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FHEM - Hardware => Network Attached Storage (NAS) => Thema gestartet von: micomat am 29 Januar 2020, 08:42:48

Titel: Erfahrungsbericht: fhem auf Synology mit und ohne Docker
Beitrag von: micomat am 29 Januar 2020, 08:42:48
Servus,

nachdem ich das SD Sterben auf RasPi (3) leid war und meine DS216j ohnehin zum Austausch gegen eine DS218+ stand, lag die Idee nahe, auch fhem dorthin zu portieren. Ich hatte bereits einen Unifi Controller und einen PiHole Docker am laufen, da kam die fhem Implementierung gerade recht.

Nach kurzer Recherche habe ich dann gesehen, dass es ein fertiges Paket fuer Syno gibt und mich entschlossen fhem, aus Gruenden der Flexibilitaet, nicht im Container laufen zu lassen.

Der Umzug gestaltete sich auch super einfach. Auf dem bisherigen RasPi die CULs als Ser2Net verbunden, Parallelbetrieb beider Installationen hergestellt und dann nach und nach die Devices migriert.
Ein Backup und Restore kam nicht in Frage, die Config hatte so viele unnuetze Devices ueber die Jahre angesammelt, dass ich bedarfsorientiert migrieren besser fand. Seit Ser2net 3.2 kann man mehrere Connections zum gleichen Serial Device konfigurieren, was fuer den vorruebergehenden Parallelbetrieb ganz gelegen kam. Auch die THZ sowie einige OBIS und ein MBus Modul haben meckerfrei mit dem neuen Ser2Net beide fhem bedient.

Gescheitert bin ich dann aber am SMAInverter Modul. Ich habe es auch nach tagelangem Versuch und Irrtum, ipkg und cpan installation, Voodoozauber und Globuli in die Syno nicht geschafft, das perl DateTime (libdatetime-perl) oder XString auf der Syno zu installieren. Genervt habe ich mich an den Docker Container erinnert und mich letztendlich dann dafuer entschieden, die nun auf der Syno laufende Config an den Container zu uebergeben, dort funktionieren alle Module wie erwartet.

Haette ich nicht den Umweg ueber das FHEM Syno Paket gemacht waere das ganze in einem Tag wohl erledigt gewesen.

Performance: Man hat bei großen Plots bzw logs durchaus die Grenzen der Leistung des RasPi3 gemerkt. Bei der Syno ist das jetzt alles ohne merkbare Latency erledigt.

Containersettings: max 4GB RAM (meine Syno hat 12GB)
CPU Prio mittel:
Verwendung der LAN Interfaces ohne Docker NAT
Gemountet habe ich das /opt/fhem des Containers auf /docker/fhem der Syno

Vielleicht findet das ja mal jemand bei gleicher Ueberlegung hilfreich ;)

Update: Das Setup laeuft jetzt seit 4 Wochen stabil und natuerlich auch deutlich performanter als auf einem RasPi.
Titel: Antw:Erfahrungsbericht: fhem auf Synology mit und ohne Docker
Beitrag von: flummy1978 am 28 März 2020, 20:10:06
Hallo Micomat,

vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrung. Bei mir steht demnächst der Umzug vom RasPi auf mene neue DS 918+ bevor und da bin ich immerwieder froh Erfahrungsberichte, mögliche Stolpersteine usw zu lesen.

Hab ich das soweit richtig verstanden / nachvollzogen, dass Du mit Ser2Net die bisherige Hardware (Culs etc) am Raspi weiter hast laufen lassen, während Du das an der Diskstation eingerichtet hast und configuriert hast ? Also quasi zu dem Zeitpunkt 2 Installation gleichzeitig hattest, die auf die Hardware zugegriffen haben ?
Gibt es da was zu beachten, weil man 2x auf die Hardware zugreift oder ? ....

Vielen Dank und viele Grüße
Andreas
Titel: Antw:Erfahrungsbericht: fhem auf Synology mit und ohne Docker
Beitrag von: micomat am 28 März 2020, 20:12:51
Hallo,

ja, das ist richtig. Ab Version 3.2 von ser2net kann man mit mehreren Clients gleichzeitig auf die verbundenen Schnittstellen zugreifen. Das hat bei mir auch problemlos funktioniert :)

Zu beachten gibt es nichts, nur eben eine Version 3.2 oder spaeter von ser2net nutzen. Und in der ser2net.conf den Parameter "max-connections" konfigurieren. ich hatte hier 10 eingestellt damit bei einem Verbindungsabbruch die Verbindung sofort wieder aufgebaut werden kann.