Der Antennen-Thread

Begonnen von Ranseyer, 09 November 2018, 17:10:08

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andies

#105
Ich habe mir mal den NS1201SA (auch hier) beschafft, das ist wirklich ein schickes Gerät. Leider ist die Bedienungsanleitung unlesbar. Also habe ich schnell zusammengeschrieben, was in meinen Augen wichtig ist. Ich hänge das mal an, falls jemand anderes Interesse hat. Kann man gern fortführen.

<edit 24.9.2020> Kleinere Schreibfehler entfernt, Kleinigkeiten deutlicher notiert.
FHEM 6.1 auf RaspPi3 (Raspbian:  6.1.21-v8+); Perl: v5.28.1
SIGNALduino (433 MHz) und HM-UART (868 MHz)
Sonoff, Blitzwolf, Somfy RTS, CAME-Gartentor, Volkszähler, Keyence-Sensor, Homematic-Sensoren und -thermostat, Ferraris-Zähler für Wasseruhr, Openlink-Nachbau Viessmann

Prof. Dr. Peter Henning


Ranseyer

Bei mir klappt der Download. Danke dafür !
FHEM mit FTUI. Homematic-Funk für Thermostate und Licht. MySensors als Basis für eigene HW.
Zentrale ist der MAPLE-CUL mit RFM69+HModUART-AddOn.
Doku zu meinen Projekten: Github/Ranseyer. Platinen falls verfügbar gerne auf Anfrage.
Support: gerne wenn ich Zeit+Lust habe im Forum. Nicht per PN!

andies

#108
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 24 September 2020, 15:58:52
Link ist tot
Kann ich das sonst "privat" schicken? Per PM gehen ja keine Anhänge.

Lange Leitung, sorry. Der Link war tot, nicht der download. Gefixt.
FHEM 6.1 auf RaspPi3 (Raspbian:  6.1.21-v8+); Perl: v5.28.1
SIGNALduino (433 MHz) und HM-UART (868 MHz)
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andies

#109
Zitat von: Ranseyer am 29 August 2020, 08:11:49
Die Dosenantenne auf dem Foto sieht erst mal "recht OK" aus... Aber ob da z.B. irgendwas z.B. eine Diodenfunktion hat kann man auf Fotos wohl kaum erkennen, solltest du es schaffen so was ähnliches als eine Diode zu erzeugen würden total unkalkulierbare Dinge passieren. Im Prinzip müsste man an die fertige Sache mit einem Spectrum Analyzer dran und den Output messen.
Das habe ich jetzt mal gemacht. Das Ergebnis hängt an und verwundert mich:

  • Die Dosenantenne liefert für den WLAN-Bereich sehr ordentliche Werte. Stehwellenverhältnis ist gut, Impedanz auch bei 50 Ohm, so ungefähr.
  • Aber sie hatte ja das Problem, dass da bei 433MHz auch etwas gesendet wurde. Also habe ich die entsprechenden Werte bei 433MHz gemessen und die sind so grottenschlecht, dass da eigentlich nix die Dosenantenne verlassen dürfte.
  • Komisch war aber, dass diese Dosenantenne bei 433MHz den Empfang so massiv stört, dass da nix mehr bei einem in der Nähe stehenden 433MHz Empfänger ankommt. Dieses Verhalten tritt nicht auf, wenn ich eine andere (gekaufte!) WLAN-Antenne dranhänge. Diese gekaufte Antenne hat allerdings keine besonders guten WLAN-Werte (SWR 3 bei hohen Kanälen).

Fazit: Was ich da beobachte, darf eigentlich nicht sein. Jetzt bin ich genau so klug wie vorher.

<edit> Ich frage mal mit anderen Worten und äußere eine Vermutung, die mir gerade einfiel: Wieso stört eine 2,4GHz-Antenne den 433MHz-Funkverkehr, wenn sie da gar nicht funkt?!
Könnte es auch sein, dass der (gekaufte!) 433MHz-Empfänger ganz schlecht isoliert ist (Anschluss mit Reihenklemmen, kein Witz), so dass durch die gute Abstrahlwirkung der 2,4GHz-Antenne da "irgendwie" Störungen ankommen? Beide sind 1m voneinander entfernt.
FHEM 6.1 auf RaspPi3 (Raspbian:  6.1.21-v8+); Perl: v5.28.1
SIGNALduino (433 MHz) und HM-UART (868 MHz)
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Ralf9

#110
Die 433 MHz Antenne von Aliexpress ist heute gekommen
Zitat1 stücke 433Mhz Antenne 5dbi SMA Stecker 433 MHz Directional Antena Gummi Antenne Repeater Lorawan antenne 433m
https://de.aliexpress.com/item/33016447871.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.6cbd4c4dz8Az9I

Ich habe das Gefühl beim Bestellen von 433 MHz Antennen ist das was man erhält irgendwie ein Glückspiel.

Martin:
Ich habe in nächster Zeit mal wieder vor eine Radtour zu Dir zu machen, ich bringe dann einige 433 MHz Antennen mit.

Gruß Ralf
FHEM auf Cubietruck mit Igor-Image, SSD und  hmland + HM-CFG-USB-2,  HMUARTLGW Lan,   HM-LC-Bl1PBU-FM, HM-CC-RT-DN, HM-SEC-SC-2, HM-MOD-Re-8, HM-MOD-Em-8
HM-Wired:  HMW_IO_12_FM, HMW_Sen_SC_12_DR, Selbstbau IO-Module HBW_IO_SW
Maple-SIGNALduino, WH3080,  Hideki, Id 7

andies

#111
Sehr schön, zufällig habe ich mir wegen meines neuen Spielzeugs beide 433 angeschaut, die ich habe. Das war so furchtbar, dass ich gleich eine Antenne auseinandergenommen und zerlegt habe. Nun hatte ich von früher so ein 433-Drahtgestell und ich dachte "Löte das doch einfach an den Stecker und dann hast du eine perfekte Antenne". Gesagt, getan. Nix mit perfekt, wie man unten sieht. Das kann doch nicht an dem Kragen unten (Reflektor) liegen, oder? Kriegt man auf dem Gebiet denn nur Schrott?

<edit> Die Antenne ist perfekt geeicht für 452 MHz (SWR knapp 2 - sonst über 6!, Impedanz 23 Ohm). Kann man da was machen?
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Prof. Dr. Peter Henning

Etwas auseinanderziehen.

LG

pah

andies

#113
Danke - hast Du da ein paar Infos? Bei Rothammel steht nichts zu dieser Antennenform und im Netz finde ich entweder Rechenformeln, die zum Beispiel zum Verhältnis Länge - Anzahl Windungen nichts sagen oder die nicht normale (axiale?) Form dieser Antenne behandeln. Ich würde gern vorher verstehen, was ich da tue. Ich hätte nämlich auf "kürzen" getippt, weil die Frequenz zu hoch ist. Falsch. Nach den Angaben von Peter weiter oben hätte ich verlängern müssen.

<edit> Komisch, sobald man die richtigen Schlagworte sucht, findet man was. Ich hänge mal die entsprechende Seite an.
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Ranseyer

#114
Wenn du eine Antenne kürzer machst wird die optimale Frequenz höher...

Wenn du das Glück hast diese bequem zu verlängern wird die Frequenz tiefer.

ed: Aber ob das auch für die Spulenfunktion gilt: Ausprobieren, oder PAH kann das beantworten?
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andies

Auseinanderziehen hat nicht funktioniert, die optimale Frequenz ist bei mir sogar gestiegen (und bei 433 MHz hatte ich im etwas ausgezogenen Zustand eine SWR von 9 statt 6).

Was mich irritiert(e), ist folgendes. Es gibt ja eine ganze Vorlesung zu diesen Spulenantennen: http://www.infocobuild.com/education/audio-video-courses/electronics/Antennas-IIT-Bombay/lecture-44.html (man muss da aufpassen, ich brauche den "normal mode" und nicht "axial mode", zum axial mode gibt es alle möglichen Rechenprogramme, aber die ergeben nichts für mich sinnvolles bei 433MHz). Aber es ist eben nicht so, wie ich dachte: Man gibt einfach die Frequenz ein, drückt einen Knopf und bekommt Spulenanzahl, Durchmesser und Kabeldicke angezeigt. Statt dessen hat man wohl ein physikalisches Modell, das die Antenne ganz gut simuliert, das scheint aber keiner ausrechnen zu können. In dem Video wird wüst probiert und der Autor (Prof für electrical engineering) sagt selbst, dass er von den Ergebnissen überrascht sei. Und wenn Formeln im Netz stehen, sind das trigonometrische Trivialitäten wie Umfang ist gleich pi mal Durchmesser und dergleichen, das hat nichts mit den Antennengrößen wie SWR & Co. zu tun.

Ich mache das jetzt anders. Ich wickle mir solche eine Antenne selber und nutze als Vorlage den Stumpf, den ich habe (also Windungsdurchmesser, Anzahl Windungen und so). Und ich wickle ihn länger. Der wird dann nicht so biegungsstabil, weil eben reines Kupferkabel, und kann leicht verdreht werden, aber das wird schon. Das Ding steht an einer Stelle, wo man so nicht herankommt und die Windungen zufällig verbiegt. Und dann schneide ich nach der PeMue-Methode immer ein Drittel ab. Irgendwann lande ich dann bei 433.92 MHz.
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andies

#116
Also jetzt habe ich eine merkwürdige Entdeckung gemacht. Diese Antennen heißen ja auch rubber duck (https://en.wikipedia.org/wiki/Rubber_ducky_antenna), weil das Ummantelungsmaterial eine wichtige Rolle spielt. Also habe ich diese Quietschentenhülle aufgezogen, obwohl für meine Spule diese Hülle gar nicht konzipiert war (meine Antenne sollte ja frei sein). Und was sehe ich? Wenn ich die Hülle nicht ganz aufstecke, habe ich super Werte beim SWR und eine Impedanz von 45 Ohm?! Selbst beim vollen aufstecken ist die Antenne besser als das Ding, das ich vorher hatte.

Da muss ich nix mehr wickeln und so, das klappt out-of-the-box. Das zum Verhältnis von Theorie und Praxis.
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andies

So, PeMues Technologie funktioniert. Ich hatte so eine schöne rubber Duck, die perfekt auf 470MHz oder so getuned war. Also das Innenleben entfernt, ein 0,75mm^2-Kupferkabel aus einem Rest Telefonleitung entfernt, um ein Stäbchen aus dem Chinarestaurant gewickelt und dann so lange abgeschnitten, bis ich bei 433.92 MHz angelangt war. 

Stehwellenverhältnis ist mit 2.1 nicht berauschend (war aber vorher 7, also nicht meckern) und lies sich nicht weiter absenken; Impedanz 25 Ohm (dafür der Imaginärteil faktisch null, ist ja auch was). Also diese Antenne ist sicher besser als das, was ich vorher hatte. Durch die Abdeckung können die Windungen auch nicht verdreht werden, sehr praktisch.

Mich würde jetzt nur mal das Strahlungsdiagramm interessieren. Da die Wicklung ja offensichtlich nicht industriell ist, wird die Antenne sicher verquer strahlen. Da fehlt mir nu aber die Ausrüstung.
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andies

Es gibt im wiki unter CUL einen Eintrag zu Antennen. Sollten wir nicht einige Erkenntnisse aus dem thread dorthin übertragen? Wer hat denn bei dem Eintrag den Hut auf? Ich will mir ungern Arbeit machen und dann geht alles wieder zurück.
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Prof. Dr. Peter Henning

Zitatum ein Stäbchen aus dem Chinarestaurant gewickelt
Ist das dann "Parts made in China, assembled in Germany" ?

LG

pah