FHEM Forum

Allgemeine Informationen => FHEM e.V. - Der Verein => Thema gestartet von: Prof. Dr. Peter Henning am 15 November 2019, 10:15:25

Titel: BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 15 November 2019, 10:15:25
Mit dieser Ausschreibung hier

https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2668.html

will das BMBF die so genannte Citizen Science fördern. FHEM und insbesondere das FHEM-Forum erfüllen diese Definition durchaus.

Wenn wir ein paar konkrete Fragestellungen definieren (Beispiel für so etwas: Nachhaltige Energieeinsparung durch Open Source Hausautomatisierung?) oder ein paar konkrete Ziele (z.B. Konzeption einer kompakten FHEM-Box, die sich jeder ohne Vorkenntnisse ins Regal stellen kann), könnte man eine Kurzskizze einreichen (Deadline 10. Januar). Das Verfahren ist dreistufig, bei Erfolg könnte für FHEM-Zwecke eine Summe von 200.000 - 600.000 € herausspringen.

Wer hat Interesse, mitzumachen?

LG

pah
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: JoWiemann am 15 November 2019, 11:57:14
Ist ja mal ein interessanter Ansatz BMBF.

Mitmachen ist halt eine Frage der zu investierenden Zeit.

Grüße Jörg
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: andies am 16 November 2019, 07:43:38
ab und an gibt es hier Beschwerden, dass FHEM nicht auf github umzieht. Vielleicht könnte man das zum Gegenstand des Antrages machen.

Die reden ja von der Maker-Bewegung. Meinen die diese arduino & Co Leute?


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Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: KölnSolar am 16 November 2019, 08:31:12
Klingt interessant. Melde mich mal als evtl. Mitstreiter.
Grüße Markus
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 16 November 2019, 09:07:02
Einen Umzug auf Github sähe ich nicht als Forschungsfrage. Ich werde am Montag mal mit dem Projektträger telefonieren.

LG

pah
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: rudolfkoenig am 16 November 2019, 09:26:36
Ich faende es toll, wenn wir mit FHEM mitmachen wuerden, solange ich deswegen mein Beruf nicht aufgeben, und/oder ich eine fuehrende Rolle im Projekt uebernehmen muss.
Aber ich helfe gerne, wo ich kann.

Zitat
ab und an gibt es hier Beschwerden, dass FHEM nicht auf github umzieht. Vielleicht könnte man das zum Gegenstand des Antrages machen.
Der Umzug auf github scheitert nicht an Zeitmangel oder Unkenntnis, eher daran, dass einige Entscheidungstraeger (z.Bsp. ich) explizit dagegen sind.
Eine Diskussion werde ich darueber aber in _diesem_ Thread nicht fuehren.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Beta-User am 16 November 2019, 11:17:12
Finde das auch ganz interessant, v.a. das Thema mit der Energieeinsparung.

Paßt sowohl gut zum allg. politischen Klima wie auch zu FHEM (das "E" im Namen gibt's da ja schon lange ;) ). Ob eine "Jedermann"-Box sinnvoll, möglich oder auch nur wünschenswert wäre, ist eine Frage, über die man lange streiten kann (ich bin da eher skeptisch), aber sowas wie ein "Kochrezept" zu entwickeln, wie man HA-unterstützt (mit FHEM als ein Beispiel einer HA-Software) Daten erfaßt (welche sind sinnvoll => Abhängigkeiten), unter Energie-Optimierungsgesichtspunkten darstellt/auswertet und dann Aktionen "für jedermann" ableiten kann, wäre eine Sache, wo unsere Nutzer hier unglaublich viel Expertise haben, aber das alles (jedenfalls soweit ich das beurteilen kann) nicht wirklich strukturiert ist und damit für "Einsteiger" eher schlecht nutzbar.

Tendenziell beteiligen würde ich mich auch, wenn gewünscht, aber das sollte "im Rahmen" bleiben.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 18 November 2019, 10:49:32
OK, habe mit dem Projektträger telefoniert.

Im Topf sind 9 Mio €, man rechnet mit ca. 300 Anträgen, von denen ca. 25-30 gefördert werden sollen (macht ca. 300.000 je Antrag - Mittelwert aus 200.00 und 400.000, sowie 3-4 Jahre).

2016 gab es so etwas schon einmal, dabei sind ganz viele Anträge aus dem Bereich Biodiversity gewesen - und fast nichts aus dem Bereich IT. Das erhöht unsere Chancen. Ebenfalls erhöht werden die Chancen, weil wenige Hochschulen beteiligt waren.

Auch der Verein ist antragsberechtigt. Da mindestens ein wissenschaftlicher Verbundpartner dabei sein und eine entsprechende Infrastruktur gegeben sein muss (Personalverwaltung, Finanzbuchhaltung etc.), werde ich gerne in diesem Fall den Lead (=Verbundkoordination) übernehmen.  Entscheidet bitte umgehend darüber, ob der Verein das machen will, oder nicht.


Achtung: falls von denjenigen, die oben "Hier!" gerufen haben, noch jemand antragsberechtigt ist (siehe BMBF-Link), bitte umgehend melden. Sonst: Angestrebte Aufteilung: 200.000 Hochschule Karlsruhe (über 3 Jahre), 100.000 FHEM-Verein.

In der ersten Stufe ist nur eine dreiseitige Kurzskizze einzureichen.

Wichtig ist die Konkretisierung der angestrebten Ergebnisse. Auf großes Interesse beim Projektträger ist das Thema Energieeinsparung gestoßen, das sollte also an erster Stelle stehen.

LG

pah
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: gvzdus am 18 November 2019, 12:49:29
Ich persönlich bin nicht antragsberechtigt, aber interessiert.

Vor ein paar Tagen war mir durch den Kopf gegangen: Wäre nicht eine Hauptrubrik "Energiesparen mit FHEM" hilfreich - sowohl im Bezug auf die Gemeinnützigkeit wie auch die gesellschaftliche Entwicklung?

Einige Anwendungsfälle:
a) Die beliebte 0815-Anwesenheitserkennung zur Heiztemperaturabsenkung
b) Was man alles aus der Kenntnis der Ventilstellungen an den HK-Thermostaten ableiten kann (hydraulischer Abgleich? Steuerung von VL-Temperatur, Pumpe, Brenner?)
c) Steuerung des Ladens von E-Autos anhand von Solarüberschuss und Solarprognose
d) Aufräumen beim Smarthome-Router-Zoo (Hue-Bridge, max-Cube, u.s.w.)
e) Entfeuchten von z.B. Kellerräumen durch Innen/Außensensor-Taupunkt-Messung mit "Lüfter only" statt "Entfeuchter".
f) FHEM als verarbeitende Instanz hinter einer "modernen Meßeinrichtung": Geräteerkennung anhand des Verbrauchsmusters.

Alternativ / zusätzlich halt Usability... Wobei ja nur ein Teil davon "Forschung" wäre: Überwiegend sind die Lösungen adhoc in FHEM darstellbar als auch alternativ für stolze Preise als Einzelgeräte am Markt verwendbar. Was m.E. fehlt, ist das "Kaufe die FHEM-Kiste wie ein Hue-System und bringe sie als Halbtrottel ins Netz. Kaufe Netzschalter X oder Y (Shelly oder Zigbee), er wird automatisch erkannt, und sage, dass Du damit die Umwälzpumpe Warmwasser steuern willst. Lege dann in einer GUI Schaltzeiten fest, und / oder verknüpfe das mit Alexa / GoogleHome und sage "Schalte Warmwasser ein!". Kaufe einen messenden Zwischenstecker für den Geschirrspüler, und setze einen Trigger "Wenn Geschirrspülen beginnt, werfe die WW-Zirkulationspumpe ebenfalls an". U.s.w. Halt fertige, anwenderfreundliche Lösungen statt "Lies die Forenthreads dazu durch und hole den Nerd Deines Vertrauens." Zugeben ist das ein recht weiter Weg...
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: andies am 18 November 2019, 12:58:24
Entscheidet bitte umgehend darüber, ob der Verein das machen will, oder nicht.
Macht der Vorstand, oder? Kriegen wir dann hier ein Feedback?

Energieeinsparung ist wirklich eine tolle Sache, machen ja mehrere (ich auch: Hydraulischer Abgleich). Was ich noch nicht ganz kapiert habe: Würde reichen, dass der Verein ein Konzept entwickelt, wie andere das dann machen können? Wie man ihnen dabei hilft? Also wann wäre für den Projektträger das ok erreicht?

Eine plug-and-play Lösung werden wir hier nach meiner Meinung nicht hinbekommen; jedenfalls für nicht für Nicht-Nerds.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 19 November 2019, 17:52:59
Zitat
Kriegen wir dann hier ein Feedback?
Muss. Sonst kein Geld.

LG

pah
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: rudolfkoenig am 19 November 2019, 18:32:21
Nach etwas Beratung: der Verein (d.h. die Mitglieder, die sich ausgesprochen haben) moechte weder irgendwelche Verpflichtungen eingehen, noch externe Gelder bekommen (und deswegen sich um den sinnvollen Einsatz und Verrechnung des Geldes kuemmern) noch Formulare ausfuellen, Pflichttermine warnehmen, usw, da FHEM z.Zt. ein Hobby ist.

Aber wir helfen gerne, soweit wir koennen.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 09 Januar 2020, 10:39:13
OK, die Sache nimmt Formen an, der Antrag wird morgen eingereicht. Der Titel ist "Offenes SmartHome-Labor Karlsruhe", Kooperationspartner, die auch finanziell beteiligt werden, sind die Volkshochschule Karlsruhe sowie das Cyberforum Karlsruhe (ein Unternehmensnetzwerk mit 1200 Mitgliedern). Indirekt beteiligt wird noch das Wissenschaftsbüro der Stadt Karlsruhe.

Als Kooperationspartner ohne finanzielle Beteiligung wird der Verein FHEM e.V. genannt - ohne Verpflichtungen, so, wie Ihr das gewünscht habt. Partizipieren könnt Ihr insofern, als der Verein Multiplikator ist: Ergebnisse, etwa über den Grad der Energieeinsparung oder Schulungskonzepte für nicht technikaffine Menschen können vom Verein genutzt und verteilt werden.

LG

pah

P.S.: Eine Kopie der Kurzskizze geht Rudi natürlich zu
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: KölnSolar am 09 Januar 2020, 12:00:36
Hallo pah,

ein "Daumen hoch" reicht mir an der Stelle nicht.  ;)

Und wenn die "aktiven" Partner Interviewpartner, Erfahrungsberichte, statistische Auswertungen, Versuchskaninchen... benötigen, dürfen sie mich gerne ansprechen.

Grüße
Markus
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 23 März 2020, 11:52:07
Bah, wie ich das hasse. >:(

406 Anträge sind beim BMBF eingegangen, 87 werden zur zweiten (von 3) Begutachtungsgrunde eingeladen.

FHEM ist NICHT dabei - wieder mal 2 Tage Arbeit für die Katz.

LG

pah
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: andies am 23 März 2020, 11:53:36
Ganz ehrlich: Sei froh. Auf uns rollt gerade eine Pandemiewelle zu, da weiß ich nicht, ob ich Dich besser beglückwünschen soll.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: herrmannj am 23 März 2020, 12:34:59
Bah, wie ich das hasse. >:(

406 Anträge sind beim BMBF eingegangen, 87 werden zur zweiten (von 3) Begutachtungsgrunde eingeladen.

FHEM ist NICHT dabei - wieder mal 2 Tage Arbeit für die Katz.

LG

pah
Schade! Danke für deinen Einsatz und die Arbeit die du da reingesteckt hast. !!!

Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: gvzdus am 28 Mai 2020, 12:49:41
Das Thema ist ja nun gelaufen, aber es muss ja nicht das letzte Mal gewesen sein.

Über die Diskussion "Photovoltaik mit Eigenverbrauch steuern" (https://forum.fhem.de/index.php/topic,102297.45.html (https://forum.fhem.de/index.php/topic,102297.45.html)) bin ich auf EEBUS gestoßen. Ich finde das Thema ziemlich spannend: FHEM könnte einen SHIP-Node im EEBUS-System bilden und z.B. Legacy-Geräte (Weißware, Heizungen, etc.) in EEBUS integrieren. Oder auch zur Steuerung werden.
EEBUS erscheint mir "state-of-the-art" ohne Zöpfe der Vergangenheit.
Titel: Antw:BMBF-Antrag FHEM
Beitrag von: Prof. Dr. Peter Henning am 28 Mai 2020, 18:19:56
Habe ich in dem betreffenden Thread kommentiert.

LG

pah