"Ich habe mit Hilfe der KI" oder "Dank ChatGPT" - wichtig für Alle !

Begonnen von Prof. Dr. Peter Henning, 20 Mai 2026, 03:58:44

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hummeruli

Zitat von: vbs am 16 Juni 2026, 20:21:39
Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 16 Juni 2026, 20:00:26Als Entwickler von Software, die andere Menschen nutzen (und zwar auch bei FHEM !) muss man Verantwortung übernehmen. Verantwortung kann man nur übernehmen, wenn man versteht, was man tut.
Ich weiß nicht, woraus du eine solche offenbar allgemeingültige Pflicht ableitest, wie du es hier formulierst. Die GPL z.B. verneint ganz ausdrücklich jegliche Gewährleistung und sagt sehr deutlich "Nutzung auf eigene Gefahr". Also rechtlich ist da nichts zu machen. Wenn du jedoch für dich irgendwie eine moralische Verpflichtung siehst, ist das natürlich sehr löblich und vorbildlich, aber das scheint dann eher dein Privatvergnügen zu sein.
In der Welt der freien Software kann jeder Software so entwickelt, wie er es für richtig hält und so wie es ihm Spaß macht. Und dann kann jeder wiederum selbst entscheiden, ob er die Software nutzen möchte oder nicht. Daher "freie" Software - müssen tut man da jar nüscht.


Sehr naive Aussage. Also ist egal was jemand macht. Menschen kommen zu Schaden. Nicht mein Problem, ist Open Source.
Beim Erstellen dieser Nachricht kamen weder Tiere zu Schaden, noch wurde Papier verschwendet. Alles von mir geschriebene ist biologisch abbaubar.


FHEM auf Debian Buster in einr Proxmox VM , LaCrosseGateway, AVR-NET-IO, Homematic, Alexa, S300TH, Signalduino..........

vbs

Bitte nicht die Worte im Mund umdrehen. Ich habe nur beschrieben, wie die Sachlage ist. Ich habe mit keinem Wort gesagt, wie ich das finde oder wie ich das persönlich handhabe. Nennt man Strohmannargument.

hummeruli

Zitat von: vbs am 16 Juni 2026, 20:31:57Bitte nicht die Worte im Mund umdrehen. Ich habe nur beschrieben, wie die Sachlage ist. Ich habe mit keinem Wort gesagt, wie ich das finde oder wie ich das persönlich handhabe. Nennt man Strohmannargument.

Bitte nicht falsch verstehen, aber genau so rechtfertigen sich die KI-Konzerne. Möglichst keine Verantwortung. Selber schuld wer es verwendet.
Beim Erstellen dieser Nachricht kamen weder Tiere zu Schaden, noch wurde Papier verschwendet. Alles von mir geschriebene ist biologisch abbaubar.


FHEM auf Debian Buster in einr Proxmox VM , LaCrosseGateway, AVR-NET-IO, Homematic, Alexa, S300TH, Signalduino..........

Prof. Dr. Peter Henning

#18
Zitat von: vbs am 16 Juni 2026, 20:21:39Ich weiß nicht, woraus du eine solche offenbar allgemeingültige Pflicht ableitest, wie du es hier formulierst. Die GPL z.B. verneint ganz ausdrücklich jegliche Gewährleistung und sagt sehr deutlich "Nutzung auf eigene Gefahr". Also rechtlich ist da nichts zu machen. Wenn du jedoch für dich irgendwie eine moralische Verpflichtung siehst, ist das natürlich sehr löblich und vorbildlich, aber das scheint dann eher dein Privatvergnügen zu sein.
In der Welt der freien Software kann jeder Software so entwickelt, wie er es für richtig hält und so wie es ihm Spaß macht. Und dann kann jeder wiederum selbst entscheiden, ob er die Software nutzen möchte oder nicht. Daher "freie" Software - müssen tut man da jar nüscht.
Das ist, pardon, Unsinn. "Verantwortung" hat nichts mit "Verpflichtung" oder "Gewährleistung" zu tun. Das ist wie beim hippokratischen Eid: Kein Arzt ist "verpflichtet", Patienten zu heilen, oder muss "Gewährleistung" erbringen. Aber er trägt die Verantwortung, sein Bestes gegeben zu haben und nicht willentlich Schaden zu verursachen.

Und "jeder könne so entwickeln, wie es Spaß macht" gilt für den Eigengebrauch - das ist aber nicht Open Source, sondern Open Source impliziert _immer_ die Veröffentlichung. Und dann sind Lizenzen einzuhalten - etwa Urheber anzugeben, so einfach ist das.

pah

JoWiemann

Hallo,

mir greift das noch etwas zu kurz. Open Source hat lange mit dem Makel ,,schlecht Entwickelt", ,,keine Qualität", ,,wird nicht gewartet", ,,Keiner übernimmt Verantwortung" zu tun gehabt. Wir haben bei openKONSEQUENZ hart arbeiten müssen um diese Urteile in Vorurteile und dann in Akzeptanz zu wandeln. Wenn nun jeder glaubt er könne mal eben KI was machen lassen und es dann unter die GPL stellt, dann befinden wir uns wieder ganz am Anfang.

Gerne kann Jeder für sich machen was er für hilfreich hält. Möchte er veröffentlichen dann bitte an Regeln halten, die seid langem für Open Source gelten. Qualität, ausweisen von Fremdquellen, Dokumentation, Testen und für seine Arbeit Verantwortung übernehmen.

Grüße Jörg
Jörg Wiemann

RPi 4 B mit 4 GByte bookworm, COC (868 MHz), CUL V3 (433.92MHz SlowRF); FHEMduino, Aktuelles FHEM; zigbee2mqtt

ioBroker als Datenlieferant für z.B. Anker, Samsung

vbs

Zitat von: Prof. Dr. Peter Henning am 17 Juni 2026, 08:30:57Das ist, pardon, Unsinn. "Verantwortung" hat nichts mit "Verpflichtung" oder "Gewährleistung" zu tun. Das ist wie beim hippokratischen Eid: Kein Arzt ist "verpflichtet", Patienten zu heilen, oder muss "Gewährleistung" erbringen. Aber er trägt die Verantwortung, sein Bestes gegeben zu haben und nicht willentlich Schaden zu verursachen.
Ja, danke. Gutes Beispiel. Nur gibt es eben _keinen_ vergleichbaren Eid für Softwareentwickler wie es ihn für Ärzte gibt. Darum ist es für mich nicht nachvollziehbar, woraus du ableitest, dass es da eine vergleichbare Pflicht zur Verantwortung gibt. Die Verantwortung eines Arztes ist dann ja auch doch nochmal etwas anderes. Gibt ja auch Gründe, warum sich nicht jeder "Arzt" nennen darf.

Ich bin da vom Prinzip her natürlich bei euch, dass das total wünschenswert ist, dass alle Entwickler verantwortungsvoll handeln, nur gute Qualität liefern, die Software immer gründlich testen vor einem Release, am besten Sicherheitsprobleme immer zeitnah fixen usw. usw. Ich persönlich versuche auch das so zu handhaben (versuche!).
Nur: Verlangen, einfordern oder irgendwas vorschreiben kann man eben nicht - nur das ist mein Punkt. Dafür gibt es schlicht keine Grundlage. Das sind immer noch Entwickler, die das in ihrer Freizeit unentgeltlich machen und die Software und deren Pflege der Allgemeinheit kostenfrei bereitstellen. Scheinen manche zu vergessen. Am Ende entscheiden diese Leute selber, _wie_ sie arbeiten wollen und wie viel Zeit und Arbeit sie da reinstecken wollen und können. Und das hat man dann auch zu akzeptieren und zu respektieren auch wenn das nicht den eigenen Standards entspricht. Alles andere ist meiner Meinung nach übergriffig.