⚖️ Offene Konsultationen, eigene Einreichungen zur E VDE-AR-N 4100:2024-10, TAB Entw

Begonnen von Torxgewinde, 10 November 2024, 11:52:27

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Prof. Dr. Peter Henning

#15
Das mit dem EEBUS-Modul finde ich durchaus attraktiv.

Zitat eines VW-Managers im Board des EEBUS-Konsortiums:
ZitatWhite goods, heat pumps, charging stations, electric vehicles, and other power storage devices can all be influenced using this strategy.

Da werden wir in FHEM also wohl nicht drumherum kommen.

Zitat von: JoWiemann am 21 November 2024, 09:39:48Auch aus dem Konzern, dem ich verpflichtet bin
Na, dann mach mal was, damit der Aktienkurs wieder besser wird ...

LG

pah

Torxgewinde

Hallo,
Zitat von: JoWiemann am 21 November 2024, 09:39:48Gibt es auch von anderen Anbietern. Auch aus dem Konzern, dem ich verpflichtet bin: https://www.gridx.ai/de/success-stories/e-on-energie-deutschland
Das klingt schon ganz gut, das wäre dann eine API und die Kontrolle für Weiterentwicklung etc. bleibt bei E.On bzw. GridX, korrekt? Es handelt sich also nicht um OpenSource, korrekt?

Bei EVCC, bzw. bei den Bibliotheken von Andreas Linde (https://github.com/enbility/eebus-go) gibt es scheinbar in EVCC ausprobierte und genutzte Module. Vielleicht kann man die auch für FHEM nutzbar machen.

Was mich umtreibt: Wie und wogegen testet man das? Fährt man nach Köln zu dem https://www.livinglabcologne.com/ und wieviel kostet dort ein Test. Trauen wir FHEMler uns das zu da was auf die Beine zu stellen? Klingt erstmal nach "das wird nichts", aber wer weiß...

Prof. Dr. Peter Henning

Da würde ich doch jetzt mal andersherum fragen, und insbesondere Jörg adressieren:

Wäre E.ON denn bereit, auch Open Source Entwicklungen im Bereich EEBUS zu unterstützen? Etwa, indem man uns Spezifikationen zur Verfügung stellt und ggf. eigene Geräte zum Testen.

Genau so sollten wir auch an Unternehmen wie Vaillant herantreten.

Wir müssen in Deutschland endlich den Weg verlassen, dass nur elitäre Clubs von Unternehmen Zukunftstechnologien entwickeln und implementieren.

LG

pah

Torxgewinde

Interessante Neuigkeit: Deye hat teilweise Wechselrichter per Internet deaktiviert: https://www.borncity.com/blog/2024/11/27/deye-deaktiviert-solar-manager-in-usa-uk-und-pakistan/

Das ist genau so ein Grund, warum man seine Geräte nicht mit dem Internet verbinden will, sondern warum man lokale Lösungen bevorzugen sollte.

Torxgewinde

Gestern nahm ich an der ,,Konsultationssitzung §14a EnWG, Tenorziffern 2a, b, c" mit der Bundesnetzagentur sowie zahlreichen Verbandsvertretern teil. Das Format als Webex-Sitzung erwies sich als überraschend pragmatisch und effizient.

Der Punkt ,,~=Schnittstelle EEBUS firewallen können" wurde bereits durch das VDE FNN bewertet. Dabei kam man zu dem Schluss, dass eine Änderung von §14a, Tenorziffer 2a, 4.1.3 nicht erforderlich ist. Die aktuelle Regelung kommt ohne PKI aus, was bedeutet, dass weiterhin ein MITM-Proxy zwischengeschaltet werden könnte. Gleichzeitig möchte man sich aber nicht darauf festlegen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Wer seine SteuVE-Geräte künftig besonders sicher betreiben möchte – also möglichst isoliert vom restlichen Netz –, sollte daher so lange wie rechtlich zulässig auf Schaltausgänge (Relais) setzen.

Interessant war, dass auch verschiedene Verbände sowie Hersteller von Heizungen, Heizlösungen, kostengünstigen Wärmepumpen und Split-Klimaanlagen die Relaislösung bevorzugen. Während der Datenschutz in der Diskussion keine zentrale Rolle spielte, standen die Kosten für Entwicklung, Prüfung und Updates eines EEBUS-Systems im Fokus. Besonders bei importierten Geräten spiegeln sich die spezifischen deutschen Anforderungen an EEBUS nicht wider, was die Auswahl zusätzlich einschränkt.

Allerdings werden Relaislösungen weiterhin nicht bevorzugt, und ihre langfristige Zukunft ist fraglich, da sie die Möglichkeiten der Digitalisierung stark begrenzen – etwa durch wenige Dimmstufen und das Fehlen eines Rückkanals für Anlagendaten. In meinen Augen reicht dies jedoch aus, um die SteuVE an die Netzsituation anzupassen. Alles darüber hinaus wirkt eher wie eine Digitalisierung um der Digitalisierung willen.

Was in der Sitzung definitiv fehlte, waren Vertreter wie ich, die allein die Interessen der Betreiber widerspiegeln. Ich habe niemanden wahrgenommen, der nicht einer Firma oder einem größeren Verband angehörte. Dementsprechend gering war auch die Diskussion zu den Interessen der Verbraucher.