Hallo Zusammen,
ich hab folgendes Problem. Da mein Internet-Anbieter meiner Fritzbox keine öffentliche IP vergibt, kann ich deshalb meine Fritzbox nicht aus dem Internet ansprechen. Dementsprechend kann ich also auch meine lokale FHEM-Installation nicht erreichen. Ich habe aber einen Ubuntu-Server in der Cloud. Darum dachte ich mir, ich bastel mir da ein FHEM und bilde meine lokale FHEM-Installation dort ab. Mit FHEM2FHEM geht das aber nicht, da ja mein lokales FHEM dafür erreichbar sein muss (sehe ich richtig, oder?). Darum kam mir die Idee, sämtliche set/setreading-Befehle abzufangen (notify) und per telnet an mein FHEM auf dem Cloud-Server weiterzureichen.
Oder gibt es noch eine elegantere Lösung?
VG
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 11:07:06Da mein Internet-Anbieter meiner Fritzbox keine öffentliche IP vergibt
Glaube ich nicht.
Sollte das nicht jemand der sich "Der
ITler" nennt besser beschreiben können?
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 11:07:06Hallo Zusammen,
ich hab folgendes Problem. Da mein Internet-Anbieter meiner Fritzbox keine öffentliche IP vergibt, kann ich deshalb meine Fritzbox nicht aus dem Internet ansprechen. Dementsprechend kann ich also auch meine lokale FHEM-Installation nicht erreichen. Ich habe aber einen Ubuntu-Server in der Cloud. Darum dachte ich mir, ich bastel mir da ein FHEM und bilde meine lokale FHEM-Installation dort ab. Mit FHEM2FHEM geht das aber nicht, da ja mein lokales FHEM dafür erreichbar sein muss (sehe ich richtig, oder?). Darum kam mir die Idee, sämtliche set/setreading-Befehle abzufangen (notify) und per telnet an mein FHEM auf dem Cloud-Server weiterzureichen.
Oder gibt es noch eine elegantere Lösung?
VG
Dafür gibts doch DynDNS, und dann über Wireguard VPN auf die FritzBox.
Zitat von: rabehd am 21 Juli 2026, 11:22:03Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 11:07:06Da mein Internet-Anbieter meiner Fritzbox keine öffentliche IP vergibt
Glaube ich nicht.
Sollte das nicht jemand der sich "DerITler" nennt besser beschreiben können?
Ersten: meine IP beginnt mit 10. Das ist keine öffentliche IP-Adresse. Das nennt man DS-Lite.
Zweitens: im Ernst? Das ist dein Problem?
ZitatDafür gibts doch DynDNS, und dann über Wireguard VPN auf die FritzBox.
Das funktioniert mit DS Lite leider auch nicht (hab ich probiert). Ich müsste (laut Google) natives IPv6 benutzen.
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 11:31:29Ersten: meine IP beginnt mit 10. Das ist keine öffentliche IP-Adresse. Das nennt man DS-Lite.
Falsch.
Das nennt man "private IP Adresse".
Solange die Fritzbox über MyFritz erreichbar gemacht werden kann, ist sie auch aus dem Internet erreichbar.
Zitat von: betateilchen am 21 Juli 2026, 11:36:35Falsch.
Das nennt man "private IP Adresse".
Da geb ich dir recht. Aber das Verfahren, das der Internetanbieter hier anwendet, nennt sich DS Lite.
Aber das löst mein Problem leider auch nicht, da sie nicht über MyFritz erreichbar ist.
1. vpn über wireguard müßte gehen, jedenfalls mit passenden Einstellungen zu ipv6.
2. Dyndns mit ipv6 geht auch. Darüber ist ein anderer meiner Serverdienste erreichbar (nicht myfritz, damit ging das afair nicht).
Man muss nur die dyndns-Einstellungen auf der Fritzbox etwas verbasteln...
Sind aber beides unabhängige Dinge, für fhem nutze ich nur wireguard, soweit ich mich entsinne.
Details ggf. auf Anfrage.
Wenn man Schwierigkeiten mit IPv6 hat und unbedingt IPv4 nutzen will (warum auch immer) geht auch folgendes:
Man macht vom Host (FHEM Server) eine VPN Wireguard Verbindung auch einen WG Endpunkt im Internet. Die ist entweder ein eigener VPC bei einem Provider (für ein paar € pro Monat), oder man nimmt ein kostenfreies Angebot von IP64.net. Letzteres ermöglicht keine 1:1 Portfreigabe, das wäre für FHEM aber egal.
Direkt IPv6 nutzen ist aber mMn die bessere Lösung: Man muss allerdings aufpassen, dass man dafür nur die IPv6 Adresse bei DynDNS registriert und die IPv4 Adresse außen vor lässt.
Das Ganze sollte mit WG und auch nur mit Portfreigabe in der FB gehen. Man muss dabei im Hinterkopf haben: IPv6 macht/hat kein NAT.
Über eine Portfreigabe direkt auf ungeschütztes FHEM zugreifen, ist auch keine gute Idee. Einen Reverse Proxy zwischenschalten ist mMn das mindeste. Dies hat in jedem Fall den Vorteil, dass man bis zum Proxy IPv6 und SSL machen kann und intern dann ohne Änderung auf den FHEM Server ohne SSL und IPv4 zugreifen kann.
Sicher liefert einem die KI mittlerweile eine funktionierende Schritt für Schritt Anleitung :)
Zitat von: rabehd am 21 Juli 2026, 11:22:03Glaube ich nicht.
Die Fritte unserer Tochter hängt an 5G.
Und der Provider gibt auch keine öffentliche IP raus, auch nicht gegen Einmalzahlung.
Fängt auch mit 10.xxxx an.
Provider ist Freenet als Reseller von O2.
Norbert
Zitat von: Nobbynews am 21 Juli 2026, 13:10:48Die Fritte unserer Tochter hängt an 5G.
Und der Provider gibt auch keine öffentliche IP raus, auch nicht gegen Einmalzahlung.
Fängt auch mit 10.xxxx an.
Provider ist Freenet als Reseller von O2.
Norbert
Ja, das ist bei mir auch so. Mobilfunk-Router (Fritzbox 6850 LTE mit 1&1-Vertrag). Kann es sein, dass die kein ipv6 unterstützen?
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 13:19:12Kann es sein, dass die kein ipv6 unterstützen?
Das hat weder was mit ipv4 noch mit ipv6 zu tun.
Liegt an der Anbindung über LTE bzw. 5G.
Zitat von: Nobbynews am 21 Juli 2026, 13:21:47Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 13:19:12Kann es sein, dass die kein ipv6 unterstützen?
Das hat weder was mit ipv4 noch mit ipv6 zu tun.
Liegt an der Anbindung über LTE bzw. 5G.
Hmm..ok. Dann muss ich wohl doch wieder zu meiner ursprünglichen Idee.
Was auf jeden Fall geht, ist von der Fritte ein VPN nach draußen aufzubauen. Du kannst halt nur kein VPN von draußen zur Fritte aufbauen.
Auf Deinem Cloud-Server evtl. Wireguard installieren und dann von der Fritte, die ja auch Wireguard kann, zum Cloud-Server aufbauen lassen.
Das könnte auch gehen.
Zitat von: Nobbynews am 21 Juli 2026, 13:27:51Was auf jeden Fall geht, ist von der Fritte ein VPN nach draußen aufzubauen. Du kannst halt nur kein VPN von draußen zur Fritte aufbauen.
Auf Deinem Cloud-Server evtl. Wireguard installieren und dann von der Fritte, die ja auch Wireguard kann, zum Cloud-Server aufbauen lassen.
Das könnte auch gehen.
Hab ich da jetzt ein Verständnisproblem? Was bringt mir das dann?
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 13:31:03Hab ich da jetzt ein Verständnisproblem? Was bringt mir das dann?
Hier (https://heinz-otto.blogspot.com/2025/09/das-internet-ist-ausgefallen.html)etwas beschrieben (auch oben in meinem Beitrag (https://forum.fhem.de/index.php?topic=145171.msg1366890#msg1366890)).
Und vom Prinzip her: anstatt den FHEM Server auf den Cloudserver zu packen, installierst Du wireguard auf dem Cloudserver und machst zwischen deinem FHEM Server und dem Cloudserver einen Tunnel. Aber bitte auch auf die Sicherheit achten! FHEM ist Apriori nicht unsicher, aber es ist auch nicht für den ungeschützten Betrieb im Internet gemacht.
Zitat von: Nobbynews am 21 Juli 2026, 13:10:48Und der Provider gibt auch keine öffentliche IP raus, auch nicht gegen Einmalzahlung.
Fängt auch mit 10.xxxx an.
Da redet ihr etwas daneben, natürlich habt ihr eine (geteilte) öffentliche IP: schaut nach mit http://v4.ident.me . Nur diese ist nicht von außen erreichbar und die Fritzbox kennt die nicht, die hat eine private IPv4 und arbeitet über Tunnel.
Zitat von: DerITler am 21 Juli 2026, 13:19:12Kann es sein, dass die kein ipv6 unterstützen?
Das wäre dann "Keine Hände, keine Kekse" ;)
Versucht IPv6 ordentlich einzurichten und damit zu arbeiten. Ist unterm Strich nicht schwieriger "nur anders" ;)
Zitat von: Otto123 am 21 Juli 2026, 13:48:38Versucht IPv6 ordentlich einzurichten und damit zu arbeiten. Ist unterm Strich nicht schwieriger "nur anders" ;)
Das habe ich die letzten 2 Stunden versucht. Aber egal welche Lösungsversuche ich aus dem Internet angewendet habe, nie war meine Fritzbox aus dem Internet erreichbar. :-(
ZitatUnd anstatt den FHEM auf den Cloudserver zu packen, installierst Du wireguard auf dem Cloudserver und machst zwischen deinem FHEM Server und dem Cloudserver einen Tunnel. Aber bitte auch auf die Sicherheit achten! FHEM ist Apriori nicht unsicher, aber es ist auch nicht für den ungeschützten Betrieb im Internet gemacht.
Darf ich kurz fragen: Verstehe ich es richtig das FHEM dann so immer öffentlich im Internet erreichbar?
Zitat von: TomLee am 21 Juli 2026, 14:06:50ZitatUnd anstatt den FHEM auf den Cloudserver zu packen, installierst Du wireguard auf dem Cloudserver und machst zwischen deinem FHEM Server und dem Cloudserver einen Tunnel. Aber bitte auch auf die Sicherheit achten! FHEM ist Apriori nicht unsicher, aber es ist auch nicht für den ungeschützten Betrieb im Internet gemacht.
Darf ich kurz fragen: Verstehe ich es richtig das FHEM dann so immer öffentlich im Internet erreichbar?
Ja, es sei denn, man schützt es mit Usernamen und Passwort ;-)
Ok, danke. Ich hab bei dem Thema nur wenig Erfahrung, was ich aber gelernt hab, das sowas dann ganz einfach mit Tailscale (basiert auf WireGuard) und Funnel, ohne Cloudserver geht.
Zitat von: TomLee am 21 Juli 2026, 14:11:21Ok, danke. Ich hab bei dem Thema nur wenig Erfahrung, was ich aber gelernt hab, das sowas dann ganz einfach mit Tailscale (basiert auf WireGuard) und Funnel, ohne Cloudserver geht.
Hast du da mehr Details zu?
Zitat von: TomLee am 21 Juli 2026, 14:06:50Verstehe ich es richtig das FHEM dann so immer öffentlich im Internet erreichbar?
Nicht ohne weitere Konfiguration. Zunächst macht WG nur ein Interface auf dem VPC. Kein Routing, keine Erreichbarkeit aus dem Internet.
- Man kann sich entweder auch wieder mit einem Client WG einwählen, dann ist man im VPN. Analog zu Tailscale.
- Oder man macht Portforwarding im WG Interface für das Netzwerk Interface des VPC - für dedizierte Ports zu dedizierten Clients im VPN. Dann hat man eine öffentliche IP / DNS Namen mit einem erreichbarem Port, ohne die Notwendigkeit eines Clients auf dem zugreifende Gerät.
Hab tailscale in einem Docker Container laufen für eine andere Anwendung, nicht FHEM, sollte aber nix anderes sein.
Wirf das halt mal einem Agenten vor. Ist eigentlich in 10-15 Minuten gemacht.
Was bei mir ein Problem war/ist, das irgendwann in unregelmässigen Abständen und zur Zwangstrennung die Verbindung abbricht und tailscale sich nicht wieder selbst verbindet. Darum hab ich ein Skript welches alle paar Minuten schaut ob die Anwendung noch erreichbar ist und wenn nicht den Conntainer neu startet.
Mo 29. Jun 03:30:11 CEST 2026: Funnel down! Restarting Docker Compose...
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