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KM271 / Logamatic 2017 - neue Sollwerte schreiben

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bugster_de:
Hi,

ich habe nun seit ein paar Wochen das KM271 installiert und somit meine Logamatic 2107 in FHEM drin. Momentan ist das alles erst mal nur lesend und FHEM verstellt keine Sollwerte. Erste Optimierungspotentiale habe ich auch schon entdeckt und umgesetzt.

Nun würde ich gerne zwei weitere Potentiale ausschöpfen:
- die Warmwasser Solltemperatur möchte ich einmal pro Woche kurz hoch setzen und damit die fehlende Anti-Legionellen Funktion nachrüsten. Sprich WW-Solltemp. z.B. im Normalbetrieb auf 50 Grad stellen aber z.B. einmal pro Woche für 1h auf 65 Grad, um etwaigen Legionellen den Garaus zu machen
- FHEM weiß bei mir heute schon sehr genau, wann jemand zu Hause ist. Deshalb möchte ich damit gerne die Zirkulationspumpe steuern, da diese den größten Effekt auf die Brennerlaufzeit hat. Eine geringe Zirkulationszeit pro Stunde hat aber Nachteile im Warmwasserkomfort; eine hohe Zirkulationszeit bedeutet, dass  der Brenner öfter anspringt. Wenn also jemand zu Hause ist, dann soll die Zirkulationspumpe oft laufen (Komfort-Vorteil). Wenn niemand zu Hause ist, dann soll sie nicht oft laufen (Verbrauchsvorteil)

Meine Frage daher: hat jemand lngfrist Erfahrungen mit der Logamatic und dauerndem verstellen der Sollwerte? Ich habe Bedenken, dass ich damit das ROM in der Logamatic zerschieße, weil ich einfach zu oft neue Werte schreibe.

Danke !

CQuadrat:
Hallo,

ich benutze seit ca. 1,5 Jahren das Modul für Deine beschriebenen Einsatzzwecke:
* Steuerung der Zirkulationspumpe je nach An-, Abwesenheit und Uhrzeit
* Steuerung der Warmwassersolltemperatur je nach An-, Abwesenheit und Uhrzeit
* Anti-Legionellen-Schaltung (wobei ich bezweifle, dass das bei einer normalen Nutzung im Einfamilienhaus notwendig ist)
Zusätzlich regele ich während der Heizperiode noch den Tages- bzw. Nachtbetrieb. Auf Nachtbetrieb schalte ich, wenn der Heizbedarf unter eine gewisse Schwelle sinkt. Der Heizbedarf wird dabei über den Öffnungsgrad aller Thermostate (Homematic RTs) ermittelt. Dies hat sehr viel Energie eingespart, da ich beobachten konnte, dass bei sehr geringem Heizbedarf (Ventile sind nur schwach offen) der Wärmeverlust im ganzen Heizkreislauf überproportional hoch ist.

Dass am ROM der Logamatic ein Schaden entstehen könnte, daran habe ich noch gar nicht gedacht :-\.
Wäre da aber auch an euren Meinungen interessiert.


Viele Grüße

Christoph

rudolfkoenig:
Ich verstelle den Warmwasser Sollwert seit (gefuehlt) zwei Jahren Werktags zweimal, bisher ohne merkbaren Probleme.

bugster_de:
Hey,

wow, das ging ja schnell. Danke für die Antworten. Dann setze ich mich heute abend gleich mal hin und tackere ein paar at ins FHEM

CQuadrat:
Da ihr beiden auch die Logamatic nutzt, habe ich mal an euch eine Frage bezüglich der technischen Umsetzung bei eurer Heizungsanlage:

Bei mir ist der Temperaturfühler für die Warmwasser-Ist-Temperatur unmittelbar am Anschluss des Warmwasservorlaufes angebracht. Dies hat zur Folge, dass die Warmwasser-Ist-Temperatur nur korrekt gemessen werden kann, wann das Warmwasser zirkuliert (oder  im Vorlauf zu einer Abnahmestelle fließt).
Ich konnte schon mehrfach beobachten, wenn die Ladepumpe läuft (Warmwasser wird erwärmt) und die Zirkulationspumpe (zunächst noch) aus ist, dass dann die Aufheizung des Warmwassers stark übersteuert: der Vorlauf außerhalb des Boilers ist halt noch kalt. Springt dann irgendwann die Zirkulationspumpe an (bei mir reicht 2 mal die Stunde), geht die gemessene Warmwasser-Ist-Temperatur sofort weit über die Warmwasser-Soll-Temperatur hinaus.

Als Folge davon kommt für mich eigentlich eine Erzeugung von Warmwasser ohne Zirkulation nicht in Frage. Ich bin leider unterwegs, sonst könnte ich mal einen Graph anhängen, bei dem man das sehr schön sieht.

Wie ist denn das bei euch? Sollte ich meinen Monteur kommen lassen?


Danke und Gruß

Christoph

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