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FHEM => Anfängerfragen => Thema gestartet von: MorioHolland am 19 April 2017, 19:21:36

Titel: Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: MorioHolland am 19 April 2017, 19:21:36
Hallo zusammen,

als erstes schildere ich meine Situation, versuche dabei mein bestes Deutsch als Holländer.

In wohne in ein großes Gebäude, 5 Etagen, jede Etage ist 12x50 meter.
Oberste Etage wohne ich,unterste Etage arbeite ich. Dazwischen sind Mieträume, einige aber nicht alle vermietet.
Im Gebäude sind verschiedene Mieter, von Lager bis Getränkemarkt, Büro´s und ein paar Wirtschaftsräume. Das Haus ist sehr Massiv gebaut, im Jahr 1904-1906, dicke Wände und Betondecken.

Ich experimentiere gerade mit FHEM, soweit verständlich, aber total Neu-land für mich. Lese gerade viel darüber, aber wenn ich anfange zu suchen, komme ich oft zu tief in eine bestimmte Materie, dabei möchte ich nur Grundsätzlich ein paar Auskünfte ob etwas möglich ist.

Ist-Situation: 40 Max! Heizkörperthermostate, 1 Max! Fensterkontakt, 1 Max! Wandthermostat, 2 Max!Cubes. 3 Wlan Router, Lan auch auf jeder Etage vorhanden.

Soll-Situation: 60 Heizkörperthermostate, 6 Max!cubes??, 20-40 Fenster-und Türkontakte, 4 Raumthermostate, vorhandene Solaranlage (2 Wechselrichter je 10 KW) sowohl Photovoltaik als auch Warmwasseraufbereitung mit auslesen. Auch 20-30 Thermometer für unter anderem Holzvergaser überwachen sowie Außentemperatur und Innentemperatur diverse Räume die nicht mit Heizkörperthermostate von Max! ausgestattet sind.
Bestehende Heizkreise überwachen (2xUVR1611), 3 Innen- und 3 Außenkameras. Hauslicht steuern und dazu noch einige Bewegungsmelder.

Dieses soll idealerweise auf zwei Touchscreens (einmal Wohnung oben und einmal Büro unten) zu überwachen sein.
Möchte dazu eventuell Steuerkabel (oder anderes..) legen. Steuerkasten soll mittig im Gebäude kommen. Später dann auch alles über mein Handy oder über das Internet auslesen, steuern nicht unbedingt.

Ist dieses möglich, oder ist es zuviel für ein-zwei Raspberrys 3?

Fange ich richtig an:
Zeichnung machen, Steuerkasten setzen, Raspberrys einbauen, Lan anbinden, 16 Kanal Switch, Steuerkabel durch das ganze Gebäude legen?

Bin wirklich Anfänger, und mein Budget nicht unendlich...

Wäre für jede Hilfe Dankbar

Franciscus






Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: MorioHolland am 20 April 2017, 23:14:06
Oder bin ich im falschen Forum?
Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: klaso am 21 April 2017, 01:37:30
ZitatIst-Situation: 40 Max! Heizkörperthermostate, 1 Max! Fensterkontakt, 1 Max! Wandthermostat, 2 Max!Cubes. 3 Wlan Router, Lan auch auf jeder Etage vorhanden
Hi,
wenn dies deine vorhanden Situation ist, dann kauf dir erstmal einen raspberry, und arbeite dich in die Thematik ein. Ob sich all deine Wünsche umsetzen lassen, kann wohl nicht beantwortet werden. Hierzu fehlt es an Details, Fremdeinflüsse, Störeinflüsse, etc.
fhem kann verdammt viel, aber man muss fhem auch "sagen" was man möchte, gedankenerkennung funktioniert nicht ;-)

Kauf dir einen rpi, befasse dich damit, es ist verdammt viel möglich. Die Entscheidung, ob es für dich ausreicht oder nicht liegt aber bei dir ;-)
vg
klaso
Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: eisman am 21 April 2017, 08:31:46
Hi,

ich hatte auch ein Problem am Anfang, zwischen meinem FHEM und dem zweiten FHEM liegen noch zwei Etagen. sie sind über einem Netzwerkkabel verbunden, es sind 2 Router Installiert. Ich hatte am Anfang auch einen Raspberry im 3.OG installiert, war mir aber zu langsam. Jetzt läuft auf dem Raspberry SerToNet und die beidem FHEM auf meinen Hyper-V Server  und das seit einem Jahr Fehlerfrei (bis auf Kleinigkeiten). Man kann echt viel von FHEM verlangen, aber wunder gehen nicht. Ich hatte mich auch mal nach anderen Systemen umgeschaut, bin aber bei FHEM geblieben, weil es viele Möglichkeiten bietet.

gruss
Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: chris1284 am 21 April 2017, 08:32:39
er experimentiert ja schon mit fhem, hat folglich schon einen server irgendwo laufen, ob man da zum probieren einen pi kaufen sollte wage ich mal zu bezweifeln (zumal wenn er richtig einsteigt er sicher früher oder später auch gute hardware wechseln würde bei der installation ;) )

-max mit cube ist ja ehr eine instabile sache -> bessere alternative cube mit culfw flashen (gibs aber kein zurück mehr auf max! firmware) oder cul868 verwenden in verbingung mit fhem
zum probieren reicht natürlich der cube wie er ist.
-bei so vielen geräten und mietern stellt sich die frage: sind das nur deine räumlichkeiten die du mit max! versorgst oder auch die der anderen mieter? gut wenn es ein großraumbüro ist hat man mit unter schon eine menge heizkörper
ZitatNachteil vom Cube ist, dass man ein Polling machen muss, um zu sehen ob sich der Status eines Gerätes geändert hat. Z.B. checkt man das alle 30 Sekunden. Dann sieht man aber auch Änderungen möglicherweise erst nach 30 Sekunden. Beim CUL sieht man die Funknachrichten direkt. Es wird aber auch ein Kombimodus unterstützt, in welchem man alles über den MAXLAN steuert, der CUL_MAX aber für zeitnahe Benachrichtigungen sorgt.

generell:
- max!: wird von fhem supported, bei so vielen geräten muss man sich denke ich einmal um die anzahl iOdev's gedanken machen (cubes) was die credits angeht und die ausleuchtung.

- tempsensoren: wenn du bei einem system bleiben willst kann man dafür die wandthermostate nehmen (mach ich bei homematic auch weil man so eine anzeige hat, sowie luftfeuchte)
- > alternativ: eines der vielen anderen systeme. für cul433/868 , jeelink , signalduino gibts ne menge günstiger sensoren

- Hauslicht steuern und dazu noch einige Bewegungsmelder: da ist ja max! schonmal raus. wärest du bei homematic eingestiegen hättest du alles einheitlich abbilden können. alternativ kannst du per fhem natürlich beides kombinieren oder eines der vielen anderen systeme nehmen (enocean, zigbee, intertechno bei soviel funk evtl auch mal an hutschiene und kabelgebundenes denken). evtl auch mal überlegen ob nicht ein einfacher nicht an fhem gebundener standalone bewegungsmeldet mit taster reicht für ein popeliges hauslicht (hauslicht funktioniert schon seit jahren ohne smarthomefunktionalität zuverlässig mit einfachen und günstigen mitteln).

- außenkameras: was willst du genau? fhem intergration mit ipcam modul zb wozu? im forum suchen und erfahrungsberichte lesen

- solar, Photovoltaik, Warmwasseraufbereitung : fhem bietet dafür einiges an möglichkeiten. genauer nachfregen wenn du weisst welches gerätschaften mit welchen schnittstellen verbaut sind
Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: MorioHolland am 21 April 2017, 09:09:33
Vielen Dank für die ausführliche Antworten, ich bin begeistert.

Im Wesentlichen ging es mir darum ob FHEM überhaupt geeignet ist und es sinnvoll ist mich mit FHEM zu beschäftigen oder ob ich ein anderes System brauche.
Aus die Antworten hier sehe ich dass es sich lohnt und werde mich nach und nach vortasten.

Ein paar Raspberrys habe ich schon im Einsatz, ein raspberry jetzt Probeweise FHEM, andere für Bierbrauen, Spiele für meine Kinder, Mediacenter usw.

Kameras möchte ich zur Parkplatzüberwachung nützen, und die Innenkameras für die Eingänge da ich zwar sämtliche Türen öffnen kann per Telefon aber nicht sehen kann wer reinkommt und ob die wieder zuschließen. Aber wie ich hier lesen kann funktioniert Türüberwachung auch mit Fensterkontakten.
Zurzeit werden zwei Kameras mit Synology NAS-Server überwacht, allerdings braucht mann da für jeder zusätzliche Kamera eine nicht preiswerte Lizenz.

Ich werde den Anfang machen, und versuche erstmal einen Max!Cube zu flashen. Sollte dieses gut gelingen mache ich alle andere auch.

Sommerabende werde ich nützen zum lesen im Garten und schlechtes Wetter zum realisieren.

Vielen Dank!

Franciscus




Titel: Antw:Der absoluter Anfang, FHEM im großen Stil?
Beitrag von: visionsurfer am 21 April 2017, 14:19:21
Hey Franciscus,

ich kann dir Mut machen.

Ich habe letztes Jahr im Sommer angefangen, mich überhaupt mal mit FHEM oder einem Raspberry zu beschäftigen. Ich habe immer noch tausend Fragen, aber mittlerweile kann ich doch schon ein bisschen was und ich glaube mein Smart Home kann sich schon sehen lassen.

Ich arbeite zwar nicht im gleichen Gebäude, aber mein Büro ist 500 Meter von meinem zu Hause weg.

Was mich an FHEM begeistert: Es ist fast nichts unmöglich. Es gibt schon krasse viele Module. Das war auch ein Grund warum ich mich mit FHEM beschäftigt habe. Ich wollte irgendwas haben, womit quasi alles unter einem Hut geht.

Meiner Meinung nach kann das FHEM. Ich habe bei mir KNX Bus mit Bewegungsmeldern, Präsenzerkennung, Fußbodenheizung, enOcean, Philips HUE, mehrere IP Kameras, Mobotis Türstation, SONOS Musik, Amazon Alexa, mehrere Android Tablets, GTag, Gefancy, Synologie NAS, Push Nachrichten, KODI Mediacenter

Also ich bin der Meinung das es mit FHEM alles geht. Bei mir läuft jetzt im Schaltschrank als "Server" ganz normal ein Raspberry PI3 und bisher wüßte ich nicht, warum ich was schnelleres oder besseres brauche. Ich lasse jede Nacht ein Backup auf mein Synologie NAS machen.

Schade das zu relativ weit weg bist. Auf so ein Projekt hätte ich auch mal Bock :)

Grüße,
Visionsurfer