Autor Thema: Einschätzung Stabilität Wettermast  (Gelesen 763 mal)

Offline chq

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Einschätzung Stabilität Wettermast
« am: 29 August 2018, 12:48:42 »
Hallo,

ich benötige mal eine Einschätzung bzgl. eines Wettermastes.

Ohne in die örtlichen Bauvorschriften geschaut zu haben (dies werde ich noch tun) habe ich mir mal so grob Folgendes überlegt:

1,2 kg schwere Wetterstation auf 50mm Rohr mit sechs Metern (davon ein Meter einbetoniert) aufstellen und gut.  :P

Ideen/ Anmerkungen zum Thema Sturmtauglichkeit, Wanddicke, Rohrdurchmesser, Material (Alu oder Edelstahl?), Rechtliches, Volumen Betonsockel..

Alu-Ausziehmaste kenne ich, habe aber keine Lust drauf, dass mir irgendwelche Spassvögel die Station in der Nacht zum 1. Mai runterfahren.

Gruß Chris
« Letzte Änderung: 29 August 2018, 13:00:30 von chq »
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Offline r00t2

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #1 am: 29 August 2018, 13:43:21 »
Warum muss der Mast denn so hoch sein?

"Offizielle" Wetterstationen bzw. Wetterhäuser müssen nur 2m über einer Wiese stehen.

So hoch, wie du hinaus möchtest würde das ja schon fast für ein Wetterradar reichen :)

Zum Thema Material: Das Widerstandsmoment einer Struktur ist unabhängig vom Material, da kommt es lediglich auf die Geometrie an: https://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsmoment#Beispiele
Aus der Seite erschließt sich z. B. auch, dass dünnwandige Rohre mit größerem Außendurchmesser eine erhebliche Einsparung an Masse gegenüber dickwandigen aber dafür dünneren Rohren bringen.

Dann kommt es auch auf die Geometrie der Wetterstation an: Lang, schmal und rund oder eher breit und eckig? Denn je nach der Geometrie ist die Windlast unterschiedlich hoch, die dann schließlich (zusätzlich zur Windlast, die auf den Mast selbst wirkt) an der Anbaustelle des Mastes (Mastende) angreift.
« Letzte Änderung: 29 August 2018, 13:58:57 von r00t2 »
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Offline chq

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #2 am: 29 August 2018, 13:50:41 »
Hauptsächlich um Vandalismus vorzubeugen. An anderen Stellen im Netz liest man zudem Angaben über wesentlich mehr als zwei Meter.

In meinem Fall möchte ich die Wetterstation an diesem Standort auch in Jahrzehnten noch betreiben. Zu diesem Zeitpunkt dürfte die Vegetation an dieser Stelle planmäßig höher als zwei Meter sein.

Gruß Chris
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Offline r00t2

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #3 am: 29 August 2018, 14:04:22 »
« Letzte Änderung: 29 August 2018, 14:06:31 von r00t2 »
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Offline chq

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #4 am: 29 August 2018, 14:38:10 »
Oh je.

Wenn ich die Station in 2m Höhe montieren würde, könnte ich geschätzt alle 1,5 Jahre eine neue Windfahne kaufen, da ein Fussball dagegengedonnert ist.

Gruß Chris
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Offline r00t2

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #5 am: 29 August 2018, 14:52:18 »
Oder einfach - wie von Dir geplant - höher machen und damit leben, dass es dann nicht mehr "DWD-tauglich" ist.  :)

Ist ja auch - was ich bisher lesen kann - keine Anforderung von Dir. Vielmehr soll die Station "überleben".

Zum Berechnen der Windlast bzw. Biegemomente auf das Rohr, gibt es bestimmt ein paar Tools, die von Funkamateuren gerne verwendet werden. Da lohnt sich ggf. mal ein wenig Google. Oder jemand hier im Forum geht eh in die Richtung und kann mehr Infos geben.
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Offline Schotty

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #6 am: 30 August 2018, 08:54:30 »
1,2 kg schwere Wetterstation auf 50mm Rohr mit sechs Metern (davon ein Meter einbetoniert) aufstellen und gut.  :P

Moin,

puh, also 1,2kg bei 5m netto-Höhe finde ich schon ne Hausnummer, da würde ich persönlich mir wahrscheinlich schon über eine eventuelle Verspannung des Mastes Gedanken machen (aber ich wohne auch an der Küste ;) ). Von einem zusätzlichen Blitzableiter mal ganz zu schweigen.. ;)

Wenn, würde ich die Konstruktion vielleicht auch in einer Art passenden Bodenhülse installieren, also bspw ein entspr. Rohr einbetonieren und dort dann den Mast hineinstecken und verschrauben. Oder hast du eine 5m-Stehleiter, so dass du bei Bedarf bequem da oben dran kommst? Einigermaßen senkrecht soll das Ganze ja wahrscheinlich auch stehen - da lässt sich eine Hülse sicherlich leichter ausrichten beim Einbetonieren als ein 5m bzw 6m langes Rohr.

Spontan fiel mir als erstes dazu ein alter Mast (samt etwaiger Verspannung) eines Segelbootes ein oder vielleicht auch nur ein alter Windsurfmast, wobei letzterer u.U. zu flexibel sein könnte.
Je nachdem, wieviel du investieren willst: Die BW hat 6m-Kurbelmasten (gibts bspw gebraucht auch bei ebäy), die sind verdrehsicher und halten Wind bis ca 30m/s aus - bei noch stärkerem Sturm könntest du ihn dann einfach einkurbeln. Oder, wenn du es richtig cheffig haben willst: So ein Teil mit Motor, und dann via FHEM bei Sturm-/Orkanwarnung automatisch einfahren lassen..8)

Gruß
« Letzte Änderung: 30 August 2018, 08:56:09 von Schotty »
Handbuch zum BSB-LPB-LAN-Projekt: https://github.com/1coderookie/BSB-LPB-LAN - über GitHub-Sterne freue ich mich..smile..

Offline chq

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #7 am: 30 August 2018, 09:00:26 »
Hallo,

ich möchte sehr wenig ausgeben und keine Wissenschaft draus machen.

Bin gedanklich mittlerweile bei "4m Edelstahl 50mm, davon 1m einbetoniert, Gebüsch außenrum über die Jahre regelmäßig beschneiden" angekommen.

Danke für den Input.

Gruß Chris
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Offline fiedel

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #8 am: 30 August 2018, 10:25:04 »
Prizipiell kannst du dich im Bereich Zubehör und Montagetipps für Sat- Spiegel umschauen. Die haben eine viel größere Windlast als deine Station und es gibt viel fertiges Zubehör und Erfahrungswerte. Hast du eine Garage, Nebengebäude, oder Gartenschuppen? Seitlich eine fertige Sat- Halterung dranschrauben, Station mit entspr. erhältlicher Klemmschelle befestigen und freuen...  :) So hätte ich das gelöst. Will man dann noch ganz korrekt sein muss da wie schon gesagt ein Blitzableiter dran, falls der Mast über das Dach ragt.
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Offline Tedious

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #9 am: 30 August 2018, 10:27:10 »
Kleiner Hinweis zum Thema "einbetonieren". Ich würde nur eine passende Hülse einbetonieren und den Mast da rein stellen. Wenn man zwecks Wartung da oben mal ran muss/will müsste man entweder eine lange wackelige Leiter oder eine Flex benutzen ;) Bei einer Hülse könntest Du den Mast einfach herausziehen...
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Offline Dr. Boris Neubert

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #10 am: 30 August 2018, 18:41:56 »
Hallo,

ich würde einen Aluminium-Flaggenmast nehmen, den es für wenig Geld im Internet zu kaufen gibt. Da ist eine Bodenhülse dabei.

Ich bin bei meinem Flaggenmast so vorgegangen:
- Bodenhülse mit zwei Rohrschellen an einer Randsteinplatte befestigt. Hartgummi um die Bodenhülse an den Stellen gewickelt, wo die Rohrschellen anliegen. Die Rohrschellen mit Wurzelschrauben und Dübeln an der Randsteinplatte befestigt.
- Ein Loch geschachtet. Ein großes Loch. Ein riesengroßes Loch. Wenn Du der Meinung bist, dass das Loch schon sehr groß sei: weiter graben  :D  Die Anleitungen für die Flaggenmasten sprechen von bis zu einem Kubikmeter, aber die Flagge am Sechsmetermast bringt auch eine unglaubliche Hebelwirkung. Ich habe mittlerweile 20° Schieflage, weil ich zu wenig Sockel habe.
- Randsteinplatte ins Loch stellen. Ggf. schalen. Loch mit Beton auffüllen.

Viel Erfolg!
Boris
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Offline chq

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #11 am: 30 August 2018, 20:53:51 »
Ich habe mittlerweile 20° Schieflage, weil ich zu wenig Sockel habe.

 Argh! :o

Küstennähe?

Danke (auch den Schreibern zuvor) für den Input.

Gruß Chris
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Offline Dr. Boris Neubert

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #12 am: 31 August 2018, 07:11:50 »

Küstennähe?


Hessen. Mainebene. Keine exponierte Lage.
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Offline PeMue

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Antw:Einschätzung Stabilität Wettermast
« Antwort #13 am: 31 August 2018, 17:13:50 »
Hallo,

mein Nachbar, der auf dem Bau arbeitet, hat mir mal erzählt, wie sie Lampenmasten einbetonieren:
- Loch ausgraben
- ein Rohr (Plastik reicht) einbetonieren, das deutlich mehr Durchmesser hat als der Mast
- den Mast mittig in das Rohr stellen
- mit Sand auffüllen und
- ganz am Schluß nur noch einen kleinen Ring aus Beton drumrum "gießen".

So habe ich meine Zaunpfähle (mit 150 mm Dachrinnenrohr) einbetoniert und die halten sehr gut.
Vielleicht ist das auch eine Idee für Deinen Mast.

Gruß PeMue
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Offline chq

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« Antwort #14 am: 11 Oktober 2018, 14:31:52 »
Falls es Wayne interessiert:

Hab nun einen 4,5m langen Edelstahlmasten (4,8cm Durchmesser, 2mm Wandstärke) ca. einen Meter tief einbetoniert.

Hab sieben Stunden gegraben/gemeiselt (stark verdichteter Lehmboden mit Schotterschichten und etwas Fels), drei Stunden betoniert und dabei neun Säcke Beton á 25kg verarbeitet. Bei einem einen Meter tiefen Loch bewegt man sich bzgl. des Durchmessers oben irgendwo bei ca. 60cm.

Anzahl der beteiligten Personen: 1  :P

Ab 20 km/h schwankt der Mast oben leicht. Ansonsten ist alles topp. Sitzt bombenfest.

Gruß Chris
« Letzte Änderung: 11 Oktober 2018, 14:34:55 von chq »
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