Autor Thema: Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server  (Gelesen 35411 mal)

Offline Gisbert

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #180 am: 19 Januar 2020, 16:21:06 »
Zitat
Mir auch ... Sofern DbLog eingesetzt wird, hatten wir kürzlich hier https://forum.fhem.de/index.php/topic,107383.0.html
durch Setzen von plotEmbed=2 einen beachtlichen Erfolg.

plotEmbed=2 funktioniert leider nicht mit dem schönen flex style. Würde DbLog alleine etwas bringen? Derzeit nutze ich log-files.

Viele​ Grüße​ Gisbert
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Offline DS_Starter

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #181 am: 19 Januar 2020, 16:43:00 »
Zitat
Würde DbLog alleine etwas bringen?
Schwer abschließend zu beurteilen. Wenn du (sehr) viele Daten auswertest und die Menge der Flatfiles hinreichend groß ist, würde ich sagen ja, weil eine Datenbank dann ihre Stärken (Indexierung) ausspielen kann.

Aber kommt auf einen Versuch an. Du kann dir ja ein DbLog-Device mit SQLite sehr schnell und einfach parallel erstellen und damit experimentieren. Ansonsten würde ich eher zu MaraDB (MySQL) greifen -> Stabilität und Features.
Es gibt auch ein Tool um vorhandene Filelogdaten zu importieren. Dann hast du auch gleich umfangreiche Daten zur Verfügung.

Grüße,
Heiko
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Offline Wernieman

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #182 am: 19 Januar 2020, 17:59:31 »
@Gilbert:
Bezüglich meiner Einschätzung zur Aufbewahrungsdauer vom SnapShot:

Nur in Kurzfassung, eigentlich könnte man darüber ein Buch schreiben:

1) Kosten:
Auch ein SnapShot "kostet". Das System muß es verwalten, auch verlängert es etwas den Schreibzugriff. Dann kommt Platzbedarf etc.

2) Nutzen:
Wie schnell dirtet Dein Sysem om SnapShot weg, d.h. ab wann ist dieser "Veraltet". meine Einschätzung dazu ist eben meist 1 Monat. Wenn es Fehler gab sind diese bis dahin aufgetaucht ..

Aber (s.o.) nur mal als Kurzfassung
- Bitte um Input für Output
- When there is a Shell, there is a Way
- Wann war Dein letztes Backup?

Wie man Fragen stellt: https://tty1.net/smart-questions_de.html

Offline cotecmania

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #183 am: 08 Februar 2020, 11:11:22 »
Hallo,

habe mir nun auch einen HP T620 zugelegt und FHEM installiert.
FHEM läuft auch nun in der Grundinstallation.
Mein Problem ist, dass er nicht direkt von der Platte (mSata) bootet.
Über den Umweg über einen USB-Stick mit "super_grub2_disk_hybrid_2.04s1" erscheint ein Boot-menue, indem ich dann die Platte booten kann.
Wie bekomme ich das gefixt dass er direkt von der mSATA bootet ?

Gruss
Joe
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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #184 am: 08 Februar 2020, 11:18:36 »
Will den grade nicht ausschalten, meine mich aber zu erinnern, dass ich den im BIOS auf einen SATA-Kompabilitätsmodus bzw. "non"-UEFI umgeschaltet habe. Evtl. auch mal meine Beiträge hier durchsuchen, da hatte ich auch was zu den Schwierigkeiten beim booten mit geschrieben, soweit ich mich entsinne...

(Der Dell/WYSE 7010 ist da auch etwas wählerisch (aber nicht ganz so zickig wie der T620), und v.a. habe ich für den noch nicht die richtige apci-grub-Konfigurations-Einstellung gefunden, mit der man das Ding zum ausschalten bei shutdown -h & Co bewegen kann...)
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Offline cotecmania

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #185 am: 08 Februar 2020, 13:15:57 »
Musste den Install-Stick nochmals im "Rescue mode" starten und am Ende kommt dann ein Menue.
Da kann man GRUB und UEFI nochmals installieren.
Danach hat er von SSD gebootet.
Mit BIOS hatte es nichts zu tun.
Habe uebrigens das neueste Bios 2.19 vorher installiert
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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #186 am: 08 Februar 2020, 18:18:24 »
Nur Interessehalber: Wie hast du das mit dem BIOS-update gemacht? Meiner kam ohne OS, und der UEFI-Stick war untauglich...

(Da fällt mir ein, dass ich das vielleicht nochmal mit der super_grub_resque-Geschichte versuchen könnte; na ja, geht ja jetzt...)

Vielleicht noch was zu dem WYSE 7010: Habe dem "etwas RAM=16GB" spendiert,  eine Dual-Tuner-TV-Karte und eine zweite SSD. Die innr zeigt grade 13 W an (Display ist aus, kein TV-Empfang grade aktiv, bei aktivem Display pendelt das zwischen 15 und ca. 22 W)... So hatte ich mir das gewünscht, jetzt muß der vdr nur noch was anzeigen (Kanalsuche war erfolgreich, der Tuner scheint also im Prinzip zu funktionieren), dann bin ich sehr zufrieden, auch wenn das Ding auch mit mehr (ungenutztem...) Ram keine Rennmaschine ist...
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Offline cotecmania

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #187 am: 09 Februar 2020, 16:42:18 »
BIOS-Update unter Windows. W7 embedded 32 war drauf.

Du kannst Dir das Windows-Image bei HP downloaden und per Stick installieren, wenn keins drauf ist.
Kauf mir jetzt mal eine m.2 Sata SSD mit 256GB.
Die "kleinen" haben ja eher eine schlechte Datentransferrate ...

FHEM läuft zwar etwas schneller als auf einem Raspy3 aber ich hatte mir mehr erhofft ...

Hab gerade noch mal XigmaNAS aufgespielt und teste den auch mal als NAS-Server ...
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Offline Schotty

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #188 am: 12 März 2020, 14:33:08 »
Moin allerseits,

inspiriert von Beta-User habe ich mir auch mal den HP T610/T620 angesehen. Für den Preis keine schlechte Alternative zum RPi ;D

Die im Grunde 'abschließende' Frage vorweg: Würdet Ihr den Schritt von nem RPi(3) auf den T610 aktuell auch noch machen? Oder wenn, dann eher den T620 nehmen?

Etwas weiter gefasst:
Bei mir werkelt derzeit ein RPi3B+. Da ich momentan aber erst (wieder) in FHEM einsteige, reicht mir der eigentlich bisher von der Leistungsfähigkeit. Mein Setup ist auch (noch) sehr überschaubar: Heizungssteuerung wird ausgelesen, ein paar DS18B20er, Stromzähler, demnächst noch Wasseruhr. Mittel- bis langfristig kommen dann noch weitere BME280er mit dazu, vermutlich via MySensors@RS485/CAN. Ansonsten wird sich das Ganze bei mir wohl in Grenzen halten, eine komplexe 'SmartHome'-Installation steht bei mir eigentlich nicht an - aber man weiß ja nie.. ;) Zugriff von extern brauche ich nicht.

Folgende Überlegungen:
1) RPi statt mit SD-Karte mit einer externen SSD nutzen. Einbindung auch als Boot-Medium soll beim 3B+ ja schon recht einfach möglich sein. Alternativ bin ich kürzlich über Log2ram (https://github.com/azlux/log2ram) gestolpert, was die Schreiblast auf die SD-Karte deutlich verringern würde (habe ich mich aber noch nicht weiter mit beschäftigt).
2) T610 mit 2GB RAM für ca 20€ (zzgl Porto): 128GB 2.5" SSD kaufen und austauschen, nochmal einen 2GB-Riegel aus der Grabbelkiste rein und fertig. Gefühlt ein Schnapper und das beste P/L-Verhältnis.
3) T610 plus mit 4GB RAM für ca 35€ (zzgl Porto): Aufrüsten wie bei Punkt 1, allerdings mit der Option bei Bedarf irgendwann mal eine PCI-Ex-Karte mit USB-Anschlüssen nachrüsten zu können.
4) T620 mit dem Quadcore und 4GB für ca 50€ (zzgl Porto): Aufrüsten wie bei Punkt 1. SSD als Bootmedium scheint etwas schwieriger aber eben nicht unmöglich zu sein. Der Quadcore bietet mehr Leistungsreserven und ist laut Specs noch etwas stromsparender.

Vorteil RPi: Vorhanden, hat anscheinend den geringsten Stromverbrauch und ist für mich als nicht-heavy-User vermutlich völlig ausreichend (aber Ihr wisst ja: Spieltrieb und so.. ;) )
Vorteil T6x0er: Leistungsreserven (?)

Über den reinen FHEM-Einsatz hinaus ging mir dann noch durch den Kopf, ob man
a) zusätzlich (in vermutlich eher ferner Zukunft ;) ) auf dem selben System bspw auch pf-/opnSense mitlaufen lassen könnte und
b) den ThinClient nebenbei noch als keinen Medienserver/NAS mitnutzen könnte. 

Wie sind da Eure Erfahrungen und/oder Einschätzungen/Empfehlungen?
Das ganze eilt zwar nicht wirklich, aber da es mir gerade im Kopf rumschwirrt und ich bei ebay was gefunden habe, frage ich mal lieber gleich nach.. ;)
 
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Offline mbrak

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #189 am: 12 März 2020, 15:04:07 »
Hallo

Habe nun seit ca. 3 Monaten ein Proxmox Cluster bestehend aus 2 Stück HP T610 Thinclients am laufen. Es laufen verteilt auf beiden Maschinen 8 Container und eine KVM. Ausgestattet sind die beiden Thinclients jeweils mit 8GB Speicher und einer 120GB SSD. FHEM ist seit 2 Wochen im Echtbetrieb mit allem von Raspi2 rübergezogen. Bis auf meinen Heizölsensor habe ich alles ohne Probleme am laufen. Das durchreichen von USB Geräten an einen Container (LXC) ist nicht ganz trivial.
Als System auf allen Containern habe ich Debian 10.1(Buster) am laufen. Speicherberbrauch von FHEM ist absolut konstant und liegt bei ca. 300-350 MB für den Container.

Die Datensicherung läuft bei mir einmal die Woche auf ein Synology NAS. Es werden alle Container und KVM als Snapshot gesichert und können sehr schnell wieder hergestellt werden. Der Vorteil beim Cluster ist, das bei Ausfall eines Nodes/Gerätes sehr schnell ein Container/KVM auf einen anderen Node umziehen kann.

Vom Preis und Stromverbrauch finde ich das eine perfekte Lösung. Performancemäßig bin ich begeistert.

Offline Schotty

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #190 am: 12 März 2020, 17:14:35 »
Hi mbrak,
danke für deine Antwort. Das Thema 'Proxmox Cluster' ist für mich zwar unbekanntes Neuland und daher für meinen Fall schwierig einzuschätzen, aber das
Performancemäßig bin ich begeistert.
liest sich sehr gut - und wenn die T610er genug Power für dein Server-Cluster haben, dann sollte es für mich ja eigtl reichen ;D

Die Aussage von cotecmania
FHEM läuft zwar etwas schneller als auf einem Raspy3 aber ich hatte mir mehr erhofft ...
bzgl des leistungsstärkeren T620er bringt/brachte mich nämlich schon sehr ins Grübeln, ob ein T610er da dann überhaupt noch 'Sinn' macht..

Nichtsdestotrotz bin ich auf weitere Rückmeldungen gespannt! ;)
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Offline Wzut

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #191 am: 12 März 2020, 17:33:12 »
Ich habe ja weiter vorne im Thread schon mal geschrieben das ich einen T610 gekauft hatte (war irgendwas um die 50 € damals ) und ne kleine SSD hatte ich noch.
Fazit : bis heute total überzeugt, alleine schon was den Seitenaufbau bei Plots betrifft. Kein Cluster, kein Docker , nur FHEM , pihole und MySQLDB
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Offline Schotty

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #192 am: 12 März 2020, 17:37:46 »
Ja, hatte ich gelesen. Also noch immer überzeugt davon - das klingt doch gut, danke!
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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #193 am: 12 März 2020, 23:27:26 »
Vielleicht mal noch mein Senf zum Ganzen, ich habe ja schon eine ganze Anzahl von Plattformen durch (Start mit der Fritte, Wechsel zum Pi (den ersten 2-er habe ich per GPIO-PIN-Usage demoliert, dann einen neuen, 2B+, glaube ich), weil AVM die Schotten dicht gemacht  hat. Dann hatte ich zwischenzeitlich mal eine "debianisierte" TV-Box (auch ARM) im Einsatz: War sehr speziell und ist leider einen Hitzetod gestorben. Danach wieder Pi, dann der T5470, der hier die Ausgangsbasis war: ein single-Core Atom mit 2GB Hauptspeicher, in dem eine 32GB mSATA werkelte.
Mit dem war ich an sich schon zufrieden, der war immer noch deutlich schneller als mein 2-er Pi, gefühlt etwas weniger "zackig" wie die TV-Box (ein 4-Kerner mit direkt verbautem Speicherbaustein). Der würde vermutlich heute noch laufen, wenn mich nicht der Spieltrieb gepackt hätte und ich den T620 (das müßte auch ein Dual-Core sein, also Achtung, davon gibt es mehrere Varianten!) nicht für günstig Geld geschossen bekommen hätte - der war eigentlich eventuell für das gedacht, was jetzt der WYSE macht...

Kurz: Ich kenne jetzt drei Typen aus eigener Anschauung, die meisten, die danach kamen, hatten aus guten Gründen ihre Wahl zugunsten des T610 getroffen: Neueres war schlicht nicht verfügbar (bzw. exorbitant teuer)... 
Es gab dann ein paar weitere "Spielkinder", die andere ThinClients besorgt hatten, v.a. von Dell/WYSE, die teils bessere Leistungsdaten hatten.

Scheint so, dass fast alle soweit irgendwas zwischen zufrieden und "sehr zufrieden" sind, jedenfalls gibt es einige User, die in ihren Signaturen entsprechende Infos enthalten, mindestens einen (positiven) Post mit der WYSE-Alternative, und das positive Echo hier freut mich sehr.

Was man nicht erwarten darf, ist eine Art Rennmaschine, das sind Arbeitspferde, und wer "richtig viele" Daten verarbeiten und grafisch aufbereiten will, dem ist vermutlich was neueres anzuraten. (Von "richtig viele Daten" bist du mit einen Anforderungen sehr weit entfernt...!). Aber das OS dieser Systeme ist problemlos langfristig und einfach upzudaten (ein Unding bei der TV-Box...).

Was "spezielles Verhalten" angeht, ist der T610 von den x64-Maschinen wohl immer noch der unkomplizierteste, weil er zwei "standardkonforme" SATA-Anschlüsse hat; wenn man also auch was anderes machen will, das (ohne Bastelei!) mehr Speicherplatz benötigt als einen m.2-Riegel, ist der vermutlich die beste Wahl. Außerdem zickt da das UEFI nicht rum, das ist beim T620 etwas frickelig gewesen und bei dem WYSE erst recht (der WYSE läßt sich per software im Moment nicht vollständig ausschalten, was nicht weiter dramatisch ist, weil der ja ruhig laufen darf; der hat aber mit Abstand den meisten Speicher hier im Haus, das aufzurüsten war richtig günstig...)

Kurz: Wer sich nicht notfalls mit Tools wie der Super-GRUB-rescue-CD zu helfen weiß, kann aufgeschmissen sein, es ist immer eine Überraschung, welchen BIOS-Stand man bekommt, und man sollte das - sofern man irgendwie Zugriff hat - auf alle Fälle vorher aktualisieren (bei dem T620 ist es so, dass HP zwar eine UEFI-Version zur Verfügung stellt, aber die funktioniert aus naheliegenden Gründen nicht: Das BIOS erkennt den damit erstellten Stick nämlich nicht...).

USB-Anschlüsse sollten die für eine "normale Installation" alle genug haben, die sind halt teils nicht "schön" platziert (vorne...), die Versionen mit Risercard sind m.E. v.a. dann sinnvoll, wenn man was spezielles damit vorhat - in meinem Fall läuft ein vdr auf dem WYSE, was allerdings eine ziemliche Bastelei war, weil die SAT-Karte eine externe Stromversorgung haben wollte über Standardkabel, die es in dem Teil eben nicht gibt....
Der T620 hat auch intern noch eine Pfostenleiste (bei meinem leider ohne die Stifte...), an die zwei weitere USB-Schnittstellen dran könnten.

Was also jetzt für deinen Fall raten:

Bleib erst mal beim Pi!
Das Ding läuft ja, und wenn du alles beeinander hast, kannst du immer noch umziehen; wenn man die Schnittstellen generisch definiert (by-id für USB) und ggf. hart IP's vergibt, dürfte der Tausch zu einem anderen debian-basierten Rechner eine Sache von einer Stunde sein, und Backups brauchst du so oder so.

Der Punkt ist m.E. der: Nimm dir eine Baustelle nach der anderen vor, alles gleichzeitig birgt immer das Risiko, dass man Fehlerursachen nicht mehr findet, weil man die Funktionalität der Einzelteile noch gar nicht durchschaut hat.

Jedem anderen, der ein laufendes FHEM und etwas Linux-Erfahrung hat und daher eine Idee davon, wie man ein Debian-Linux auf so einer Kiste zum laufen bringt: Just do it!

Und: wenn es um Spieltrieb und "ich will's aber wissen" geht, gilt ebenfalls: Just do it!

(Die SSD mit dem OS+FHEM kannst du einfach in jedes andere x86-System umziehen, das die betreffende Schnittstelle unterstützt; in der Regel läuft das 1:1 weiter! U.a. das ist ein wesentlicher Unterschied zu den Systemen aus Redmond, bei denen die Software (jedenfalls früher) bei der Installation so mit der Hardware verdongelt wurde, dass man entweder nur einen bluescreen sah, oder - falls man es geschafft hat, dem Kernel für den Bootvorgang den richtigen Treiber für irgendein Stück Standardhardware unterzujubeln - dann doch meldete, dass man das System nicht da läuft, wo es installiert wurde, was ein Lizenzverstoß sei und das war's dann...)
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Offline Schotty

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Antw:Erfahrungsbericht hp ThinClient als FHEM-Server
« Antwort #194 am: 13 März 2020, 10:32:03 »
Hi Beta-User,
auch dir ein herzliches Dankeschön für deine wie immer aufschlussreiche und umfassende Antwort  :)

Vorweg: Ich stimme dir in allen Punkten zu, vor allem, dass es ja eigtl nicht nötig ist, denn mein Pi läuft ja und er reicht für meine Zwecke sicherlich dicke. 'Leider' muss ich gestehen, dass der Spieltrieb gesiegt hat - ich habe gerade den aufgeführten T610 mit 2GB RAM für 26,90 inkl Porto bestellt  ::)

Kurz zur Erklärung:
1. Spieltrieb, ganz klar. ::)  ..naja, und eigentlich könnte die Aufzählung hier schon enden.. ;D
2. Raspbian hätte ich eh nochmal frisch in der Server-Variante installieren müssen (habe noch die Desktop-Version von 'damals' in Betrieb) - dann kann ich auch gleich Ubuntu-Server (Ubuntu nutze ich ja eh, dann bleibe ich bei einer Distri) auf den T610 klatschen und das 'Backuppen' & Umziehen der entspr FHEM-Dateien üben. (-> Schon lustig wie man manchmal nach Gründen sucht um manche Dinge sich selbst gegenüber zu rechtfertigen *lach*)  ;)
3. Der kleine T610er ist es jetzt geworden, weil der Preis des 'T610 plus' vom Händler (anscheinend aufgrund der hohen Nachfrage) mal eben um 10€ erhöht wurde (Frechheit!). Somit beträgt der Preisunterschied zum T620er Quadcore(!) beim gleichen Händler nur noch 3€. Aber nun war ich bockig - ein solches Geschäftsgebaren unterstütze ich aus Prinzip schonmal nicht! (-> Ha, wenn DER wüsste: vorgestern Nacht hatte ich schon einen T610 plus UND einen T620 im Warenkorb, so à la 'für alle Fälle' - tja, selber schuld *hüstel*  ;D )

Fazit: Von der Leistung her wird der für mich mehr als ausreichend sein und bei dem Preis kann man nichts falsch machen. Außerdem ist ja bald Ostern - dann bastel ich ein Ei aus Pappmachee drumrum und verstecke ihn in der Wohnung  ;D
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