Autor Thema: Helios KWL per ModbusTCP regeln/steuern  (Gelesen 2525 mal)

Offline hugomckinley

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Antw:Helios KWL per ModbusTCP regeln/steuern
« Antwort #15 am: 14 Juni 2018, 12:57:01 »
Ich habe gerade die Bedienungsanleitung deiner Anlage gesehen und festgestellt, dass der Aufbau ganz anders ist! (Die KWL EC 500W sind keine Passivhausgeräte) Ich habe z.B. die kleinen Filter für die Bypassfunktion gar nicht!
Ich habe in der Bedienungsanleitung deiner Anlage auch keinen Hinweis auf die passive Sommerkühlung gefunden, sondern nur den Bypass.
Siehst du die Einstellung in der Software? (Bild von meiner Anlage angehängt. Ich habe auch die v2.26 drauf)
Ich sehe das auf den Explosionszeichnungen nicht, aber ich schätze auch, dass die zweite Öffnung für einen zweiten Siphon für den Kühlbetrieb wäre, aber warum das nicht ausgeführt ist, kann ich mir nicht erklären. (evtl. hat die 300er das selbe Gehäuse, denn das ist auch kein Passivhausgerät)
Die Luftführung ist auf jeden Fall völlig anders als bei mir.

Btw.: Mit oder ohne Kühlung hat keine Auswirkung auf die Regelung von mir.

Das mit dem Bypass stimmt schon so wie du es beschreibst: Wenn es draußen kühler als drinnen ist, wird kühle Luft nach innen geführt. (sonst würde die kühle Nachtluft ja durch den Wärmetauscher vorgewärmt)
Der Bypass darf aber nicht zugehen, wenn es draußen wärmer wird, da ja sonst Kondensat auf der "falschen" Seite des Wärmetauschers anfallen würde, was anscheinend bei deiner Anlage nicht vorgesehen ist.
Wenn du die Bypasstemperatur so einstellst, dass trotzdem eine passive Kühlung erreicht wird, ist es auch klar, dass du auf der anderen Seite auch Kondenswasser hast, aber das ist meiner Meinung nicht gut, denn Helios wird schon einen Grund haben warum das bei deiner Anlage nicht vorgsehen ist, obwohl es die Software kann!
Kondensatmenge ist bei mir extrem unterschiedlich, da würde ich mich nicht auf eine momentane Beobachtung verlassen!
Im Hochsommer bei 26° innen und 37° außen und bei hoher Luftmenge fällt sicher sehr viel Kondensat an. (Klimaanlage hin- oder her, ob 26° oder 24° ist egal)
Meine Anlage steuert den Bypass völlig selbständig, ich habe auch keine Möglichkeit die Bypasstemperatur einzustellen.
Man könnte meine Regelung sicher erweitern, um deine "Bypassklappensteuerung" temperturgeführt zu machen, aber es bleibt das Kondensatproblem. Wo läuft es hin und warum macht es Helios nicht von Haus aus?
Übrigens: bei mir ist die Elektronik tatsächlich bodennahe ;-)
Ich wüsste nichts davon, ob man die Kühlung durch ein Register aktivieren kann, aber nachdem meine das automatisch(und gut) macht, habe ich das noch nicht angesehen.



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Offline masterkey

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Antw:Helios KWL per ModbusTCP regeln/steuern
« Antwort #16 am: 15 Juni 2018, 09:02:24 »
Zitat
Ich habe gerade die Bedienungsanleitung deiner Anlage gesehen und festgestellt, dass der Aufbau ganz anders ist! (Die KWL EC 500W sind keine Passivhausgeräte) Ich habe z.B. die kleinen Filter für die Bypassfunktion gar nicht!

Die kleinen Bypassfilter sind auch ein Nachteil dieser Anlage. Dadurch, dass der Querschnitt des Bypassfilters so klein ist, geht bei Bypassfunktion dei Lüfterdrehtzahl der Zuluft nach oben  (in meinem Fall um ca. 400U/min).

Zitat
Ich habe in der Bedienungsanleitung deiner Anlage auch keinen Hinweis auf die passive Sommerkühlung gefunden, sondern nur den Bypass.
Siehst du die Einstellung in der Software?

Die Einstellung sehe ich nur bei der Weboberfläche. Dort ist sie aber ausgegraut und nicht anwählbar.

Zitat
Meine Anlage steuert den Bypass völlig selbständig, ich habe auch keine Möglichkeit die Bypasstemperatur einzustellen.

Bist du dir sicher? In deinem angefügten Bild sind doch die Bypassparameter einstellbar.


Ich hab nochmal mit dem Kundendienst telefoniert. Es ist bei meiner Anlage so, dass sie für Passivhäuser konzipiert ist. Deshalb ist sie mit Styropor so gut isoliert. Zudem sind diese Geräte Volumenstrom-konstant. D.h. es wird immer versucht (egal wie groß die Widerstände im System sind) den Volumestrom über die Lüfterdrehzahl konstant zu halten. Das merk ich z.B. dadurch, das bei eingesetzem Pollenfilter die Lüfterdrehzahl der Zuluft höher ist, während die Drehzahl der Abluft gleich bleibt.

Scheinbar sind die Passivhausanlagen so dicht, dass ein Ablauf in der Zuluft gar nicht so leicht funktionieren würde. Hätte ich da ein Loch im Boden würde da ja gar kein Wasser ablaufen weil durch das Loch Luft angesaugt werden würde.
Komischerweise ist bei meiner Anlage in der Abluft aber eine Art Überlauf und ein Auffangbecken für Kondensat. Und auch eine Loch im Styropor. Allerdings kann ich nicht erkennen ob das Loch auch wirklich durchgängig ist. Ich stelle nochmal ein Bild dazu ein. VLt komme ich noch dahinter wie das ganze funktioniert (evtl. durch Wasser rein schütten).

Ich werde jetzt mal so vorgehen, dass ich beobachte ob und wieviel Kondensat anfällt, bei meiner täglichen manuellen Steuerung, und dann entscheide ich wie ich weitermache.

Option 1: Es fällt nur wenig Kondensat an => Ich versuche über die hugomckinley-Steuerung mit FHEM ein passive Außenluftkühlung zu realisieren
Option 2: Es fällt zu viel Kondensat an => Ich lasse die Anlage nur Nachts laufen und schalte sie tagsüber komplett aus. Wenn die Garantie der Anlage dann mal abgelaufen ist baue ich mir einen eigenen Ablauf. Habe da schon ein paar Ideen. (Loch in das Styropor und den Boden bohren und an das Abwasser anschließen, der Unterdruck verhindert zunächst einen Ablauf des Kondensats. Durch einen Schwimmer-Schalter wird erkannt wenn zu viel Kondensat vorhanden ist. Dann geht die Anlage kurz aus und das Wasser fließt ab. Ist doch ganz einfach, Helios ;-) )


Offline hugomckinley

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Antw:Helios KWL per ModbusTCP regeln/steuern
« Antwort #17 am: 17 Juni 2018, 20:53:34 »
Zitat
Die kleinen Bypassfilter sind auch ein Nachteil dieser Anlage. Dadurch, dass der Querschnitt des Bypassfilters so klein ist, geht bei Bypassfunktion dei Lüfterdrehtzahl der Zuluft nach oben  (in meinem Fall um ca. 400U/min).
Das mit den kleinen Filtern habe ich mir auch so gedacht. Der Unterschied zwischen Passivhausgeräten und nicht Passivhausgeräten ist meines Wissen nach die Regelung des Luftstroms (und die gute Isolierung), wie du unten schreibst. Ich könnte mir vorstellen, dass das der Grund ist, warum die Anlage so dicht sein muss und darum so anders konstruiert ist. Denn in deinem Passivhaus wird es sonst evtl. mit der Atemluft knapp, wenn die Luftmenge Aufgrund von vollen Filtern oder der Bypassfunktion zu wenig wird ;-) Meine Anlage regelt gar nichts, die habe ich mit neuen Filtern eingemessen und dann ist die Lüfterdrehzahl immer konstant.

Zitat
Bist du dir sicher? In deinem angefügten Bild sind doch die Bypassparameter einstellbar.
Ja das schon. ich dachte du hast einen Parameter der "Bypasstemperatur" heißt. Ich hatte auch am Anfang überlegt, dass ich die Klappe über diese Werte "manuell" ansteuere, aber das Verhalten der Anlage passt von der Regelung her ganz gut, da habe ich dann nichts geändert. Sie verhält sich ja auch genauso wie deine, nur eben mit der passiven Außenluftkühlung mit dem Wärmetauscher.

Zitat
Option 1: Es fällt nur wenig Kondensat an => Ich versuche über die hugomckinley-Steuerung mit FHEM ein passive Außenluftkühlung zu realisieren
Option 2: Es fällt zu viel Kondensat an => Ich lasse die Anlage nur Nachts laufen und schalte sie tagsüber komplett aus. Wenn die Garantie der Anlage dann mal abgelaufen ist baue ich mir einen eigenen Ablauf. Habe da schon ein paar Ideen. (Loch in das Styropor und den Boden bohren und an das Abwasser anschließen, der Unterdruck verhindert zunächst einen Ablauf des Kondensats. Durch einen Schwimmer-Schalter wird erkannt wenn zu viel Kondensat vorhanden ist. Dann geht die Anlage kurz aus und das Wasser fließt ab. Ist doch ganz einfach, Helios ;-) )

Meine Meinung zu deinen zwei Überlegungen:
zu 1.: Das würde ich nicht riskieren, wie gesagt kann es meinen Beobachtungen nach extrem schnell gehen, dass viel Kondensat anfällt. (z.B. ein langes Bad)
Ich hatte auch den Fall, dass eine Anlage von mir Kondensat erzeugt hat und die zweite über mehrer Tage gar nicht. (war zwar im Winter und lt. Helios liegt dass an ihrem ausgefuchsten, streng geheimen Algorithmus, der die Luftfeuchte schätzt aufgrund der Temperaturen und des Luftstroms.)
zu 2.: Deiner Aussage entnehme ich, dass du gar kein Passivhaus hast, denn sonst wäre das Abschalten keine gute Idee meines Wissen nach.

Meine Überlegungen(aus meiner Erfahrung) wären folgende:
Da die Lüftung bei Zulufttemperaturen, die über der Ablufttemperatur liegen ohnehin auf die kleinste Stufe schaltet, ist der Wärmeeintrag durch die warme zuluft so gering, dass es eigentlich nur ein psychologisches Problem ist ;-) Fakt ist nämlich, dass trotz Wärmetauscher die Zulufttemperatur trotzdem ca. 1-2 Grad wärmer ist als die Abluft und somit erwärmt sie (theoretisch) trotzdem das Innere des Hauses. Was wir aber als wirklich angenehm empfinden, ist die hohe Luftmenge in der kühlen Nacht bei offenen Bypass(und den hast du ja auch), denn da bemerkt man auch, dass die Zuluft deutlich kühler ist als die Raumluft (wenn es draußen kühl genug ist)
Dazu habe ich die Behaglichkeitstemperatur auch auf 10° gesetzt, damit mir in einer wirklich kühlen Nacht der Wärmetauscher ja nicht aktiv wird.
Auch hier ist die Psyche stark beteiligt, da man die hohen Lüfterstufen auch hört ;-) --> Der Energiegehalt dieser kleinen Luftmengen (im Vergleich zu der umgewälzten Luftmenge einer Klimaanlage) ist verschwindend klein (ohne nachgerechnet zu haben ;-)

Ich hätte folgenden Vorschlag:
Da ich bisher nicht wusste, dass sich die Anlagen hier in der Arbeitsweise so stark unterscheiden, wäre es wahrscheinlich sinnvoll, eine Unterscheidung zwischen Passivhausgerät und Nicht-Passivhausgerät zu machen.
Wenn du im Sommer heuer genug Erfahrung gesammelt hast, dann könnte ich das nach deinen Vorgaben in die Regelung einbauen.
Ich werde mittelfristig noch die Unterscheidung einbauen, ob die Helioslüfterstufen von der Einregulierung verwendet werden, oder mein Vorschlag mit dem Wegfall der Feuchteschutzeinstellung und dafür die hohe Stufe mit +60% Luftmenge. --> Meine Regelung ist eigentlich nur sinnvoll mit der hohen Stufe, denn sonst sind alle Stufen um eine zu niedrig!
Wenn im Sommer bei extremen Temperaturen auch in der Nacht die Anlage auf der kleinsten Stufe läuft, merkt man, dass es schon etwas wenig Frischluft ist, wenn sich unter Tag alle im Haus verkriechen. Ist natürlich Jammern auf hohem Niveau, denn ohne Lüftung wäre es noch etwas ganz anderes, aber man ist halt verwöhnt von der Luftqualität mit einer KWL :-) Die Feuchteschutzstufe mit noch weniger Luft würde da definitiv zu wenig sein, wobei ich sagen muss, dass wir auch 5 Personen sind, die die Luft "wegatmen". 



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Offline hugomckinley

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« Antwort #18 am: 17 Juni 2018, 21:12:12 »
V0.99 ist online

- diverse Bugfixes
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Offline hugomckinley

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« Antwort #19 am: 16 September 2018, 21:21:33 »
V1.1 ist online

- diverse bugfixes
- Readingsgroup zeigt jetzt alle Temperaturen an
- Wärmegewinn durch Wärmetauscher wird berechnet (tempgain)
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