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FHEM => Sonstiges => Thema gestartet von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55

Titel: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55
Hi,

ich nutze FHEM seit mehr als 10 Jahren. Grund für die Entscheidung pro FHEM war damals vorallem die Möglichkeit Hardware verschiedenster Hersteller zu kombinieren, da damals die Hersteller entweder Einzel/Insellösungen hatten oder aber fantastisch teuer waren. Somit konnte ich also z.B. Rolladen mit Homematic, Licht mit intertechno und Multiroom Audio mit meinem SB_SERVER/SB_PLAYER Modul machen. Buderus Heizung via KM271 etc. Einziger Wermutstropfen war immer die Oberfläche von FHEM, welche auf Grund mangelnder Intuitivität dazu führte, dass der Rest der Family FHEM eher nicht benutzt hat. Ich habe das durch drei Dinge im Laufe der Zeit auflösen können:
(1) "Mission critical" Systeme wie z.B. Rolladen können ganz normal am Schalter bedient werden (-->Homematic)
(2) jede Menge Automotisierung in Form von Perl Scripten, so dass eben gar nichts von Hand gemacht werden muß
(3) Sprachsteuerung via Alexa, Siri und Google

Ganz speziell (3) hat dann den Durchbruch gebracht und es haben jede Menge Amazon Echo im Haus Einzug gehalten und FHEM lief jetzt seit min. 2 Jahren einfach durch mit Ausnahme dass ich mal alle paar Monate ein update gemacht habe. Soweit, so gut.

Story könnte hier zu Ende sein, aber wir haben letztes Jahr ein anderes Haus gekauft, welches eh saniert werden musste. Also habe ich gleich von Anfang an mir überlegt, wie das mit der Hausautomation so laufen soll und welche Erfahrungen ich einbringe.
Gegenüber damals hat sich generell einiges im Markt getan:
- das Einzellösungsthem der Hersteller hat sich aufgelöst: z.B. hat Philips Hue ein sehr, sehr komplettes Portfolio mit dem man erstmal alles zum Thema Licht machen kann
- jeder Hersteller hat typischerweise sehr gut funktionierende Apps, die auch WAF-tauglich sind
- Sprachintegration vornehmlich in Alexa ist bei eigentlich allem automatisch schon dabei

Somit war also für das neue Haus klar, dass ich den "Zoo" an verschiedenster Hardware massiv reduzieren werde und jedes "Gewerk" an einen Hersteller geht und Automatisierungen  innerhalb des Gewerkes auch auf der jeweiligen Hersteller-Bridge laufen sollen
Daher habe ich nun
- alles was Licht betrifft Philips Hue inkl. einer Bridge pro Stockwerk. Lampen, Bewegungsmelder, Schalter alles mittels Hue gemacht (ausser den klassischen Lampen die einfach Ein/Aus machen)
- alles was Rolladen und Fenster betrifft ist Homematic IP mit einer CCU
- alles was Mutiroom-Audio betrifft ist Denon HEOS (ich hatte schon einen AV-Receiver und habe noch günstig einen Denon SuperLink bekommen)
- TV/Bild etc. via FireStick
- Zugangssteuerung der Haustüre war auch bisher nicht mit FHEM vernetzt.

Somit sind z.B. "Licht an wenn jemand bei Dunkelheit in den Raum kommt" lokal im Hue System oder "Rolladen werktags um 7:30h hoch fahren" lokal auf der CCU. Bedieninterface für uns ist quasi 100% Alexa. Klappt super.

Etwaige System-übergreifende Automatisierungen wollte ich natürlich auch umsetzen können und habe mich dafür umgesehen, was es ausser FHEM sonst noch so gibt. Kriterien waren dabei ein gutes User-Interface und eine aktive Community. Alles in allem bin ich dann also bei Home Assistant gelandet. Nun nach ca. 8 Wochen bin ich wieder zurück bei FHEM aus folgenden Gründen:
- das User Interface brauche ich nicht. Bedient bei uns im Haus eh keiner mehr, denn Alexa macht das schon
- die Homematic Integration bei HA ist aus meiner Sicht eher eine Art rudimentäre Machbarkeitsstudie
- Automatisierungsskripte sind eher "klicki-klicki-bunti-bunti". Da werde ich wohl doch sehr schnell an die Grenzen der Möglichkeiten stoßen)
- aber der Todesstoß für HA bei mir: die Alexa Integration kostet jeden Monat ordentlich Gebühr. Ich habe kein problem für sowas zu bezahlen, aber der Abopreis fand ich dann doch zu hoch

Wenn ich nun also den Anwendungsfall "Kinoabend" nehme dann soll das Haus die Leinwand runterfahren (Homematic), das Licht dimmen (Hue), den Beamer einschalten (FireTV), je nach Helligkeit draussen die Rolläden runter  und das ganze bitte per "Alexa Kinoabend" Sprachbefehl. Auf Grund mehr als 10 Jahren FHEM Eerfahrung habe ich sowas in FHEM innert 10 Minuten umgesetzt ohne dass ich ein Alexa Abo bezahlen müsste :-)

Das ist meine Sicht bei meinem Anwendungsfall. Habe ich aus eurer Sicht was übersehen?











Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: betateilchen am 09 Januar 2024, 15:43:26
Zitat von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55- Zugangssteuerung der Haustüre war auch bisher nicht mit FHEM vernetzt.

Das ist meine Sicht bei meinem Anwendungsfall. Habe ich aus eurer Sicht was übersehen?

https://www.fuhr.de/produkte/mehrfach-verriegelungen/motor/multitronic-881gl/

gibts auch schon hier im Forum 8)
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: tomcat.x am 10 Januar 2024, 15:49:12
Also der Grund für die Auswahl von fhem war bei mir ähnlich. Auch weil damals bestimmte Komponenten bei manchen Herstellern noch sehr teuer waren. Und weil wir zur Miete wohnen, also beispielsweise für die Rollläden nur Wickler in Frage kamen und nicht Schalter für (Einbau-) Motoren, die es bei mehreren Herstellern gegeben hätte. Es musste also eine Kombination von mehreren Herstellern sein.

Zitat von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55(2) jede Menge Automotisierung in Form von Perl Scripten, so dass eben gar nichts von Hand gemacht werden muß

Das ist für mich ein entscheidender Faktor, denn fhem ist ja laut Beschreibung für die Heimautomatisierung gedacht ;-) Klar geht es nicht ganz ohne Eingriff, aber möglichst viel sollte wirklich automatisch passieren.

Lokale Steuerung nutze ich nur direkt in den Geräten, also beispielsweise sind fast alle Bewegungsmelder direkt mit den Lichtern gekoppelt oder die Rollläden gehen im Regelbetrieb über die eingebauten Timer und Lichtsensoren hoch und runter (nur bei Bedarf schalte ich über fhem die Automatik aus und steuere über Events). Die weitere Automatisierung geht dann immer zentral über fhem, nichts in der CCU oder anderen "Gateways".

Sprachsteuerung habe ich bisher nicht realisiert, da kommt für mich nur etwas ohne Cloud in Frage. Das wird dann das nächste Projekt. "Ohne Cloud" nicht nur wegen Datenschutz, sondern auch weil ich möglichst nichts mehr will, wo ich von der Hersteller-Cloud abhängig bin. Da haben leider auch schon ein paar größere Ihr "Engagement" aufgegeben und die Produkte samt Cloud eingestellt. So ganz bin ich leider auch nicht drum rum gekommen ...

Das Kinoabend-Szenario wird bei mir durch die Auswahl der Aktion auf der Fernbedienung aktiviert, mit ähnlichen Aktionen. Beim Drücken der Pause-Taste geht automatisch das Licht an usw. Falls man nicht während des Films per Sprache lauter oder leiser machen will (falls das bei lautem Ton überhaupt noch funktioniert), braucht man die Fernbedienung sowieso. Wobei die Fernbedienung leider auch so ein Teil ist (Harmony), das ohne die Cloud irgendwann demnächst nicht mehr tun wird und ich mir eine neue Lösung suchen muss.

Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: KölnSolar am 10 Januar 2024, 19:15:52
welcome back.  ;D

Ich weiß nicht, was mir besser gefiel:
ZitatNun nach ca. 8 Wochen bin ich wieder zurück bei FHEM
oder doch
ZitatAutomatisierungsskripte sind eher "klicki-klicki-bunti-bunti".
Grüße Markus
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: ph0x am 10 Januar 2024, 20:00:49
Ich finde es super, dass du diesen Exkurs mit uns teilst, dann muss ich ihn schon nicht mehr machen. :-D
Genau diesen Eindruck (Skripte zusammenklicken *örks* und Wissen, wie man etwas in FHEM in 10 Minuten umsetzt) sind auch die Gründe, weshalb alle Versuche, das System zu wechseln, bei uns bislang gescheitert sind.
Neben der Tatsache, dass es bei keinem anderen System einen Adapter für unsere Wärmepumpe gibt, welche nicht über das Web-Gateway läuft (@immi (https://forum.fhem.de/index.php?action=profile;u=205) :-*).
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Beta-User am 11 Januar 2024, 16:23:23
Auch von mir ein freundliches "Willkommen zurück"!

Zu
Zitat von: tomcat.x am 10 Januar 2024, 15:49:12Sprachsteuerung habe ich bisher nicht realisiert, da kommt für mich nur etwas ohne Cloud in Frage. Das wird dann das nächste Projekt. "Ohne Cloud" nicht nur wegen Datenschutz, sondern auch weil ich möglichst nichts mehr will, wo ich von der Hersteller-Cloud abhängig bin. Da haben leider auch schon ein paar größere Ihr "Engagement" aufgegeben und die Produkte samt Cloud eingestellt. So ganz bin ich leider auch nicht drum rum gekommen ...
Schau dir mal Rhasspy an. Offline gibt es imo keine Alternative, auch wenn meine Frau die lokale Sprachsynthese immer noch wenig ansprechend findet...
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: tomcat.x am 12 Januar 2024, 09:48:45
Zitat von: Beta-User am 11 Januar 2024, 16:23:23Schau dir mal Rhasspy an.

Danke! Geschaut habe ich schon. Genau das ist nämlich das "nächste Projekt". :)
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Beta-User am 13 Januar 2024, 08:19:42
Zitat von: tomcat.x am 12 Januar 2024, 09:48:45
Zitat von: Beta-User am 11 Januar 2024, 16:23:23Schau dir mal Rhasspy an.

Danke! Geschaut habe ich schon. Genau das ist nämlich das "nächste Projekt". :)
Dann mal willkommen im Club!
(Da fällt mir ein, dass ich da eigentlich "GetDate" noch generalisieren wollte, so dass man je nach zusätzlichem Keyword unterschiedliche Antworten (Uhrzeit/Wochentag/volles Datum/whatever) erhält...)
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: bugster_de am 21 März 2024, 21:48:17
Zitat von: ph0x am 10 Januar 2024, 20:00:49...
Neben der Tatsache, dass es bei keinem anderen System einen Adapter für unsere Wärmepumpe gibt, welche nicht über das Web-Gateway läuft (@immi (https://forum.fhem.de/index.php?action=profile;u=205) :-*).
Einbindung der Wolf Wärmepumpe mittels ISM7 ist noch die "offene Flanke" aktuell. Die Steuerung der Heizung aus unserem Familienkalender heraus war im alten Haus eine Ölverbrauchsersparniss von >30% (!!) ohne auch nur die kleinste Einbusse an Wärme- oder Duschkomfort.
Bei einer WP ist das aus verschiedenen Gründen sogar noch wichtiger weshalb ich da noch unbedingt beigehen muß zumal unsere Wolf WP auch als Klimaanlage laufen kann un dder nächste Sommer kommt bestimmt.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: DasQ am 22 März 2024, 06:06:46
HA ist wie VHS

Fhem eher so wie Betamax o. Video2000 ... in 4K
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Der_Tom am 22 März 2024, 11:19:39
Zitat von: DasQ am 22 März 2024, 06:06:46HA ist wie VHS

Fhem eher so wie Betamax o. Video2000 ... in 4K

Nunja, das liegt wohl im Auge des Betrachters .

Die individuellen Möglichkeiten bei Fhem sind um ein vielfaches größer ( falls man sich damit beschäftigen mag ) .
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: psycho160 am 18 Januar 2025, 06:50:20
guten morgen, also ich muss jetzt einfach meinen senf dazu geben ;D , da ein paar dinge nicht richtig sind die eingangs erwähnt wurden..

Vorab: Bin seit 2013 mit fhem unterwegs, habe heuer mitte des jahres schrittweise (erfolgreich) zu HA migiert.

Zitat von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55- die Homematic Integration bei HA ist aus meiner Sicht eher eine Art rudimentäre Machbarkeitsstudie

kann ich nicht bestätigen, habe gleich wie in fhem auch Homematic über die Raspberrymatic angebunden. Alle aktoren und sensoren werden unterstützt, auch Zutritt mit meiner Keymatic. Batterieüberwachung etc.

Zitat von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55- die Homematic Integration bei HA ist aus meiner Sicht eher eine Art rudimentäre Machbarkeitsstudie
- Automatisierungsskripte sind eher "klicki-klicki-bunti-bunti". Da werde ich wohl doch sehr schnell an die Grenzen der Möglichkeiten stoßen)

Erster satz stimmt, habe/hatte in fhem auch sehr komplexe perl logik und mir am anfang gedacht, ui das wird nix aber wenn man sich damit beschäftigt kann man bei HA auch in die tiefe gehen und statt klicki klicki den direkten quellcode bearbeiten und mit der mächtigen template engine konnte ich alle fhem logik dann doch erstaunlich einfach abbilden.

Zitat von: bugster_de am 09 Januar 2024, 14:51:55- aber der Todesstoß für HA bei mir: die Alexa Integration kostet jeden Monat ordentlich Gebühr. Ich habe kein problem für sowas zu bezahlen, aber der Abopreis fand ich dann doch zu hoch

Stimmt NICHT, habe jetzt in HA die alexa integration als custom skill laufen, doku ist super beschrieben (paar schritte bei amazon, 5 zeilen code in HA), schaltet gut/schnell und kostet nix.
bei fhem ist das mit dem alexa connector noch einfacher aber wollte das nur richtigstellen.


Was bei mir 2024 der hauptauslöser für den wechsel war, ist die companion App von HA. Hatte vorher immer andFHEM im Einsatz aber die wird ja leider nicht mehr weiterentwickelt. Eingentlich ist ja eine App für eine Haussteuerung nur ein nettes "add on" weil man ja nicht dauernd mit dem handy etwas bedienen will aber die HA App ermöglichte mir viele neue automatisierungs möglichkeiten - zb. tracking aller familinemitglieder, apple watch widgets für die zutrittssteuerung und und und - sollte man sich wirklich mal ansehen.

Alles in allem war es eine schöne (zuverlässige) zeit mit fhem aber ich bin froh den schritt durchgezogen zu haben.

lg
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Gisbert am 18 Januar 2025, 07:22:50
Zitat von: Beta-User am 11 Januar 2024, 16:23:23Schau dir mal Rhasspy an. Offline gibt es imo keine Alternative, auch wenn meine Frau die lokale Sprachsynthese immer noch wenig ansprechend findet...

Hallo Jörg

auf meinem Handy habe ich eine sehr natürlich wirkende Stimme.

Viele Grüße Gisbert
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: bugster_de am 14 Mai 2025, 17:21:05
Hi,

ich habe gerade erst gesehen, dass es hier ja noch weiterging in der Diskussion.

Zitat von: ph0x am 10 Januar 2024, 20:00:49Einbindung der Wolf Wärmepumpe mittels ISM7 ist noch die "offene Flanke" aktuell.
ja, da muß ich auch noch bei aber nicht auf Basis der ISM7. Ich werde mir eine ISM8 beschaffen und mit der dann arbeiten. Bei der ISM7 habe ich "geschlafen"; die hat der Heizungsbauer wohl aus Restbeständen noch bei mir verwurstet weil er irgendwas von "Automatisierung" verstanden hat. Ich hatte zur Sanierungszeit schlicht nicht die Zeit und die Muße mich da rein zu fuchsen, welche Karte von Wolf man nehmen muß.

Zitat von: psycho160 am 18 Januar 2025, 06:50:20Was bei mir 2024 der hauptauslöser für den wechsel war, ist die companion App von HA. Hatte vorher immer andFHEM im Einsatz aber die wird ja leider nicht mehr weiterentwickelt. Eingentlich ist ja eine App für eine Haussteuerung nur ein nettes "add on" weil man ja nicht dauernd mit dem handy etwas bedienen will aber die HA App ermöglichte mir viele neue automatisierungs möglichkeiten - zb. tracking aller familinemitglieder, apple watch widgets für die zutrittssteuerung und und und - sollte man sich wirklich mal ansehen.
und genau diese Use-Cases haben wir alle nicht

Apps / User Interface auf den verschiedenen Mobilgeräten brauchen wir nicht. Ja die HA App ist schöner aber wir brauchen sie halt nicht, weil:
- die Automatisierung macht alles selbst so wie ich es programmiert habe, da es ja eine Automatisierung ist. Bsp. Rolladensteuerung
- die Bedienung machen die Bewohner des Hauses mittels Stimme via Alexa, da bei uns eh quasi in allen Räumen eine steht

Zutrittssteuerung:
- diese habe ich aus guten Gründen eben nicht an die Zentrale angebunden. Man kommt bei uns via Fingerprint rein (hat man immer dabei), oder via Handy oder falls alles nix hilft dann via Keycard, die an einem versteckten Ort liegt. Ich habe mir die Möglichkeiten von HA in dem Bereich angesehen und ja, die sind toll gemacht, aber die Haustüre ist nicht eingebunden, damit sie eben nicht im Internet hängt.

Familienmitglieder Tracking
- mache ich nicht. Der Nutzen bei der Automatisierung ist zu gering im Vergleich zum potentiellen Misstrauen, das da entsteht. Ich bin halt der Techie im Haus
- ich selbst hatte Geofencing und so bei mir aktiv und hatte auf der Basis ein paar Sachen im Haus automatisiert, aber das ist bei mir auch eher um den Techie zu befriedigen denn tatsächlicher Nutzwert
- Anwesenheitsstatus mache ich über den üblichen Ping des Handy im WLAN. Um z.B. die Rolläden zu automatisieren reicht das aus

Grüssle
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Ruggy am 24 Juli 2025, 14:51:49
Nachdem ich durch Zufall auf diesem Thread gestoßen bin, möchte ich zu FHEM und HA auch etwas schreiben.

Schaue mir seit zwei, drei Wochen nämlich HA auch etwas genauer an, weil mir "mein" FHEM zu langsam geworden ist und manche Dinge erst mit einiger Verzögerung oder auch gar nicht ausgeführt werden. Ein Hauptgrund wird die mittlerweile sehr große SQLITE-Datenbank wahrscheinlich sein.
Obwohl ich FHEM bereits sehr lange nutze, bin ich nicht fit genug den Fehler zu finden bzw. die Datenbank anzupassen. Mir fehlt einfach jemand in der Nähe, welcher sich mit FHEM ausgennt und sich dieses mal anschauen könnte.

Positiv muß ich jedoch dieses Forum hervorheben, weil einem hier schon meißt sehr gut weitergeholfen wird. Bis auf wenige Ausnahmen, wo ich auf die Commandref oder Wiki verwiesen wurde und ich trotzdem nicht weiter gekommen bin. Diese sind oft eher nicht für Laien geschrieben, weil diese ja auch meißt von Experten verfasst wurden, welche einfach in der Materie stecken.


Ob ich jedoch den Wechsel von FHEM auf HA mache ist jedoch noch nicht sicher. Insgesamt betrachtet ist FHEM nicht sooo schlecht und wenn mans kann, kann man damit wahrscheinlich fast alles machen.
Manche Dinge sind in HA für einen "Nichtprogrammierer" wie mich wirklich einfacher (weil "klicki-klicki-bunti-bunti"). Wobei Standardkonfigurationen in FHEM auch relativ schnell eingerichtet sind. Wenn es jedoch komplexer wird, bin ich mit FHEM manchmal schnell überfordert z.B. mit den verschiedenen ()[]{}, Kommas mit und ohne Abstand usw.

Wie es jedoch mit HA funktioniert, wenn man "kompliziertere" Sachen möchte weiß ich noch nicht.

An ein Problem bin ich jedoch schon gestoßen, was HA anscheinend nicht kann. Nämlich, dass man eine Temperatur von einem externen Thermometer (Aqara) an ein Homematic-Heizkörperthermostat übergeben kann. Auch die Templists sind in FHEM sehr praktisch um die verschiedenen Temperaturen für z.B. Sommer, Winter, Wochenende,... an die Heizkörper weiter zu geben, was anscheinen in HA auch nicht funktioniert. Dies ist in FHEM aber möglich, wobei mir hier auch sehr geholfen wurde.
Evlt. weiß @psycho160, ob bzw. wie dies in HA doch umsetztbar ist (gerne auch per PN, falls hier nicht erwünscht ist)


Für das Testen von HA habe ich mir einen NUC besorgt. Evtl. bleibe ich aber auch bei FHEM und nutze diesen mit einer kompletten Neuinstallation von FHEM. Dann dürfte die zu groß gewordene SQLITE-Datenbank evlt. wieder für die nächsten Jahre weniger Probleme bereiten, wenn es evlt. ander Rechenleistung vom Raspberry 3 liegt.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Guybrush am 24 Juli 2025, 15:04:03
ohne zu wissen was bei dir sehr groß bedeutet sei der Hinweis erlaubt, das sqllite nichts für größere Datenmengen ist. Das dbLog Modul von fhem ist gut supportet und dazu gibt es auch jede Menge Tutorials. Darauf solltest du umstellen mit MariaDB als backend...
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Gisbert am 24 Juli 2025, 20:50:30
Hallo Ruggy,

zwischen einem NUC und einem RPi 3 liegen aber Welten. Da wird Fhem sehr viel schneller laufen im Gegensatz zum RPi 3.
Wenn du alles neu aufsetzt, dann kann ich dir nur wärmstens Proxmox empfehlen. Man kann verschiedene virtuelle Maschinen installieren und kann sehr einfach Backups  der virtuellen Maschinen durchführen.

Viele Grüße
Gisbert
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 25 Juli 2025, 09:24:36
Zitat von: Gisbert am 24 Juli 2025, 20:50:30zwischen einem NUC und einem RPi 3 liegen aber Welten. Da wird Fhem sehr viel schneller laufen im Gegensatz zum RPi 3.
Das ist in dieser Allgemeinheit einfach falsch.
ZitatWenn du alles neu aufsetzt, dann kann ich dir nur wärmstens Proxmox empfehlen. Man kann verschiedene virtuelle Maschinen installieren und kann sehr einfach Backups  der virtuellen Maschinen durchführen.
Das ist ebenfalls nicht richtig, wenn der Bediener keine oder wenig Programmiererfahrung hat.

LG

pah
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Ruggy am 25 Juli 2025, 18:48:49
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 25 Juli 2025, 09:24:36Das ist in dieser Allgemeinheit einfach falsch.
ZitatDavon wäre ich jetzt aber auch ausgegangen, dass die selbe Installation auf dem NUC schneller läuft. Ist das nicht so?

Auch wenn dies grundsätzlich keine gute Lösung ist und es natürlich besser wäre den Grund für das langsame FHEM zu finden. Dann würde es wahrscheinlich auf den Raspberry auch wieder schneller laufen.

Aber wie bereits geschrieben, finde ich den Fehler nicht; weil ich mich auch zu wenig damit auskenne.
Evlt. würde der Umstieg auf MariaDB dann schon reichen. Wobei wahrscheinlich etwas anderes das System noch ausbremst.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 25 Juli 2025, 19:42:46
Der Sinn der Datenbankanbindung erschließt sich mir nicht.

LG

pah
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Gisbert am 27 Juli 2025, 12:12:27
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 25 Juli 2025, 09:24:36
Zitat von: Gisbert am 24 Juli 2025, 20:50:30zwischen einem NUC und einem RPi 3 liegen aber Welten. Da wird Fhem sehr viel schneller laufen im Gegensatz zum RPi 3.
Das ist in dieser Allgemeinheit einfach falsch.
ZitatWenn du alles neu aufsetzt, dann kann ich dir nur wärmstens Proxmox empfehlen. Man kann verschiedene virtuelle Maschinen installieren und kann sehr einfach Backups  der virtuellen Maschinen durchführen.
Das ist ebenfalls nicht richtig, wenn der Bediener keine oder wenig Programmiererfahrung hat.

LG

pah

Hallo pah,

ad 1)
da stimme ich gerne zu, da du wahrscheinlich die besseren Argumente hast. Es ist halt nur so, dass die CPU eines modernen NUCs einen deutlich höheren Wert beim Benchmarking als ein RPi 3 hat. Meine Beobachtung ist, dass bspw. das Laden von Grafiken um Faktoren schneller ist - bei vielen Grafiken auf einer Seite durchaus um den Faktor 10.

ad 2)
Da kann ich auch sehr gerne zustimmen. Wenn man von Linux und Debian noch nie etwas gehört hat, dann braucht man Unterstützung beim Einrichten des Proxmox-Servers, VMs oder LXS-Container - die gleiche Unterstützung wird aber auch für die Einrichtung eines Debian-Servers mit Fhem benötigt. Für mich ist das vom Schwierigkeitsgrad vergleichbar. Selbstverständlich ist es ratsam in beiden Fällen Anleitungen, Tutorials oder z.B. YouTube-Videos vorher anzuschauen, um abzuschätzen, ob man das alleine hinbekommt oder ob man sich besser Hilfe organisiert.

Viele Grüße Gisbert
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 27 Juli 2025, 14:59:40
Zitat von: Gisbert am 27 Juli 2025, 12:12:27Laden von Grafiken
"Das Laden" soll wohl bedeuten, dass ein Browser auf einem anderen Computer "die Grafik" vom FHEM-Server bezieht. Dabei spielen Fragen der Netzwerkbandbreite und der Speicherbandbreite auf dem FHEM-Server eine Rolle. Außerdem ist zu fragen was mit "der Grafik" gemeint ist - vermutlich ein vom FHEM-Server erstelltes Diagramm. Da geht tatsächlich eine Menge reiner Rechenleistung rein, bei der ein "NUC" schneller sein kann, als ein Raspberry Pi ohne Compute-Module.

Das ist aber ein ganz spezieller Aspekt von FHEM und bedeutet nicht, dass FHEM auf einem "NUC" per se "schneller" läuft.

LG

pah
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: vbs am 27 Juli 2025, 23:14:41
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 27 Juli 2025, 14:59:40Da geht tatsächlich eine Menge reiner Rechenleistung rein, bei der ein "NUC" schneller sein kann, als ein Raspberry Pi ohne Compute-Module.
Schneller sein "kann"? Welche (praxisrelevanten) FHEM-Szenarien hast du da im Sinn, die direkt von der Rechenleistung abhängen, bei denen aber ein NUC nicht schneller ist? Frage nur aus Interesse.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 28 Juli 2025, 13:02:15
Die Antwort ergibt sich aus der gemachten Einschränkung "direkt von der Rechenleistung abhängen" und ist eigentlich nicht FHEM-spezifisch. Rechenleistung ist eben nicht gleich Rechenleistung: Sind es Integer-Operationen, oder Gleitkommarechnungen? Wird dabei viel Speichertransfer erzeugt?

Darüber hinaus variiert die Rechenleistung innerhalb der Raspberry-Pi-Familie sehr stark, siehe z.B. https://www.golem.de/news/raspberry-pi-5-im-test-der-neue-raspberry-pi-ist-nicht-nur-technisch-heiss-2310-178807-3.html

Gleiches gilt für das unter dem Namen "NUC" zusammengefasste Zeug, das seit 2013 auf den Markt kam.

Fazit also: Vergleicht man einen aktuellen RPi 5 mit einem älteren NUC, habe ich große Zweifel, dass letzterer schneller sein kann. Auch beim RPi 3 ist der Vergleich nicht ganz trivial. Deshalb ein vorsichtiges "kann".

LG

pah

Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: KyleK am 30 Juli 2025, 22:00:45
Zitat von: Guybrush am 24 Juli 2025, 15:04:03ohne zu wissen was bei dir sehr groß bedeutet sei der Hinweis erlaubt, das sqllite nichts für größere Datenmengen ist. Das dbLog Modul von fhem ist gut supportet und dazu gibt es auch jede Menge Tutorials. Darauf solltest du umstellen mit MariaDB als backend...
Ich kenne Produktivsysteme die auf embedded devices SQLite Datenbanken im Gigabyte-Bereich verwenden, ohne jegliche Performance Probleme.
SQLite funktioniert, wenn das Datenbank-Schema korrekt aufgesetzt ist, genauso gut wie andere SQL-Systeme.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Guybrush am 31 Juli 2025, 09:47:30
sqqlite ist gut für Applikationen ohne konkurrierende Zugriffe, wo auch nicht zuviel traffic auf der db ist. solang das erfüllt ist, kann man das gut nehmen. das ist bei fhem aber nur dann der fall wenn du wenig devices drin hast oder kaum logst. andernfalls ist mysql/mariadb sqllite deutlich überlegen/schneller. vor allem wenn das schon einige zeit gelaufen ist..
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: rudolfkoenig am 31 Juli 2025, 10:11:08
Zitatdas ist bei fhem aber nur dann der fall wenn du wenig devices drin hast oder kaum logst.
Wenn man mehrere SVGs auf einer Seite hat, dann wird (vereinfacht) fuer jede SVG ein FHEM-Prozess gestartet (geforkt), um die Daten zu besorgen (hier aus der DB).

SQLite ist eine Bibliothek, und nicht fuer Zugriffe aus mehreren Prozessen gedacht, das ist die Domaene von richtigen(TM) Datenbanken.
Es existiert zwar ein multithreaded Zugriffsmodell in SQLite, aber geforkte Prozesse gelten nicht als multithreaded.
Laut Doku sperrt SQLite die Datenbankdatei fuer die Dauer des Vorgangs, d.h. die anderen Prozesse muessen warten.

Soweit die Theorie, getestet habe ich das nicht.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 05 August 2025, 17:26:26
Und hier ein nagelneues "Praxisbeispiel" zu rechenintensiven FHEM-Anwendungen:
Zitat von: grappa24 am 04 August 2025, 19:08:34@All-Ex: Wie rechenintensiv ist denn das User-Reading forecast_json? Mein RasPi ist damit ganz schön beschäftigt  :(

LG

pah
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: Ruggy am 05 August 2025, 20:07:39
Zitat von: rudolfkoenig am 31 Juli 2025, 10:11:08Wenn man mehrere SVGs auf einer Seite hat, dann wird (vereinfacht) fuer jede SVG ein FHEM-Prozess gestartet (geforkt), um die Daten zu besorgen (hier aus der DB).
Zitat von: rudolfkoenig am 31 Juli 2025, 10:11:08Laut Doku sperrt SQLite die Datenbankdatei fuer die Dauer des Vorgangs, d.h. die anderen Prozesse muessen warten.

Das wird dann wohl ein Hauptgrund sein, warum mein FHEM manchmal ne Zeit lang einfriert.
Titel: Aw: nun also doch wieder FHEM (und nix mit Home Assistant)
Beitrag von: grappa24 am 05 August 2025, 22:54:44
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 05 August 2025, 17:26:26Und hier ein nagelneues "Praxisbeispiel" zu rechenintensiven FHEM-Anwendungen:
Zitat von: grappa24 am 04 August 2025, 19:08:34@All-Ex: Wie rechenintensiv ist denn das User-Reading forecast_json? Mein RasPi ist damit ganz schön beschäftigt  :(
Na ja, wenn man wie ich vergißt, das User-Reading mit einem Trigger zu versehen, braucht man sich nicht zu wundern, dass der Rechenaufwand enorm ist  :(