Autor Thema: Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe  (Gelesen 1198 mal)

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #15 am: 15 April 2019, 14:54:26 »
Es gibt auch Drucksensorfolien, die nur 0,4 mm dick sind und unter 10 € kosten. Bewegung in diesem Umfang sollte das MDF-Unterteil verkaften können - also wackelt und quietscht da nichts außer den Beteiligten.

LG

pah

Offline Pf@nne

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #16 am: 15 April 2019, 15:06:47 »
Was für einen Hub machen denn deine Sensoren in g bzw. kg?
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Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #17 am: 15 April 2019, 19:01:59 »
Wieso Hub ? Kraftmessung ist nicht notwendigerweise mit makroskopischen Bewegungen verbunden, das spielt sich im molekularen Bereich ab. Schaut Euch das Datenblatt zu diesen polymeren Sensoren an - sogar nur 0,3mm dick. https://www.conrad.de/de/p/interlink-drucksensor-1-st-fsr400-0-2-n-bis-20-n-x-h-7-62-mm-x-0-3-mm-503368.html

Nehmen wir mal an, 300 l Wasser + 1 Person 100 kg, macht rund 3 bzw 4 kN. Sagen wir, verteilt auf 10m senkrechte MDF-Platten 20mm breit = 0,2 m² Auflagefläche.
Der Sensor hat in Standardausführung eine aktive Fläche von 12mm Durchmesser, macht etwa 0,00011 m² Sensorfläche. Macht bei gleichmäßiger Auslastung ohne Person ca. 1,3 N auf den Sensor, wenn sich eine Person drauflegt ca. 2,2 N. Laut Datenblatt sollte das problemlos messbar sein.

Jetzt müsste man noch ein wenig experimentieren, wie sich eine ungleichmäßige Belastung (nur eine Person) auf das Gesamtsystem auswirkt. Wegen des entstehenden Drehmoments könnte das den Sensor auf der anderen Seite sogar entlasten.

LG

pah

Edit: Ich habe zwar kein Wasserbett, aber so etwas ließe sich auch unauffällig unter normale Bettfüße platzieren. Ich bin regelrecht versucht, das auszuprobieren...
« Letzte Änderung: 15 April 2019, 19:04:27 von Prof. Dr. Peter Henning »

Offline Pf@nne

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #18 am: 15 April 2019, 20:03:16 »
Zitat
Wieso Hub ?
Mit Hub meine ich nicht den mechanischen Hub, den der Sensor ja wahrscheinlich nicht mal hat.
Sondern den Messhub, also ab wie viel Gramm bzw. Newton reagiert er und ab welchem Druck erhöht sich der Messwert nicht mehr.
Also welcher Messbereich..... ;D
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Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #19 am: 15 April 2019, 20:03:53 »
0.2 - 10 N, siehe Datenblatt

Offline det.

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #20 am: 15 April 2019, 20:15:32 »
Edit: Ich habe zwar kein Wasserbett, aber so etwas ließe sich auch unauffällig unter normale Bettfüße platzieren. Ich bin regelrecht versucht, das auszuprobieren...
Da pass auf, dass Deine Beste hier nicht mitliest und die Bettüberwachung möglicherweise nicht lustig findet. Meine hat das Schlafzimmer zur Fhem freien Zone erklärt und konnte bisher auch den WC Brillen Belegungssensor wirksam verhindern. Sonst ist zum Glück alles erlaubt.
LG
det.

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #21 am: 16 April 2019, 08:09:05 »
Wer sagt denn etwas von unserem Schlafzimmer ??

LG

pah

Offline M_I_B

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #22 am: 16 April 2019, 08:52:10 »
 ;D ;D ;D Lustiger Thread inzwischen  ;D ;D ;D

Die Idee'n die hier so kommen, sind allesamt ziemlich gut. Ich habe mir den Fred inzwischen in die Fav's gelegt; wer weiß, wann man das noch mal braucht  8)

@Pf@nne: Den genauen Hub/Messbereich der Sensoren kann ich Dir nicht sagen, da ich kein Datenblatt dazu bekommen kann. Wie gesagt entstammen die aus ausgemusterten Dialysegeräten. Aber wenn man bedenkt, das bei kräftigen Anpusten aus etwa 50cm bereits eine Signaländerung feststellbar ist und auch ein kräftiger Daumendruck auch noch sauber aufgelöst wird (ohne zu wissen, ob das nicht bereits oberhalb der Specs liegt; ich kann mit meinen Daumen ziemlich viel Kraft generieren...), dürfte der Bereich ziemlich groß sein...

@Peter: Deine Vorschläge haben einen gewissen Charm, werde ich mir aber für andere Zwecke merken. Denn hier ist mir der Aufwand, das komplette Untergestell zu zerlegen (anders ist das nicht zu machen) zu groß. Zudem möchte ich ja jede Seite unabhängig voneinander erfassen, was mit Deiner Version und dem Trum an Gestell eher schwierig zu realisieren ist.

@all: Macht Euch keine Sorgen um meine Holde ;D Die weiß immer ziemlich genau, was ich vorhabe und was ich treibe, wie auch umgekehrt. Sonst würden wir wohl nicht kurz vor der Silberhochzeit stehen. Es kommt ja nicht nur meinem Spieltrieb entgegen, sondern generiert Komfort für alle (Licht aufdimmen beim Aufstehen, Licht Abdimmen beim Hinlegen, beide Seiten belegt = Licht in den Wohnräumen aus, Flur auf Nachtlicht, ... Solche Sachen)

Ich habe gestern Abend mal in Ruhe darüber nachgedacht. Fakt ist, das ich nicht das ganze Trägergestell zerlegen will. Damit fallen Versionen mit Messzellen jedweder Art unter den "Füßen" flach. Da ich die Kerne sowieso ablassen muss, bietet es sich an, eine Version zu wählen, die sich auf die Platte der Kerne beziehen. Und da komme ich wieder zu der Version mit der ALU- Platte jeweils mittig, welche auf Wägezellen "made in CN" ruhen (Anlage). Wenn die Kerne raus sind, ist es ein Leichtes, da eben mal einen Kreis mit der Oberfräse zu ziehen; muss ja nicht tief sein: Stärke ALU-Platte * 2 sollte reichen. Bei Verwendung einer 3mm Platte wären das 6mm Frästiefe und es bleiben damit noch 16mm Material. Wenn ich dann die Messzellen auf eine weitere ALU-Platte mit 1-2mm setze und die kraftaufnehmenden Punkte axial bei 2/3 Radius der Wägeplatte plaziere, dann sollte das passen...
Also kurzgefasst: 500mm ALU-Ronde, 3mm stark / 300mm ALU-Ronde, 2mm stark. Messzellen auf der kleinen Ronde am Rand zentrisch unter der großen Ronde. Ggf. passenden I²C AD gleich mit verbauen und nur noch I²C heraus führen.

DLzG
Micha

Offline Wzut

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #23 am: 16 April 2019, 09:50:12 »
hm...  IMHO ein doch recht hoher Aufwand den du da noch betreiben willst.
Ich verstehe nicht ganz warum du das unbedingt alles in der Platte versenken willst.
Wie ist deine Heizung aufgebaut ? Ist das so ne schlabber Gummimatte (die hatte ich früher) oder ein recht massives Teil mit Alu Boden (die habe ich heute) Die Heizungen liegen bei mir direkt auf der Holzgrundplatte , darüber die Schutzfolie und dann die WB Matratze.
D.h. die Schutzfolie hat an der Stelle wo jeweils die Heizung liegt eine deutliche Beule. Wäre es da nicht eine Alternative die Wägezelle oder die von pah vorgeschlagene Messfolie unter die Heizung zu legen und auf zusätzliche Aluplatten ganz zu verzichten ?

By the way : Ich habe keine "Belegkontrolle" sondern nur jeweils einen LaCrosse Temp Sensor unter jedem Kern  (am Rand, damit ich noch darunter greifen kann) Wenn die Heizung aus ist und jemand legt sich ins Bett sehe ich jedesmal innerhalb kurzer Zeit einen Temperatur Anstieg um 1/10 Grad.
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Offline Wuppi68

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #24 am: 16 April 2019, 16:48:10 »
kann man PAHs Drucksensoren nicht einfach unter der Blase in der "Popo" Zone schieben - ggfls. unter einem steifen Brettchen zur besseren Druckübertragung?
Jetzt auf nem I3 und primär Homematic - kein Support für cfg Editierer

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Offline M_I_B

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #25 am: 16 April 2019, 19:03:22 »
@Wzut: Naja, wenn ich den Trum schon mal auf habe (die Kerne müssen ja auf jeden Fall raus), dann ist das Fräsen eine Leichtigkeit. Ich habe im Übrigen diese flexiblen Heizungen á 350W. Du hast vermutlich Keramische...
@Wuppi: Da fragst Du mich was... Wäre zumindest eine Idee...
DLzG
Micha

Offline loetmeister

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #26 am: 16 April 2019, 19:31:03 »
Hallo,

mal ne andere Idee.... vielleicht totaler Humbug....  ;)
Kann man nicht per Mikrofon in die Wassermatratze "reinhorchen"? Klingt bestimmt anders wenn jemand sich drauf bewegt...
Oder unterhalb der Matratze per Ultraschall, Mikrowellen, etc. schauen ob jemand rauf liegt? Echolot? .. oder wird dann nur die Bettdecke erkannt? ;D

Gruß,
Thomas

Offline M_I_B

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #27 am: 16 April 2019, 21:07:15 »
 ;D ;D ;D Micro ist gut! Meine Holde pupst anders als ich... Eindeutiges Erkennungsmerkmal  ;D ;D ;D
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Micha

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #28 am: 17 April 2019, 04:37:39 »
Ultraschall ist wegen der starken Dämpfung durch die Folien keine gute Idee. Allerdings sollte sich die Dielektrizitätskonstante messbar ändern, wenn statt 300 l Wasser plötzlich 400 darüber liegen.

Wie messen?


An jeder Seite eines Wasserkerns einen metallischen Folienstreifen anbringen, diese beiden Streifen bilden die beiden "Platten" eines Kondensators. Darauf ein hochfrequentes Signal geben (sagen wir im Bereich 10 MHz) und mit einer Brückenschaltung den Wechselstromwiderstand messen.

LG

pah

Online DasQ

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Antw:Bräuchte mal physikalisch-technische Hilfe
« Antwort #29 am: 17 April 2019, 06:57:02 »
Vielleicht auch totaler Humbug, aber ich sag mal meine Idee die mich seit ich gestern den Thread entdeckt hab, beschäftigt.

Zunächst dacht ich an eine Schnur, die man einfach „straff“ übers wasserbett verlegt und an einen primitiven Schalter hängt. Liegt jemand auf dem Bett, wird die Schnur gespannt und der Schalter betätigt. Da kamen mir aber gleich viele wenn und aber. Könnte man aber recht leicht umsetzten zu testzwecken

Dann kam mir eben die Idee, schnur ist scheisse aber das bettlaken wär ein guter Ansatz um Kräfte die auf dem Bett liegen zu registrieren. Und man hätte gleichzeitig den ersten automatischen bettlakenspanner.

Wie gesagt, vielleicht totaler Humbug, aber eine Idee.

BTW. So könnte man auch ggf auftretende störstrahlungsquellen vom Bett fern halten.
« Letzte Änderung: 17 April 2019, 07:01:58 von DasQ »
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