Autor Thema: Zwangsumstieg von RPi auf NUC  (Gelesen 1281 mal)

Offline Firefield

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Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« am: 22 Juni 2018, 21:43:12 »
Hi
Bin hier stiller Leser und frag selten was. Jetzt ist mir allerdings was passiert was ich in nem Kreis von gleichgesinnten loswerden möchte.

Achtung: Wall of Text

Für die tl;dr Fraktion: Rpi ist tot, es lebe nicht der Rpi, sondern das NUC. Mehr als ne Nische wird Heimautomation nie werden: zu kompliziert. Im Text jammer ich über die Tücken der Zwangsmigration.

Bisher hatte ich FHEM auf einem RaspberryPi 2 laufen. Angeschlossen war über den GPIO ein zwave.me Modul, sowie Homematic Bridge und Hue Bridge über das LAN. Zudem noch ein Jeelink für LaCrosse und ein Bluetooth Dongle am USB. Das Logging lief per SQLite und landete auf einer USB-Platte.

Im Grunde fühlte ich mich sicher, denn die Config Datei war gesichert und die Datenbank auch.
Vor etwa drei Wochen dann stieg Abends der Pi aus. Wollte das Knöpfchen für die Nacht drücken und bekam keine Antwort mehr. Am nächsten Abend als ich Zeit hatte, stellte ich fest, dass das Filesystem auf der SD-Karte defekt ist – Das ergab die Suche zu der Kernel Panic die es da gab. Fsck Versuche und der Recovery-Mode schlugen fehl, Versuche die SD-Karte neu zu formatieren auch. Karte ist defekt…Also hab ich mich drangemacht Raspbian (Stretch) neu zu installieren, vorher hatte ich Jessie. Was mir entging: Root per ssh geht da nicht mehr so ohne weiteres. Bisher waren meine beiden Tools um auf den Pi Zuzugreifen Putty und WinSCP, User waren dann entweder rpi oder root. Da ich SQLite satt hab, wollte ich mysql installieren, wobei ich mich dann in apache2, php7 und MariaDB verhedderte, weiß schon gar nimmer genau wo und wie. Als erste gab ich das ssh auf, denn nicht alles hatte mit sudo vom rpi-acc funktioniert, also hab ich den Pi zur Installiererei an den Fernseher angeschlossen.

Gefühlt ging da sehr viel schief, was unter anderem auch daran liegt, dass ich kein Linux-Experte bin und meist Google verwenden muss. Leider kann man die meisten Guides dahingehend vergessen, zumindest wenn sie sich mit Jessie befassen. Den meisten Ärger hatte ich mit Configs die an einer anderen Stelle waren.

Als der Kram endlich installiert war, inklusive FHEM, startete ich noch einmal neu…um festzustellen, dass das Filesystem schon wieder hinüber war, boot into Kernel Panic…

So gern ich dieses Raspberry Pi Projekt mag, für mich ists gestorben. Mir kann doch nicht per Zufall, aus heiterem Himmel, das Filesystem kaputtgehen(?!). Ich habe seit 24 Jahren PCs mit Festplatten, das ist mir noch nie passiert und schon gar nicht zweimal hintereinander. Zugegeben: einen Rettungsversuch startete ich nicht, das war mir zu dumm. Zudem stand ne Woche Geschäftsreise an.
Nach der Reise bin ich auf ein NUC umgestiegen, genauer gesagt auf die Gigabyte Variante GB-BACE mit Celeron N3150, der hat 4W SDP und 6W TDP. Was aber leider auch nicht die vollkomme Erlösung ist. Denn die Teile verwenden alle Low Power SODimms. Anscheinend funktionieren da nicht alle RAMs, obwohl sie der Spec. Entsprechen. Hatte erst ein NUC das zurückging, da ich dachte es sei defekt, denn es hat sich nicht übers RAM beschwert, sondern darüber das angeblich nichts am HDMI oder VGA angeschlossen sei. Als das im Gigabyte auch nicht ging, hab ich das RAM gegen ein wahlloses anderes ersetzt (vorher Mushkin, jetzt HyperX, beides 8GB Module). Platte ist übrigens ne 120GB SSD von Patriot.

Falls jemand auch mit dem Gedanken ‚NUC‘ spielt: kaufts euch mit RAM und wenns nicht geht, das Gelump zurückschicken und den nächsten nehmen.

Die nächste nicht allzu kleine Hürde war die Installation. Zuerst hatte ich mit einem Random Tool die Debian Stretch Installation auf einen USB-Stick geschrieben. Um dann beim Booten in dem ‚Minimal Grub‘ zu landen, oder in dem vorhandenen Shell vom NUC. Von da aus hab ich bei beiden kein Plan, zumal die ganzen Guides sagen – Debain druff uffn USB und gogo. Zumal das Verhalten von den Sticks unter Windows nach dem beschreiben seltsam ist, die erscheinen meist als leer.  Mit Rufus.akeo.ie hatte ich dann eins gefunden wo ich den Eindruck hatte, dass was auf dem USB-Stick. Leider landete ich auch im Grub. Erst also ich die eigentlich leere Platte als 1. Boot einstellte und den USB als zweiten, startet letztlich der Debian Installer. Auf Partitioniererei hab ich verzichtet. Ist ja ne SSD. Hatte mit dem Gedanken gespielt MariaDB auf eine Partition zu legen. Bin aber mit der Größeneinstellung beim Installer nicht klargekommen (hab nicht gefunden wo ich die Größe ändern kann, außer im Internet a la: machs hinterher) und habs dann gelassen.

Da ssh rausfällt hab ich als GUI xfce installiert. Per Xvnc logg ich mich nun über Remote Desktop ein. Gigantischer Haken ist da momentan, dass die Graphik irgendwann in Powersafe geht, wenn man in die GUI eingeloggt ist, dann aber nicht mehr aufwacht, weil man ja keine Maus oder Tastatur am USB bewegt….reboot bleibt dann hängen und man muss das NUC über Steckerziehen neu booten. Timeout ist max. 60min, also liegt hier nun nen Zettel auf dem steht: Jedes! Mal! Ausloggen!

Ansonsten ging die Installation gut, Apache2,php7 und MariaDB kommen mit Debian, phpmyadmin kann man per apt-get installieren. Interessant war da, dass www/phpmyadmin nicht erstellt wurde und daher keine Files darin landeten. Hätt ich mich nicht bei Raspbian vorher damit rumgeärgert wär ich ratlos gewesen.

Wer übrigens über Logging nachdenkt, dass irgendwann noch mal verwendbar sein soll  außer in FHEM: nehmt MariaDB. Die Text Logfiles kann man nirgends wirklich verwenden, da dort ja Zeilenweise geschrieben wird was gerade daherkommt. Will man keine Monstertextdateien trennt man pro Tag/Woche/Monat, je nachdem, hat dann aber evtl. Fehltage auf dem SVG. Bei SQLite hab ichs nicht geschafft irgendwas zu extrahieren, ein ~2GB File ist schlicht zu groß für den komischen Windows Client. Mit DB und myadmin kann man sich schon rausfischen was man will und mundgerecht als CSV exportieren.

Größter Krampf bisher ist das Adden der ganzen Geräte. Homematic war da problemlos, da die Bridge schon im Config eingebunden war. Hue ebenfalls. Ich hatte mit Homematic angefangen, fand das Konzept mit Schalteraustausch aber Mist, zumal die keine Klemmschrauben haben. Außerdem ist das billigstes Plastik. Fibaro und Aeotec mit dem dazulegen ist flexibler, der Platz in der Dose muss halt da sein.

Leider ist das mit ZWave anderweitig nervig. Denn das eingangs genannte ZWave.me Modul geht am NUC nicht. Also hab ich nun den ZWave.me USB Stick in der ZWave+ Variante. Man erkennt den Unterschied bei Amazon und Alternate fast nur am Preis oder bei genauem Lesen. Das ist gelinde gesagt schlecht, denn einen bekommt man für 27€, den andern für 95€. Nun musste ich nach und nach alle ZWave Geräte resetten und neu Anlernen. 6 Steckdosen (Fibaro/Aeotec), 4 Schalter (Fibaro Dimmer, Schalter, Rollladen), 4 Danfoss Thermostate,  2 Fibaro Universalmodule, ein Aeotec Multisensor.

Am schlimmsten sind die Fibaros, hab da die ersten Generationen, die muss man Resetten indem man Schalterchen B gedrückt hält während(!) man die unter Spannung setzt. Geiles Unterfangen. Lediglich den Rollladen konnte ich mit langem Drücken Resetten, der hat schon ne kleine LED eingebaut. Beim Wiedereinbinden von den Fibaros gibt’s was, das nicht, oder nicht in jeder Anleitung, dokumentiert ist: Nach dem Reset, oder beim ersten PowerUp gehen die in Auto-Include. Weiß man das, stellt man FHEM vorher auf addnode onNw.

JeeLink ging so, eigentlich hätte das USB Ding nach reinstecken gehen sollen, war ~2s da und dann disconnected. Nach rund 2h Probieren, dachte es wäre irgendwie der Port (Denn alle Guide reden natürlich von JeeLink  an Rpi.), hab ich bemerkt das brltty den /dev/ttyUSB0@57600 schon belegt. Das ist wohl als Standardgerät eingestellt und ist so ein Teil für Blinde, damit die au einen Computer verwenden können. Wer bitte, kommt auf den abgedunkelten Gedanken, einen Blindenleser standardmäßig einzubinden?  Auch wenn gar keiner dranhängt? Haben wir so viele blinde User? Nachdem das gegessen war, konnt ich die ganzen LaCrosse wieder einklinken, das geht zum Glück recht einfach. Seltsamerweise entschloss sich FHEM bis zur Funktionslosigkeit zu laggen, wenn ich zwei Seiten mit LaCrosse Devices offen hatte. Mittlerweile ist das wieder weg. Dann bin ich noch über den event-aggregator und dessen Anhängsel gestolpert, da die LaCrosse mit Werten nur so um sich werfen.

Wenn ich mit der Einbinderei fertig bin werde ich mir wohl mal Gedanken zu nem Backup machen, das mehr als nur die config enthält und hoffen, dass der ZWave USB-Dongle nicht irgendwann stirbt.

Stromverbrauchsmäßig ists echt gut. Die ganze 24/7 IT braucht 27W. Das ist NUC, Fritzbox, 16er Switch, Hue und HM Bridge sowie ein Netzteil für ein Fibaro Universalmodul. Allerdings gibt’s Spikes auf 50W alle paar Minuten und Abfälle auf 22W. Bei Debian die Soundausgabe zu deinstallieren hat den Leistungsverbrauch übrigens von 29W gesenkt. Ist mir aufgefallen, da das Ding 4% CPU Last fabriziert hat. Mit RPi und USB-Platte waren es 24W. 

Wie seht ihr denn das? Bzw. ist jemandem schon mal was ähnliches passiert?

Im Großen und Ganzen sehe ich das nun recht ernüchtert: Das wird sich nie durchsetzen außer in einer Nische. Viel zu kompliziert, viel zu viele Stolpersteine. Haufenweise Guides und Blogs, von denen man alle von vor Mitte 2017 getrost ignorieren kann – zu alt. 
Gigabyte GB-BACE-3150, 8GB RAM, 120GB SSD, Debian Stretch. xfce GUI + xvnc | Aktuelles FHEM mit ConfigDB+LogDB. MariaDB + phpmyadmin. | Zwave.me USB dongle, Jeelink, HM und HUE bridge.

Offline rudolfkoenig

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #1 am: 22 Juni 2018, 22:37:56 »
Nun musste ich nach und nach alle ZWave Geräte resetten und neu Anlernen.Ich gehe davon aus, dass dieses Problem mit einem Backup des Firmwares vermeidbar gewaesen waere.

Zitat
Bzw. ist jemandem schon mal was ähnliches passiert?
Klar, alle 5-8 Jahre stirbt die Hardware weg, dann muss man halt wechseln. Da mein aktueller "Server" inzwischen seit 8 Jahren tut (es ist ein 11 Jahre altes Notebook ohne Bildschirm), ist es vermutlich demnaechst soweit. :)

Offline Thyraz

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #2 am: 22 Juni 2018, 23:58:20 »
Zum Mega-Rant an sich:
Fhem ist nunmal die „Ich-bastel-es-selbst-mit-allen-Vor-und-Nachteilen“ Lösung.

Ja, du hast die freie Wahl der Hardware.
Wie Ausfallsicher du das gestaltest liegt also an dir.
Es gibt auch genug Warnungen im Forum zwecks defekten SD-Karten.

An sich reicht ein einmaliges Backup des Systems auf eine andere Karte, nach dem ersten Boot reicht dann das letzte Backup der regelmäßigen Sicherung des Fhem Ordners einzuspielen.

Und ja, wie Rudi sagt reicht ein mit Fhem erstelltes Backup des Zwave Controllers beim Umstieg vom Razberry GPIO Modul auf den UZB1.
Sprich nackiges Fhem auf dem Pi installieren, Zwave Backup, Datei sichern.
Danach Restore auf UZB1.

Hab ich beim Unstieg auf den NUC auch so gemacht neulich.

Viele deiner Punkte kenne ich vom Umstieg von Wheezy auf Stretch, aber das lässt sich mit ein paar Google Suchen normal sehr schnell lösen.

Fhem hat meiner Kenntnis nach nicht den Anspruch jedem ein möglichst einfachen Einstieg in das Thema SmartHome zu gewähren. Es ist im Gehenteil eher dafür da möglichst viel aus verschiedensten Systemen zu holen.
Ohne Kentnisse des zugrundeliegenden Systems (Bei dir Linux) wird das schwer wie man oben sieht.
Befehle mit root Rechten über SSH kann man auch per sudo erledigen. MariaDB installieren benötigt weder Apache noch PHP. Einen grafischen Desktop braucht es bei einem Server erst recht nicht.
Wer das nicht mitbringt und sich auch nicht tiefer einarbeiten will, sollte evtl. zu Alternativen greifen.
Es gibt genug davon. Nur wenn es einfach und billig sein soll ist es meist ziemlich eingeschränkt ggü. Fhem.
Wer sich nicht so tief einarbeiten will und dennoch mehr will kann andere dafür entlohnen, dass sie ihre Zeit dafür investiert haben. Gibt ja durchaus brauchbare kommerzielle Lösungen. 😉

Was man auf alle Fälle haben sollte: Eine gute Backupstrategie und die nötige Ersatzhardware um die wichtigsten Dinge schnell zum Laufen zu bekommen.
Und man sollte das Szenario auch mal testen bevor der Ernstfall kommt.
Es sei denn, das SmartHome erledigt wirklich nichts was wichtig ist.
Bei mir laufen Heizung, Licht, Netzwerk, Rollläden etc. auch ohne Fhem weiter.
Nur eben mit weniger Automatismen und Komfort.
Fhem und MariaDB auf NUC6i5SYH in Proxmox Container (Ubuntu)
Zwave, Lacrosse, Hue, Harmony, Solo4k, LaMetric, ...

Offline Markus M.

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #3 am: 23 Juni 2018, 01:37:22 »
Mir kann doch nicht per Zufall, aus heiterem Himmel, das Filesystem kaputtgehen(?!).
Doch. Bei einem Raspberry Pi mit r/w SD ist das noch nicht mal mehr ein "kann".
FHEM dev + HomeBridge + Lenovo Flex15 + HM-CFG-USB + RFXtrx433 + Fritz!Box 7590/7580/546E

HM Aktor/Sensor/Winmatic/Keymatic/Thermostat, HUE, Netatmo Weather/Security/Heating, Xiaomi AirPurifier/Vacuum, Withings Aura/BPM/Cardio/Go/Pulse/Thermo, VSX828, Harmony, Siro ERB15LE
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Offline Firefield

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #4 am: 23 Juni 2018, 11:42:37 »
Das mit dem raz-backup ist mir irgendwann mittendrin gekommen, wollte dann aber nicht mehr mit dem Pi anfangen bzw. mit den SD-Karten kämpfen.
Letztlich ist man hinterher immer schlauer, so gehts mir auch diesmal.

Ob man sich bei einem Linux immer mit der ssh Konsole einloggen muss empfinde ich als Geschmackssache. Mir ist ne GUI lieber, auch wenn ich da meist eine Konsole auf habe. Editoren wie vi oder nano fühlen sich nach Steinzeit an. Sicher gibts da andere Alternativen, meine ist eben die GUI per Xvnc. Für die DB wollte ich myadmin, weils mir einfacher von der Hand geht. Sicher gehts auch ohne, irgendwie, für mich fühlt sich das so an als würd ich einen Schubkarren tragen. Anders rum kann man aber auch sagen, dass ich mit dem Maschinengewehr auf Spatzen schieße.

Da ich nicht täglich, und auch nicht wöchentlich regelmäßig Linux bediene ists schwer, ja, das war mir klar. Hatte auch überlegt ob ich Win10 auf dem NUC nehme. Das fühlte sich dann beim Lesen nach spezieller Spezialfall in einer speziellen Spezialumgebung an. Plus Win10 Lizenz...saurer Apfel oder süßer wurmzerfressener Apfel?

Wenn man die Fallen ums funktionierenden FHEM ausblendet empfinde ich es nicht als userunfreundlich - im Gegenteil. Man kann zusammenwürfeln nach was einem gerade ist und hat dazu ein funktionierendes System.

Die sterbenden Filesysteme beim Pi irritieren mich am meisten. Das muss doch eigentlich das Todesurteil sein? Gehalten hat das bei mir 2,5 Jahre und beim zweiten Versuch nicht mal zwei Tage. So was kann man doch nirgends verwenden.

Und, eh, natürlich hat alles noch 'kopflos' ohne FHEM funktioniert. Bloß man gewöhnt sich recht flott an den Komfort  :P . Der Grund für Automation war ja, dass es mich genervt hat Morgens und Abends erstmal ne Runde durch die Wohnung zu drehen. Die rumdreherei an den Thermostaten im Winter erst recht
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Offline connormcl

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #5 am: 28 Juni 2018, 10:34:55 »
Lösung ist ganz einfach, setzt aber etwas Erfahrung voraus:

Filesystem auf SD-Karte Read-Only betreiben und schon kann nichts mehr passieren.
Zu schreibende Daten auf USB-Stick oder Festplatte mit Journalling Filesystem legen.

Im Prinzip wird das so auf den meisten Embedded Systemen gemacht, die Stromausfallsicher oder mit unzuverlässigen Medien arbeiten müssen.
Das es nicht so konfiguriert ist, liegt bei dir.

Offline synaps-o-dan

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #6 am: 29 Juni 2018, 18:50:11 »
Filesystem auf SD-Karte Read-Only betreiben und schon kann nichts mehr passieren.
Zu schreibende Daten auf USB-Stick oder Festplatte mit Journalling Filesystem legen.

Gibt es zu diesem Thema vielleicht ein brauchbares Tutorial (newbie-geeignet)?
LG,
Daniel
fhem auf Raspberry Pi 3
5 x Set aus jew. 1x FHT80B + 1xFHT8V + 1x FHT80TF-2
HM: 1 x HM-ES-PMSw1-Pl, 2 x HM-LC-Sw1-FM, 2 x HM-LC-Sw1PBU-FM, 3 x HM-Sec-SD, 2 x HM-PB-2-WM55, 2 x HM-Sec-MDIR-2
3 x EM-1000 EM
Onewire: insgesamt 11 Onewire-Sensoren an einem LinkUSB Adapter

Offline connormcl

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #7 am: 30 Juni 2018, 01:43:50 »
Das hängt stark von der Distribution und der verwendeten Software ab. Ich fahre ein LEDE/OpenWRT für Routing und darin ein chroot debian mit FHEM...nennt sich dann debianWRT. Das kommt schon von Haus aus fast ohne Schreibzugriffe aus. Man legt nur Logging /var/log und udevd-Verzeichnisse noch woanders hin und kann alles read-only betreiben. Ist somit ingesamt aber schon ein System der Embedded-Schiene ohne Desktop, was schon dafür ausgelegt ist.

Ein System mit grafischem Desktop würde hingegen wohl mindestens noch ein schreibbares /home usw. verlangen...da müsste man mehr machen.

Anleitungen gibts ein paar, aber wie gesagt hängt es stark vom System ab.

Bspw. hier:
https://kofler.info/raspbian-lite-fuer-den-read-only-betrieb/


Generell gibts noch zwei Ansätze:
Entweder man sorgt für read-only SD schon beim hochfahren des Systems oder man stellt im vereinfachten Fall das hochgefahrene System auf read-only...dann gibt es aber einen für Stromausfall usw. verwundbaren Zeitbereich...

Ein Read-Only-System hat dann u.a. den Vorteil, dass keine USV mehr benötigt wird, da nicht viel kaputtgehen kann (mit Ausnahme evtl. /var/log, wenn man das nicht im tmpfs liegen hat...)
« Letzte Änderung: 30 Juni 2018, 01:50:26 von connormcl »

Online Beta-User

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #8 am: 30 Juni 2018, 05:36:12 »
Bei meinen bisherigen Überlegungen in diesen Fragen bin ich immer davon ausgegangen, dass normale USB-Sticks keinen wirklichen Vorteil zu SD-Karten bringen, weil da auch keine Steuerung der Wear-Level da ist. Wenn, dann helfen nach meinem Stand also nur USB-SSD-Lösungen.

Ansonsten: Hardware verwenden, die direkt mit SSD's betrieben werden kann oder auf der eMMC verbaut ist/eingesetzt werden kann. Sind nicht so ganz verbreitet, aber es gibt doch einige Plattformen, die von armbian unterstützt werden (z.B. Rock64, Le Potato). Zu ersterem gibt es auch eine Anleitung im Wiki. Und auch einige i386/x64-Lösungen werden immer wieder diskutiert, die brauchen auch nicht so viel mehr Strom.

Und an einer Doku, wie man ein neues System schnell aufsetzt samt Backup-Strategie führt eh' kein Weg vorbei ;) .

Just my2ct.

Beta-User
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Offline Ranseyer

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #9 am: 30 Juni 2018, 21:55:58 »
Hmmm,...

Natürlich steuere ich alle Debian / Ubuntu Systeme per SSH (egal wie alt) . Und wenn es sein muss direkt als root.


Der Raspi war schon immer tot. Das Design noch murksiger als beim C64. Trotzdem wird selbst der Commodore noch genutzt.
Der Raspi wird es auch noch lange tun. Aber man muß halt die Schwächen mit einplanen: Performance heutzutage, USB Schwächen, Speichermedium.

Raspi-Erweiterungen kannst du an einem LAN nach UART Adapter meist betreiben. Also auch am MAPLE-CUL. Dazu kannst du so ein Teil einfach mit Dupont Kabeln anstoepseln. Oder mit etwas Glück lasse ich auch das bereits entworfene AddOn auch mal herstellen...

Viel Spaß weiterhin auf performant und deiner Nutzung hoffentlich passender HW.


Gesendet von meinem VTR-L09 mit Tapatalk
« Letzte Änderung: 30 Juni 2018, 21:58:24 von Ranseyer »
FHEM mit FTUI. Homematic-Funk für Thermostate und Licht. MySensors als Basis für eigene HW.
Zentrale ist der MAPLE-CUL mit RFM69+HModUART-AddOn.
Doku zu meinen Projekten: Github/Ranseyer. Platinen falls verfügbar gerne auf Anfrage.

Offline connormcl

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #10 am: 01 Juli 2018, 23:32:48 »
Das Problem beim Raspberry ist nicht die Hardware (mit Ausnahme mal von superbilligen Ramsch-SD-Karten..die sterben auch einfach so...wie z.b. diese "integral", die immer beim Pi mitgeliefert werden), sondern eher, wie die Filesysteme verwendet werden. Da wird teilweise ext4 verwendet, aber ohne Journalling und sonstige Funtkionen. Das heisst alle Features zur Selbstrecovery beim Boot sind deaktiviert und es zerschiesst sich nach und nach mit jedem Reboot.

Offline Firefield

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #11 am: 01 Juli 2018, 23:57:37 »
konsens ist da anscheinend nicht so einfach. bzw. man kann wohl vieles besser machen als es einem als anfänger präsentiert wird. hatte beim pi das NOOBS genommen, wird ja auch von raspbian promoted. das legt abe glaub ext3 an..hab ich aber schon vergessen obs ext3 oder 4 war -_-. das die hardware auf billig getrimmt ist merkt man ja schon beim kaufpreis.
ich war ja bereit mich nochmal auf das abenteuer einzulassen, dass aber ne nicht allzu alte kingston karte gleich bei der installiererei alle viere von sich streckt, kann ich nicht verstehen   
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Offline magichand

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #12 am: 12 Juli 2018, 14:55:05 »
Hallo zusammen,

auch ich bin vom RPI auf NUC umgestiegen, allerdings wegen der Performance!

Allerdings habe ich mich gleich für eine Docker-Umgebung entschieden, da ich neben FHEM noch weiter "Services" auf einer Hardware anbieten wollte, ohne dass ich alles in die FEHM-Installation mit "reinklatsche"...

Als Betriebssystem hatte ich mich für CentOS entschieden, da ich gelesen hatte, daß dieses von den NUC's und Docker unterstützt wird...

Läuft nun seit Monaten stabil...

Ralf


Offline obb20a

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Antw:Zwangsumstieg von RPi auf NUC
« Antwort #13 am: 18 Juli 2018, 10:44:56 »
Hallo Firefield,

zunächst mal tut es mir leid, dass Du so ein Pech hattest. So ein Problem kann plötzlich aus dem Nichts kommen und dann hat man echt viel Ärger und noch mehr Arbeit - aus Deinem Text spricht so einiger Unmut...

ABER: so ein Raspberry kostet gerade mal 30€, die SD-Karte dazu etwa 10€. Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich unangemessen, sich ausschliesslich auf ein einziges Billig-Gerät zu verlassen, denn der Raspberry wurde ja nicht etwa als Produktionsmaschine in Fail-Safe Umgebungen entworfen, sondern als billiges Schulungs-Gerät.

Dass Du weder Ersatzteile noch Backup hattest - sorry, das ist einfach nur noch fahrlässig. Auch Dein NUC hat das Potential, zu einem Single Point of Failure werden. Egal was Du verwendet - alles kann kaputtgehen und dabei noch die Installation zerstören oder oder oder. Noch schlimmer finde ich dass Du schon während der Installation feststellst dass es nicht zuverlässig läuft und Du,  was die notwendigen Kenntnisse betrifft, nicht sattelfest bist - und trotzdem immer weitermachst.  Wie kannst du Dich auf ein System verlassen, welches expliziert als Selbstbau-Lösung propagiert wird, aber das Know-How zum Selbstbauen gar nicht besitzt?

Es gehört mittlerweile zur normalen Daseinsvorsorge, dass man Daten sichert, wichtige Daten historisiert und dann und wann auch mal schaut, ob man aus einem Backup solche Daten auch wieder lesen und zurückspielen kann. Da finde ich es erstaunlich, dass man sich ein so komplexes System aufbaut und keine Minute daran denkt, ein Backup zu machen? Für gerade mal 40€ hättest du Dir diesen ganzen Ärger sparen können ... zweiten Raspberry + SD-Karte als gespiegeltes System und nebendran gelegt.

Wie gesagt tut es mir echt leid, dass Du solche Schwierigkeiten hattest, aber aus IT-Sicht hast du so ziemlich alles falsch gemacht, was man sich ausdenken kann. Deine 24 Jahre PC's mit Festplatten haben Dich da evtl. in eine trügerische Sicherheit gebracht, die Du vielleicht hinterfragen solltest. In Deinen Ausführen wiederholst Du mehrfach die Aussage, dass Du nicht verstanden hast, was zu tun ist und auf Tutorials und Schritt-für-Schritt Anleitungen angewiesen bist.

Jetzt hoffen wir auf einen fehlerfreien Betrieb, und dass Du zukünftig von solchen Problemen verschont bleibst.

Gruss Stefan


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