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Verschiedenes => Bastelecke => ESP Familie => Thema gestartet von: andies am 01 Januar 2026, 15:02:13

Titel: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 01 Januar 2026, 15:02:13
Ich brauche mal Hilfe aus der Runde. Zuerst beschreibe ich das Ziel, danach mein Problem.

Ich habe einen Kaffeeröster, dessen Temperatur-Anzeige defekt ist und der ohnehin eine sehr rustikale Temperatursteuerung hat ("Bügeleisenautomatik": Heizungsrelais an oder aus, das war es). Es gibt im Kaffeeforum Leute, die daraufhin dort eine Regelung eingebaut haben. Man schaltet zwischen die Heizung einen Kemo 028N (siehe Fotos ab hier (https://www.kaffee-netz.de/threads/gene-cbr-101-dimmer-umbau.37187/post-2531272)) und regelt den Kemo 028N über einen Kemo 150. Dieser wiederum erlaubt mehrere Eingabemöglichkeiten, unter anderem PWM mit 5V.  Letzteres wollte ich nun mit einem Tasmota auf NodeMCU (also ESP8266) hinbekommen. Das geht technisch sehr einfach: Link (https://tasmota.github.io/docs/Peripherals/#pwm). Ich habe sogar einen MOSFET hinter den Tasmota gesteckt, damit ich auf 5V und nicht 3.3V komme.

Die Ergebnisse sind nun ernüchternd. Der Kemo 028N schaltet anscheinend bei voller Leistung nicht durch, die Heizung wird nicht richtig warm und kommt nicht auf volle Leistung (papa romeo hatte da ein richtiges Modul dahinter gebaut, das habe ich jetzt nicht gemacht). Ich vermute, dass das PWM Signal nicht sauber genug ist (hier gibt es vergleichbare Berichte (https://forum.fhem.de/index.php?topic=111217.0)). Bei mir passiert folgendes: Wenn ich Dimmer=100 habe, kriege ich vielleicht 80% Leistung der Heizung. Bei Dimmer=92 bricht die Last völlig ein. So kann man nicht steuern?! Die Heizung selbst ist im Rahmen der Spezifikation des Kemo, daran liegt es also nicht (Kemo: 4000VA, Heizung 2kW).

Nun meine Idee. Ich will das mit dem PWM nicht weiter verfolgen. Der Kemo 150 erlaubt auch eine DC Spannung 0-5V zum Regeln. Im Kaffeeforum machen die Leute das mit einem Potentiometer, da ist natürlich nichts mit Steuerung. Hat jemand 1) Erfahrung mit PWM bei Tasmota und 2) weiß jemand, wie ich in Tasmota eine Gleichspannung in der Größe vernünftig steuern kann?
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 01 Januar 2026, 19:35:39
Hallo andies,

wie wäre mit einem PWM zu DC Wandler:

https://www.google.com/aclk?sa=L&ai=DChsSEwiQgJPt_OqRAxUmgoMHHXsvI4kYACICCAEQGBoCZWY&co=1&ase=2&gclid=EAIaIQobChMIkICT7fzqkQMVJoKDBx17LyOJEAQYASABEgJw8vD_BwE&category=acrcp_v1_33&sig=AOD64_1Hs1PiVMDsJX2YEOGN01O145koVw&ctype=5&q=&nis=4&ved=2ahUKEwjVno7t_OqRAxXmRv4FHc4qDVsQ9aACKAB6BAgNEBM&adurl=

LG
Papa Romeo

PS: Ein gesundes neues Jahr
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 01 Januar 2026, 19:56:35
Frohes Neues!

Ja, dann muss ich wieder Wochen warten, bis das da ist. Ich vermute ja, dass das PWM-Signal des NodeMCU nicht sauber genug ist, daher denke ich eher an eine andere Art Steuerung. Im Zweifel halt ein Potentiometer. Ich hätte auch gern gewusst, ob ich der einzige bin, dem das so geht. Die Kemos sind ja hier weit verbreitet, scheint mir. Mir wäre ein analoges Signal lieber, weil ich das direkt prüfen kann.

Ich bestelle mal und wenn ich bis zum Lieferzeitpunkt nichts habe, nehme ich das.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: frober am 01 Januar 2026, 22:34:15
Ich habe so was ähnliches mal mit einem MCP4822 (12 bit digital/analog Wandler) gemacht.

Ob der von Tasmota unterstützt wird weiß ich nicht.
Er wird über SPI angesteuert.

Ich habe einen Arduino benutzt.
Die verwendete lib war einfach, da kann man direkt die Milivolt angeben.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 02 Januar 2026, 14:45:47
Zitat von: andies am 01 Januar 2026, 19:56:35Im Zweifel halt ein Potentiometer...

... und das in digitaler Ausführung wäre eine weitere Option ...

MCP4151 oder X9C103S oder ähnliche.

... hatte ich hier https://forum.fhem.de/index.php?topic=135105.0 mal ausgeführt und ein Lade-Netzteil gesteuert.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 02 Januar 2026, 21:42:41
Zitat von: andies am 01 Januar 2026, 15:02:13Bei mir passiert folgendes: Wenn ich Dimmer=100 habe, kriege ich vielleicht 80% Leistung der Heizung. Bei Dimmer=92 bricht die Last völlig ein. So kann man nicht steuern?! Die Heizung selbst ist im Rahmen der Spezifikation des Kemo, daran liegt es also nicht (Kemo: 4000VA, Heizung 2kW).

Hallo andies, hab´s jetzt erst richtig durchgelesen und hatte da noch irgend was im Hinterkopf was der Aufruf des Datenblattes des Kemo 150 dann auch bestätigt hat.

Der Kemo 150 kann nur eine Impulsbreite von 10-90%. Kann also sein, bzw. wird so sein, dass das Teil bei über 90% abschaltet bzw. wie du es definierst, die Last zusammenbricht.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 02 Januar 2026, 22:04:58
Das mit der impulsbreite passt, das erklärt einiges.

Ich will unbedingt tasmota nehmen; da ist der MCP4151 nur bedingt einsetzbar, oder? Ich dachte jetzt an eine arduino MKR und verbinde den mit dem ESP per UART.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 02 Januar 2026, 22:24:29
Zitat von: andies am 02 Januar 2026, 22:04:58Ich will unbedingt tasmota nehmen; da ist der MCP4151 nur bedingt einsetzbar, oder? Ich dachte jetzt an eine arduino MKR und verbinde den mit dem ESP per UART.

... ja, für den MCP hatte ich nen eigenen Sketch.
Mit Tasmota wirst um den PWM-DC-Wandler wohl nicht "drumrum" kommen.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: frober am 02 Januar 2026, 23:22:30
Der DS3502 (digitale Poti 10kOhm) wird unterstützt.

https://tasmota.github.io/docs/Supported-Peripherals/ (https://tasmota.github.io/docs/Supported-Peripherals/)
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 03 Januar 2026, 13:39:02
Zitat von: frober am 02 Januar 2026, 23:22:30Der DS3502 (digitale Poti 10kOhm) wird unterstützt.
Das probiere ich jetzt mal. Habe mir alles beschafft. Ich wollte zuerst den arduino MKR nehmen, das scheint mir aber mit dem DS3502 nun eher overkill zu sein. Ich berichte. Danke!
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 23 Januar 2026, 19:14:03
Zitat von: andies am 01 Januar 2026, 15:02:13Ich habe sogar einen MOSFET hinter den Tasmota gesteckt, damit ich auf 5V und nicht 3.3V komme.

Was für einen Mosfet? Womöglich langsamer Powermosfet? BSS123 (oder ähnliches) wäre meine Empfehlung. Mir sagt aber Kemo nichts. Meine PWM Erfahrungen mit ESP habe ich von Meanwel LED-Treibern und deren 0-10V Schnittstelle.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 23 Januar 2026, 19:26:54
Zitat von: andies am 03 Januar 2026, 13:39:02
Zitat von: frober am 02 Januar 2026, 23:22:30Der DS3502 (digitale Poti 10kOhm) wird unterstützt.
Das probiere ich jetzt mal. Habe mir alles beschafft. Ich wollte zuerst den arduino MKR nehmen, das scheint mir aber mit dem DS3502 nun eher overkill zu sein. Ich berichte. Danke!

Messe aber vorher mal die Spannung die am Stell-Poti liegt. Der DS3502 kann nur max 15V. Und die Doku die ich gefunden habe zu den Kemo Teilen ist wenig erbaulich
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 23 Januar 2026, 20:08:43
Zitat von: DerD am 23 Januar 2026, 19:14:03Was für einen Mosfet? Womöglich langsamer Powermosfet?

Bei der Ansteuerung von MOS-FET´s mit den ESP´s und den Frequenzen hat das weniger mit Geschwindigkeit zu tun.
Die "normalen" MOS-FET´s hätten gern eine Gate-Spannung von 10Volt und drüber, damit sie sauber durchschalten.
Bei den EPS´s ist es daher ratsam auf sogenannte Logik-Level-Fet´s zurückzugreifen um sicher und sauber durchzuschalten.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 24 Januar 2026, 09:07:23
Das zusätzlich, es geht ja um einfaches Level-shifting. "viel hilft viel" ist in dem Fall leider kontraproduktiv.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 24 Januar 2026, 09:24:30
Was ich nicht raus habe, warum denn überhaupt so ein Wemo Konstrukt und nicht einfach ein SSR? Die gibt es mit Nulldurchgangserkennung/Schaltung und erlauben damit auch Wellenpaketsteuerung.
Und dann per on/off aus Tasmota die Heizdauer in Abhängigkeit der Temperatur definieren.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 24 Januar 2026, 10:06:22
Bei mir deshalb, weil ich das zu spät gesehen hatte (und weil ich etwas über 2kW brauche).
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 24 Januar 2026, 16:18:50
Zitat von: DerD am 24 Januar 2026, 09:24:30Was ich nicht raus habe, warum denn überhaupt so ein Wemo Konstrukt und nicht einfach ein SSR? Die gibt es mit Nulldurchgangserkennung/Schaltung und erlauben damit auch Wellenpaketsteuerung.
Und dann per on/off aus Tasmota die Heizdauer in Abhängigkeit der Temperatur definieren.

...wobei wir dann auch gleich wieder fast am Anfang sind ... nur eben mit einer etwas moderneren "Bügeleisenautomatik"  ;)
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 24 Januar 2026, 22:16:20
Ich habe mal eine Frage, Papa Romeo. Ich habe es jetzt geschafft, Tasmota (nodemcu) mit einem DS3502 zu verbinden. Mein FHEM-Gerät hat jetzt einen slider von 0 bis 127 und wenn ich den slider bewege, wird MQTT "aktiv" und ich messe am DS3502 eine Spannung variierend von 0V bis 3.3V. Das passt also, die Spannung ist auch anscheinend stabil.

Ich habe mir dann aber von ChatGPT eine Konstruktion machen lassen, wie ich nun den Kemo mit 0-5V statt 0-3.3V füttern kann. Dazu habe ich hinter den DS23502 einen Chip gelegt: Op-Amp bzw genauer TLV2462. Den habe ich verkabelt und dann erhalte ich am Ausgang des Verstärkers auch 0-3.3V (was mich wundert, ich wollte das auf 5V hochziehen). Hinzu kommt aber ein weiteres Problem. Wenn ich einen 1.4kOhm anschließe (und so viel Strom zieht der Kemo), dann bricht die Spannung auf ca 1V ein. Kann ich also nicht gebrauchen.

Welchen Verstärker kann ich nehmen, damit aus 0-3.3V eine Steuerung für 0-5V wird, die 1.4kOhm ansteuern kann?

<edit> ich verstehe eigentlich nicht, wieso die angehängte Konstruktion nicht geht. Ich habe Rf=5kOhm, Rg=10kOhm und R1=0Ohm. Das müsste doch passen? Aber es klappt nicht mit dem TLV2462
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 25 Januar 2026, 10:40:01
Zitat von: Papa Romeo am 24 Januar 2026, 16:18:50...wobei wir dann auch gleich wieder fast am Anfang sind ... nur eben mit einer etwas moderneren "Bügeleisenautomatik"  ;)

Nun ja, wenn der Tasmota nur Hystereseregler programmiert bekommt ja. Zwingt mich aber niemand dazu. Auch PID ist digital ja umsetzbar. Wellenpakete sind ja immer "On/Off"

@Andies:
mit welcher Spannung betreibst du den TLV2462? 5V oder 3,3V? Auch bei 5V wird es trotz rail2rail arg knapp bei 5V am Ausgang auch noch eine Last zu treiben. Dennoch sollten es 4,8V oder so werden. Nur 3,3V sind tatsächlich zu wenig.

Habe den Typ nicht in Ltspice, nur einen in etwa ähnlichen LTC6242. Aber das Gesamtbild sollte ähnlich sein.

Aber, DS3502 ist doch ein digitaler Poti, wieso nur 3,3V? Du hast schon Rh auf 5V gelegt? Dahinter brauchst du dann aber dann dennoch einen Buffer wenn der Eingangswiderstand am Kemo nur 1k4 hat.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 25 Januar 2026, 10:48:11
Ergänzung: wenn ich das Blatt Seite 2 zum Kemo 150 anschaue, entspricht Analog 1-5V exakt den 10-90% PWM. Sprich am Ergebnis wird sich vermutlich nichts ändern.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 25 Januar 2026, 11:05:20
Mein Problem hatte ich gelöst, war ein Verkabelungsfehler. Ich komme in der Tat auf 4.9V im Maximum:
Videolink (https://youtu.be/c-PW4ICcnis)
Wenn die 5V nur 90% ergeben, dann ist das natürlich Mist. Allerdings hatten andere das im selben Röster erfolgreich ausprobiert, deswegen bastle ich da weiter. Mein Video ist mit 1.4kOhm Last gemacht.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 25 Januar 2026, 11:07:23
Zitat von: DerD am 25 Januar 2026, 10:40:01Auch PID ist digital ja umsetzbar.
PID Modul (https://wiki.fhem.de/wiki/PID20_-_Der_PID-Regler)
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 25 Januar 2026, 15:56:46
Zitat von: andies am 25 Januar 2026, 11:07:23PID Modul (https://wiki.fhem.de/wiki/PID20_-_Der_PID-Regler)

ja, oder so PID_Tasmota (https://tasmota.github.io/docs/PID-Control/)
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 25 Januar 2026, 18:05:44
Zitat von: andies link=msg=1356550 daquote author=andies link=msg=1356550 date=1769335520]
Wenn die 5V nur 90% ergeben, dann ist das natürlich Mist.

... höhere Betriebsspannung für den OP-Amp.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: DerD am 26 Januar 2026, 18:33:03
Zitat von: andies am 25 Januar 2026, 11:05:20Wenn die 5V nur 90% ergeben, dann ist das natürlich Mist. Allerdings hatten andere das im selben Röster erfolgreich ausprobiert, deswegen bastle ich da weiter. Mein Video ist mit 1.4kOhm Last gemacht.

Probier aus, aber ich verstehe das so: 1V oder 10% PWM ist Min, 5V oder 90% PWM max. Mehr als 5V oder 100% PWM wird da nicht mehr bringen.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 26 Januar 2026, 20:50:10
Zitat von: DerD am 26 Januar 2026, 18:33:03Probier aus, aber ich verstehe das so: 1V oder 10% PWM ist Min, 5V oder 90% PWM max. Mehr als 5V oder 100% PWM wird da nicht mehr bringen.

... hatte die Tabelle nicht. Aber ich denke auch, dass dies so ist. Sonst würde bei 5 Volt nicht 90 sondern 100% stehen.

Stellt sich die Frage, wie genau die Regelung zwischen 90 und 100% sein muss bzw. ob 100% erforderlich sind. Wenn das keine große Rolle spielt, aber 100% nötig sind, würde ich einfach ein Relais einen Schütz oder einen SSR parallel legen und diesen ab 91% schalten.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 26 Januar 2026, 21:00:54
In dem selben Dokument steht ein anderer Stelle, dass 5 V 100 % entsprechen.

Ich habe aber ein anderes Problem. Ich habe das Gerät nun angeschaltet und sobald Last (1.3kW) auf dem Kemo liegt, brennt mir die Sicherung im Haus durch. Es ist ganz einfach: der Kemo ist defekt.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 27 Januar 2026, 14:26:41
Zitat von: andies am 26 Januar 2026, 21:00:54Ich habe das Gerät nun angeschaltet und sobald Last (1.3kW) auf dem Kemo liegt, brennt mir die Sicherung im Haus durch.

Die Heizung des Rösters ist aber o.k.  ::) 

Der Kemo hat doch keinen Nullleiter(N) und ist nur in den L geschaltet wie es bei einer Phasen- an/abschnittsteuerung so üblich ist.
(... wenn ein Dimmer defekt ist, lässt sich zwar die Helligkeit nicht mehr einstellen, das interessiert aber die Sicherung doch nicht)
Wieso sollte dann hier die Sicherung durchbrennen?

Der Kemo 028N ist bei Defekt entweder hochohmig und es fließt kein Strom oder er hat, im äußersten Fall, z.B.
bei einem Defekt, um die Null Ohm und die Heizung arbeitet dann auf voller Leistung.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 28 Januar 2026, 20:22:12
Genau das wollte ich dich gerade fragen, Papa Romeo. Ich kapiere das nämlich nicht. Es ist nicht der FI durchgeflogen, sondern die einfache Sicherung. Und in der Tat hat der Kemo keinen Nulleiter, sondern die Heizung liegt immer zwischen dem Kemo 150 sowie 028N und Phase (siehe unten). Wie kann es dann sein? Mir ist das zweimal passiert, danach habe ich keinen dritten Versuch unternommen; für mich war das ausreichend reproduzierbar.

Phase - Heizungswindel - Kemo 028N - Nulleiter
                                                |
                                          Kemo 150

Ich habe den Kemo jetzt ausgebaut, die Heizung gebrückt (also den Urzustand hergestellt) und die Sicherung fliegt nicht raus, sondern der Röster heizt schön. Das ist völlig schräg. Der Heizungswiderstand muss doch mindestens da sein. Oder könnte der Anstieg des Stromes das auslösen, also dass der 028N "zu schnell" reagiert?

Mir ist ein Rätsel, was da passiert. Ich schicke jedenfalls den Kemo jetzt zurück.

<edit> Könnte es sein, dass das Problem beim Kemo150 liegt? Aber da ist auch keine Phase/Null dran, der hängt ja direkt am Kemo 028N.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 28 Januar 2026, 21:38:26
Hallo andies,

1. Kontrolliere doch bitte mal ob die Phase auch dort angeschlossen ist wo -FUSE/AC- steht
   und die Heizung bei -LOAD-

2. Wenn du ein 500 kOhm Poti rumliegen hast, dann schließe das doch mal an
   und teste ob sich die Heizung damit regeln lässt. Dann siehst du gleich
   ob der Kemo einen weg hat oder ob das Problem wo anders liegt.
   Der Kemo ist nichts anderes wie ein Dimmer. Aber halt eben nicht nur für 400
   sondern 2000 Watt.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 29 Januar 2026, 09:51:43
Nun habe ich das Gerät schon zurückgeschickt, aber bei dem neuen Teil teste ich das mal. Spielt es denn eine Rolle, wo Phase anliegt? Darauf habe ich nicht geachtet.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 29 Januar 2026, 09:59:30
Ich habe mal die Klugscheißer-Software gefragt:
ZitatDer 028N arbeitet (typisch für solche Regler) mit Triac/Phasenanschnitt oder einer ähnlichen Halbleiterschaltung. Beim schnellen Hochdrehen kann das zu sehr steilen Stromanstiegen und hohen Stromspitzen führen, auch wenn die mittlere Leistung nur ~5,7 A ist. Genau diese Spitzen können den magnetischen Schnellauslöser eines B16 triggern.
Kann das sein oder ist das Halluzination?
ZitatTest ohne Messgerät: nicht ,,in 1 s auf voll", sondern langsam in 10–20 s hochdrehen. Wenn dann nichts fliegt, ist es fast sicher Spitzenstrom/Schaltform.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 29 Januar 2026, 12:10:10
Könnte man diesen Punkt von ChatGPT nicht so testen, dass man zuerst den Kemo durchsteuert und dann die Heizspirale aufschaltet (also genau anders, als ich das bisher gemacht habe)?
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 29 Januar 2026, 12:58:48
Zitat von: andies am 29 Januar 2026, 09:59:30Der 028N arbeitet (typisch für solche Regler) mit Triac/Phasenanschnitt oder einer ähnlichen Halbleiterschaltung. Beim schnellen Hochdrehen kann das zu sehr steilen Stromanstiegen und hohen Stromspitzen führen, auch wenn die mittlere Leistung nur ~5,7 A ist. Genau diese Spitzen können den magnetischen Schnellauslöser eines B16 triggern.

Könnte passieren bei induktiven Lasten. Aber ich würde jetzt aber eine Heizwendel eher als ohmsche Last sehen.

Bezüglich dem Anschluss. Bei einfachen "Dimmern" ist es im Prinzip egal auf welcher Seite die last hängt. Bei etwas aufwendigeren
Schaltungen mit z.B. einer Steuerelektronik, was ich mir jetzt beim KEMO durchaus vorstellen kann, kann es durchaus eine Rolle
spielen wo die Last angeschlossen wird. In der Regel ist dann bei diesen Schaltungen angegeben wo, was, wie anzuschließen ist.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 29 Januar 2026, 13:09:25
Zitat von: andies am 29 Januar 2026, 12:10:10Könnte man diesen Punkt von ChatGPT nicht so testen, dass man zuerst den Kemo durchsteuert und dann die Heizspirale aufschaltet (also genau anders, als ich das bisher gemacht habe)?

Wenn du dir eine Dimmerschaltung mal anschaust wirst du sehen, das ohne Last kein Strom fließt. Das heißt wiederum, dass der KEMO erst durchsteuert bzw. durchsteuern kann, wenn eine Last angeschlossen ist, weil sich erst dann der Kondensator, der für die "Einschaltverzögerung" verantwortlich ist, laden kann.
Im Prinzip hast du dann das, was du bei Dimmern mit Drehreglern hast. Der Regler hat eine bestimmte Helligkeitseinstellung. Wenn du jetzt den Dimmer einschaltest (meistens ein Druck auf den runden Drehknopf), wartet der Dimmer bis die Ladung des Kondensators die eingestellte Schwell übersteigt und steuert dann den Triac durch.
Also ist es egal, ob du die Last gleich dran hast oder später aufschaltest.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 05 Februar 2026, 20:43:42
Zitat von: andies am 28 Januar 2026, 20:22:12Link zum Schaltplan
Ich habe mir die Schaltung noch einmal angeschaut. Und da ist mir was aufgefallen, was ich Euch fragen wollte. Die Last ist in der Schaltzeichnung an die Nummer 2 des Kemo angeschlossen, nicht an die Nummer 3. Nummer 3 muss direkt an die Phase bzw 230V.

Spielt das eine Rolle? Könnte man die Last auch an Nummer 3 anlegen? Wenn nein, könnte das ein Grund sein, warum die Sicherung rausgeflogen ist? Ich habe dann mal meinen Röster durchgemessen: Also wie viel Ohm sind zwischen Phase (230V-Stecker, um genau zu sein) und Heizwendel bzw die beiden Anschlüsse, die ich abgreife zum regulieren? Die beiden Anschlüsse befinden sich auf einer Platine, auf der "Heating" steht und sie gehen direkt zur Heizwendel (beide). Diese Verbindung auf der Platine unterbreche ich und schalte da  "Load" beim Kemo dazwischen. Also die richtige Heizwendel schließe ich da nicht an, an die komme ich ja wegen des Rösters nicht heran, da sind Platinen und Technik dazwischen. Und nun habe ich was merkwürdiges beobachtet.


Kann damit jemand was anfangen? 
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 21:56:27
Zitat von: andies am 05 Februar 2026, 20:43:42Könnte man die Last auch an Nummer 3 anlegen?

... siehe mein Post vom 29 Januar 2026, 12:58 Uhr

Zitat von: andies am 05 Februar 2026, 20:43:42Wenn nein, könnte das ein Grund sein, warum die Sicherung rausgeflogen ist?

... sehr unwahrscheinlich, da der KEMO ein Serien-Regler ist.

... den Rest deiner Erklärung muss ich mir erst mal zu Gemüte führen.


LG
Papa Romeo

PS: Wenn die Wendel 2kW hat, wäre der ohmsche Wert rechnerisch: R = U x U / P --> 26.45 Ohm
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 22:07:16
Was mir auffällt. Du sagst du gehst an die Anschlüsse der Platine wo "Heating" dran steht.
Dann ist also die eigentliche "Bügeleisen-Automatik" nicht deaktiviert.

Du hast somit den KEMO in diesem Fall nur in Reihe zur vorhandenen Regelung geschaltet!

Du solltest den KEMO idealerweise über die Relais-Kontakte legen und dem Relais die Ansteuerung nehmen.

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: RalfRog am 05 Februar 2026, 22:07:50
Zitat von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 21:56:27PS: Wenn die Wendel 2kW hat, wäre der ohmsche Wert rechnerisch: R = U x U / P --> 26.45 Ohm
In heissem Zustand.

Gruß Ralf
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 05 Februar 2026, 22:14:58
Zitat von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 22:07:16Dann ist also die eigentliche "Bügeleisen-Automatik" nicht deaktiviert.

Du hast somit den KEMO in diesem Fall nur in Reihe zur vorhandenen Regelung geschaltet!
In dem Kaffeeröster Forum haben die das auch so gemacht, in Reihe. Die drehen die Regelung am Röster voll auf (,,250 C") und schalten nur durch den Kemo. Mit Poti am Kemo geht das.
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 22:21:52
Zitat von: RalfRog am 05 Februar 2026, 22:07:50In heissem Zustand.

... das ist für die Problemfindung hier unerheblich ... deswegen --> rechnerisch  ;)  :P

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: Papa Romeo am 05 Februar 2026, 22:24:07
Zitat von: andies am 05 Februar 2026, 22:14:58Mit Poti am Kemo geht das.

... hast du das bei dir, wie ich schon mal geschrieben habe, auch versucht?

LG
Papa Romeo
Titel: Aw: PWM mit ESP8266
Beitrag von: andies am 06 Februar 2026, 17:52:40
Ich habe gerade die neuen Kemos bekommen, sobald ich etwas mehr Zeit habe, schaue ich mir das mal in Ruhe an und melde mich.