Autor Thema: 2. Raspberry als StandBy?  (Gelesen 1548 mal)

Offline ETHVH

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2. Raspberry als StandBy?
« am: 05 Oktober 2015, 10:38:09 »
Hallo Zusammen,

ich nutze einen Raspberry mit Linux und CUL um meine Hausatomation mit überwiegend Homamatic Komponenten zu betreiben. Ich bin von dem Teil echt begeistert und habe die Automation immer weiter ausgebaut.
Nun habe ich Bedenken, was passiert, wenn der Raspi mal ausfällt (defekt ist) oder ich durch einen Config-Fehler die ganze Installation zerstöre. Dann habe ich echt ein Problem, da bei mittlerweile u.a. die komplette Heizungssteuerung unserer FB-Heizung über das Teil läuft.

Habt Ihr Vorschläge wie ich das System absichern kann?
Reicht FHEM-Backup?
Kann ich einen 2. Raspi als Standby-System aufbauen (evtl. könnte ich den dann sogar für andere Aufgaben verwenden)?

Bin gespannt auf eure Vorschläge...

Viele Grüße
ETHVH

Offline Tedious

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #1 am: 05 Oktober 2015, 11:51:58 »
Ich ziehe nach *wichtigen* Änderungen wie einem Kernel-Update oder einem Linux-Update ein Image der SD-Karte auf meinem Laptop. Falls es die Karte/und/oder den Pi zerlegt kann ich somit in 2 Minuten eine neue Karte beschreiben und das System läuft wieder. Ist mir wichtig, weil das ganze Gebastel an dem System sonst weg ist (Configs, Montings, etc). FHEM macht bei jedem Update ein Backup, das Backup-Verzeichnis spiegele ich per Cronjob jede Nacht auf ein NAS. Sollte ich also FHEM (und nicht den PI) zerlegen kann ich das via FTP wieder auf den PI spielen. Alles was nicht so wichtig ist landet auf einem USB-Stick (Logfiles).
FHEM auf Brix N3150/4GB/500GB mit 4xMapleCUN (433,3x868) und Jeelink, HUE, MiLight, Max! und SonOff, RPI2 mit 1Wire via Fhem2Fhem zur Heizungsüberwachung. Alexa...

Offline klausph

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #2 am: 06 Oktober 2015, 08:20:31 »
Ich mache mir grad ähnliche Gedanken und hab erstmal auch nur das Image erstellt. Aber was ist, wenn ich nicht zu Hause bin? Dienstreise oder Krankenhaus? Meine Family hätte wohl keine Chance da irgendetwas zu reparieren.

Also wäre ein Raspi als "Hot Standby" schon von Vorteil! Oder gibt's noch was besseres? Die Rückfallstrategie müsste halt super einfach sein, ohne Programmierkenntnisse!




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Offline Tedious

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #3 am: 06 Oktober 2015, 09:54:24 »
Nunja, ein zweiter RPI mit Gehäuse und Karte kostet 50€. Ist ja nicht so dass man täglich einen FHEM-Komplettumbau macht. Könntest also einen Standby-Pi bauen auf dem ein stabiler Stand als Image geklont ist. Müsste denn im Worst-Case nur umgesteckt werden.... Das sollte auch die Frau hinbekommen. Nach einer größeren Umbauaktion eben ein neues Image clonen.
Ich hab im Netzwerk zuhause nco einen Win Home Server stehen. Der ist zwar per LightsOut bei nichtbedarf im Standby, kann aber über WOL geweckt werden. ich kann in einem solchen Szenario von überall auf der Welt per RDC auf den Server zugreifen, da komme ich denn mit Putty und Browser weiter - solange es nicht die Hardware zerlegt hat...
« Letzte Änderung: 06 Oktober 2015, 09:56:27 von Tedious »
FHEM auf Brix N3150/4GB/500GB mit 4xMapleCUN (433,3x868) und Jeelink, HUE, MiLight, Max! und SonOff, RPI2 mit 1Wire via Fhem2Fhem zur Heizungsüberwachung. Alexa...

Offline Wernieman

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #4 am: 17 Oktober 2015, 19:17:25 »
HotStandby hätte nur den Vorteil, das Du bei eventuellen Problemen automatisch umschalten könntest ... dazu bräuchtest Du aber alle HW doppelt ..... deshalb würde ich bei Deiner Problembeschreibung auch eher auf Cold-StandBy setzen, also 2. System in der Schublade ... und einen VPN/SSH o.Ä Zugang für den Service-Techniker (Du) für eventuelle "kleinen" Softwareprobleme.

Hinweis:
Das problem ist aber eher, das "StandBy" System auf aktuellen Stand zu halten. Meistens wird es einfach irgendwann vergessen zu aktualisieren, bzw. auch die Lauffähigkeit zu testen....
- Bitte um Input für Output
- When there is a Shell, there is a Way

Wie man Fragen stellt: https://tty1.net/smart-questions_de.html

Offline Wuppi68

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #5 am: 18 Oktober 2015, 13:23:37 »
Ich habe mir auch mal Gedanken um einen Ausfall gemacht

es ist nicht einfach :-)

Alle IO Devices doppelt
Rechner doppelt (Cluster)
DB auf Cluster
FHEM Logging in DB und Config aus DB
Netzwerk doppelt
USV doppelt

Ist echt mächtig großer Aufwand das ganze - aber machbar :-)

z.B.

2 Pi's machen FHEM; DB; CUL o.ä. und sind via LAN und WLAN angebunden und haben eine "eigene" USV

mySql auf beiden Pi's als Mirror
ein bisschen Scripten um zu schauen wer läuft gerade

oder man such ein Cluster wie es damals unter VMS möglich war ...

mininal 2 Knoten; "eine" Clusterplatte und man konnte Programm auf Knoten n oder auf dem Cluster starten, bei Ausfall eines Knotens wurde der Prozess automatisch auf einem anderen Knoten weiter gemacht :-)
Jetzt auf nem I3 und primär Homematic

kein Support für cfg Editierer

Support heißt nicht wenn die Frau zu Ihrem Mann sagt: Geh mal bitte zum Frauenarzt, ich habe Bauchschmerzen

Offline rbothe

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #6 am: 19 Oktober 2015, 15:30:54 »
Hallo, ich habe auch einen Linux-Cluster mit Linux Heartbeat als aktiv/passiv Cluster laufen fuer 2 identische FHEM-Environments,
weiss aber nicht ob das auf Rasp einfach zu implementieren ist.
Dann 2 HMLANS via vccu redundant;
diese beiden sowie die Linux und HMLANS sowie zugehoerige Switche sind mit eigenen USV abgesichert.
Logging und Plotting mache ich nicht direkt auf den FHEM-Instanzen sondern
via fhem2fhem auf einem Loggingrechner ueber die Clusterinstanz-IP (ist mir nicht so wichtig, den
logging-Server auch zu clustern).
Problematisch sind natuerlich die USB-Dinger, die man nicht in 2 Rechner reinstecken kann,
zumindest nach meinem Verstaendnis.
Ach ja, die Linux-Rechner haengen auch an 2 verschiedenen Phasen, durch die Hauselektrik vorgegeben
(waren frueher mal 2 Wohnungen) und den Strom habe ich noch durch 1 14km-Photovoltaik-Anlage mit 6kw-Speicher
abgesichert.

Aber im Augenblick laeuft trotzdem nur 1 FHEM-Instanz, weil ein Haushaltsmitglied unbedingt meinte,
den Stromstecker hinter einer USV rausreissen zu muessen und der Rechner sich seitdem nicht mehr booten laesst:-(
FHEM 5.6 auf 2 Linux-Servern als Highavailability Heartbeat- Cluster
1xCUNO
2x HMLAN via 1x VCCU redundant angebunden
Ansonst: wie erstelle ich eine Signatur? Gibt es eine Inventory Funktion im FHEM?

Offline rbothe

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Antw:2. Raspberry als StandBy?
« Antwort #7 am: 19 Oktober 2015, 15:34:29 »
Und was ich auch noch nicht implement habe ist wenn ein Softwareausfall
den laufenden FHEM praktisch blockiert, z. B. "too many open files" Problem.
Dies liesse sich aber wohl auch durch Neustart einer FHEM-Instanz am lokalen Knoten beheben.
Hier sieht man wieder mal die grosse Notwendigkeit eines separaten Monitorings und
Logfileauswertung.
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Ansonst: wie erstelle ich eine Signatur? Gibt es eine Inventory Funktion im FHEM?

 

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