Autor Thema: HomeBot-Repository  (Gelesen 1488 mal)

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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HomeBot-Repository
« am: 10 Januar 2021, 10:30:27 »
Das System HomeBot bezeichnet sich selbst als "Fork" von FHEM: https://gl.petatech.eu/root/HomeBot/-/tree/master

Allerdings sind erstens die dort liegenden Dateien veraltet, und zweitens sind - entgegen der GPL - viele der vorgenommenen Veränderungen nicht offengelegt. Das missfällt mir, und ich werde dagegen vorgehen.

Offenbar ist der Betreiber des Repository unser Mitstreiter RichardCZ.

Ich will das zunächst offen diskutieren.

LG

pah


Offline KölnSolar

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« Antwort #1 am: 10 Januar 2021, 10:45:46 »
Zitat
und ich werde dagegen vorgehen.
Konkret ?
Scheint ja eine Eintagsfliege gewesen zu sein.  ;D Das repository sollte gelöscht werden.
Grüße Markus
RPi3/2 buster/stretch-SamsungAV_E/N-RFXTRX-IT-RSL-NC5462-Oregon-CUL433-GT-TMBBQ-01e-CUL868-FS20-EMGZ-1W(GPIO)-DS18B20-CO2-USBRS232-USBRS422-Betty_Boop-EchoDot-OBIS(Easymeter-Q3/EMH-KW8)-PCA301(S'duino)-Deebot(mqtt2)-zigbee2mqtt

Offline Benni

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« Antwort #2 am: 10 Januar 2021, 10:58:04 »
Allerdings sind erstens die dort liegenden Dateien veraltet, und zweitens sind - entgegen der GPL - viele der vorgenommenen Veränderungen nicht offengelegt. Das missfällt mir, und ich werde dagegen vorgehen.

Veraltet ist ja erst mal nur ein Problem für den Fork selbst.

Was genau meinst du denn, sei nicht offengelegt? Das ist doch, soweit ich das sehen kann, alles open source und somit komplett einsehbar.

gb#

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #3 am: 10 Januar 2021, 12:02:21 »
Schau Dir mal die GPL an - es reicht nicht,einfach nur ein paar Änderungen an der Datei zu machen und diese nicht zu dokumentieren.

LG

pah

Offline Benni

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« Antwort #4 am: 10 Januar 2021, 13:17:52 »
Ah ok! Ich sehe:

Zitat
2. You may modify your copy or copies of the Program or any portion of it, thus forming a work based on the Program, and copy and distribute such modifications or work under the terms of Section 1 above, provided that you also meet all of these conditions:

a) You must cause the modified files to carry prominent notices stating that you changed the files and the date of any change.

[...]
https://www.gnu.org/licenses/old-licenses/gpl-2.0.html#SEC3

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #5 am: 10 Januar 2021, 14:43:26 »
Ich habe RichardCZ jetzt aufgefordert, alle Dateien, die meinen Namen enthalten, zu löschen und mir das zu bestätigen.

Sehn wir mal...

LG

pah
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Offline Christoph Morrison

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« Antwort #6 am: 17 Januar 2021, 18:25:43 »
Ich hab mir mal exemplarisch 36_Shelly in Homebot und in Rev 21943 angeguckt - das sind ein paar Reformatierungen gelaufen und hinter return-Statements wurde undef entfernt. Nur um mal die Dimension der Änderungen zu verdeutlichen, die Richard (automatisiert) vorgenommen hat. Alle Änderungen sind in den Commit-Logs dokumentiert (ob das für § 2 GPL ausreicht kann ich nicht beurteilen, IANAL).

Was genau hast du davon? Was ist dein Ziel?

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #7 am: 17 Januar 2021, 19:41:39 »
Das sind 2 Fragen, also 2 Antworten.

1. Meine Handlungen werden nicht davon bestimmt ob ich "etwas davon habe".

2. Mein Ziel ist ganz klar: Unter meinem Namen wird nichts publiziert, das nicht von mir stammt.

Die Frist läuft jedesfalls bald ab - bisher, ohne dass der Betreiber sich meldet. Sehn wir mal, ob ich dann richtig garstig werden muss.

LG

pah

Offline yoda_gh

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« Antwort #8 am: 19 Januar 2021, 12:09:30 »
Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen, muss ich doch mal meinen Senf dazu geben:

Disclaimer: IANAL!!

Auch ich finde das, was RichardCZ hier macht, fragwürdig und darauf kann man ihn sicher geeignet hinweisen. So ein Fork sollte erst dann passieren, wenn man versucht hat, die entsprechenden Änderungen mit der FHEM-Community zu diskutieren und keine Einigung erzielt hat.

Aber ich sehe keine rechtlichen Vergehen hier, solange die Änderungen in den Commits dokumentiert sind (etwas anderes wäre es, wenn der "initial commit" bereits Änderungen beinhaltet, das wäre dann wohl ein Vergehen gegen GPLv2).

Wir haben diese Diskussion mit §2a in der GPL auch regelmäßig in der Firma. Die Anwälte beharren hier auch auf dem Wortlaut, aber aus der Praxis kommend muss man sagen, dass in Zeiten von git, SVN & Co. fast kein Mensch mehr diese Änderungshinweise im Header vornimmt, siehe dazu z.B. https://lwn.net/Articles/432012/ von 2011, in dem diskutiert wird, ob Red Hat aus eben diesem Grund gegen die GPL verstößt:

"There is an oft-ignored GPL clause about modifications to consider here as well: "You must cause the modified files to carry prominent notices stating that you changed the files and the date of any change." Red Hat may well be technically violating that clause, but it is hardly alone in that as it is pretty much completely ignored by everyone, without any real consequences. But this GPL requirement is of little interest to most. [...]."

Daher sehe ich keinen Anlass, hier irgendwelche Löschungen oder dergleichen zu verlangen. Letztlich sagt er ja in seinem README klar, was er da macht und sogar, dass man das FHEM-Projekt nicht dafür kontaktieren möge.
« Letzte Änderung: 19 Januar 2021, 12:15:07 von yoda_gh »

Offline Christoph Morrison

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« Antwort #9 am: 19 Januar 2021, 12:47:58 »
So ein Fork sollte erst dann passieren, wenn man versucht hat, die entsprechenden Änderungen mit der FHEM-Community zu diskutieren und keine Einigung erzielt hat.

Richard hat mehrfach klar gesagt, dass er keinen Fork machen möchte und warum es Hobo gibt, z.B. hier und hier (wo es passenderweise auch um die GPL geht). Im Prinzip ist das eine Designstudie, an der er verdeutlichen möchte, was mit FHEM ginge, wenn man denn wollen würde, aber man wollte es hier im Forum nicht (so recht) hören.

Er hat versucht, Änderungen zu diskutieren und zum Ergebnis möchte ich auf ebenda verweisen. Ein Wort fand das andere.

Aber ich sehe keine rechtlichen Vergehen hier, solange die Änderungen in den Commits dokumentiert sind (etwas anderes wäre es, wenn der "initial commit" bereits Änderungen beinhaltet, das wäre dann wohl ein Vergehen gegen GPLv2).

Ich habe ihm einen PR geschickt, der mal bei 36_Shelly exemplarisch einen entsprechenden Disclaimer mit Verweis auf diese Diskussion und die Situation einfügt. Da ich bei Hobo keine Rechte habe in den master zu mergen, ist das alles, was ich tun kann auch wenn ich es eigentlich nicht will (nur vorneweg, falls sich jetzt jemand bemüßigt fühlt mir einen Brief von einem RA zukommen zu lassen, oder sowas). Ansonsten sehe ich das mit dem Commit-Log wie du - die Änderungen sind alle dokumentiert, wenn auch nicht in dem File an sich.

Meine 2 Cent:
Ich finde das hier alles enorm lächerlich, insbesondere in Anbetracht des Umfangs der Modifikationen die an den pah'schen Modulen vorgenommen wurden. Ich sag es noch mal ganz klar: Es wurden Whitespaces modifiziert und ein paar mal das Wort "undef" entfernt. Möglicherweise hat pah juristisch recht, ich bin auch kein Anwalt, aber das war's aus meiner Warte dann auch schon. Im Sinne der GPL/FSF ist es auch nicht.

Der Rest liegt bei Richard.
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Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #10 am: 19 Januar 2021, 14:55:52 »
Zitat
Ich finde das hier alles enorm lächerlich

Deine Meinung. Meine ist eine andere.

Im Übrigen kann er Designstudien machen so viel er will - aber nicht diese öffentlich im Internet posten. Das macht einen wesentlichen Unterschied.

Ein Abmahnschreiben einer Anwaltskanzlei kostet mich jedenfalls keinen Cent - mal sehen, ob RichardCZ reagiert oder ob ich gezwungen bin, den Weg zu gehen.

LG

pah
« Letzte Änderung: 19 Januar 2021, 14:58:14 von Prof. Dr. Peter Henning »

Offline yoda_gh

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« Antwort #11 am: 19 Januar 2021, 17:02:55 »
Im Übrigen kann er Designstudien machen so viel er will - aber nicht diese öffentlich im Internet posten. Das macht einen wesentlichen Unterschied.

Doch, genau das ist die Idee der GPL.

Ein Abmahnschreiben einer Anwaltskanzlei kostet mich jedenfalls keinen Cent - mal sehen, ob RichardCZ reagiert oder ob ich gezwungen bin, den Weg zu gehen.

Und wenn die Ideen hier wirklich diskutiert wurden, dann kann ich absolut nichts verwerfliches an seinem Vorgehen finden. Dann sehe ich hier im Gegenteil ein sinnvolles Engagement und das mit einem Anwaltsschreiben zu "bestrafen", ist für mich absolut verfehlt. Solltest Du diesen Schritt ernstlich erwägen, dann überlege Dir bitte künftig, was Du als Open Source freigeben möchtest.
« Letzte Änderung: 19 Januar 2021, 17:06:05 von yoda_gh »

Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #12 am: 19 Januar 2021, 17:20:49 »
Zitat
Doch, genau das ist die Idee der GPL.
Nur wenn die Bedingungen eingehalten werden.
Zitat
überlege Dir bitte künftig, was Du als Open Source freigeben möchtest.
Halt die Luft an. Das mache ich mit Sicherheit schon länger als Du.

pah

Offline zap

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« Antwort #13 am: 19 Januar 2021, 20:43:30 »
Doch, genau das ist die Idee der GPL.

Und wenn die Ideen hier wirklich diskutiert wurden, dann kann ich absolut nichts verwerfliches an seinem Vorgehen finden. Dann sehe ich hier im Gegenteil ein sinnvolles Engagement und das mit einem Anwaltsschreiben zu "bestrafen", ist für mich absolut verfehlt. Solltest Du diesen Schritt ernstlich erwägen, dann überlege Dir bitte künftig, was Du als Open Source freigeben möchtest.

Naja, Diskussion würde ich das nicht nennen. Er kam, sah, und verkündete sein Perl-Evangelium. Viele hier, die in ihrer Freizeit an FHEM mitarbeiten, wurden verunglimpft, nur weil ihr Programmierstil nicht seinen Idealvorstellungen entsprach.

Insofern wäre es besser gewesen, er hätte Patches bereitgestellt. Die hätte dann jeder Modulautor prüfen und übernehmen können.

Mir ist homebot egal, da bei meinen Modulen sowieso eine völlig veralteter Stand übernommen wurde. Wer das so nutzt, ist selbst schuld. Geschenkt.
2xCCU3, diverse Komponenten (Fenster, Rolladen, Themostate, Stromzähler, Steckdosen ...)
FHEM mit Raspi für CCU Integration.
IOBroker für UI (VIS), Hue, Sonos usw.
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Offline betateilchen

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« Antwort #14 am: 19 Januar 2021, 21:28:20 »
Grundsätzlich kann ich pah verstehen und vielleicht hat er - rein formal betrachtet - sogar Recht.

  • Aber ist das Thema wirklich einen Rechtsstreit wert?
  • Sind wir (sowohl die Entwickler als auch die Anwender) nicht alle mehr oder weniger "zum Spaß" hier, um ein Hobby auszuüben?
  • Wäre ein offen ausgetragener Streit im Sinne des ansonsten doch inzwischen recht guten Image von FHEM dienlich?
  • Würden wir nicht eine Art "Schadenfreude" in anderen Communities, die sich mit dem Thema Hausautomation beschäftigen, hervorrufen (und das sogar zu Recht?)

Man kann das Vorgehen von homebot unschön finden und dagegen Sturm laufen.
Man kann aber auch als Gemeinschaft von Entwicklern einfach "Größe" zeigen, die Situation zur Kenntnis nehmen und sagen "naja, egal. Homebot wird FHEM nicht umbringen."

Ja, Lizenzen (auch GPL) sind grundsätzlich dazu gedacht, eingehalten zu werden.
Aber wir reden hier nicht von den Genfer Konventionen und ein möglicher Verstoß gegen die GPL ist nicht als Kriegsverbrechen zu werten.

Am Ende meiner Gedanken noch eine ganz persönliche Betrachtung: vor 10 Jahren hätte ich wahrscheinlich auch so wie pah reagiert und gehandelt. Aber inzwischen bin ich in solchen "Kleinigkeiten" sehr viel ruhiger geworden und es lebt sich dadurch sehr viel entspannter.
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Offline Prof. Dr. Peter Henning

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« Antwort #15 am: 20 Januar 2021, 11:00:40 »
Udo, einen Rechtstreit würde ich sicher nicht führen - eine Abmahnung ist bei ausbleibender Reaktion aber nicht vom Tisch.

Ob ich irgendwann altersmilde werde, wagen viele Menschen in meiner Umgebung zu bezweifeln.

LG

pah

Offline betateilchen

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« Antwort #16 am: 20 Januar 2021, 11:18:30 »
Ob ich irgendwann altersmilde werde,

probier es einfach aus, es lohnt sich :)
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Offline yoda_gh

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« Antwort #17 am: 20 Januar 2021, 11:39:31 »
Udo, einen Rechtstreit würde ich sicher nicht führen - eine Abmahnung ist bei ausbleibender Reaktion aber nicht vom Tisch.

Das Problem ist, dass eine Abmahnung den Empfänger nahezu zwingt, vor Gericht zu gehen, wenn er die Unterlassungserklärung nicht abgeben will.

Es gibt aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten: der Autor vom Fork hat bisher Deine Aufforderungen übersehen oder absichtlich ignoriert. In dem Fall könnte eine Abmahnung ihn tatsächlich zwingen, Deine Forderung (sei sie berechtigt oder nicht) umzusetzen, um seine Ruhe zu haben.

Oder aber er ist der Auffassung, im Recht zu sein, dann bleibt ihm praktisch nur das Einlegen eigener Rechtsmittel und dann wird's für alle Seiten hässlich.

Ich sehe nach wie vor nicht, welchen Schaden von wem Du hier abwenden willst - vor allem in Relation zu dem Schaden, den dieser Streit anrichtet / anrichten könnte. Jedem, der Github/Gitlab bedienen kann, sollte klar sein, dass es sich hier nicht um Deinen Original-Code handelt. Und wer in die History schaut, sieht, mit welcher Qualität der Fork gepflegt wird.

Das einfachste für alle Parteien wäre natürlich, wenn dort einfach der Vermerk im Header eingefügt würde, den Du gerne haben möchtest. Da das aber ein seit Monaten totes Repository ist, das keiner Ernst nimmt, würde ich es auch einfach gut sein lassen.

(Und sorry, dass ich hier nicht "die Luft anhalte", aber ich sehe, dass diese Diskussion jetzt schon geeignet ist, dem Ruf von FHEM zu schaden.)
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Offline Christoph Morrison

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« Antwort #18 am: 20 Januar 2021, 12:41:21 »
Oder aber er ist der Auffassung, im Recht zu sein, dann bleibt ihm praktisch nur das Einlegen eigener Rechtsmittel und dann wird's für alle Seiten hässlich.

Da liegst du falsch. Wenn der Empfänger einer strafbewehrten Unterlassungserklärung (vulgo Abmahnung) diese nicht abgeben will, dann muss der Absender vor Gericht um seine Rechte durchzusetzen. Der Empfänger kann vor Gericht und einstweiligen Rechtsschutz beantragen, er muss es aber nicht. Die Abmahnung ist so eine Art Vertragsangebot: Entweder du tust xyz (nicht), oder ich gehe vor Gericht; außerdem trägst du die Kosten für die Abmahnung und wenn du unterzeichnest und noch mal gegen unseren Vertrag verstößt, dann zahlst du eine Strafe (gerne mal über 5000€ um die Sache vors Landgericht und damit in den Anwaltszwang (den es vor Amtsgerichten meistens nicht gibt) zu zwingen). Die Vertragsstrafe ist natürlich optional, weil es ja nur ein Vertrag ist.

In diesem konkreten Falle kommt dazu, dass Empfänger mit großer Wahrscheinlichkeit im Ausland sitzt. Aber das wird pahs Anwalt ihm schon alles erklärt haben bzw. er wird es ihm hoffentlich erklären. Und wenn nicht ... naja, nicht mein Problem.

Zitat
Ich sehe nach wie vor nicht, welchen Schaden von wem Du hier abwenden willst - vor allem in Relation zu dem Schaden, den dieser Streit anrichtet / anrichten könnte. Jedem, der Github/Gitlab bedienen kann, sollte klar sein, dass es sich hier nicht um Deinen Original-Code handelt. Und wer in die History schaut, sieht, mit welcher Qualität der Fork gepflegt wird.

Deshalb finde ich die ganze Sache auch so lächerlich. Richard hat hier ja nicht so getan, als wäre der Code von pah von ihm oder so (schon weil ich die Vermutung hege, dass Richard mit aus seiner Warte vermutlich minderwertigen Code nichts zu tun haben möchte) und er hat ihn auch gerade nicht aus den Files oder der MAINTAINER.txt entfernt. Zusammenfassend geht es um ein paar Whitespaces und eine Klausel in der GPL, die man unterschiedlich auslegen kann - aber legt man sie gemäß der Ideen aus, die die GPL/die FSF unterstützen will, kann man nur festhalten, dass das gerade nicht der Sinn dieser Lizenz ist.

Aber jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt, wie man so schön sagt.

Zitat
(Und sorry, dass ich hier nicht "die Luft anhalte", aber ich sehe, dass diese Diskussion jetzt schon geeignet ist, dem Ruf von FHEM zu schaden.)

Ach, man muss ja nur mal einen Blick in die Facebook-Gruppe oder unter das Video von hausautomatisierung.com werfen und dann wissen viele schon, woher der Wind hier weht. Nicht umsonst macht Matthias keine FHEM-Videos mehr (obwohl er mit seinen Videos vermutlich die beste Werbung für FHEM gemacht hat, die es überhaupt jemals gab) - die iobroker-Community hat ihn halt freundlicher aufgenommen, also schreibt er jetzt dort Module und macht Werbung - offenbar hat FHEM keine (neuen) Softwareentwickler nötig. Bei Richard lief es ja ähnlich. Anstatt mit ihm zu arbeiten und ihn ein bisschen hier zu sozialisieren um seinen Input produktiv in das Projekt zu bekommen, hat sich eine sehr laute Gruppe vor allem angegriffen gefühlt. Drama-Ego-Gedöns halt; wie die Kleinkinder, die ihr Eimerchen Sand gegen vermeintliche Eindringlinge verteidigen obwohl die nur mehr Sand und noch ein paar Stöckchen mitbringen wollten.

Mag einfach der geneigte Leser seine Schlüsse daraus ziehen.

Hier gehts übrigens zu iobroker und hier zu Home Assistant. Hätte ich nicht schon ein umfangreiches FHEM, ich würde eher mit Home Assistant weiter machen.
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