Autor Thema: DebMatic - CCU auf Debian Systemen  (Gelesen 21908 mal)

Offline zap

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DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« am: 12 Februar 2019, 12:01:21 »
Es gibt nun eine Software CCU für Debian basierte Linux Systeme, die ohne Container / Docker (wie sie z.B. piVCCU verwendet) auskommt:

https://github.com/alexreinert/debmatic

Unterstützt schon Homematic und Homematic IP mit diversen Funkmodulen.

Auch für Raspi.

Vereinfacht vieles ... aber noch nicht mit HMCCU getestet!

« Letzte Änderung: 12 Februar 2019, 18:03:13 von zap »
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Offline gloob

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #1 am: 12 Februar 2019, 12:04:35 »
Schade, dass man keine der bekannten Funkmodule mit x64 System nutzen kann. Hätte hier Proxmox auf einem Intel NUC laufen.
Für einen Raspberry Pi sehe ich aktuell keinen Vorteil gegenüber Raspberrymatic oder piVCCU.
« Letzte Änderung: 12 Februar 2019, 12:06:37 von gloob »
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Offline zap

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #2 am: 12 Februar 2019, 12:12:45 »
Schade, dass man keine der bekannten Funkmodule mit x64 System nutzen kann. Hätte hier Proxmox auf einem Intel NUC laufen.
Für einen Raspberry Pi sehe ich aktuell keinen Vorteil gegenüber Raspberrymatic oder piVCCU.

Gegenüber piVCUU sind die Vorteile eher marginal. Die Konfiguration mit durchgereichten Ports ist einfacher und man spart den - zugegeben geringen, aber vorhandenen - Overhead durch den Container.

Im Vergleich zu RasperryMatic sind die Vorteile schon größer: Man kann problemlos weitere Software - wie eben FHEM und Perl - auf dem gleichen System installieren. Bei RaspberryMatic muss man alles "from Scratch" selbst bauen mit den bekannten Seiteneffekten (Dependency Hell).
 
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Offline gloob

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #3 am: 12 Februar 2019, 13:11:05 »
Im Vergleich zu RasperryMatic sind die Vorteile schon größer: Man kann problemlos weitere Software - wie eben FHEM und Perl - auf dem gleichen System installieren. Bei RaspberryMatic muss man alles "from Scratch" selbst bauen mit den bekannten Seiteneffekten (Dependency Hell).

Wobei der Vorteil mit weitere Software bei einem System wie Docker oder Proxmox wieder hinfällig ist. Da setze ich einfach parallel eine weitere virtuelle Maschine auf.
Und bei RaspberryMatix muss auch nix "From Scratch" bauen, da gibt es auch fertige Images.
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Offline deimos

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #4 am: 12 Februar 2019, 13:53:36 »
Hi,

ich oute mich mal als Autor.

Die Aussage, dass es kein Funkmodul für x64 gibt, stimmt so nicht. Ich habe einiges an Arbeit in meine Platine HB-RF-USB gesteckt, mit welcher man beide offiziellen Funkmodule per USB anschließen kann. Rein elektrisch gab es da auch schon vorher Lösungen für, aber die konnten alle nur mit dem alten Funkmodul reden und nur HmRF und kein HmIP. Ich habe da zu der Platine einen entsprechenden Treiber geschrieben, damit auch HmIP geht. Und mit debmatic ist das ganze auch für x64 verfügbar. Klares Ziel bei der Entwicklung von beidem war, dass man Homematic und Homematic IP auf Intel NUCs, Proxmox, etc. nutzen kann.
Und genau diese Verfügbarkeit für x64 ist der große Vorteil ggü. piVCCU (welches im Übrigen auch von mir ist und auch weiter aktiv gepflegt werden wird). Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und damit unterschiedliche Zielgruppen.

Viele Grüße
Alex
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Offline gloob

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #5 am: 12 Februar 2019, 14:04:50 »
Hi,

ich oute mich mal als Autor.

Die Aussage, dass es kein Funkmodul für x64 gibt, stimmt so nicht. Ich habe einiges an Arbeit in meine Platine HB-RF-USB gesteckt, mit welcher man beide offiziellen Funkmodule per USB anschließen kann. Rein elektrisch gab es da auch schon vorher Lösungen für, aber die konnten alle nur mit dem alten Funkmodul reden und nur HmRF und kein HmIP. Ich habe da zu der Platine einen entsprechenden Treiber geschrieben, damit auch HmIP geht. Und mit debmatic ist das ganze auch für x64 verfügbar. Klares Ziel bei der Entwicklung von beidem war, dass man Homematic und Homematic IP auf Intel NUCs, Proxmox, etc. nutzen kann.
Und genau diese Verfügbarkeit für x64 ist der große Vorteil ggü. piVCCU (welches im Übrigen auch von mir ist und auch weiter aktiv gepflegt werden wird). Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile und damit unterschiedliche Zielgruppen.

Viele Grüße
Alex

Ich weiß, dass es die HM-RF-USB Platine gibt. Bei den "bekannten Funkmodule" meinte ich auch eher die hier weit verbreitete USB-Serial-Variante oder Wemos-WLAN-Gateways.
Ich verstehe klar deine Intension und finde es auch klasse, was du da geleistet hast.

Kann es sein, dass die Gerber Dateien bei Github unvollständig/zu viele Dateien sind? Weder DirtyPCB noch JLCPCB wollen den Ordner so akzeptieren. Kann man anstatt der Platine nicht auch einen FTDI Adapter nehmen?
Also sowas: https://de.banggood.com/FT232RL-FTDI-USB-To-TTL-Serial-Converter-Adapter-Module-For-Arduino-p-917226.html
Da sind ja schon relativ viele Pins auch nach außen geführt.
« Letzte Änderung: 12 Februar 2019, 14:13:06 von gloob »
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Offline deimos

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #6 am: 12 Februar 2019, 14:19:01 »
Hi,

Kann es sein, dass die Gerber Dateien bei Github unvollständig/zu viele Dateien sind? Weder DirtyPCB noch JLCPCB wollen den Ordner so akzeptieren.

Ich habe mit den erfolgreich Platinen bestellt. Aber um gleich Unklarheiten aus der Welt zu schaffen: Auch diese Platinen stehen erstmal unter CC-BY-NC-SA 4.0, ein Verkauf somit nur zum Selbstkostenpreis zulässig.

Kann man anstatt der Platine nicht auch einen FTDI Adapter nehmen?
Also sowas: https://de.banggood.com/FT232RL-FTDI-USB-To-TTL-Serial-Converter-Adapter-Module-For-Arduino-p-917226.html

Jein. Auf der Platine sind auch Komponenten drauf, welche dafür sorgen, dass das Funkmodul nur dann Strom bekommt, wenn das laut USB Spec auch zulässig ist und zusätzlich ein Sanftanlauf, weil die Kondensatoren des Funkmoduls ansonsten zu einem Anlaufstrom führen würden, welcher unzulässig ist.
Dazu kommt, dass nicht nur RX und TX verbunden sind, sondern noch ein paar Dinge mehr (z.B. GPIOs für LEDs vom RPI-RF-MOD und Reset).
Wenn man davon absieht, könnte man das auch mit einem FTDI Adapter hinbekommen, wenn man den entsprechend umflasht auf die USB-ID von mir.

Viele Grüße
Alex


Offline reibuehl

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #7 am: 12 Februar 2019, 14:45:35 »
Alex,

gibt es eine Möglichkeit, die HB-RF-USB irgendwie "remote" anzubinden? Ich habe bei mir auf Grund der örtlichen Gegebenheiten zur Zeit 3 WLAN Gateways (Wemos D1 mit HM_MOD_RPI) und 2 HM-LAN-GW im Einsatz und müsste die, um bei HmIP die gleiche Funkabdeckung zu haben, durch irgendwas ersetzen, dass ähnlich funktioniert.
Also irgendwas, was nur mit WLAN Verbindung und einem 5V USB Netzteil auskommt.   

Reiner
Reiner.

Offline gloob

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Antw:DebMatic - CCU auf Debian Systemen
« Antwort #8 am: 12 Februar 2019, 14:51:36 »
Soweit wie ich es jetzt hier gelesen habe geht es nicht, die Latenzen sind zu groß über WLAN.

Du kannst allerdings schaltbare Steckdosen mit HMIP einsetzen, die können zumindest für HMIP als Repeater laufen.
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Offline deimos

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« Antwort #9 am: 12 Februar 2019, 15:04:23 »
Hi,

die Anforderungen an die Latenzen sind klar definiert, es braucht eine dauerhafte und stabile Latenz unter 5ms zwischen erstem Byte, welches zum Funkmodul gesendet wird und letztem Byte, welches vom Funkmodul empfangen wird. Wenn man das Funkmodul direkt auf den Raspberry aufsteckt, ist man durch Hardware, Treiber und Kernel da schon bei ca. 3ms. Mit WLAN wird das dann definitiv über 5ms landen und bei WLAN hat man vor allem das Problem, dass die Latenzen nicht stabil sind, (also z.B. mal 1ms, mal 10ms mehr).

Was ich erfolgreich getestet habe, ist der Einsatz eines USB over CAT Extenders mit 20m CAT7 Kabel (die Extender, welche direkt auf das Kabel gehen, ohne das da aktive Netzwerkhardware zwischendrin ist). Ganz ohne Kabel bleiben dir da bei HmIP nur die angesprochene Variante über Routing über Zwischenstecker.

Was man natürlich versuchen kann: Je nach örtlichen Gegenheiten kann eine gut plazierte Groundplane Antenne an einem per USB abgesetzen Funkmodul wahre Wunder vollbringen. Die Groundplane dürfte sich von selbst erklären, aber ich konnte es sehr gut beobachten, dass die Funkleistung durch das absetzen per USB doch spürbar besser wird, weil das eigentliche Funkmodul nochmal einige Zentimeter vom Pi entfernt wird und dadurch deutlich weniger Störstrahlung beim Funkmodul ankommt.

Viele Grüße
Alex

Offline gerhardg

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« Antwort #10 am: 12 Februar 2019, 17:49:14 »
Schade, dass man keine der bekannten Funkmodule mit x64 System nutzen kann. Hätte hier Proxmox auf einem Intel NUC laufen.
Für einen Raspberry Pi sehe ich aktuell keinen Vorteil gegenüber Raspberrymatic oder piVCCU.

Laut der Github Doku sollte es gehen:

"Nutzung auf anderen Systemen (auch x64 Systeme) kann per USB mit der Platine HB-RF-USB erfolgen."

Offline zap

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« Antwort #11 am: 12 Februar 2019, 18:05:12 »
Und bei RaspberryMatix muss auch nix "From Scratch" bauen, da gibt es auch fertige Images.

Perl mit allen für FHEM notwendigen Modulen fertig gebaut für RasperryMatic? Hast Du einen Link? Das wäre doch sehr nützlich!
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« Antwort #12 am: 12 Februar 2019, 18:13:09 »
Ach so. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass du FHEM auf dem gleichen Pi laufen lassen willst wie RaspberryMatic
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Offline zap

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« Antwort #13 am: 12 Februar 2019, 18:14:18 »
Das meinte ich ja mit dem Vorteil von DebMatic gegenüber RasperryMatic  :)
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Offline gloob

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« Antwort #14 am: 12 Februar 2019, 18:15:34 »
Ich würde bei keinem von deinem FHEM und CCU parallel installieren. In Zeiten von Containern, ist es einfacher alles ein bisschen zu trennen.
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