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Über Sinn und Unsinn der Hausautomation - Mein Projekt (Tagebuch)

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Benni:

--- Zitat von: visionsurfer am 13 März 2017, 09:00:21 ---Ich hab nichts zu verbergen.

--- Ende Zitat ---

https://netzpolitik.org/2015/edward-snowden-ueber-ich-hab-nichts-zu-verbergen/

FranzB94:
Hi!

--- Zitat von: visionsurfer am 13 März 2017, 09:00:21 ---... unser Mirco vom Smartphone ...

--- Ende Zitat ---

Dann schau doch mal nach, ob dein Hund vom BND gesponsert wird.  8)

Thyraz:
Sehr schöner Thread. :)

Ich erkenne mich durchaus darin wieder...
Gehe in den nächsten Jahren auch stramm auf die 40er zu und bin seit einem Jahr kräftig am Wohnung automatisieren.

Die Vergangenheit ist auch geprägt von viel PC Affinität.
Habe leider auch zu viel Zeit damit verbracht "nur" Anwender zu sein.
Hat etwas gedauert, bis ich erkannt habe, dass der PC nicht zum Selbstzweck werden sollte. (Dinge wie die Suche nach dem perfekten System mit selbst compiliertem Gentoo usw. erscheinen im Nachhinein doch wie ziemliche Zeitverschwendung. ;))

Durch die Vorliebe für allerlei technische Gadgets bin ich dann aber irgendwann doch bei der Programmierung gelandet.
Habe einige Jahre als Nebengewerbe iOS Entwicklung betrieben und habe hier neben der Programmierung auch viel Zeit reingesteckt mir Können in Interface- / Icondesign anzueignen.

Das lief auch wirklich gut, aber dann kam Hochzeit planen, Kind und Wohnungsbau. ;)
Wirklich viel Zeit für größere Projekte neben dem eigentliche Job war da einfach nicht mehr drin.

Das Thema SmartHome begann dann hauptsächlich mit der Planung nach dem Wohnungskauf.
Bei uns war der Bau sogar noch im Stadium "grüne Wiese", womit mir auch recht viel Zeit blieb.

Der Elektriker war bei uns durch den Bauträger gewählt und auch dieser hatte von SmartHome nicht wirklich Ahnung.
Diese Tatsache und die Kosten haben mich von KNX ferngehalten.
Ich hatte einfach nicht das Gefühl, das richtig planen zu können ohne einen erfahrenen Elektriker der hier unterstützt hätte.
Auch wusste ich noch nicht so recht was sich alles automatisieren lässt und wie das in der Zukunft aussieht.

Habe mich dann darauf beschränkt überall Netzwerk und in alle Zimmer Fernsehkabel legen zu lassen.
Rollläden alle schon elektrisch gewählt, aber mit einfachen auf/ab Tastern statt Steuerungen.
Zusätzlich recht viel Steckdosen gesetzt und bei den Lampen statt Wechsel- / Kreuzschaltungen alles als Taster + Stromstoßrelais im Verteilerkasten ausführen lassen.
Dem Elektriker zusätzlich noch gesagt, dass alle Schalterdosen einen L- und N-Leiter bekommen und er immer Leitungen mit 2-3 mehr Adern verwenden soll als er eigentlich an der Stelle braucht.

"Smart" wurde das ganze dann zum Großteil durch ZWave Unterputzmodule.
Diese sitzen teils als Dimmer im Verteilerkasten statt herkömmlicher Stromstoßrelais, oder an den Rolladenschaltern.
Fensterkontakte sind auch alle ZWave.

Ein zweiter FHEM Server sitzt mittlerweile im Kellerraum und ist durch PowerLAN angebunden.
Nicht unbedingt meine Traumlösung, aber im Mehrfamilienhaus ist ein LAN Kabel in den Keller zu ziehen eben nicht so einfach möglich.
Durch diese zweite FHEM Instanz bekomme ich dann mit ZWave Zwischensteckern Trockner und Waschmaschine in der Waschküche eingebunden.
Ohne ging das durch die Stahlbetondecke nicht bis in unsere Wohnung.

Anfangs hatte ich auch noch einige HUE Lampen gekauft,
aber die Lösung über die Unterputzmodule ist einfach weitaus besser (Lampen auch über FHEM einschaltbar wenn sie wirklich aus sind, Schalter/Lampen gehen auch wenn FHEM mal nicht läuft).
Geblieben sind nur noch die HUE Strips z.B. unter dem Bett oder hinter dem TV, da die eben sowieso keinen fest zugeordneten Schalter haben.

Alexa ist auch seit ein paar Wochen hier und wird bisher aber noch nicht sooo genutzt wie erwartet.
Hauptsächlich für Musik, oder um vom Sofa aus mal die Rollläden runterzulassen ohne das Handy rauszukramen oder aufzustehen...
Sonst kommt es eine meist einfach komisch vor mit einem PC zu reden und der Griff zum Handy wird doch wieder bevorzugt.
Und ein gescheites SmartHome sollte ja sowieso nicht zuviel manuelle Eingriffe benötigen.  :P

Ansonsten sieht meine Liste recht ähnlich aus:

Fritzbox
Fritzfon
SONOS
Philips HUE
ZWave
Amazon Alexa
iPad
Harmony HUB
AppleTV
iBeacons
Enigma2 Receiver
Yamaha AV-Receiver


Das mit dem TV-Licht hat mich auch einige Nerven gekostet. ;)

Bei mir wird jetzt immer die aktuelle Helligkeit der Stehlampe gespeichert wenn TV/AppleTV eingeschaltet wird.
Wenn sie an war, wird sie auf einen niedrigen Wert gedimmt.
Falls es so hell ist, dass Dimmen eher unsinnig wäre, ist sie normal eh nicht an.
Der LED-Stripe hinter dem Fernseher wird immer hochgedimmt.
Beim Ausschalten der Aktivität (oder beim Umschalten auf eine Aktivität ohne Fernseher) wird das Licht wieder auf den vorherigen Wert gesetzt.
Ist es nach 21:00 Uhr wird es seeeehr langsam (20 Sekunden) wieder auf diesen Wert gedimmt, damit die Dame des Hauses nicht im Halbschlaf geblendet wird. ;)

Zusätzlich hab ich auf der Harmony bei der Aktivität Fernsehen noch einen Button im Display mit der Beschriftung "Stehlampe".
Dieser wechselt zwischen der zuvor einstellten Heligkeit der Lampe und dem niedrigeren Dim-Wert fürs Fernsehen.
Damit kann die Dame dann zwischendurch das Licht wieder heller stellen (ohne Handy oder Lichtschalter zu benötigen) wenn sie z.B. Fingernägel lackieren muss.  ;D

Meine Todo Liste ist auch noch ewig, was ich alles in FHEM umsetzen will.
Langweilig wird mir mit dem neuen Hobby so schnell nicht.  :o

Grüße,
Tobias

visionsurfer:
Hi,

ja genau das ist der Punkt. Smart Home bedeutet für mich, so wenig wie möglich irgendwo eingreifen.

Diese Punkte hab ich bei wichtigen Sachen auch schon sehr gut hinbekommen. Ich finde das schwierigste dabei ist es, sich zu überlegen was man will und sich diese ganzen "Wenn / Dann" Fragen zu stellen.

Bei uns gehen fast alle Lichter automatisch. Es müssen keine Schalter mehr gedrückt werden. Türen verriegeln sich automatisch. Ich hab schon Monate keinen Schlüssel mehr gebraucht.
Wenn ich den Kochtopf oder die Bratpfanne auf den Herd stelle, bewegt sich automatisch die Dunstabzugshaube in Position, schaltet das Licht ein und die Abluft. Wenn der Herd wieder aus ist, geht das ganze umgedreht.

So z.B. auch im Flur. Wir haben dort einen großen Einbauschrank bauen lassen. Diesen Schrank hab ich mit elektrischen Türen versehen. Also die Schiebetür vom Schrank geht elektrisch auf. Ich will eines Tages versuchen, das noch irgendwie mit dem Fingerprint von der Eingangstür zu koppeln. Wenn ich also die Wohnung betrete, soll der Schrank schon offen sein. So das ich die Jacke sofort aufhängen kann.

Wir haben ja auch "nur" eine Wohnung. Als wir gekauft haben, war auch noch alles auf der grünen Wiese. Daher hab ich gleich von Beginn an, Kabel im ganzen Haus ziehen lassen. Somit hab ich auch in unserem Keller LAN und KNX und auch an den Waschmaschinen. Ich hab mir sogar in die Tiefgarage und in den Fahrradkeller einen schaltbaren Anschluss legen lassen. Vielleicht hab ich später mal ein E-Bike oder ein E-Auto :)

Wenn ich noch mal bauen sollte würde ich z.B. wahrscheinlich keinen Holzkamin mehr nehmen, sondern mir Gedanken über einen GAS Kamin machen. Welchen man einfach auf Knopfdruck schalten kann. Wir nutzen unseren Kamin nur in der Kuschelecke. Er dient also nicht als Heizung. Das würde mit einem GAS Kamin bestimmt auch gehen und wahrscheinlich ist er einfacher SMART zu machen :)

Auf so Spielzeug wie unsere WLAN Badewanne (wir können wir App die Badewanne einlaufen lassen), würde ich wahrscheinlich auch verzichten. Das braucht kein Mensch. Wahrscheinlich würde ich gleich komplett auf Badewanne verzichten :)

Grüße,
Visionsurfer

willib:
Mich würde interessieren wie genau du deine Dunstabzugshaube automatisiert hast. Danke schon mal.

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