Autor Thema: Wozu braucht man fhem  (Gelesen 17005 mal)

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Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #15 am: 02 Dezember 2012, 03:48:53 »
Originally posted by: <email address deleted>

Hallo Boris und Rudi,

- Messung der Leistungsaufnahme des Hauses regt zum Nachdenken über
> Stromsparmaßnahmen an.


Die zweite Hälfte dieses Satzes enthält eigentlich die (philosophische)
Quintessenz: Nachdenken über die Energie, welche man "verbraucht" (bzw.
mehr oder weniger sinnvoll umwandelt).  Klingt auf den ersten Blick
vielleicht etwas hochgestochen - aber sich bewußt mit dem eigenem
Ressourcenverbrauch auseinanderzusetzen (auch wenn primär erst mal die
monetären Kosten im Vordergrund stehen mögen), halte ich für einen sehr
guten Anknüpfungspunkt zum Argumentieren!

Gerade weil FHEM so viele Freiheitsgrade enthält, z.B. sehr sparsame
Serverhardware jenseits aktueller "IT-gehypter Gerätschaften" einzusetzen
(Dockstar, Raspberry Pi etc.), ist es ein Projekt, welches tatsächlich *nicht
nur* dem Spieltrieb oder der "Komfortsteigerung" (was ist das für ein
Komfort, der mit dem stundenlangen Brüten über Fehlermeldungen bezahlt
ist?!) dienen muss, sondern wirklich Einsparpotentiale eröffnen *kann*.

FHEM erlaubt die Gestaltung eines kleinen eigenen Lebensraums. Oder wie Du,
Boris,  ja geschrieben hast: Es regt zum Nachdenken an ...

Und das ist mehr, als ich von jedem iPad, jeder "Cloud" oder etwaigem
Ecotec-Marketinggedöns erwarten kann!

Gerhard
(Muss jetzt dringend meinen Alkoholspiegel senken ;-)

--
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Guest

  • Gast
Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #16 am: 02 Dezember 2012, 12:06:01 »
Originally posted by: <email address deleted>

Ich baute vor über 30 Jahren mein Haus und sehe im fhem-Ansatz die beste
Möglichkeit in Altbauten neue Systeme einzubringen.
Zum Anderen hat man im Alter mehr Sicherheitsbedürfnis.

Die herausragenden Merkmale für mich, zwanglos aufgeführt:

Herstellerunabhängigkeit, systemübergreifend, jederzeit erweiterbar, extrem
anpassungsfähig,
modular aufgebaut, Funktionen jederzeit ergänzbar, auf die persönlichen
Bedürfnisse zuschneidbar,
Sicherheitssysteme integrierbar, eine umfassende Lösung, für alle Haustypen
alt oder neu etc.,
internetfähig und damit von überall erreichbar;

Ein wesentlicher Teil dieser Merkmale fehlt den Hertellersystemen, da sie
sich natürlicher Weise auf ihre Produkte beziehen.

Ich habe in meinem Berufsleben mehere neue Themen erdacht und entwickelt
die ich
alle modular aufgebaut habe und war damit über Jahrzehnte erfolgreich. Das
glaube ich auch von diesem System.
Insbesondere da viele unabhängige Entwickler daran arbeiten und es trotzdem
stabil bleibt.
Außerdem bringt der große Teilnehmerkreis immer neue Ideen.

Ich wünschte mir eine grafische Bedienoberfläche für das Einrichten der
Funktionen,
denn je mehr fhem genutzt wird, bräuchten auch Weniger-Spezialisten
einen leichten Einstieg und entsprechende Systembetreuung.

Grüße
Dieter Fuchs

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Heiermann

  • Gast
Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #17 am: 02 Dezember 2012, 16:01:53 »
                                                     

Ich kam seinerzeit zum Thema Hausautomation, nachdem ich ein Haus im
Nordosten der USA geerbt habe, und nun eine Fernsteuerung einrichten
wollte, um

- das Wasser kontrolliert aus einem Tiefbrunnen in eine Zisterne zu pumpen,
und so die Versorgung für bis zu 20 Personen sicher zu stellen
- die Räume vor einem Besuch langsam aufzuheizen
- eine Remote-Überwachung zu realisieren
- die Kraftstoffversorgung des autonomen BHKW zu überwachen

Nach über 10 Jahren wird das gesamte System nun auf fhem migriert, und mit
der lokalen fhem-Installation verknüpft.
Vorteil: Durch die Funktionsvielfalt von fhem können mehrere kleinere
Steuerungssysteme durch ein neues Gesamtsystem abgelöst werden.

--
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Guest

  • Gast
Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #18 am: 03 Dezember 2012, 14:31:58 »
Originally posted by: <email address deleted>

Hi,

mit Fhem habe ich endlich Abschied nehmen können von der
Referrenzraum-Temperatursteuerung unserer Gasheizung, was in einem
3-geschossigen EFH nicht wirklich Sinn macht, War das EG warm, konnte ich
im 1. OG (z.B. Bad) noch so sehr die Heizung aufdrehen (ohne Höherstellen
des Raumtemperaturreglers im EG bzw. Wohnzimmer geschah da nichts).

Das führt zwar nicht unbedingt zur Kostensenkung, aber ich erhoffe mir
zumindest bei annähernd +/- Null eine Komfortsteigerung und die ersten Tage
sind schon vielversprechend und die Neuerungen finden bisher ein positives
Echo.

Und Fhem bietet mir die Möglichkeiten der *zentralen* Steuerung /
Datenhaltung und Kontrolle, egal ob PC oder Tablet. Remote-Steuerung ist
jetzt nicht so mein persönlicher Anwendungsfall, aber wer weiß ;)

Zudem habe ich bisher im Einsatz,

2 Arduinos mit SD-Karte (speichern der LOG-Daten) und LAN-Anschluss (abruf
der LOG-Dateien)  für
- Vor- und Rücklauftemp. der Heizung
- Vor- und Rücklauftemp. der Solarkollektoren zur Brauchwassererwärmung
- Stromverbrauch mittels S0-Datenlogger,

1 WS 2300 / 2500 Wetterstation mit Innen- / Außen- / Teichwassertemperatur,
Wind- und Regenmesser, Hygro- und Barometer

1 NSLU zum Auslesen der Wetterstation(en) und hochschieben auf meine
Web-Seite für andere Interessenten

4 EM Energiesensoren von ELV (bereits in Fhem integriert).

1 FS20 Luftfeuchtesteuerung in der Waschküche

Das alles muss(te) ich *bisher* mit verschiedenen Programmen unter
verschiedenen Betriebssystemen (wenn kein Linux-Programm vorhanden)
auslesen und auswerten. *Zukünftig* alles mit einer Oberfläche ohne (teils)
proprietäre Programme und (so meine Hoffnung) auch zukunftsträchtig, denn
irgendwann geben z.B meine Wetterstationen ihren Geist auf und die werden
(leider) nicht mehr hergestellt.

Und ja, das Kind im Mann...

Gruß
Thomas

--
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Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #19 am: 03 Dezember 2012, 15:32:59 »
Originally posted by: <email address deleted>

...für mich ist fhem die erste Eierlegende-Woll-Milch-Sau, mit der ich
EXACT DAS umsetzten kann, was ich möchte.

Ich habe in der Vergangenheit immer selber Lösungen für meine
Steuerungsprobleme finden müssen (z.B. eine Heizungs-Regelung für mein
früheres Haus mit offener Bauweise und Fussbodenheizung). Diese Lösungen
hatten natürlich ihre Limitierungen, weil meine Fähigkeiten beschränkt.
Aber ich habe damit eine Temperatursteuerung im Haus, die keiner bewusst
wahr genommen hat (weil sie einfach "funktionerte"), und mir einen
Gasverbrauch für Heizung und Brauchwasser von 800-1200€ brachte.
(Freistehendes Einfamilienhaus, 2 Etagen, Kalt-Dach)

In unserem neuen Haus (Altbau, Baujahr 1908) stand ich vor einer grösseren
Herausforderung, da keine Kabel zur Steuerung vorhanden sind.
Die Heizung eines derartigen Gebäudes muss sinnvoll und effektiv erfolgen,
wenn man nicht (wie der Vorbesitzer) 6000L Heizöl pro Jahr verbrauchen
will.

Ich kenne keine technische Lösung ausser fhem, die den Brückenschlag
zwischen so vielen Systemen beherrscht, und mir als Anwender alle
Möglichkeiten und Freiheiten bietet, mir das System zusammen zu stellen,
was MEINEN Ansprüchen und Vorstellungen entspricht.
Kommerzielle Angebote versuchen meisst mit vordefinierten Modulen die
Mehrheit der potentiellen Kundschaft zu erreichen, aber das trifft nur sehr
selten das, was ICH mir als Lösung vorstelle.

Vorteile von fhem: schier unendliche Möglichkeiten der Konfiguration. Grad
der Komplexität kann jeder selber wählen, wie weit er einsteigen möchte.
Ein massgeschneidertes System ist innerhalb von wenigen Wochen
realisierbar, auch wenn man zuvor kein Perl kannte.

Nachteile von fhem: Da als Open Source Projekt betrieben, "lebt" das
System. Wer das nicht möchte, sollte eventuell "aussteigen", sobald er ein
für sich stabiles System entwickelt und in Betrieb hat. Bei mir wecken neue
Module und Erweiterungen immer Begehrlichkeiten, aber sie  machen fhem auch
immer Komplexer und Umfangreicher. Es wird möglicherweise irgendwann
derartig komplex, das es Neueinsteiger abschreckt als anzieht. Da müsste
man sich ev. mal überlegen, wohin die Reise mit fhem gehen soll.

Soll fhem irgendwann ein (in irgend einer Art) ein Breiten-Publikum
erreichen, müsste es vermutlich einen einfachen Einsteiger-Level haben, und
die komplexen Erweiterungen vornehmlich den Ambitionierten bereit halten.

Da bei einem Non-Profit Projekt sich keiner dauerhaft hinsetzen möchte, um
einen umfangreichen User-Support bereit zu stellen, werden entsprechende
Anforderungen an die Dokumentation gestellt.

Ich halte fhem für deartig flexibel, das es alles das erreichen könnte,
sofern man das will.

Was bei fhem aktuell möglicherweise fehlt, ist eine geeignete Form der
Moderation und des Projekt-Managements.

Für mich ist fhem DIE Antwort auf alle meine Mess-/Steuer-/Regel- und
Überwachungsfragen. Das tollste Spielzeug, was ich aktuell verwenden darf.
Und ich hoffe das es mir hilft Heizkosten zu sparen. Nächstes Jahr Juni
weiss ich mehr.

Alles aber nur meine persönliche Sichtweise. :-)

--
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Re: Wozu braucht man fhem
« Antwort #20 am: 04 Dezember 2012, 17:04:49 »
Originally posted by: <email address deleted>

Am 30.11.2012 17:26, schrieb Rudolf Koenig:
> Da ich gerade in einer Diskussion Probleme hatte zu sagen, wozu man
> fhem wirklich braucht, haette ich gerne eine Umfrage gestartet,
> vielleicht kann mir jemand einen wirklich guten Grund nennen, fhem zu
> verwenden :)
-Hersteller Unabhängig
- Verknüpfung verschiedener Systeme
(AV-Reciver wird auf TV eingeschaltet, Rollo für Beamer fährt runter,
licht Dimmt sich langsam aus. Da fehlt nur noch Achtung jetzt kommt eine
DVD in 16:9 Rolle nur bis Pos xy :), oder Wind wird zu stark Markiese
einfahren. )
- Wecker mit Sonnenaufgang, und die Zirkulationspumpe schaltet sich dazu
rechtzeitig ein.
- Große Baustelle, weil immer neue Ideen kommen(Spieltrieb)(Nachricht
per Anruf an Regierung das Fenster könnte mal geschlossen werden, die
LUft ist Trocken genug, wenn das Fenster länger auf ist friert der
Wasserhahn ein).
- Selbst gebaute Hardware kann eingesetzt werden (Net-IO).
- Der Server Läuft eh und jeh schon, da kann er auch die Arbeit von paar
Zentralen abnehmen.
- wo hat man sonst so eine gute Gemeinschaft, wo man fast stündlich
sieht das es weiter geht.
- wo hat man sonst so eine gute Gemeinschaft, wo man schnell Hilfe findet.
- Kontrolle :) Ist das Licht bei Sohnemann endlich aus, nein, gut...
Klick paar Stufen gespart, jetzt ist es aus.

-- Mit freundlichem Gruß
Carl Tenschert