4,7k Widerstand zu groß für 12 DS18b20?

Begonnen von marexel, 04 Januar 2026, 20:21:24

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marexel

Nabend,

da ich schon wieder Stress mit dem ZeroPi habe, hab ich jetzt meinen alten RPi2b angeworfen. Läuft soweit alles, nur bekomme ich im Gegensatz zum ZeroPi nicht alle (aktuell 10 (längste Strecke ca. 10m), später 12) DS18b20 ans laufen. Sobald mehr als 8 Sensoren angeschlossen sind, bricht alles zusammen.
Finde ich komisch und frage mich, woran es liegen könnte. (gleiches Netzteil, dtoverlay=w1-gpio-pullup)

Bei meiner Recherche bin ich auf den Widerstand gestoßen der teilweise auf 800Ohm reduziert wurde. In einem anderen Thread waren es 2,35kOhm.

Jetzt frage ich mich: kann ich damit etwas verkehrt machen oder zeigen im schlimmsten Fall die Sensoren einfach keine Werte mehr wie beim 4,7k?

Danke für eure Hilfe, Grüße,

marexel

Prof. Dr. Peter Henning

 ::)
Sollen wir raten, wie das angeschlossen ist?

pah

Gisbert

Hallo marexel,

wenn bei ungünstiger Verkabelung, die man ggf. nicht einfach verändern kann, da sie in einem früheren Bauabschnitt in Wände, Böden etc. eingebracht wurden, ein 4.7k Widerstand nur wenige DS18B20 zuverlässig zulässt, dann kann es sinnvoll sein, mit kleineren Widerständen zu experimentieren, um die gewünschte Anzahl von Sensoren an einen GPIO dranzubringen. Ich würde mit einem 3.6k Widerstand beginnen.
Alternativ könnte man weitere DS18B20 auf einen neuen GPIO legen, falls es noch ungenutzte GPIOs gibt.

Viele Grüße Gisbert
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Prof. Dr. Peter Henning

Zitat von: Gisbert am 09 Januar 2026, 09:58:50Alternativ könnte man weitere DS18B20 auf einen neuen GPIO legen, falls es noch ungenutzte GPIOs gibt.
Nicht doch... Einen ordentlichen Busmaster kaufen.

pah

marexel

Hallo zusammen und Danke für die Tipps,

ok, dann werde ich es mit einem 3.6k versuchen.
Ich hänge aber noch an der Frage, warum es nicht so läuft wie beim ZeroPi. Ich benutze ja das gleiche Netzteil (5,1V, 2,5A), Im Leerlauf habe ich beim Zero allerdings ~0,1A, beim 2B ~0,2A.
<gefährliches Halbwissen!> Ist die Rechnung, dass bei doppelter Stromstärke, die der 2B verbraucht, trotz der zur Verfügung stehenden 2,5A des Netzteils schlichtweg nicht genug zum Betrieb aller Sensoren übrig bleibt, richtig? </gefährliches Halbwissen!>

Klar, Busmaster kaufen ist sicherlich die beste Lösung. Mir geht es aber gerade darum zu verstehen, warum es aktuell nicht funktioniert. Letztlich wird es aber auf einen Busmaster hinauslaufen.

Ich danke euch für weitere Hinweise, Grüße,

marexel

marexel

Ok, ich muss zugeben das ich in Ermangelung eines ~3,6k Widerstands erstmal 3 eher unwichtige Sensoren abgeklemmt habe. Nun läuft es erstmal (Nun ja, nicht ganz. Aber das in einem neuen Thread).

Was den Busmaster angeht so habe ich außer bei 1-wire.de (kein Zertifikat) allerdings keinen bezahlbaren gefunden. Gibt es da einen aktuellen Tipp der nichts mit selber löten zu tun hat?

Grüße,
marexel

Maista

Bei mir läuft seit Jahren (2016) ein Arduino(-Mega) mit FIRMATA und OWX von PAH.

Sollte eigentlich mal ein Update machen da die Module vor einiger Zeit (Jahren)
erneuert wurden.

Gruss Gerd

Gisbert

Zitat von: marexel am 10 Januar 2026, 18:11:00Ok, ich muss zugeben das ich in Ermangelung eines ~3,6k Widerstands erstmal 3 eher unwichtige Sensoren abgeklemmt habe.

Testweise könntest du 2x 4.7k Widerstände parallel einsetzen, macht dann ca. 2.3k.
Wenn es funktioniert, hast du eine Option mehr - wenn nicht, dann ist der Aufwand ja nur minimal.
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Prof. Dr. Peter Henning

Das mit dem gefährlichen Halbwissen ist wohl ein Euphemismus, ich würde es eher als Unwissen einstufen. Denn da werden Äpfel mit Birnen verglichen: Andere Chips auf dem Board, andere interne Beschaltung, anderes internes Verhalten auch beim Timing. Und was bei einem Netzteil "übrig" bleiben sollte, ist wohl auch eher geraten worden.

Es ist doch wohl sonnenklar, dass die Pullup-Widerstände nicht nur an die Anzahl der Sensoren, sondern auch an die veränderten Eingangsparameter des Boards angepasst werden müssen.

LG

pah

Gisbert

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Prof. Dr. Peter Henning

#10
Pardon, aber diese Erklärung ist nicht ganz richtig und trifft deshalb in diesem Fall hier nicht zu.

Nicht ganz richtig, weil hier weniger die Kapazität des Kabels eine Rolle spielt, als die unterschiedliche Kapazität im Eingang der unterschiedlichen Boards.

Und genau da kommt der Busmaster ins Spiel, der passt nämlich seinen internen Pullup so an, dass das Signal auf dem Bus möglichst optimal ist.

LG

pah