei meinen 'normalen' (230V-)Motoren (mit Endpunkteinstellung) braucht das nicht so viel zu sein.
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« Antwort #23 am: 01 Juni 2018, 18:41:07 »
Hmmm... okay... das könnte ein Problem werden bei meiner Rollo...Dazu aber gleich mehr..

Wenn du erlaubst: In deiner Zeichnung sind 1 und 2 Vertauscht... Wenn man es so anschliest wird das Relais nicht versorgt... bei mir jedenfalls nicht. Habe mich nach deinem Relais gerichtet, auch wenn man es nicht sehr gut erkennen kann, hat es so geklappt.

Nun zu meinem Problem:

ich werde ein FunkInnenrollo umbauen indem ich die Funkelektronik rausschmeiße und direkt den Motor anzapfe. Leider lässt sich das rollo nicht im Fhem einbinden, deshalb dieser Aufwand...

Wenn ich jetzt keine Endpunkte einstellen kann ist das nicht so gut weil sobald der Funkschalter das Rollo schon unten hat und man drückt nochmal "runter" fährt es weiter um ca 1sek und das jedesmal wenn ich drücke bis das Rollo abgewickelt ist weil es ja keinen Widerstand bietet... Beim Aufwickeln das gleiche.. bis er sich um sich selbst wickelt  :-\

Hmmm... gibt es keine Möglichkeit dem Funkaktor zu sagen das er wenn er seine Zeiten "hoch oder runter" erreicht hat NICHT weiter hoch oder runter soll wenn man den Knopf drückt?

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« Antwort #24 am: 01 Juni 2018, 18:56:27 »
Meine Meinung: Lieber hätte ich das Funkrollo per systemeigener Funkfernbedienung und HM-Interface angeflanscht und das Modul ROLLO oder was eigenes benutzt. Eine Art Endlagenschalter muss ansonsten schon her. Vermutlich wird das im Original über Positionszählung gemacht (Schrittmotor oder Lichtschranke oder sowas). Denn die Aktoren von HM setzen schon vom Konzept her darauf.

.. gibt es keine Möglichkeit dem Funkaktor zu sagen das er wenn er seine Zeiten "hoch oder runter" erreicht hat NICHT weiter hoch oder runter soll wenn man den Knopf drückt?
Bin ich aktuell überfragt. An sich geht sehr vieles per Registermanipulation. Normalerweise braucht man das, um gerade bei vielen kurzen Fahrten mit einer eventuellen Anfahrverzögerung die automatisch nicht angefahrene Endlage (bleibt vorher stehen) doch noch zu erreichen. Ich kenne das von meiner Markise. Bei der ist übrigens inzwischen die motoreigene Endabschaltung ausgefallen, aber die 2 Sekunden Blockade überlebt der Motor auch so. Mit der originalen Ansteuerung hätte ich ein größeres Problem gehabt.
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« Antwort #25 am: 01 Juni 2018, 19:06:23 »
Meine Meinung: Lieber hätte ich das Funkrollo per systemeigener Funkfernbedienung und HM-Interface angeflanscht und das Modul ROLLO oder was eigenes benutzt.

Wie meinst du das genau? Ich habe ein SIRO ERB Rollo aber leider eins was im FHEM nicht implementiert ist und das ist mein Problem... HAtte auch schon Byte09 angeschrieben aber leider hat er keine Zeit mein Rollo einzubinden..


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« Antwort #26 am: 02 Juni 2018, 08:04:54 »
... habe ein SIRO ERB Rollo aber leider eins was im FHEM nicht implementiert ist...
Das wäre natürlich das Optimum. Aber hier haben schon viele originale Fernbedienungen "geopfert", um sie zu öffnen und andere Aktoren anzuschließen, die diese Fernbedienung dann sozusagen fernbedienen. Dann bleibt die gesamte Motorlogik inkl. Endlagenabschaltung vollständig vorhanden. Wenn man sich eine zusätzliche Fernbedienung besorgt kann man die parallel verwenden (vorausgesetzt es werden mehrere FB unterstützt, was aber eigentlich die Regel ist).
Das leider nicht mehr weiterentwickelte Modul ROLLO gestattet dann eine Positionssteuerung ähnlich wie bei HM durch zeitgesteuerte Funkbefehle - welche zum Starten und Stoppen auszusenden sind, kann konfiguriert werden. Ist aber optional, kann man oft auch mit eigenen Funktionen übersichtlicher lösen.
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« Antwort #27 am: 02 Juni 2018, 10:23:59 »
Wie meinst du das genau? Ich habe ein SIRO ERB Rollo aber leider eins was im FHEM nicht implementiert ist und das ist mein Problem... HAtte auch schon Byte09 angeschrieben aber leider hat er keine Zeit mein Rollo einzubinden..
Na du baust dir eine via FHEM steuerbare Logik an die orginale (Zweit-) Fernbedienung, also irgendetwas, was dir die Tasten 'drückt' (nicht mechanisch, also z.B. parallel geschalteter Transistor an beispielsweise Raspi-Port). Da gibt es 1000 Möglichkeiten, je nach deinen Gegebenheiten. Wie sieht den deine Gesamtkonstellation im Detail aus? Oder ist eventuell sogar der Tausch des Rohrmotors gegen einen anderen, der sich besser einbinden lässt, einfacher?
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« Antwort #28 am: 03 Juni 2018, 21:28:02 »
ok, habe verstanden... so wird das nix und ist sehr unzufriedenstellend...

Habe mir soeben einen RolladenMotor 12VDC bestellt, ohne Funk oder sonstigem... Nur mit einstellbaren Endpunkten. Diesen werde ich dann erst ganz einfach mit 12VDC runter und rauf fahren lassen, die endpunkte festlegen und dann über den umgebauten HM-RolladenAktor steuern.

Vielen Dank für eure Tipps und Hilfe!

 

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