Hoymiles unsicher....

Begonnen von Ranseyer, 08 Juli 2026, 11:22:41

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Ranseyer

Dieser Artikel hat mich ein paar Sekunden verunsichert...

Ich habe auch welche, aber keine DTU on Betrieb.

Es geht um einen bisher unbekannten Funkbefehl bei dem alle Wechselrichter in Reichweite ihre Seriennummer melden. Wenn man die SN kennt kann man das Gerät komplett steuern...

Dass man aber die Antennen, die zumindest bei mir extern sind, einfach durch einen 50 Ohm Abschlusswiderstand ersetzen könnte, die Idee hatten sie scheinbar nicht.


https://www.heise.de/news/Sicherheitsalbtraum-Wechselrichter-Hoymiles-laesst-Nachbarschaften-verstummen-11357067.html
FHEM mit FTUI. Homematic-Funk für Thermostate und Licht. MySensors als Basis für eigene HW.
Zentrale ist der MAPLE-CUL mit RFM69+HModUART-AddOn.
Doku zu meinen Projekten: Github/Ranseyer. Platinen falls verfügbar gerne auf Anfrage.
Support: gerne wenn ich Zeit+Lust habe im Forum. Nicht per PN!

tomcat.x

Weiß jemand, was das "Bis echte Patches vorliegen, bleibt Betreibern als Notlösung nur, [...] die Abfrageintervalle in Open-Source-Tools drastisch zu erhöhen ..." genau bedeutet?

Den großen Angriff sehe ich wegen des Aufwandes nicht, aber wenn einem jemand aus der Nachbarschaft ärgern will, wäre das schon doof.
FHEM: 6.4 auf Raspi 4B, Raspbian (noch Buster), Perl v5.28.1 mit Sender/Empfänger: 3 x CULv3, Duofern Stick
Gateways: FRITZ!Box 6591 (OS: 8.25), Trädfri, ConBee 2,  piVCCU (HM-MOD-RPI-PCB), OpenMQTTGateway
Sensoren/Aktoren: FRITZ!DECT, FS20, FHT, HMS, HomeMatic, Trädfri, DuoFern, NetAtmo, UNIRoll

Beta-User

#2
Zitat von: tomcat.x am 08 Juli 2026, 15:02:52Weiß jemand, was das "Bis echte Patches vorliegen, bleibt Betreibern als Notlösung nur, [...] die Abfrageintervalle in Open-Source-Tools drastisch zu erhöhen ..." genau bedeutet?
Also: Das (nur vermeintlich "undokumentierte") "Gongfa"-Kommando dient dazu, per DTU anfragen zu können, welche Wechselrichter in der Nähe sind, um diese ohne manuellen Eintrag in die (Original-) DTU einzubinden, also eine Art einfachen "pairings".

Soweit ich das (ggf. falsch) verstanden habe, funktioniert das jeweils nach dem Aufwachen (also jedes Mal, wenn wieder ausreichend DC-Leistung anliegt), bis eine DTU sich den betreffenden WR "gekrallt" hat und die Kommunikation damit regelmäßig läuft.
Geht die laufende Kommunikation zwischenzeitlich kaputt, kann es afair auch sein, dass man dann nach einiger Zeit auch per anderer DTU steuern und abfragen kann (immer vorausgesetzt, man nutzt die korrekte Seriennummer (bzw. den relevanten Teil davon), oder eben "Gongfa".

Solange die Kommunikation regelmäßig läuft (alle 10 Minuten sollte ausreichen) , gibt es nur diesen regelmäßigen Funkverkehr, den ein Angreifer mitsniffen könnte.

Zumindest in AhoyDTU könnte man das Abfrageintervall für eine "Anfragerunde" entsprechend hoch setzen, um (tagsüber) diese "sniffer-Option" zu reduzieren. Der Haken (@nRF24) dabei: je seltener man anfragt, desto unwahrscheinlicher ist es, den richtigen Kanal zu erwischen, man muss also ggf. öfter und auf weiteren Kanälen wiederholen oder riskiert, dass die Verbindung ganz abreißt und der Inverter sendet dann auf mehreren Kanälen (was eventuell (!) unterbleibt, wenn er ein "Ack" bekommt (und das auch "hört"))...

Anmerkung: Soweit mir bekannt, fragt eine Original-DTU deutlich häufiger ab, nämlich "ständig", und ist in der Kanalauswahl deutlich weniger wählerisch als insbesondere AhoyDTU. Ich persönlich würde also vor einer dauerhaften Verlängerung des Abfrageintervalls checken, ob die Kommunikation noch die (annähernd) 100% Antworten liefert, die mit Ahoy "üblich" sind.

Ohne explizite Anfrage (per regulärem (Abfrage-) Kommando oder "Gongfa") funkt ein nRF-Inverter afaik jedenfalls nichts in die Welt.

ZitatDen großen Angriff sehe ich wegen des Aufwandes nicht, aber wenn einem jemand aus der Nachbarschaft ärgern will, wäre das schon doof.
Das wäre doof, ja. Der Aufwand ist sogar ziemlich überschaubar, wenn man weiß, nach was man sucht. Er ist aber auch relativ klein, wenn man das WLAN (oder ZigBee) stören will, fremde IT-Steckdosen schalten, falsche Windgeschwindigkeiten vorgaukeln, usw.. Es lohnt sich also, in der Wildnis zu wohnen, wo es keine Nachbarn in Funktreichweite gibt ;) .

Apropos Funk - nach meiner Erfahrung - auch mit firmware-updates und grid profile updates (per nicht-Hoymiles-Tool) auf nRF-Hoymiles-Invertern: Die Kommunikation ist einigermaßen hakelig, und wenn man nicht in der Nähe ist, müßte man das mit guten Antennen kompensieren, sonst ist das nicht erfolgreich zu machen...

Querverweis noch: https://forum.fhem.de/index.php?topic=145091.0
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