Autor Thema: Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM  (Gelesen 8313 mal)

Online marvin78

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #90 am: 03 Februar 2017, 14:48:44 »
Schon interessant, wie man den Vergleich von Äpfel und Birnen als Argument aussehen lassen kann.

Offline drhirn

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #91 am: 03 Februar 2017, 15:12:55 »
Ich will damit sagen: Nicht jedem hilft ein Verweis auf die commandref...

Mir grad gestern passiert. Ich stand so auf der Leitung, dass nicht mal ein wirklich freundlicher Hinweis auf - sogar die genaue - Stelle in der CommandRef geholfen hat ;)

Offline Benni

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #92 am: 03 Februar 2017, 18:32:42 »
Ich will damit sagen: Nicht jedem hilft ein Verweis auf die commandref...

a) war das kein Verweis auf die Commandref
b) hattest du selbst doch vorformulierte Antworten vorgeschlagen, auf die Verwiesen werden kann.

Und ich sagte, die sind doch da! Meine Links waren u.a. genau die Verweise auf die von dir angeführten Beispiele: "Wie Frage ich richtig?", "Wie suche ich richtig?"

Was denn nu?  ???

Aber ich sagte ja auch im gleichen Post schon, dass man mit Verweisen nicht wirklich punkten kann. Q.e.d.  ::)
FHEM (FL 9.9) (configDB+DbLog) auf Debian Wheezy.
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Module: 98_rssFeed und 98_QRCode
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Offline andies

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #93 am: 09 Februar 2017, 12:04:45 »
Ich habe versucht, viel der Hinweise einzuarbeiten (nicht aber die Kürzungen, weil das ja eine Kopiervorlage sein soll). Ich denke, jetzt stellt sich die Frage, wen man fragt um dies oder jenes zu übernehmen.

FHEM ist eine wunderbare Software mit einer großen und immer weiter wachsenden Fangemeinde. Wir freuen uns, dass Sie sich dafür interessieren! Allerdings unterscheidet sich FHEM in einigen Punkten von den Systemen, die Sie am Markt finden und die nachfolgenden Zeilen sollen Ihnen nahebringen, worin der Unterschied besteht.

Seitdem die Elektronik in den Alltag Einzug hielt, werden mehr und mehr elektrische Geräte wie Steckdosen, Rollläden, Kaffeemaschinen, Kameras, Gas- und Stromzähler und Telefone mit Funk- und anderen Sensoren ausgestattet, so dass sie auf einfache Weise miteinander kommunizieren und zentral verwaltet werden können. Hausautomationssysteme stellen die Zentrale für diese Verwaltung dar. Es gibt mehrere derartige Systeme käuflich zu erwerben (Namen wie Tahoma-Box und XYZ kommen einem sofort in den Sinn), die genau diese Aufgaben leisten. Solche Hausautomationssysteme haben Vor- und Nachteile:

Die Vorteile
Zum einen sind sie oft sofort einsatzfähig. Man steckt den Stecker in die Steckdose und schon kann es losgehen. Das ist keinesfalls so selbstverständlich wie es klingt, denn alle genannten Geräte sind technisch sehr anspruchsvoll.

Zudem existiert eigentlich immer ein ausgebautes Servicenetz, das man im Fall eines Fehlers kontaktiert. Und weil die Systeme immer kostenpflichtig sind (später dazu mehr), besitzt man als Anwender einen starken Hebel, um entsprechende Leistungsversprechen einzufordern: Sonst wird nicht gezahlt. Nicht selten ist der Service rund um die Uhr erreichbar.

Die Nachteile
Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Hausautomationssysteme sind nicht selten teuer, in einigen Fällen werden sogar monatliche Zahlungen notwendig. Nicht jeder ist bereit, dafür so viel Geld auszugeben.

Ein weiterer, sehr schwerwiegender Nachteil besteht darin, dass die Systeme (vermutlich, weil sie out-of-the-box funktionieren müssen) sehr oft äußerst unflexibel sind. Dinge, von denen man meint, dass sie doch eigentlich gehen müssen, lassen sich dann nicht umsetzen. Geräte, die auf dem Tisch unmittelbar nebeneinander stehen, können elektronisch nicht miteinander kommunizieren, weil die entsprechenden Schnittstellen fehlen und die beiden Systeme nicht miteinander kompatibel sind. Nicht wenige Anwender ärgern sich im Nachhinein über den Erwerb ihrer Hausautomation, weil sie derartige Einschränkungen zu Beginn nicht erkannt haben und die Unternehmen nicht immer transparent genug sind, darauf hinzuweisen.

FHEM hat sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu beseitigen. Und damit sind wir schon beim Kern unserer Botschaft. Wenn man Nachteile beseitigt, geht dies nicht ohne neue Kosten. Auf diese wollen wir jetzt eingehen.

FHEM will möglichst viele Geräte (und seien sie noch so kompliziert) miteinander vernetzen und dies auch noch kostenlos. Jeder, der einmal in seinen SPAM-Ordner mit den vielen verlockenden Angeboten geschaut hat, weiß, dass hier irgendwo ein Haken sein muss. Der Haken ist schnell benannt: FHEM verlangt ein sehr hohes Maß an Eigenbeteiligung derjenigen, die die Hausautomation nutzen will. Ohne Auseinandersetzung mit der Software und ihren syntaktischen Besonderheiten wird man bei FHEM nicht weit kommen. Das muss man wissen, wenn man FHEM einsetzen will. Schon die Installation des FHEM-Servers ist für denjenigen, der bei Raspberry Pi immer noch an eine Himbeertarte denkt, eventuell eine Herausforderung. Die FHEM-Software muss von Ihnen installiert und angepasst werden und dies kann unter Umständen eine Tagesbeschäftigung werden.

Natürlich wird es trotzdem möglich sein, erste kleinere Projekte unmittelbar umzusetzen. Beispielsweise ist normalerweise eine Funksteckdose leicht anzulernen (allerdings nicht immer), <hier sollten einfache Projekte benannt werden - das wurde auch schon bei den Hinweisen angemerkt; ich kann das nicht>. Man muss aber klar sagen, dass dies nicht der Normalfall ist. Üblicherweise müssen Sie sich zuerst klarmachen, welche Elemente in FHEM dies tun können, was Sie wollen, wie diese Elemente definiert werden und wie die Interaktion zwischen ihnen abläuft. Dazu muss man sich auch den Funktionsumfang, den FHEM derzeit liefert, klarmachen. Das ist insbesondere für eine Anfängerin schwer, weil nicht jeder zum Beispiel jeden Fachbegriff sofort kennt. Hinzu kommt, dass auch mit FHEM durchaus lebensgefährliche 230V-Geräte geschaltet werden können und die Software eine gewisse Grundkenntnis der Risiken voraussetzt, denen sich jeder aussetzt, der im Internet unterwegs ist. Insofern ist FHEM auch eine Herausforderung.

Wir sind bisher noch nicht auf eine Stärke eingegangen, die FHEM auch aufweist. Gerade weil es ein Projekt von Freiwilligen ist, gibt es an vielen Stellen und insbesondere im FHEM-Forum sehr viel Hilfe. FHEM ist eine wachsende Community von Begeisterten. Leider wird das aber auch missverstanden, weshalb auch hierzu das eine und andere gesagt werden muss. Freiwillig heißt, dass diejenigen, die FHEM weiterentwickeln oder Ihnen helfen, dies in ihrer Freizeit tun – statt Geld zu verdienen, sich zu erholen oder Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, beschäftigen sie sich mit Ihrem Problem. Wenn das gelingen soll, müssen einige Grundregeln beachtet werden.

Stellen Sie sich vor, Sie werden auf der Straße von jemandem mit den Worten „Mein Handy geht nicht, helfen Sie mir!“ angehalten. Was werden Sie tun? Die meisten von uns werden dann helfen, wenn ihnen die Fragestellerin sympathisch ist. Haben Sie dagegen den Eindruck, es handelt sich um jemanden, der fremde Hilfe für selbstverständlich nimmt und wenn die Hilfe wirkungslos ist, sie auch noch beschimpfen wird, werden Sie einfach weitergehen. In einem Forum haben wir exakt dieselbe Situation:
  • Sie sind im Forum Fragesteller. Überlegen Sie für einen Moment, warum Ihnen wildfremde Leute helfen sollten. Das wird nur gehen, wenn Sie entweder ein interessantes Problem haben (was Sie schwer einschätzen können) oder Sie eben einen freundlichen Eindruck machen. FHEM ist gerade nicht so konstruiert, dass Sie einen wie immer gearteten Anspruch auf Hilfe haben!
  • Beschreiben Sie Ihr Problem so genau wie möglich. „Mein Handy geht nicht“ reicht überhaupt nicht. Sie müssen also, bevor Sie überhaupt loslegen, beschreiben, welches System Sie aufgesetzt haben (Betriebssystem, Hardware), welche Version Sie verwenden und welche Fehlermeldungen oder Reaktionen von FHEM Sie (nicht) bekommen. Die andere muss wissen, was nicht geht.
  • Oft ist es auch hilfreich mitzuteilen, was man eigentlich wollte. Gerade Anfänger haben ein konkretes Problem und überlegen sich bereits einen kompletten Lösungsweg, den Fortgeschrittene mit ganz anderen Methoden lösen würden. Wenn Sie nicht sagen, was hinter Ihren konkreten Schritten steht, kann man Ihnen eventuell bei dem eigentlichen Anliegen nicht weiterhelfen, sondern stochert an den Symptomen herum.
  • Und zuletzt: „ES HILFT NICHT, WENN SIE VIELE AUSRUFEZEICHEN MACHEN SICH NICHT UM DIE RESCHTSCHREIBUNG GÜMMERN UND SOFORT WIRKLICH SOFORT HILFE BRAUCHEN!!!! JETZT!!!!“ Hier wird man eher eine ausgeprägte Schwäche in der sozialen Kommunikation vermuten.

Alles in allem ist FHEM mit einer großen Zukunft. Wir würden uns freuen, wenn Sie dabei mitmachen wollen.
FHEM 5.8 auf RaspPi3 (Raspbian jessie 4.9.35-v7+); Perl: v5.20.2
SIGNALduino (433 MHz) und miniCUL (868 MHz, derzeit noch ungenutzt)
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Offline Thorsten Pferdekaemper

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #94 am: 11 Februar 2017, 09:01:12 »
Hi,
gut, dass wir wieder zum Thema zurück kommen.
Nur zwei Rückmeldungen von mir:
1. Sind wir wirklich per "Sie"? (Hatten wir die Diskussion schon?)
2. Der Text ist zu lang. Ich habe ihn daher nicht wirklich. Ich bin mir sicher, dass das ungeduldigen Anfängern auch so geht.
Ich würde mal sagen, es wäre besser, kürzere Texte zu verfassen, die man dann an die entsprechenden Stellen schreiben kann. ...und zwar so kurz, dass man gar nicht anders kann, als sie zu lesen.
Gruß,
    Thorsten
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Offline KernSani

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #95 am: 11 Februar 2017, 09:30:28 »
Ich finde Text gut, aber lang. Für die Ungeduldigen könnte man vielleicht nich eine Management-Summary vorne dran stellen (Mache gerne einen Vorschlag, wenn ich wieder am Rechner sitze)
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Offline igami

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #96 am: 11 Februar 2017, 09:56:27 »
Ich finde Text gut, aber lang. Für die Ungeduldigen könnte man vielleicht nich eine Management-Summary vorne dran stellen (Mache gerne einen Vorschlag, wenn ich wieder am Rechner sitze)
Man könnte es dann auch tl;dr nennen ;)
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Offline Ellert

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #97 am: 11 Februar 2017, 10:32:05 »
Ich bin über einen anderen Thread auf den Standpunkt des Erfinders aufmerksam geworden, diese maßgebliche Sichtweise sollte auf alle Fälle in einem Vorwort zitiert werden:

Zitat
Insgesamt sehe ich ein großes Potenzial in Open-Source-Software, wenngleich FHEM eigentlich nicht für den "Massenmarkt" konzipiert wurde. Es setzt Programmierkenntnisse in Perl voraus und war eben genau auf meine damaligen Befürnisse als Programmierer hin ausgerichtet. So ist gerade auch der Einstieg für viele Anfänger schwierig, wobei ich es derzeitig auch nicht forciere, dass FHEM großartig wächst. Werbung machen wir keine, wir haben ja auch nichts davon.

Wenn sich jemand entscheidet FHEM einzusetzen, habe ich aber natürlich grundsätzlich nichts dagegen, keine Frage. Die Erwartungshaltung mancher Einsteiger ist aber manchmal vollkommen überzogen. Ich betreibe das schließlich nur als Hobby und jeder neue Nutzer bedeutet erst einmal mehr Arbeit, da mich gerade Anfänger manchmal mit Supportanfragen geradezu bombardieren und Hilfe von mir erwarten.

Wer Fragen hat, sollte das FHEM-Forum nutzen oder Hilfe im Netz suchen, da ich solche Anfragen alleine zeitlich gar nicht beantworten könnte.

aus: http://www.meintechblog.de/2015/07/rudolf-koenig-im-interview-der-erfinder-von-fhem-zum-thema-smart-home/ Abschnitt: Potenzial und Grenzen von Open-Source-Lösungen, Absatz 5-7

Offline andies

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Antw:Richtige und falsche Erwartungen zu FHEM
« Antwort #98 am: 27 März 2017, 22:15:37 »
Ich will mich, nachdem ich nun eine Weile FHEM ausprobiert habe (und immer noch ganz begeistert bin - das erste Mal, das alle meine Aktoren von einem Tool kontrolliert werden können!) und auch bei einem Treffen war, noch einmal äußern. Inzwischen sehe ich klarer, was damals mein Problem war und vermutlich ist der Einstieg, den ich gewählt habe, ungeschickt. Zumal er im Wiki ja nur Widerspruch und keine Unterstützung fand.

Ich hatte als Anfänger größere Probleme, die Dokumentationen zu verstehen. Es gibt eine ganz gute Einstiegsliteratur (ohne die wäre ich keinen Millimeter weiter gekommen), aber wenn es dann ans Eingemachte geht, wenn ganz konkrete Probleme zu lösen sind, ist es nach meinem Geschmack zu oft Glückssache, ob man eine gute Wikiseite oder eine vernünftige Dokumentation bekommt.

Und ich will mich da gar nicht ausnehmen. Wenn ich ein Problem für mich gelöst habe, fehlen mir manchmal Zeit, Nerven, Geduld oder was auch immer, um anderen Nutzern in Ruhe und ausführlich zu erklären, wieso das jetzt klappte und wie man das machen muss, damit die Sache läuft. Ich finde aber, wir sollten uns alle irgendwie aufraffen und dafür Sorge tragen, dass auch das Wiki (oder heißt es der Wiki?) gepflegt wird, dass Dokumentationen aktuell gehalten werden und das Foreneinträge editiert werden. Ich weiß nicht, wie man das am besten institutionalisiert - die Idee, dass zu einem offiziellen Modul unbedingt ein Commandref-Eintrag existieren muss, ist schon mal ein sehr guter Einstieg. Ich persönlich finde aber beispielsweise den Hinweis, diese stehe da und dort im Forum, nicht immer hilfreich, erst recht, wenn da 90 Seiten zu lesen sind. Also mein Plädoyer, wenn ich das mal so arrogant sagen darf, besteht darin, dem Wiki wesentlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen als wir das alle tun. Das könnte in der Tat helfen, noch mehr Leute für FHEM zu begeistern.
FHEM 5.8 auf RaspPi3 (Raspbian jessie 4.9.35-v7+); Perl: v5.20.2
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